Valtorta Maria – Visionärin

Maria Valtorta

geboren am 14. März 1897 in Caserta bei Neapel
gestorben am 12. September 1961 in Viareggio

Maria wurde am 14. März 1897 als Tochter lombardischer Eltern geboren.
Ihr Vater war Berufsoffizier in der italienischen Armee, ihre Mutter Französischlehrerin. Sie besuchte nach der Grundschule ein privates Gymnasium; dabei hatte sie Literatur um vieles lieber als die mathematischen Fächer. 1917/18 schloss sie sich bis zum Ende des Krieges den Samariterschwestern an.

Eine wichtige Begebenheit ereignete sich 1920:
Kurz vor ihrem 23. Geburtstag wurde sie auf der Straße von einem vorbeilaufenden Jugendlichen, einem aufgehetzten Kind eines Kommunisten, mit einem Eisenstab in den Rücken geschlagen. Seither hatte sie von der Nierengegend Schmerzen, die im Laufe der Jahre zunahmen und deren Ursache die Ärzte aber nicht finden konnten. Schließlich musste man den Schluss ziehen, dass durch den Schlag die Wirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen worden war.

Nach verschiedenen Umzügen erwarb die aus der Lombardei stammende Familie Valtorta 1924 ein Haus in der Küstenstadt Viareggio nördlich von Lucca, worin Maria Valtorta bis zu ihrem Tod wohnte. Sie war das einzige Kind von Giuseppe Valtorta (1862-1935), einem Berufsoffizier der italienischen Armee, der der Familie eine gehobene soziale Stellung sicherte, und seiner Ehefrau Iside Fioranzi (1861-1943), die Französischlehrerin war. Marias Mutter war streng, herrschsüchtig und selbstsüchtig. Sie hinderte ihre Tochter an ihrer Ausbildung und vereitelte eine geplante Verheiratung. Alle Herzenswärme erhielt sie jedoch von ihrem Vater, der ihre große Wissbegierde stillte und ihr die Schönheiten der Natur zeigte. Die familiären Konflikte belasteten ihn seelisch so sehr, dass er vorzeitig seinen Beruf aufgeben musste.

Während ihrer Schulzeit fiel Maria Valtorta durch hohe sprachliche Begabung und Gewandtheit auf. Nach ihrer Schulzeit war sie – während des 1. Weltkrieges – als Krankenschwester tätig. Später trat sie in die katholische Aktion ein und widmete sich dort der Jugendarbeit und hielt Vorträge.

Ab 1934 war Maria von der Hüfte abwärts gelähmt. Sie blieb pflegebedürftig und konnte das Bett nicht mehr verlassen bis zu ihrem Tod am 12. September 1961.

Nach dem Willen Jesu, zu dem sie schon in ihrer Kindheit ein inniges Verhältnis hatte, opferte sie ihre schweren körperlichen und seelischen Leiden für die Kirche und die Welt auf.

Auf Anweisung ihres Seelenführers verfasste sie im Jahre 1943 eine Autobiographie, die ihre lebensbejahende Fähigkeit zu religiöser Hingabe zeigt. Im selben Jahr erhielt sie die ersten Visionen über das Leben Jesu, die sie mit ihrer Beobachtung und nach Diktaten Jesu niederschrieb. In den folgenden Jahren entstanden so insgesamt 714 Kapitel, in denen Personen und Ereignisse eine zeitliche Einheit bilden.

Maria Valtortas Werk “Der Gottmensch” ist von der Kirche nicht offiziell approbiert, doch hat sich Papst Pius XII. 1948 darüber anerkennend und treffend geäußert:

“Veröffentlicht dieses Werk, so wie es ist. Wer es liest, wird es verstehen.”