Wallfahrt in die Toskana zur Heiligen Katharina von Siena – September 2012

Wallfahrt zur heiligen Katharina von Siena
vom 1. – 8. September 2012

Heilige Katharina von Siena

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Katharina wurde am 25. März 1347 in Siena geboren und starb am 29. April 1380 in Rom.
Sie ist eine heilige Mystikerin und Kirchenlehrerin. Sie gehört zusammen mit Birgitta von Schweden, Edith Stein und Hildegard von Bingen zu den weiblichen Patronen von Europa.

Katharina von Siena wurde am 25. März 1347 in Siena als 24. Kind der Wollfärberfamilie Benincasa geboren. Die meisten ihrer Geschwister starben an der Pest. Der Vater hieß Giacomo di Benincasa, war ein verarmter Adeliger, der sich als Pelzfärber den Lebensunterhalt verdienen musste.Die Mutter hieß Lapa di Puccio di Piagente.

In diesen armen Lebensverhältnissen wuchs Katharina ohne Ausbildung auf. Doch war Katharina als Kind sehr religiös geprägt. Mit sechs Jahren hatte sie die Vision des thronenden Christus. Mit zwölf Jahren sollte sie von ihren Eltern verheiratet werden. Katharina weigerte sich jedoch, weil sie sich durch ein Gelübde der Jungfräulichkeit bereits mit Jesus Christus verlobt hatte. In den folgenden Jahren lebte sie zurückgezogen; sie schloss sich in eine Zelle ein und lebt dort bis zum 15. Lebensjahr.

Mit 16 Jahren trat sie in den Dritten Orden der Dominikanerinnen ein.

Dann aber wirkte sie auf das Wort des Herrn aktiv am Reich Gottes mit. Sie sorgte für Arme und Kranke sowie geistliche Unterweisungen usw.. Ihr Leben war von tiefer Christushingabe erfüllt und von der Liebe zur Kirche geprägt, die in dieser Zeit schwere Krisen durchmachte. Katharina trat für Frieden und Gerechtigkeit ein. Sie schlichtete Streitigkeiten unter den Familien in Siena.

Katharina lebte sehr asketisch und konnte ab einem bestimmten Zeitpunkt nichts mehr essen. Ihre einzige Nahrung war die heilige Eucharistie. Mit 23 Jahren erlebte Katharina einen “mystischen Tod”, bei dem ihr Jesus das Herz aus der Brust nahm, um ihr sein eigenes einzusetzen.
Am 1. April 1375 empfing Katharina die Wundmale.

Sie hat viele Reisen unternommen, um die innere Reform der Kirche und den Frieden unter den Staaten zu fördern. Katharina konnte nicht schreiben, aber sie hatte Sekretäre. Sie schrieb zwischen 1370 und 1380 fast 400 Briefe an ihre Mutter, ihre Brüder und Könige, an den Papst und an Handwerker.
Auch ihre Gebete wurden notiert, wenn sie in Trance war.

Als große geistliche Beraterin setzte sich Katharina erfolgreich für die Rückkehr des Papstes aus Avignon nach Rom ein. Im Juni 1376 war Katharina in der Stadt Avignon beim Papst.
Im September 1376 reiste der Papst nach Rom ab.

Vor Erschöpfung brach die Hl. Katharina Ende Februar 1380 zusammen. Am 29. April 1380 starb sie in Rom. Sie wurde in der Kirche “Santa Maria sopra Minerva” beigesetzt, wo sie auch heute verehrt wird.

Nach dem Tod der Hl. Katharina in Rom wurde ihr Kopf und ein Finger der Heiligen nach Siena zurück gebracht. Diese kann man in der gotischen Basilika San Domenico sehen.

Am 29. April 1461 wurde sie von Papst Pius II. heilig gesprochen. Im Jahr 1970 wurde sie von Papst Paul VI. zur Kirchenlehrerin ernannt.

Papst Johannes Paul II. hat die Heilige Katharina von Siena zur Mitpatronin Europas erklärt: „Der Alte Kontinent vergesse nie die christlichen Wurzeln, die die Grundlage seines Weges sind, und fahre fort, aus dem Evangelium die Grundwerte zu schöpfen, die Gerechtigkeit und Eintracht sicherstellen“.

Der Dom von Siena

Die „Kirche vom Kreuz“ – erreichbar ab der dritten Terrasse – wurde zwischen 1614 und 1623 im Garten der Familie Benincasa, der Eltern der Hl. Katharina von Siena, errichtet. Das Kruzifix aus dem 12. Jahrhundert stammt aus der Kirche von „Santa Cristina“ in Pisa, wo Katharina vor diesem Kreuz die Stigmata erhielt. Die „Kirche vom Kreuz“ wurde in den Jahren 1614 bis 1623 errichtet und dann geweiht.