Heiliger Evangelist Lukas (*-84)

Der Heilige Evangelist Lukas

geboren im syrischen Antiochia (heutige Türkei)
gestorben im Alter von etwa 84 Jahren in Achaia Griechenland

Der griechische Name “Lukas” ist die Kurzform von “Lucanus” und bedeutet: aus dem süditalienischen Lukanien stammend.

TafelLukas
Tafel am Grab vom Heiligen Lukas in der Basilika S. Giustina in Padua

Lukas soll aus einer “heidnischen” Familie Antiochias (des heutigen türkischen Antakya) entstammen und war nach von Beruf Arzt.
Nach seiner Bekehrung zum Christentum, schloss er sich in Troas dem Apostel Paulus an. Lukas begleitete Paulus auf dessen 2. und 3. Missionsreise und war Paulus besonders verbunden:
“Lukas allein ist bei mit geblieben” (vgl. Phlm 24; 2 Tim., 4,11).

Lukas harrte auch bis zu Paulus Hinrichtung aus. Lukas gilt seit dem 2. Jhdt. als der Verfasser des nach ihm benannten (dritten kanonischen) Evangeliums und der Apostelgeschichte.

Anschließend soll Lukas als Bischof von Theben im Jahre 63 (im Alter von 84 Jahren) gestorben sein. Nach einer anderen Überlieferung soll Lukas in Patras um 80 den Märtyrertod erlitten haben. Die Reliquien des Hl. Lukas wurden der Überlieferung nach 356/57 aus Theben in Böotien nach Konstantinopel gebracht. Dort sind sie in der Apostelkirche aufbewahrt.

Angebliche Reliquien des Hl. Lukas befinden sich heute in Prag (der Schädel des heiligen) und in Padua. In der Kirche Santa Giustina in Padua befindet sich in einer Seitenkapelle das (angebliche) Grab des Lukas.

Grab des Apostel Lukas in Padua

Verona2010-0016

Die dritte bedeutende Kirche ist die Basilika Santa Giustina in Padua. Sie befindet sich am südlichen Ende des Prato della Valle. In der mächtigen Backsteinkirche mit den acht Kuppeln sollen in einem Marmorsarkophag die sterblichen Überreste des Evangelisten Lukas aufbewahrt werden. Der dreischiffige Innenraum wird von 26 Pfeilern gestützt. Die Außenfassade ist unverkleidet. Gewidmet ist die Kirche der Heiligen Giustina, der Schutzpatronin der Gemeinde. Sehenswert ist im Inneren das große Altarbild “Das Martyrium der heiligen Giustina” von Paolo Veronese.

Im Jahre 1998 wurde erstmals seit ca. 600 Jahren der Bleisarg des Hl. Lukas in Padua geöffnet und die Überreste wissenschaftlich untersucht.
Festgestellt wurde, dass in der Tat der in Prag liegende Kopf und die Knochenreste aus Padua zusammen zu gehören scheinen. Zudem deuten gewisse Indizien auf eine orientalische Herkunft hin und auch die Altersbestimmung ergab ein Alter von ca. 1900 Jahren.
Es könnte sich durchaus um die sterblichen Überreste des Heiligen Lukas handeln.