Der nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach

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16. Sept. 2018

Der nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach
Christi Kreuz tragen helfen, das gibt eine starke und reine Freudigkeit,
und die es dürfen und können, die Bauleute an Gottes Reich,
sind die echtesten Gotteskinder -
Gedanken der Hl. Edith Stein zum Sonntags-Evangelium
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Gebet um Frieden in Europa – Novene für Europa vom 31.7. – 09.08.2018

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Grüß Gott!

Am 9. August feiern wir das Fest der hl. Teresia Benedicta a Cruce – Edith Stein. In ihrem Testament hat sie im Jahr 1939 ihr Leben Gott angeboten für den Frieden in der Welt. Am 9. August 1942 wurde sie in Auschwitz-Birkenau ermordet. Als Patronin Europas ist sie in besonderer Weise unsere Patronin des Friedens.

Aufgrund der vielen weltweit ausgetragenen Kriege laden die Edith-Stein-Gesellschaft Österreich und die Karmeliten in Wien zu einem Gebet für den Frieden ein. Das Friedensgebet findet in Form einer Novene statt, die wir vom 31.7. – 9.8.2018 kostenlos über Email verschicken.

Sie erhalten dieses Mail weil Sie an früheren Online-Angeboten (Novenen, Exerzitien…) teilgenommen haben. Auf Grund der neuen EU Bestimmungen zum Datenschutz müssen wir Sie bitten, Ihre Einwilligung zur kostenlosen Teilnahme an diesem Friedensgebet auf diese Seite zu bestätigen:

anmeldung.karmel.at

Sie können sich natürlich jederzeit aus dem Verteiler austragen  lassen (keine Nachricht mehr bekommen) oder genauer angeben, welche Sorte von Online-Angeboten Sie in Zukunft wünschen und welche nicht (Meine Daten ändern).
In Wien laden wir außerdem am 11. August zum gemeinsamen Gebet in die Karmelitenkirche, Silbergasse 35 ein  –> Edith Stein Fest.

Es wäre für uns von großer Bedeutung, wenn Sie sich diesem Gebt anschließen könnten und BEkannte und Freunde dazu einladen würden. Weisen Sie dafür auf die Anmeldeseite www.anmeldung.karmel.at hin. Vielen Dank!

Sie können diese Novene auch durch die kostenlose App für iPhone, Android und Windows Mobile “Gott allein genügt!”.

Mit herzlichen Grüßen

Karmelitenkonvent in Wien
Edith-Stein-Gesellschaft Österreich
Marienschwestern vom Karmel

Unsere Post-Adresse ist:

Karmelitenkonvent Wien

Silbergasse 35

Wien 1190

Austria

 

Die Heilige Edith Stein 1891 – 1942

Die Heilige Schwester Edith Stein 1891 – 1942
Edith Stein, der Ordensname Teresia Benedicta a Cruce

EdithStein

geboren am 12. Oktober 1891 in Breslau
gestorben am 9. August 1942 im KZ Auschwitz-Birkenau

Sie war eine deutsche Philosophin, Frauenrechtlerin, katholische Nonne jüdischer Herkunft und Märtyrin.
Papst Johannes Paul II. sprach sie am 1. Mai 1987 selig und am 11. Oktober 1998 heilig.

Edith Stein wurde als jüngstes von elf Kindern in eine jüdisch-orthodoxe Familie geboren. Als Vierzehnjährige unterbrach sie das Gymnasium in Breslau und lebte fast ein Jahr bei ihrer Schwester Else Gordon in Hamburg. Zu der jüdisch-orthodoxen Tradition ihres Elternhauses entwickelte die junge Edith Stein ein kritisches Verhältnis und bekannte sich zum Atheismus.

Ihre früh verwitwete Mutter ermöglichte allen Kindern eine solide Ausbildung. An den Universitäten Breslau, Göttingen und Freiburg im Breisgau studierte Edith Stein vor allem Philosophie, Psychologie und Geschichte. Nach ihrer Doktorarbeit (1916) mit dem Thema zum Problem der Einfühlung war sie bis 1918 wissenschaftliche Assistentin ihres Doktorvaters, des Philosophen Edmund Husserl in Freiburg.

Obwohl mit Auszeichnung promoviert, wurde sie als jüdische Frau nicht zur Habilitation zugelassen. An der Universität Göttingen legte sie 1919 erfolglos die Habilitationsschrift Psychische Kausalität vor; in Breslau und Freiburg im Breisgau bewarb sie sich vergebens mit der philosophischen Abhandlung Potenz und Akt.

Den Wendepunkt im Leben Edith Steins bildete die Lektüre der Autobiographie der Karmeliterin Teresa von Avila, deren Buch sie in einer einzigen Nacht von Anfang bis Ende las.
Am 1. Januar 1922 in Bad Bergzabern wurde Edith Stein durch die Taufe in die römisch-katholische Kirche aufgenommen. Dannach siedelte Edith Stein in die Pfalz über, wo sie Lehrerin an der konfessionellen Mädchenschule St. Magdalena der Dominikanerinnen in Speyer wurde.

Zwischen 1927 und 1933 hatte sie intensiven Kontakt zur Erzabtei Beuron. 15 Aufenthalte sind nachgewiesen. Der Beuroner Erzabt Raphael Walzer hielt sie über Jahre von ihrem Plan ab, in den Orden der Karmeliterinnen einzutreten, und bat sie, weiterhin und verstärkt in der Öffentlichkeit zu wirken. So wechselte Edith Stein 1932 zum katholischen Institut für wissenschaftliche Pädagogik in Münster/Westfalen, wo sie besonders gern die Kirche St. Ludgeri besuchte. In Münster beschäftigte sie sich u. a. mit Thomas von Aquin.

In dieser Zeit begegnete sie dem Philosophen Peter Wust. Sie hielt Vorträge zur Frauenfrage und zu Problemen der neueren Mädchenbildung.
Am 14. Oktober 1933, zur ersten Vesper des Hochfests ihrer Namenspatronin Teresa von Avila, trat Edith Stein mit 42 Jahren als Postulantin in den Kölner Karmel Maria vom Frieden ein und nahm zur Einkleidung ein halbes Jahr später den Ordensnamen „Schwester Teresia Benedicta a Cruce” (d. h. „die vom Kreuz Gesegnete”) an.

Zwei Jahre später, 1936, ließ sich auch Ediths ältere Schwester Rosa (geb. 1883) taufen. Rosa Stein lebte später als Außenschwester an der Pforte des Karmels in Köln und siedelte dann mit ihrer Schwester auch in den Karmel von Echt über.

Auf Druck des Naziregimes erhielt Edith Stein als gebürtige Jüdin 1933 Lehrverbot und musste ihre Stelle in Münster aufgeben. Kurz zuvor, am 1. April 1933, hatten die Nationalsozialisten zum Boykott jüdischer Geschäfte aufgerufen und damit eine Pogromstimmung erzeugt. Unmittelbar darauf bat Edith Stein den damaligen Papst Pius XI, mit einer Enzyklika gegen die Judenverfolgung einzuschreiten.

Um den Kölner Karmel zu schützen, siedelte Edith Stein mit ihrer Schwester Rosa 1938 in den Karmel im niederländischen Echt über. Während der deutschen Besetzung der Niederlande im Verlauf des Zweiten Weltkriegs protestierten die niederländischen Bischöfe am 26. Juli 1942 in einem Hirtenbrief gegen das Vorgehen der Deutschen gegen die Juden. Als Reaktion darauf wurden 244 zum Katholizismus konvertierte ehemalige Juden, darunter auch Edith und Rosa Stein, am 2. August 1942 von der Gestapo verhaftet und in das KZ Westerbork gebracht.

Von dort wurden die beiden Schwestern Stein am 7. August in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau mit der Reichsbahn deportiert und am 9. August 1942 in der Gaskammer ermordet.
Es war Edith und Rosa Stein nicht mehr möglich gewesen, aus Echt in den Schweizer Karmel Le Päquier zu fliehen. Anscheinend hatten die dortigen Nonnen die Gefährdung nicht klar genug erkannt, so dass zu viel Zeit mit der Beschaffung der notwendigen Dokumente und der Unterkünfte verstrich. Es wird aber auch berichtet, dass Edith Stein eine privilegierte Rettung für sich selbst abgelehnt hätte.

Edith Stein hat ihre jüdische Herkunft nie verleugnet, obgleich sie auch in Spannung zu ihren Angehörigen stand, die ihre Konversion zum Katholizismus nicht als frohe Botschaft begrüßen konnten. Wie sehr die Christin und Ordensfrau Edith Stein sich dennoch ihrer Herkunftsfamilie bis zuletzt verbunden fühlen musste, zeigt eine der letzten von ihr überlieferten Äußerungen:
„Komm, wir gehen für unser Volk!”, als sie und ihre Schwester aus der niederländischen Gemeinde Echt von der Gestapo zur Vernichtung abgeholt wurden.

Edith Stein ist die erste katholische Märtyrin jüdischer Abstammung, die heilig gesprochen wurde.

Am 1. Mai 1987 wurde sie von Papst Johannes Paul II. in Köln selig- und am 11. Oktober 1998 in Rom heilig gesprochen.

1999 wurde Edith Stein – zusammen mit der heiligen Birgitta und der heiligen Katharina von Siena – zur Patronin Europas erklärt.