Erscheinung der Muttergottes in Heroldsbach – 1949 – 1952

Die Gottesmutter erscheint ab dem 9. Oktober 1949 – dem Rosenkranzfest –
einigen Mädchen

(Kuni Schleicher, Grete Gügel, Erika Müller, Marie Heimann -Betty Büttner,
Antonie Saam, Irma Mehl)

Heroldsbach2

Die Mädchen waren zehn und elf Jahre alt. Allmählich wurden auch Erwachsene (etwa 300 Personen) in die Erscheinungen einbezogen.

Am Fest der Unbefleckten Empfängnis – 8. Dezember 1949 erlebten ca. 10.000 Personen die Lichtphänomene eines Sonnenwunders.
Es wurde auch von Visionen, Prophezeiungen und Botschaften Marias berichtet.

DAS GROSSE SONNENWUNDER am 8. Dezember 1949

Der Pfarrer von Heroldsbach, Johannes Gailer, berichtet:

Am 8. Dezember 1949 waren mehr als 8.000 Menschen da. Ich habe eine Prozession gehalten.

Ich kam bis zum Birkenwald und hielt dort eine Andacht. Auf einmal kam Unruhe auf.

Die Leute riefen: “Pfarrer, hör auf und schau, was da ist!”

Die Sonne kam auf uns zu und knisterte ganz gewaltig. Ich sah darin einen 20 Zentimeter breiten Kranz von Rosen. Die Seherin Antonie Saam sah in der Sonne die Muttergottes mit Kind.

Wir waren fünf Geistliche oben am Birkenwald. Solange ich lebe, werde ich das bezeugen.

Die Sonne schien 1/2 bis 3/4 Stunde. Sie kam vor und ging wieder zurück. Bis auf ca. 4 Meter kam die Sonne heran. Im Umkreis von 45km wurde es gesehen.

Wir fragten bei den Wetterwarten nach und bekamen die Auskunft, dass am 8. Dezember 1949 keinerlei Sonneneinstrahlung stattgefunden hat. Der Himmel war überall grau verhangen gewesen, genau wie in Heroldsbach bis 15.15 Uhr, als das Sonnenwunder einsetzte.

Es ist deshalb ein Wunder, weil es nicht zu erklären war. Alle Seherinnen sagten während der Erscheinung und auch nachher beim Einzelverhör im Pfarrhof, dass sie die Muttergottes in der drehenden Sonne gesehen haben und auch noch in der untergehenden Sonne. Auf die Frage der Kinder an die Gottesmutter (so vom Geistlichen Rat J.B. Walz), ob dies ein Zeichen der Echtheit gewesen sei, kam ihre Antwort:

“Das habe ich gemacht, weil noch so viele Ungläubige sind, dass sie es auch glauben”.

Die Vorgänge dauerten mit Unterbrechungen bis zum Oktober 1952 an.

DIE ERSTEN ERSCHEINUNGEN im Oktober 1949

Die Mädchen sammelten im Herbstwald bunte Blätter. Auf einmal sahen sie über einem Birkenwäldchen ein Schriftzeichen, etwa 1/2 Meter hoch:

JSH”

Nach kurzer Zeit erschien an der selben Stelle eine weissgekleidete Frau. Die Kinder glauben, die Gottesmutter zu erkennen. Sie ist wie durchsichtig.

Vier Tage später sind die Mädchen wieder auf dem Hügel und stehen derselben Erscheinung gegenüber. Sie fragen: Was ist dein Wunsch?

Sie erhalten die Antwort:

“Die Leute sollen fest beten”.

Dann werden sie von Maria gesegnet, und die Erscheinung ist fort.

Acht Tage später war wieder eine Erscheinung. Die Kinder stellen eine von dem Geistlichen Rat Johannes M. Heer geforderte Frage:

“Liebe Gottesmutter, was hindert dich, uns näherzutreten”? Darauf war die Antwort:

“Ich bin gekommen, um die Menschen nochmals aufzurufen zu Gebet und Buße. Die Leute sollen fest beten!”

Die Kinder stellen getrennt dieselbe Frage und werden danach Einzeln befragt. Alle vier geben diese Antwort!

Es kommen bereits mehrere tausend Besucher pro Tag.

Am 31. Oktober 1949 lässt Pfarrer Walz fragen:

“Liebe Muttergottes, bist du mit deinem Leib in den Himmel aufgenommen worden?”

Die Antwort der Muttergottes:

“Ja, aber ich bin die kleine Magd geblieben!”

WEIHNACHTSVISIONEN 1949

Mehr als 4.000 Pilger hatten sich am 25.Dezember 1949 um 18 Uhr am Erscheinungsort eingefunden.
Maria mit dem Kind erschien über den Birken und sagte:

“Die Menschen sollen mehr Buße tun und fest beten.
In der Weihnachtszeit sollen die Leute besonders die Heilige Familie verehren, alle Tage den Rosenkranz beten und dazu eine Andacht zum Herzen Mariens”.

Dann entsteht eine grosse Erregung.

Eines der Mädchen ruft, dass sie den HL. Josef sieht und die Krippe mit dem Jesuskind, und daneben Maria und Josef. Die anderen Kinder bezeugen das.

In grösster Erregung sehen sie die Heilige Familie. Beginnend mit der Verkündigung der Geburt Jesu durch einen Engel an die Hirten bis zur Flucht nach Ägypten, zuletzt wieder die Krippe.

Die Visionen dauern bis gegen 19 Uhr.

Der Eindruck, dass Kinder in diesem Alter nicht eine Dreiviertelstunde lang fortlaufend eine derartige Fülle von Erscheinungen erdichten und wiedergeben können, war allen klar.

WEITERE ERSCHEINUNGEN im Frühjahr 1950

Der Pilgerstrom reisst nicht mehr ab.Im Gegenteil, in den folgenden Monaten kommen täglich Tausende nach Heroldsbach zum Gebet.
In unregelmässigen Abständen finden Erscheinungen mit kurzen Botschaften statt.

Immer wieder reicht Maria den Kindern ihre Hände, so dass sie nicht nur sehen und hören, sondern auch fühlen.

Am 9. Februar 1950 dürfen sie einen Blick in den Himmel tun und sehen sie die Heiligste Dreifaltigkeit.

Die Kinder sagen darüber:

Das Schönste, was wir im Leben gesehen haben. Am Liebsten wären wir alle gleich mit den Himmel gegangen.

EINE VISION VOM MISSBRAUCH DER ATOMKRAFT im Mai 1950

Eine Seherin sah ein grosses Spinnennetz, das sich durchs ganze Weltall zog. Im innern des Netzes sass eine blinkende Spinne. Eine Stimme sagt:

“Dieses Netz darf nicht berührt werden, wird es berührt, zerreisst es!”

Sobald die Spinne in Bewegung kam, hörte ich ein furchtbares Getöse, es entstanden Erdspalten, in denen ganze Häuser versanken. Ich hörte grosses Jammergeschrei der Menschen, die von der aufgewühlten Erde verschlungen wurden.

Es lagen so viele Menschen tot auf den Straßen, dass man sie auf pferdebespannte Flachwagen legte und zur Seite führte.

Autos und Flugzeuge hatten wir keine mehr, auch kein künstliches Licht. Ich sah das Meer in seinem Wellengang haushoch übertreten und viele Städte und Dörfer überschwemmt werden.

Die Speisen waren zum Teil vergiftet, die Menschen die doch davon aßen, starben an heftigen Bauchkrämpfen. Wir hatten nur ganz wenig gesunde Nahrung.

ERSCHEINUNGEN und BOTSCHAFTEN in Heroldsbach – 1949 – 1952

Aus vielen Erscheinungen und Botschaften

“Das Volk hat nicht getan, um was ich gebeten habe. Sie sollen Buße tun und haben es nicht getan. Einer nur ist, der es aufhalten kann, das ist der Heiland, Jesus Christus. Er wird die Katastrophe abwenden, wenn der grösste Teil der Gläubigen auch tatsächlich Buße tut und Besserung verspricht. Es wird das Unheil kommen und eine grosse Hungersnot. Bringt morgen Kerzen und Streichhölzer mit, ich will sie weihen”.

In mehreren Erscheinungen weint Maria teilweise bitterlich. Als man nach dem Grund dafür fragt, schweigt die Muttergottes.

Heroldsbach1

Am 26.September lehrt die Muttergottes den Kindern ein Gebet:

“0 Maria, lass uns unter deinen Mantel stehen. Es ist das Haus, da können wir nicht zugrunde gehen”.

ERSTER JAHRESTAG der ERSCHEINUNG

Die Gottesmutter sagt:

“Liebe Kinder, betet, betet, betet!”

Dann verlassen die Kinder den Hügel und gehen in die Kirche. Dort erscheint ihnen die Muttergottes in der Lourdesgrotte. Sie segnet das Volk und enfernt sich in Richtung Erscheinungshügel.

Am Abend haben die Mädchen in der Kirche noch einmal eine Erscheinung, bei der die Muttergottes sagt:

“Ich verlasse euch nicht. Seid nicht traurig. Ich bin ja bei euch”.

Dann entfernt sie sich wieder in Richtung Hügel. Ebenso Jesus, der ihnen nach Maria erscheint und sie auffordert, ihm die Treue zu halten.
In der Nacht wird in der Kirche durchgebetet. Da erscheint das Jesuskind und fordert die Kinder auf, am nächsten Tag wieder auf den Hügel zu kommen.

ERSCHEINUNG der MUTTERGOTTES vor ca. 300 Erwachsenen am 1. November 1950

In der Nacht zum 1. November 1950, dem Tag der Dogmenverkündigung der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel, erscheint die Muttergottes mit schwarzem Rosenkranz.

Viele eidesstattliche Erklärungen dieser Erscheinung liegen vor.

ERSCHEINUNG der MUTTERGOTTES zusammen mit vielen Heiligen am 13. März 1951

Eine grosse Menschenmenge hatte sich mit den kleinen Seherinnen auf dem Berg versammelt.
Da erschien Maria mit dem Jesuskind und nacheinander viele Heilige, die bald da, bald dort auf der Wiese auftauchten, und von den Kindern bemerkt und begrüsst wurden:

Zuerst zeigt sich eine Vision der HL. Dreifaltigkeit über dem Birkenwald, dann der HL. Franz von Assisi und schliesslich ein im Ruf der Heiligkeit am 3.April 1936 gestorbene Baron K.F. (der in einigen Visionen kommende grosse Dinge gesehen und angekündigt hatte).

Die Heiligen begrüssten die Kinder und den Pfarrer mit Handschlag. Dann erschienen der HL. Aloysius, der HL. Stanislaus Kostka, die HL. Agnes, die kleine HL. Theresia und Maria Goretti.
Als die Kinder einmal nach dem Sinn des Handschlags und dem Erscheinen gerade dieser Heiligen fragen, hören sie die Antwort:

“Damit eure Hände nichts Unkeusches tun. Ihr sollt dem Jesuskind und der Muttergottes und den Heiligen immer fest in die Augen schauen, damit ihr keine Freude habt an unkeuschen Sehen.
Ihr sollt dem Leib und seinen Sinnen nie nachgeben, denn einmal kommt das Gericht, und dann wird alles offenbar werden, das Gute und das Böse.
Der Himmel hat sich hier auf die Erde gesenkt, aber er wird sich bald wieder schließen”.

ERSCHEINUNG unbekannter HEILIGER/MÄRTYRER als “BEWEIS”

Die Heiligen Fauremus und Rasellus offenbaren sich als Märtyrer an der Wende vom 1. und 2. Jahrhundert. Der heiliggesprochene P. Josef Freinademetz erscheint und weist auf die beiden Steyler Patres Nies und Henle hin, die tatsächlich einige Tage vor ihm 1897 in China ermordet worden waren.

Wie Nachforschungen ergeben haben – können die Kinder alle diese Personen nicht gekannt haben.

ERSCHEINUNGEN eindrucksvoller Art im Jahr 1951

Am 6. Mai 1951 erscheint Maria in ihrem grossen blauen Mantel und fordert die Anwesenden auf, zusammenzutreten, damit alle darunter Platz finden.

Am 13. Juni 1951 erscheint der blutüberströmte gekreuzigte Heiland und kündigt an, dass jetzt ein furchtbarer Kampf beginnt.

Am 15.Juni 1951 schwebt Maria in eine etwas entfernt liegende Mulde, die der Grossmutter eines der kleinen Mädchen gehört.

VISIONEN während des WUNDENROSENKRANZES am 2. Oktober 1951

Die Seherin, die im Mai 1950 die Vision mit der “Spinne” hatte, sah über dem Birkenwald ein grosses Kreuz in unermesslicher Lichtfülle schweben.

Der Leib des Gekreuzigten war mit Wunden bedeckt. Die Dornenkrone drückte auf seinen Kopf, ein Augenlid war von einem Dorn durchbohrt.
Aus der Seitenwunde brach eine Lichtgarbe.
Das aus den Fußwunden fließende Blut floss in das Fegefeuer zur Erquickung der Armen Seelen.

DRITTER JAHRESTAG DER ERSCHEINUNG am 9. Oktober 1952

Mittlerweile war eine Kapelle gebaut worden, in der ein grosses Kruzifix aufgestellt worden war.

Die Pilger feierten die hl. Messe. Als sie zur heiligen Kommunion gekommen waren, erstrahlte die geweihte Hostie, und Jesus schwebte auf einer Lichtbahn zum Erscheinungsort nieder.
Aus der Hostie schwebten viele kleine Hostien mit ihm und verteilten sich, so daß jeder der Versammelten eine erhielt.
Dann gebot Jesus, auch den nicht hier Anwesenden, im Glauben Verbundenen, eine Hostie zu bringen.

Viele Engel hatten die Feier begleitet; besonders bei der Danksagung, wo sie vom Thron Gottes her die Worte hörten:

“Eure Gebete dringen durch den Himmel. Nicht mehr lange, dann wird euch geholfen werden.
Es liegen noch viele dunkle Wolken über der Weit.
Betet, betet, betet viel”!

Dann erschien neben dem Thron Gottes die Muttergottes als Königin mit Krone und Zepter, ebenfalls auf einem goldenen Thron.
Sie trug ein weisses Gewand und hatte einen goldenen Brokatmantel um.

DIE LETZTE ERSCHEINUNG am 31. Oktober 1952

Die Kinder waren seit dem 9.Oktober 1952 in einzelnen Erscheinungen auf diesen Abschiedstag vorbereitet worden.
Um 15 Uhr hatten sich viele Menschen versammelt. Maria erschien mit dem Jesuskind und sagte:

“Wir sind nicht gekommen, um Wunder zu wirken, sondern um hier zu Gebet und Buße aufzurufen.
Betet weiter auf dem Berg, auch wenn wir nicht mehr hier erscheinen”.

Später durften alle, die wollten, dem Jesuskind die Hand reichen, am Abend auch der himmlischen Mutter, die mit einer Botschaft den Abend beschloss:

“Wir freuen uns über die vielen Pilger, die hier versammelt sind.
Liebe Kinder, liebe Pilger, jetzt sind es bis zum Abend nur noch wenige Stunden. Ihr müsst euch damit abfinden, dass wir heute zum letzten Mal bei euch sind.