Der Heilige Maximilian Kolbe – 1894 – 1941 KZ Auschwitz

Der Heilige Pater Maximilian Maria Kolbe
1894 – 1941 KZ Auschwitz

MaxKolbe

geboren ist Maximilian am 7. Januar 1894 in Zduriska Wola (damals Russland, heute Polen)
gestorben: am 14. August 1941 im Stammlager des KZs Auschwitz ermordet.

Maximilian Kolbe war ein polnischer Franziskaner-Minorit.
Vor der Zeit der Machtergreifung und auch noch während der Diktatur Hitlers betrieb er eine rege Missionsarbeit.
Im Jahre 1941 wurde er verhaftet und nach Auschwitz deportiert, wo er für einen Mithäftling in den Hungerbunker ging.

Das Leben von Maximilian Kolbe

Maximilian Kolbe wuchs in einer einfachen Arbeiterfamilie auf, er war der Sohn des deutschstämmigen Webers Julius Kolbe und seiner Ehefrau Maria, geb. Dabrowska. Er hatte vier Geschwister, von denen zwei an Tuberkulose starben. Der Vater arbeitete erst als Fabrikarbeiter in Lodz und ab 1897 in Pabianice. Danach führte er eine Buchhandlung mit religiöser Literatur.

Im Jahr 1914 trat er in die Polnische Legion ein, kämpfte gegen die russischen Besatzer und wurde dafür hingerichtet. Die Mutter führte einen kleinen Laden und arbeitete gleichzeitig als Hebamme. Nach dem Tod des Vaters wurde sie Benediktiner-Nonne.

Kolbe, bei dem früh eine Begabung für Naturwissenschaften festgestellt wurde, war in seiner Jugendzeit sehr an der Physik interessiert; er trat dann nach einer Marienerscheinung am 4. September 1910 in den Franziskanerorden ein, zu dem seine Eltern gute Beziehungen pflegten. Auch sein Bruder Franz trat dem Orden bei, verließ ihn einige Zeit später jedoch wieder.

1918 wurde Maximilian Kolbe in Rom zum Priester geweiht.

Das Wirken von Maximilian Kolbe

Er gründete zusammen mit anderen Franziskanern die katholische Organisation Militia Immaculatae (Soldaten der Unbefleckten), die nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ein eigenes Missionszentrum erbaute: Niepokalanöw vor den Toren Warschaus. Die Militia Immaculatae widmeten sich vornehmlich der Jugend und der Pressearbeit und waren durch eine starke Marienverehrung gekennzeichnet. In Niepokalanöw entstand ein katholisches Pressehaus, das heute noch besteht.

Im Jahr 1930 bereiste Maximilian Kolbe für die Missionsarbeit Japan, wo er weitere Druckhäuser und Missionsstationen gründete und auch mehrere Klöster aufbaute. Zu seiner Missionstätigkeit nutzte er auch den Funk.
Nach seiner Rückkehr aus Japan im Jahr 1936 baute er Niepokalanöw weiter aus. Nach dem Einmarsch der Deutschen in Polen wurde die Stadt besetzt.

Tod als Märtyrer

Im Dezember 1939 wurde Pater Kolbe mit vierzig Ordensbrüdern von der Gestapo verhaftet, aber bald wieder auf freien Fuß gesetzt.
Am 14. Februar 1941 wurde er erneut festgenommen, weil er in Niepokalanöw 2.300 Juden und dazu noch anderen polnischen und ukrainischen, griechisch-katholischen Flüchtlingen Zuflucht gewährte.
Er wurde in das Warschauer Zentralgefängnis gebracht und im Mai desselben Jahres in das KZ-Lager Auschwitz-Birkenau verlegt.

Am 29. Juli 1941 wurden zehn Leidensgenossen Kolbes als Vergeltung für die nur vermutete Flucht eines anderen Lagerinsassen (die Leiche des Insassen wurde später in der Latrine gefunden, er war dort ertrunken) zur Ermordung aussortiert. Als einer der Männer, der katholische Franciszek Gajowniczek, in lautes Wehklagen um sich und seine Familie ausbrach, meldete sich Maximilian Kolbe bei dem Kommandanten Karl Fritzsch freiwillig, um den Platz von Gajowniczek, der Frau und zwei Söhne hatte, einzunehmen, und wurde in den berüchtigten „Hungerbunker” gesperrt. Dort hielt er Messen mit seinen Leidensgenossen ab und ermunterte sie.

Etwa 2 Wochen danach, am 14. August 1941, wurden er und drei weitere Verurteilte, die noch nicht des Hungertodes gestorben waren, durch eine Phenolspritze umgebracht. Franciszek Gajowniczek überlebte das KZ und starb 1995.

Im Jahre 1971 wurde Pater Maximilian Kolbe von Papst Paul VI. selig gesprochen und 1982 von Papst Johannes Paul II. als Märtyrer in die Reihe der Heiligen aufgenommen