Die Selige Schwester Euthymia

geboren im Jahr * 1914 –
gestorben 1955 in Münster

Selige Schwester Euthymia (*Emma Üffing) wurde 1914 in Halverde (heute Kreis Steinfurt) geboren.

Emma Üffing wurde 1914 in Halverde Kreis Steinfurt als fünftes von zehn Kindern, geboren. Sie ist schwächlich, kann schlecht laufen. In Hopsten macht sie eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin. 1934 trat die 20jährige in den Orden der Clemensschwestern in Münster ein und erhielt den Namen Schwester Euthymia.

Nach dem Noviziat arbeitet die 1,56m große Schwester Euthymia von 1936 an im St. Vinzenz-Hospital in Dinslaken. Sie wurde in der Frauenstation eingesetzt bis sie 1937 den Dienst in der Isolierstation übernahm, die sich wegen der Ansteckungsgefahr in einer Holzbaracke des Krankenhauses befand.
Während des Krieges pflegt sie Kriegsgefangene und Fremdarbeiter auf einer Isolierstation. “Engel der Liebe” nennen sie die Patienten.

Nach dem Krieg wurde Schwester Euthymia die Leitung der Wäscherei im St. Vinzenz-Hospital übertragen.
1948 kehrte Schwester Euthymia nach Münster zurück und übernahm die Leitung der Wäscherei des Mutterhauses und der Raphaelsklinik.

Trotz der vielen Arbeit blieb sie die freundliche Schwester, die für jeden ein Lächeln und ein gutes Wort hatte. Schwester Euthymia verbrachte viel Zeit im Gebet.

1955 starb sie, gerade 41 Jahr alt, an den Folgen eines Krebsleidens. – Seit ihrem Tod bitten Menschen um ihre Fürsprache bei Gott.

Schwester Euthymia wurde am 7. Oktober 2001 selig gesprochen.

Verbrennungen und Quetschungen

Am Tag nach ihrem Tod ereignete sich etwas, das im späteren Seligsprechungsverfahren als Wunder anerkannt wurde:
Eine Schwester, deren Hand zwischen die Walzen einer Bügelmaschine gekommen war und dadurch schwere Verbrennungen und Quetschungen erlitt, bat am offenen Sarg von Schwester Euthymia um Fürsprache.

Innerhalb kürzester Zeit und für Mediziner unerklärlich wurde die Schwester geheilt. Immer wieder und bis in diese Tage hinein erbitten Menschen die Fürsprache von Schwester Euthymia. Und viele sehen sich erhört.
Mehr als 150.000 Briefe im Mutterhaus der Clemensschwestern geben Zeugnis davon.