1818 – 1984 – 200 Jahre Heiliger Bruder Konrad – Wallfahrt zum Heiligen Bruder Konrad nach Parzam/Bayern

Konrad

geboren am 22. Dezember 1818 in Parzham
gestorben am 21. April 1894 in Altötting

Der Heilige Bruder Konrad wurde am 22. Dezember 1818 als Johann Birndorfer auf dem “Venus-Hof” in Parzham geboren.

Nach dem frühen Tod seiner Eltern sollte Hans Birndorfer den großen Hof übernehmen. Doch er war sich nicht sicher, ob er zum Bauern berufen sei. Schon in seiner Jugend unternahm Hans Birndorfer viele Wallfahrten – etwa nach Passau-Mariahilf oder nach Aigen am Inn.

In Aigen lebte auch der Benefiziat Dullinger, der sein Beichtvater war und ihm den Weg nach Altötting ins Kloster wies.

Bei einer Predigt, die er in der Wallfahrtskirche St. Anna bei Ering hörte, bekam er die Eingebung. Er übergab seinen Geschwistern den Hof und trat 1849 in den Kapuzinerorden in Altötting ein.
Eigentlich wollte er den Ordensnamen Franziskus annehmen – aus Verehrung für den Heiligen. Da aber gerade ein Mönch namens Konrad verstorben war, bekam er diesen Namen.

41 Jahre lang verrichtete Bruder Konrad seinen Dienst als Pförtner im Kloster St. Anna, dem heutigen St. Konrad-Kloster, bis zu seinem Tod am 21. April 1894.

Die Menschen verehrten Konrad schon zu Lebzeiten als Heiligen. Er verschenkte alles, was er besaß, selbst einen Teil seines Essens gab er den Bedürftigen, die an der Klosterpforte klopften. Nach seinem Tod beteten viele Gläubige um seine Fürbitte. Auch einige Wunder geschahen auf die Fürbitte des Heiligen Bruder Konrad hin.

1930 sprach die katholische Kirche Bruder Konrad selig, schon vier Jahre später wurde er von Papst Pius XI. heilig gesprochen.

Zusammenfassung aus dem Leben des Heiligen Bruders Konrad Birndorfer (1818 – 1894)

1818
Geboren als 11. Kind der Bauerseheleute Bartholomäus und Gertraud Birndorfer auf dem Venushof zu Parzham, Pfarrei Weng, Diözese Passau, heute zur Stadt Griesbach / Niederbayern gehörend. Am gleichen Tag in der Wallfahrtskirche St. Wolfgang bei Weng getauft

1832
Tod der Mutter

1834
Tod des Vaters

1838
Volksmission in Ering am Inn. Johannes Birndorfer nahm eifrig daran teil. Sein Leben bekommt eine klare religiöse Ausrichtung

1841
Aufnahme in den Dritten Orden des heiligen Franziskus zu Altötting unter dem Namen Franziskus

1842
Profeß im Dritten Orden

1840 – 49
Benefiziat Franz Xaver Dullinger, Kurat an der Wallfahrtskirche St. Leonhard in Aigen am Inn, Beichtvater und Seelenführer des Johannes Birndorfer

1849
Aufnahme als Kandidat in das Kapuzinerkloster St.-Anna zu Altötting. Gehilfe an der Pforte.

1851
Nach Burghausen zur Pflege eines kranken Mitbruders versetzt

1851
Aufnahme in das Noviziat zu Laufen (an der Salzach)

1852
Feierliche Profess auf Lebenszeit in Laufen

1852
Nach Altötting St. Anna als Pförtner versetzt

1892
Letzter Besuch auf dem heimatlichen Hof

1893
Tod der letzten Schwester, Theresia Birndorfer

1894
Letzter Dienst an der Pforte in Altötting

1894
Bruder Konrad stirbt am 21. April um 19 Uhr

1894
Requiem und Beisetzung am 24.4. in der Gruft des Kapuzinerklosters St. Anna zu Altötting

1912
Erhebung der Gebeine und Überführung in die Klosterkirche St. Anna, Beginn des Seligsprechungsprozesses

1925
Zweite Erhebung und Rekognoszierung der Gebeine

1930
Dreifaltigkeitssonntag, Seligsprechung durch Papst Pius XI.

1934
Pfingstsonntag, Heiligsprechung durch Papst Pius XI.

Bilder aus dem Leben des Heiligen Bruder Konrad

Wallfahrtsort – Kloster Hegne/Allensbach – Die Selige Schwester Ulrika Nisch

 Selige Schwester Ulrika Nisch von Hegne

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Kloster Hegne/Allensbach

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Fotos: PRIVAT

http://www.kloster-hegne.de/kloster/unser_kloster_hegne/gottesdienst_gebet.html

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Selige Schwester Ulrika Nisch von Hegne

Franziska Nisch wurde am 18. September 1882 in Mittelbiberach/Württemberg geboren.
Die große Familie lebte in ärmlichen Verhältnissen. So wird sie in den ersten Jahren von der Großmutter, später von der Tante erzogen. Schon früh müssen sich Franziska und ihre Geschwister um das tägliche Brot mühen und für den Lebensunterhalt der Familie mitsorgen. Die Kinder machten Botengänge oder kleine Arbeiten und bekommen dafür Brot, Eier und Gemüse.
Mit 12 Jahren endet ihre Schulzeit. Anschließend arbeitet sie als Dienstmagd bei Verwandten. Später findet sie Anstellung bei einer Familie im schweizerischen Rorschach. Dort erkrankt Franziska schwer und wird im Spital von den Ingenbohler Kreuzschwestern gepflegt.
Diese Begegnung gibt Franziska den Anstoß ins Kloster einzutreten. Obwohl sie keine Mitgift einbringen kann, wird sie 1904 – mit 22 Jahren – unter dem Ordensnamen Ulrika in Hegne bei den Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz, aufgenommen. In den Niederlassungen dieser Gemeinschaft in Bühl/Baden und in Baden-Baden ist die Küche ihr Arbeitsfeld. Sie wuchs immer tiefer hinein in ein Leben mit Gott. Immer öfter werden ihr Visionen von Engeln und Heiligen zuteil.
Mit 31 Jahren – am 8. Mai 1913 – stirbt Schwester Ulrike an Kehlkopftuberkulose.

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Im Kreuz Jesu hat Schwester Ulrika Erfüllung und Vollendung gefunden. Am 1. November 1987 wurde Schwester Ulrika von Papst Johannes Paul II. in Rom selig gesprochen. Seit 1991 ruhen ihre Gebeine in der Krypta in Hegne. Im Haus Ulrika in Hegne gibt es für Interessierte eine Tonbildschau (20 Minuten) über das Leben und den geistlichen Weg von Schwester Ulrika.

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Seit dem Tod von Schwester Ulrikas sind viele Menschen nach Hegne gekommen, um an ihrem Grab zu beten. Sie vertrauen in allen Nöten auf die Fürsprache der Ordensfrau, finden in der Nähe dieser Kreuzschwester Trost und Kraft. Viele Menschen haben ausdrücklich bezeugt, dass sie als Folge ihres Gebets auch konkrete Hilfe erfahren.

Fotos: PRIVAT