Wallfahrtskirche Adlwang “Heiliges Bründl” im Steyr Land – Oberösterreich – Quelle, Kapelle

Wallfahrtskirche Adlwang “Heiliges Bründl” im Steyr Land – Oberösterreich – Quelle, Kapelle

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Im Zentrum Adlwang steht die wunderschöne Wallfahrtskirche. Der älteste Wallfahrtsort Österreichs wartet mit beeindruckenden Besucherzahlen auf. Jährlich kommen zu den goldenen Samstagen rund 50.000 Besucher. Das sind die drei Samstage nach Michaeli (29. September).

Adlwang war schon früher der berühmteste Wallfahrtsort Oberösterreichs. Aus allen Teilen der Monarchie reisten Pilger an. 

Kaiser Josef II., der eine Aufhebung der Wallfahrt erreichen wollte, biss bei den Bürgern in Adlwang auf Granit. Weiterhin kamen die Menschen in Scharen.

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Der heilige Brunnen mit einer bereits bestehenden Marienkapelle wird erstmals im 12 Jh. beim Bau der Haller Kirche erwähnt. Adlwang wird seit damals als Ort besonderer Marienverehrung genannt und bereits 1330 wurden an den Marienfesten und an jedem Samstag heilige Messen gelesen. 

Papst Eugen IV stattete die für den Andrang der vielen Pilger schon viel zu klein gewordene Kirche 1431 mit einem Ablass aus. 

Das Gnadenbild, eine Pieta, fand man  – nach einem Brand – unter einem Ameisenhaufen. Es wird berichtet, die Ameisen hätten sich nicht von der Statue vertreiben lassen, was dem Gnadenbild die Bezeichnung “Maria im Ameisenhaufen” gab. 

Ab 1660 blühte die Wallfahrt auf. Es gab einige Heilungen und Rettungen. Die älteste Überlieferung war im Jahr 1620. 

Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts stieg die Anzahl der jährlich gelesenen heiligen Messen auf 1350. 

Der nächste Aufschwung erfolgte 1755, als das Bild des kreuztragenden Jesus Blut schwitzte, was nach einem Gutachten nicht auf natürliche Ursachen zurückzuführen war. 

Nach der Legende stand die Gnadenstatue unter einer großen Linde bei der Heilquelle. Als der Baum alt geworden war und abstarb, brachte man die Statue in die Kirche nach Pfarrkirchen, doch kehrte sie nachts immer wieder zur Quelle zurück. So wurde dort die Kapelle erbaut. 

Das Gnadenbild, die schmerzhafte Muttergottes, steht heute in der Kirche, stand aber bereits in der ersten alten Marienkapelle. Die Quelle entspringt unter dem Hochaltar und wird in die Bründlkapelle geleitet. 

Vom leicht jodhatigen Wasser erhoffen sich viele Besucher eine Verbesserung ihrer Sehfähigkeit. Zeugnis von seiner Wirksamkeit legen die Votivbilder (hinter dem Altar zu sehen) ab.

Die Grotte ist immer überreichlich mit Blumen und Dankbarkeitsbezeugungen wie “Mich hat das Wasser geheilt“, geschmückt. Nachts ist der Gnadenort bestrahlt.