Pilgerreise zu Pater Pio nach San Giovanni Rotondo über Padua – Monte San Angelo – Oktober 2012

Wallfahrt zum Grab des Heiligen Pater Pio nach San Giovanni Rotondo über Padua mit der Grabstätte des Heiligen Antonius und zur Michaelsgrotte in Monte San Angelo vom 1. bis 7. Oktober 2012

PADUA

 

SAN GIOVANNI ROTONDO

Am Grab von Pater Pio

Die Kreuzwegstationen

MONTE SAN ANGELO

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SAN MARCO in Lamis

Bilder von der Pilgerreise zu Pater Pio – vom 23. bis 29. April 2010

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Reiseplan

1. Tag – Freitag, 23. April 2010
>> Gosheim >> Friedrichshafen >> Mailand >> Parma >> Pesaro >> Loretto

2. Tag – Samstag, 24. April 2010
Gottesdienst in Loretto Wallfahrtskirche Santa Casa auf dem Berg Podo –
gegen 12 Uhr Weiterfahrt nach Lanciano
Besichtigung der Santuario del´Ostia Sacra, Weiterfahrt über Pescara nach San Giovanni Rotondo

3. Tag – Sonntag, 25. April 2010
Gottesdienst in San Giovanni Rotondo
Eine Führung zeigt uns den Ort, wo Pater Pio gewirkt hat sowie seine Grabstätte.
Teilnahme an den Feierlichkeiten möglich.
Besuch des Wallfahrtortes Monte San Angelo

4. Tag – Montag, 26. April 2010
Weiterfahrt: San Giovanni >> Assisi über Manoppello zum Muschelseidentuch,
dem Schweißtuch, das Veronika dem Heiland gereicht haben soll.
Weiterreise nach Assisi – Heilige Messe

5. Tag – Dienstag, 27. April 2010
Nach dem Frühstück – Heilige Messe in Assisi von unseren beiden Priestern gehalten.
Führung in Assisi, Grabstätten des Hl. Franziskus und der Hl. Klara –
Minibustransfer zum Eremo delle Carceri, zur Felsenkirche.

6. Tag – Mittwoch, 28. April 2010
nach dem Frühstück Abschied von Assisi, Fahrt über Bologna nach Padua
Die Stadt des Hl. Antonius und des Hl. Leopold Mandic (Der Heilige der Versöhnung),
Führung im Kloster “Santuario S. Leopoldo Mandic“
Heilige Messe im DOM

7. Tag – Donnerstag, 29. April 2010
Heimreise – >> Besuch des Wallfahrtsortes Schio > > Fahrt Richtung Heimat… >>
PaterPio-Karte

Bilder von unserer Pilgerreise – 23. bis 29. April 2010

>> Gosheim >> Friedrichshafen >> Mailand >> Parma >> Pesaro >>

Der Wallfahrtsort Loretto
Loretto ist ein Wallfahrtsort in der Nähe von Ancona und das größte Marienheiligtum Italiens. Bekannt ist Loretto, weil dort das Haus der “Heiligen Familie” verehrt wird und die Lauretanische Litanei dort entstanden ist.

2. Tag

“Das Heilige Haus”
Der Überlieferung nach wurde das gemauerte Heilige Haus im Jahr 1291 von Engeln aus Nazareth fortgetragen.
Andere Legenden berichten, dass das Haus von frommen Schiffer-Familien namens “de Angeli” nach Loretto gebracht worden sei.

Papst Pius IX. beauftragte im Jahr 1860 den römischen Gelehrten Bartolini damit, die Steine und den Mörtel des Heiligen Hauses zu untersuchen.
Bartolini stellte fest, dass die Steine und der Mörtel des Hauses aus Loretto identisch sind mit den Steinen des vorhandenen Fundaments in Nazareth. Die Steine kommen außerdem nur in der Umgebung von Nazareth vor, nicht in der Umgebung von Loretto.

Pater Ernst Zender und Pfarrer Herbert Kraft feiern mit uns die Hl. Messe

LANCIANO
Besichtigung der Santuario del´Ostia Sacra

Das Wunder von Lanciano
Das Eucharistie-Wunder von Lanciano fand im 7. Jahrhundert nach Christus statt.
Ein Mönch feierte die Heilige Messe.
Ihn quälten schon längere Zeit Zweifel bei der Frage nach der Echtheit der Heiligen Eucharistie.
Bei der Heiligen Wandlung passiert das Unglaubliche.
Ein Teil der Heiligen Hostie verwandelte sich in blutendes Fleisch, der Wein wurde zu frischem Blut,
das später in fünf Blutkörperchen gerann.
Seither kann man den Leib und das Blut Christi in Lanciano öffentlich sehen.

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SAN GIOVANNI ROTONDO
San Giovanni Rotondo ist ein Wallfahrtsort im italienischen Apulien. Durch San Giovanni Rotondo führt die Staatstraße von San Severo nach Monte San Angelo, die seit dem 6. Jahrhundert von Tausenden von Pilgern benutzt wurde, um zur Michaelsgrotte, wo der Erzengel Michael erschienen war, zu pilgern. Der Name der Stadt stammt nach einer Sage aus der Zeit, als die Langobarden an der Stelle der heutigen Stadt die Statue des Heiligen Giovanni Battista, ihres Schutzpatrons, aufstellten.

Der bekannteste Bürger von San Giovanni Rotondo war Pater Pio. Täglich pilgern zahlreiche Gläubige zur Krypta der Kirche San Maria dellle Grazie, um an seinem Grabmal zu beten und die von ihm bewohnte Zelle zu besichtigen.

3. Tag

Die neue Kirche – San Pio da Pietrelcina
Eine Führung zeigt uns den Ort, wo Pater Pio gewirkt hat sowie seine Grabstätte.

Der Tabernakel                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              

Zum Grab von Pater Pio

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Zum Grab des Hl. Pater Pio

Die neue Kirche und ihre imposante architektonische Konstruktion

Zum Kreuzweg

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Das erste alte Kirchlein von Pater Pio

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Das Kruzifix im Chorgestühl der ursprünglichen ersten Kirche.
Vor diesem Kreuz bekam Pater Pio die Stigmata nach der Hl. Messe
am 20. September 1918, als er an diesem Platz betete.
Er war 31 Jahre alt.

„Plötzlich war ich in ein blendendes Licht eingehüllt. In diesem Licht sah ich Jesus.
Er war wunderschön. Aus seinen Wunden kamen Strahlen von einem sehr hellen,
weißen Licht, welches in meine Hände, Füße und Seite eindrang. Sie waren wie
Messer aus Feuer, die in meine Haut eindrangen, meine Haut durchbohrten,
schneidend, brechend. Ich meinte zu sterben. Der Schmerz war immens.“

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Der Beichtstuhl Pater Pio’s
(in den roten Umschlägen sind die Gebetsanliegen unserer Gruppe)

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Die grössere Kirche

Hier war Pater Pio bis 2009 aufgebahrt

Die Zelle Nr. 1 von Pater Pio

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Das Ordensgewand von Pater Pio

Klosterkirche Santa Maria delle Grazie

MONTE SAN ANGELO

Die Legende von Monte San Angelo
Der heilige Erzengel Michael – der Name des Engels ist hebräisch und heißt übersetzt:
“Wer ist wie Gott”. Im Jahr 490 ist auf dem Monte Sant Angelo das erste Mal der Heilige Erzengel Michael erschienen. Eines Tages verirrte sich ein Stier des Edelmannes Elvio Emanuele. Elvio fand den Stier auf den Knieen in einer Höhle wieder. Er konnte aber nicht zu dem Tier hin. Der Mann schoß einen Pfeil auf den Stier. Der Pfeil kehrte zurück und traf den Bogenschützen selber. Das Ganze sorgte für große Aufregung im Ort.

Der damalige Bischof Lorenzo ordnete drei Tage Gebet und Fasten an. Am dritten Tag erschien der Erzengel Michael dem Bischof von Siponto. Er bezeichnete sich als Hüter dieser Höhle und gab den Auftrag, die Höhle zu einer Kirche zu machen. Der Bischof ließ sich Zeit.

Zwei Jahre später erschien der Engel wieder, diesmal während einer Belagerung der Gegend durch heidnische Heere. Während eines Waffenstillstandes, in dem zu Gebet und Buße aufgerufen wurde, erschien der Erzengel dem Bischof erneut und gab ihm den Auftrag, die Heere anzugreifen. Die feindlichen Heere wurden durch ein plötzliches Unwetter durcheinander gebracht. Darauf zogen sich diese zurück.

Bischof Lorenzo ordnete eine Dankprozession zur Grotte an. Er wusste immer noch nicht, ob er die Grotte weihen solle oder nicht. Er fragte Papst Gelasius I. um Rat. Dieser riet ihm zum Fasten.

Danach ging der Bischof gemeinsam mit anderen Bischöfen in die Grotte. Der Erzengel Michael erschien erneut und teilte den Bischöfen mit, dass der Ort bereits von ihm geweiht wurde. Er zeigte ihnen den Altar, auf dem sich ein Kreuz aus Kristall befand. Am Eingang der Grotte wurde später eine Kirche gebaut.

Im Jahr 1656 erschien der Erzengel Michael wieder. Zu dieser Zeit wütete in der Gegend eine schreckliche Seuche. Der damalige Erzbischof Puccinelli betete zum Erzengel Michael, der ihm am 25. September erschien. Dieser riet ihm, Steine aus der Grotte zur Heilung der Kranken zu verwenden. Durch die Steine wurde die Seuche in jener Gegend endgültig überwunden.

 

Überraschendes Treffen mit Pfarrer Andreas Skoblicki aus Kopfing/Linz

4. Ta

ST. MATTHEW

MANOPPELLO
MANOPPELLO – das Muschelseidentuch –

Das Schweißtuch, das Veronika dem Heiland gereicht haben soll.

Das Antlitz Christi
Beim Antlitz Christi von Manoppello handelt es sich um ein kleines Tuch mit einem unerklärlichen und eindrucksvollen Abbild vom Angesicht Christi auf einem Stoff, der feiner ist als ein Nylonstrumpf. Laut Untersuchungen einiger Wissenschaftlern steht eindeutig fest, dass es sich dabei um den/die sogenannte(n) Schleier der Veronika handeln muss, der zumindest vom Jahr 705 bis zu Jahr 1600 im Petersdom in Rom verwahrt und verehrt wurde.

Der Schleier von Manoppello kann als eine Art “Relique der Auferstehung” gesehen werden und gilt als Gegenstück zum berühmten Grabtuch von Turin. Beide Tücher zeigen ein identisches Gesicht – das Grabtuch mehr als ein Schatten, der Schleier eher wie ein Diapositiv.

Das Antlitz des Heilandes

Manoppello, die kleine Stadt mit 5.700 Einwohner liegt in der Provinz Pescara, im Tal des Pescara Flusses. Die Stadt liegt dort, wo in der Vergangenheit eine wichtige römische Siedlung existierte. Es wurden als Beweis an verschiedenen Orten Reste ausgegraben. Gut erhalten der Mosaikfußboden in einer Patriziervilla. Anziehungspunkt der Stadt Manoppello und das Ziel vieler Pilger, ist jedoch die Wallfahrtskirche von Volto Santo, wo man den Schleier (das Heilige Antlitz) mit dem Gesichtszug Jesu Christi betrachten kann. Es handelt sich um einen dünnen Schleier 17 cm breit und 24cm lang auf dem ein geheimnisvolles Bild eingeprägt war: traditionsgemäß stellt es die wahren Gesichtszüge Christi dar. Es wird vermutet, dass der Schleier von Manoppello genau mit dem der Veronika übereinstimmt, der uralten Reliquie mit dem Gesichtsaudruck Christi, die vom Jahr 1300 bis zum Jahr 1600 im Petersdom aufbewahrt war und deren Spuren im Jahr 1608 spurlos verschwanden. Papst Paul V. ließ die Kapelle, wo sich die Reliquie befand, abreißen. Nach einer alten Überlieferung erzählt man, dass Veronica Christus auf dem Weg nach Golgota den Schweiß vom Gesicht abwischte. Eine andere Geschichte sagt, dass der Name Veronica aus dem Ausdruck „Vera Icon” – wahres Bild stammen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben festgestellt, dass der Gesichtsausdruck auf dem Schleier kein Gemälde sei, weil es keine Spur irgend welcher Farben hat; ebenso wenig ein Ergebnis eines besonderen Gewebes. Gleich wie das Leichentuch Christi, das in Turin aufbewahrt wird, niemand in der Lage ist zu erklären, wie das Antlitz auf dem Tuch eingeprägt wurde. Doch gerade mit dem Leichentuch ist der Schleier eng gebunden. Studien einer deutschen Ordensfrau, haben bewiesen, dass sowohl das Leichentuch als auch der Schleier von Manoppello einen gemeinsamen Ursprung haben, und dass sie genau übereinstimmen, wenn man sie übereinander legt.

Bild: Melanie

Nachbildung des Turiner Grabtuches
Nachbildung des Turiner Grabtuches

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ASSISI

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Wer Assisi hört, weiss, dort lebten der Heilige Franziskus und die Heilige Klara
Franz von Assisi wurde als Giovanni Bernadone im Jahr 1181 in Assisi geboren. Er war der Sohn eines reichen Kaufmanns. Während seines Militärdienstes wurde er Offizier und führte ein sehr lockeres Leben. Im Jahr 1202 ist Franz in Gefangenschaft geraten. Er beschloss sein Leben zu ändern und lebte nun in Armut und Nächstenliebe. Franz hatte viele Anhänger und gründete einen Orden. Franz von Assisi hatte ein besonderes Verhältnis zu den Pflanzen und Tieren. Nach der Überlieferung wird erzählt, dass er sich in Rosenbüsche warf und diese verloren ihre Stacheln.

Klara (Chiara) (1193/94-1253) wurde als Tochter des Adligen Favarone die Offreduccio di Bernadino 1193 oder 1194 geboren. Der Heilige Franziskus, den sie im Dom zu Assisi hatte predigen hören, beeinflusste sie durch sein Vorbild. Sie verließ in der Nacht zum Palmsonntag 1212 ihr reiches, adliges Elternhaus und legt in der kleinen Kirche in Portiuncula das Gelübte ab. Franziskus bekleidete sie “mit einem ärmlichen Gewand” und schnitt ihr die Haare ab. Klara widmete sich der Nachfolge Christi in radikaler Armut. Ihre Schwester, die Heilige Agnes von Assisi, folgte ihrem Beispiel nur sechszehn Tage später. Als Franziskus die Kapelle von San Damiano wieder hergestellt und dort eine Unterkunft geschaffen hatte, wohnten Klara und ihre Schwester Agnes dort, wo sich ihnen sehr schnell andere Frauen anschlossen, darunter weitere Schwestern, Freundinnen, ihre Tante und ihre verwitwete Mutter. Klaras Gottvertrauen haben viele ihrer Zeitgenossen beeindruckt. So trat sie mutig bei einem Überfall der Sarazenen im Jahr 1240 diesen mit der Monstranz entgegen. Das gleiche machte sie, als Assisi ein Jahr später vom kaiserlichen Heer belagert wurde.

5.Tag

SANTUARIO – Hl. Franziskus
Einsiedelei am Berg “LA VERNA”

In San Damiano ereignete sich 1205 die Bekehrung des Heiligen Franziskus.
In der zerfallenen Kapelle vor den Toren Assisis hörte Franziskus die Weisung “Stelle mein Haus wieder her!”
Er verstand dies zunächst wörtlich und restaurierte die Kirche.
Später lebte Klara bis zu ihrem Tod hier 42 Jahre lang mit ihrer Schwesterngemeinschaft.

In San Damiano entstand auch der “Sonnengesang” des Franziskus.

Der Sonnengesang ist der bekannteste Text des „Troubadour aus Assisi“ und zählt aufgrund seiner dichterischen Gestalt und seines Inhalts zur Weltliteratur. Er entstand in altitalienischer Sprache im Winter 1224/25, als Franziskus krank in einer Hütte bei San Damiano lag. Nach späteren Quellen fügte Franziskus die “Friedensstrophe” hinzu, um einen Streit zwischen dem Bischof und dem Bürgermeister von Assisi zu schlichten. Die Strophe über „Bruder Tod“ verfasste er, als er selbst dem Tode nahe war.

Das Gebet ist nicht nur eine Hymne auf Gottes gute Schöpfung, sondern fordert uns auch heraus in unserem Verhalten zur Welt und in der Annahme von Krankheit und Sterben.

Der Sonnengesang
1. Höchster, allmächtiger, guter Herr, dein sind der Lobpreis, die Herrlichkeit und Ehre und jeglicher Segen. Dir allein, Höchster, gebühren sie, und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.
2. Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen, zumal dem Bruder Sonne; er ist der Tag, und du spendest uns das Licht durch ihn.
Und schön ist er und strahlend in großem Glanz, dein Sinnbild, o Höchster.
3. Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Mond und die Sterne; am Himmel hast du sie gebildet, hell leuchtend und kostbar und schön.
4. Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken und heiteren Himmel und jegliches Wetter, durch das du deinen Geschöpfen den Unterhalt gibst.
5. Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Wasser, gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch.
6. Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Feuer, durch das du die Nacht erleuchtest; und schön ist es und liebenswürdig und kraftvoll und stark.
7. Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde, die uns ernährt und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter.
8. Gelobt seist du, mein Herr, durch jene, die verzeihen um deiner Liebe willen und Krankheit ertragen und Drangsal. Selig jene, die solches ertragen in Frieden, denn von dir, Höchster, werden sie gekrönt werden.
9. Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, den leiblichen Tod; ihm kann kein Mensch lebend entrinnen. Wehe jenen, die in schwerer Sünde sterben. Selig jene, die sich in deinem heiligsten Willen finden, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.
10. Lobt und preist meinen Herrn und sagt ihm Dank und dient ihm mit großer Demut.

 

Heilige Klara – in San Damiano 

ROCCA MAGGIORE -
Die oberhalb der Stadt gelegene Festung war ursprünglich eine deutsche Burg. 1198 wurde sie von den Einwohnern der Stadt völlig zerstört. Auch der damals 18jährige Franziskus befand sich unter den Aufständischen gegen die kaiserliche Herrschaft.

6. Tag

PADUA
Stadt des Hl. Antonius und des Hl. Leopold Mandic

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Pater Leopold Mandic
– der Heilige der Versöhnung -

Bogdan Mandic wurde in der Bucht von Kotor in Dalmatien am 12. Mai 1866 in Castelnovo geboren. Castelnovo gehörte früher zur Türkei, dann zu Venedig, später zu Österreich und anschließend zu Jogoslawien. Leopold Mandic hatte elf Geschwister und die Familie war arm, obwohl sie in einem großen Haus ihrer reichen Vorfahren lebten. Bald trat er in das Seminar des Kapuzinerordens ein und 1884 zog er sich in ins Kloster von Bassano des Grappa zurück, wo er sein Noviziat machte. Bogdan hieß dann Bruder Leopold. Nach dem Noviziat studierte er und am 20. September 1890 wurde er in Venedig zum Priester geweiht. 1909 kam er nach Padua. Zu ihm kamen Menschen aus allen sozialen Schichten, gute Seelen und solche mit großer Schuld. Er hatte für alle die richtigen Worte. Am 20. Juni 1912 wohnte Pater Leopold der Weihe einer Statue der unbefleckten Jungfrau Maria auf dem Altar der Kirche seines Klosters in Padua bei. Als Beichtvater betete er für das Seelenheil seiner Landsleute und opferte für sie Hl. Messen. Am Tag vor seinem Tode nahm er noch 50 Menschen die Beichte ab. Pater Leopold Mandic starb am 30. Juli 1942. Er starb mit den Worten “Salve Regina” auf den Lippen. Beim Bombenangriff am 14. Mai 1944 blieb unter den Trümmern des Klosters seine Beichtzelle unversehrt.

PADUA

Wir dürfen in der Gruft des DOMES mit Herrn Pater Ernst Zender und Herrn Pfarrer Herbert Kraft die Heilige Messe feiern

 

PADUA – Die Basilika des Heiligen Antonius von Padua
Der Heilige Antonius von Padua
wurde am 15. August 1195 in Lissabon geboren und starb am 13. Juni 1231 in Arcella bei Padua

Der Hl. Antonius ist wohl der beliebteste Heilige in Italien. Er wurde in eine reiche Familie geboren, wollte aber den Menschen in franziskanischer Armut dienen.

Am 16 Januar 1946 wurde Antonius von Papst Pius XII. zum Kirchenlehrer (doctor ecclesiae) erhoben.
Sein Grab in Padua ist nach Rom, Assisi und Loretto der meist besuchte Wallfahrtsort Italiens

Biografie

Mit 16 Jahren wurde Antonius Augustiner-Chorherr im Orden vom Heiligen Kreuz. Er studierte in Lissabon und Coimbra und empfing die Priesterweihe. Als die Reliquien des Heiligen Berard von Carbio und seiner Gefährten (die ersten franziskanischen Märtyrer) in seine Heimatkirche gebracht wurden, beschloss er die Augustiner-Chorherren zu verlassen, um dem strengeren Orden des Franziskaner-Ordens, den Minoriten, zu folgen und in Marokko das Evangelium zu verkünden.
Da nahm er den Namen Antonius an, zur Ehre des ägyptischen Einsiedlers, dem das Kloster Santo Antao dos Olivãis geweiht war, in dem die Franziskaner lebten.

Sein Vorhaben, den Muslimen zu predigen, konnte er aber nicht ausführen, da ihm in Marokko eine nicht näher bestimmbare Tropenkrankheit schwer zu schaffen machte. Um die Gesundheit zumindest teilweise wieder zurück zu gewinnen, war er gezwungen, Marokko zu verlassen und über das Meer den Rückweg anzutreten. Aufgrund der unvorhersehbaren heftigen Gegenwinde erlitt er vor Sizilien Schiffbruch. Dort schloss er sich einigen Brüdern am Weg zur Portiuncula an. Er beschloss das Leben eines Einsiedlers und lebte in einer Höhle nahe San Paolo. Diese verließ er nur, wenn er eine Heilige Messe las. Eines Tages, als ein Redner ausblieb, bedrängte man Antonius an dessen Stelle zu predigen. Die Brüder waren so beeindruckt, dass er dann seine ganze Zeit reisend, das Evangelium verkündete und in ganz Italien und Frankreich predigte.

 

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Als begnadeter Prediger zog er Massen an. Er hatte die Gabe direkt das Herz zu berühren – nicht nur das von Menschen unterschiedlicher Sprache, sondern nach der Überlieferung auch das der Tiere (Fischpredigt). Antonius wurde auf stürmisches Verlangen des Volkes bereits elf Monate nach seinem Tod am 30. Mai 1232 von Papst Gregor IX. heilig gesprochen.

Patron fürs Wiederauffinden verlorener Gegenstände

Für seine Predigten benützte der hl. Antonius von Padua gerne ein selbst verfasstes Buch, das eines Tages plötzlich nicht mehr auffindbar war. Ein junger Mönch, des Ordenslebens überdrüssig geworden, hatte das Kloster heimlich verlassen und das Buch mitgenommen. Als der Heilige seinen Verlust bemerkte versenkte er sich sofort ins Gebet, vor allem für den verblendeten jungen Mann aber auch für die Wiedererlangung seines Buches. Seine Bitten wurden von Gott erhört und wenige Stunden später betrat der Ausreißer die Zelle des hl. Antonius, warf sich ihm zu Füssen, bekannte seine Schuld und gab das gestohlene Buch zurück. Er erzählte, ein fürchterlich anzusehender Mann habe ihn bedroht und ihm befohlen, augenblicklich das gestohlene Manuskript zurückzubringen. Antonius verzieh dem jungen Mann und nahm ihn wieder ins Kloster auf. Dieser wurde daraufhin ein musterhafter Franziskanermönch.

Die Wiedererlangung des gestohlenen Manuskripts ist der Grund dafür, dass der hl. Antonius zum Patron der Suchenden nach verlorenen Gegenständen wurde.

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Aus einer Predigt:
Taten sprechen lauter als Worte; Lass deine Worte lehren und deine Taten sprechen. Wir sind voll mit Worten aber ohne Taten. Darum sind wir angeklagt vom Herrn selbst, denn dieser hat den Feigenbaum verflucht als er keine Früchte fand.

 

PADUA – die Basilica di S. Giustina (Heilige Justina)

Die Basilica
Die Basilica
Die Hl. Giustina
Die Hl. Giustin 
Das Grab der Hl. Giustina
Das Grab der Hl. Giustina

Heilige Giustina
Südwestlich der Basilica di Sant’ Antonio erstreckt sich – von einem Kanal umgeben – der Prato della Valle – eine Grünanlage, in der die Standbilder ehrenwerter Bürger Paduas versammelt sind. In römischer Zeit standen hier Circus und Theater. Im Südosten der Anlage erhebt sich die der hl. Justina geweihte Kirche, der größte Sakralbau der Renaissance in Oberitalien. Die Märtyrerin stammte aus Padua und stand für ihren Glauben im Jahr 304 mit dem Leben ein.

Der heutige Bau der Basilica di S. Giustina entstand im 16. Jh. Von den Vorgängern sind die Cappella di San Prodoscimo (z.T. 5. Jh.), die Cappella di San Luca (1301) sowie der Chor von 1462 erhalten geblieben. Mit ihren acht großen Kuppeln und dem sie überragenden Campanile weist S. Giustina stilistische Verwandtschaft zur Basilica di San Marco in Venedig sowie zur Basilica di Sant’ Antonio auf.

Das Innere ist der Ästhetik der Renaissance verpflichtet:
Der weite helle Raum ist feierlicher Rahmen für die kunstvolle Ausstattung, zu der vor allem venezianische Malerei des 16. Jh. gehört. Den Hochaltar schmückt das ›Martyrium der Justina‹ (1575). Die Cappella di San Prodoscimo ist ein suggestiver kleiner Raum, den eine Trompenkuppel krönt. Das Grab des ersten Bischofs von Padua trägt ein Relief mit seinem Brustbild, das ebenso wie die Altarschranken aus dem 5. Jh. stammt. Die Wände der Cappella di San Luca, in der die Äbte des Benediktinerklosters beigesetzt wurden, dessen Reliquien in einem Porphyrsarkophag des linken Querarms aufbewahrt werden.

ebenfalls in der Basilica di S. Giustina das Grab des Heiligen Evangelisten Luca –

 

Das Grab des Heiligen Luca - Lukas Evangelium
Das Grab des Heiligen Luca – Lukas Evangelium

In der Basilika der Heiligen Giustina in Padua ist das Grab des Evangelisten Lukas. Nach einer alten Legende wurde der Evangelist Lukas, der ein gebürtiger Antiochier war und in fortgeschrittenem Alter (mit 84 Jahren) starb, in Theben begraben. Von dort wurden seine Gebeine in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts – wie auch der heilige Hieronymus berichtet – nach Konstantinopel in die Basilika der zwölf Apostel gebracht.

Im Mittelalter, und zwar im 11. und 12. Jahrhundert, wurden mehrere Leichen von Heiligen auf dem Friedhof von Prato della Valle, neben dem Kloster Santa Giustina, gefunden. Manuskripte des 14. und 15. Jahrhunderts, die auf älteren hagiographischen Texten basieren, berichten von einem letzten Fund im Jahre 1177. Man erzählt von Wundern (Wohlgerüche), von der Entdeckung eines titulus (Inschrift mit dem Namen des Heiligen) und des Symbols der drei Kälber auf dem Sarg in dem die Leiche lag.

Die Benediktinermönche, die sich schon vor dem Jahre Tausend im Kloster Santa Giusina angesiedelt hatten, begannen die Leiche des Evangelisten mit besonderen Ehren zu behandeln. So schufen sie etwa im Jahre 1313 einen Sarkophag aus Marmor in den sie den bleiernen Sarg hineinlegten.

Man beschloss 1998 im Auftrag des Bischofs von Padua und mit der Zustimmung der Benediktinermönche, eine gründliche interdisziplinäre Untersuchung. Den Schädel, der in Prag lag, hat man für einige Tage kommen lassen. Der Sarkophag wurde am 17. September 1998 geöffnet in einer versiegelten Bleikiste fand man ein menschliches Skelett in guten, Erhaltungszustand.

Der von Prof. Vito TERRIBILE WIEL MARIN koordinierte wissenschaftliche Untersuchungsausschuss stellte folgendes fest:
1.Beinahe dem kompletten Skelett fehlen der Schädel, die rechte EIIe und wenige weitere kleine Knochen. Man konnte auch feststellen, dass der aus Prag gekommene Schädel sich dem ersten Halswirbel des paduaunischen Skeletts gut anpasst und es wurde so bewiesen, dass die verschiedenen Teile demselben Menschen gehörten.

2. Aus den anthropometrischen Untersuchungen ergab sich, dass das Skelett einem Mann gehörte, der in vorgerücktem Alter starb (zwischen 70 und 85 Jahre alt) und der etwa 163 cm. groß war.

3. Was eventuelle Pathologien betrifft, wurde folgendes festgestellt: eine verbreitete Osteoporose; eine sehr schwere Arthrose der Wirbelsäule, besonders in der Lendengegend; ein Lungenemphysem, das man aus der Kurvatur der Rippen folgerte. Das sind drei typische Verletzungen eines alten Mannes.

4. Die sorgfältige Erhaltung der Knochen nach vielen Jahrhunderten lässt uns denken, dass sie schon in der Vergangenheit als wichtige Reliquien betrachtet wurden, die aller Pflege für eine dauerhafte Bewahrung wert waren.

Am 17. September 2000 schenkte eine katholische Delegation (unter denen auch der Bischof von Padua und ein Mönch der Abtei S. Giustina waren) dem Metropoliten Hieronymos von Theben einen Teil einer Rippe, die sich neben dem Herzen befand. Die Geste wurde von der Griechischen Kirche sehr geschätzt.

Wer war der heilige Lukas?
Legenden erzählen von seinem Beruf als Arzt. Deswegen haben die Ärzte Lukas als ihren Schutzheiligen ausgerufen. Eine weit verbreitete Überlieferung stellt ihn auch als Maler des Gesichts Jesus und besonders der Madonna dar. Viele byzantinische Bilder in der Welt werden ihm zugeschrieben: echt oder nicht, sie drücken jedenfalls das Volksbewusstsein aus, das ihn als den Evangelisten betrachtet der für uns das schönste literarische Bild Jesus, der Madonna und vieler weiterer Ereignisse des Evangeliums und der Urkirche gemalt hat.

Von den Ikonen „des Lukas” befindet sich eine in dieser Basilika, genau über dem Grab des Hl. Lukas. Die Ikone stellt die Madonna Hodighitria dar (das bedeutet „diejenige, die den Weg zeigt.

 

Die Tafel des Hl. Luca
Die Tafel des Hl. Luca

7.Tag

Wallfahrtsort Schio

Am 25. März 1985 hatte Renato Baron seine erste Marienerscheinung. Anfangs erschien die Muttergottes viele Monate in der Kirche San Martino. Später hatte er Erscheinungen auch an anderen Orten (zu Hause in seinem Gebetsraum, in der Krypta des Cenacolos, auf dem Monte di Cristo….)
Meistens erschien Maria nach dem Beten und Gehen des Kreuzweges auf den Monte di Cristo, der jeden Freutag um 21 Uhr beginnt. Der Seher Renato Baron verstarb am 2. September 2004 nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren, morgens um 8.30 Uhr. Renato hatte über 19 Jahre lang Marienerscheinungen, genau seit dem 25. März 1985. Maria nennt sich in Schio “Königin der Liebe”. Sie hat Renato bei seinen mystischen Begegnungen mehr als 1.500 Botschaften für die Welt übergeben. Die Botschaften sind von der Kirche geprüft und für die Verbreitung freigegeben worden.

Unterwegs – Richtung Heimat…