Die Heilige Odilia – 662 – 720 – Patronin des Elsaß

St. Odilie Patronin des Elsaß

geboren im Jahr 662
gestorben im Jahr 720 im Kloster Niedermünster südlich von Straßburg/Elsaß

Die Legende berichtet, dass um das Jahr 662 dem Herzog Etricho auf der Hohenburg im Elsaß ein blindes Töchterlein, namens Odilia, geboren wurde.
Weil es blind war, wollte der enttäuschte Vater das Mädchen töten lassen. Die fromme Mutter Bethsvinda konnte Odilia aber retten und brachte sie in das Kloster “Balma” – wohl das heutige “Baume-les-Dames”, wo sie heran wuchs.

Der Bischof von Regensburg mit Namen Erhard (Heiliger Erhard) hatte in dieser Zeit eine Vision. In einem Kloster mit Namen Balma sei ein blindes Mädchen. das auf den Namen “Odilia” hört, er taufen soll. Er identifizierte Balma mit “Baumes-les-Dames”, fuhr hin und taufte dort die 12jährige Odilia, die während der Taufe umgehend das Augenlicht bekam.

Als diese Nachricht den Vater Etricho erreicht, nahm er sein Kind wieder auf das väterliche Schloss zurück.

Odilia wuchs zu einer schönen Jungfrau heran. Nach dem Willen des Vaters soll sie nun an einen reichen Edelmann verheiratet werden. Doch Odilia hat ihr Leben Gott geweiht und flieht vor ihrem wütenden Vater über den Rhein und findet Zuflucht in einer Höhle bei Arlesheim. Der Vater, der sie verfolgte, wurde von herabstürzenden Steinen verwundet und schwer verletzt.

Vater Etricho, wurde durch einen Wink des Himmels bekehrt. Nach Jahren besuchte Odilia den inzwischen schwerkranken Vater, der sich mir ihr versöhnen wollte. Sie erhielt von ihm den Platz auf der Hohenburg, um ein Kloster erbauen zu lassen. Sie gründete das Kloster “Odilienberg”. Dort pflegte sie auch ihre Eltern bis zu deren Tod.

Odilia wirkte bis zu ihrem seligen Tod im Jahre 720 als Äbtissin segensreich und ruht in der dortigen Grabstätte.

Der “Odilienberg” ist auch heute noch ein vielfach besuchter Wallfahrtsort mit einem sehr schönen Blick in die Rhein-Ebene.

Die heilige Odilia ist die Patronin des Elsass; der Blinden; gegen Augen-, Ohren- und Kopfleiden