Patenschaften von Mensch zu Mensch – Äthiopien

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Geschichte und Situation

Den Anfang fand unsere Hilfsaktion im Herbst 1994 mit der Teilnahme an einem Aids-Projekt in Sao Paulo- Brasilien. Hier wuchs und festigte sich der Gedanke Hilfe leisten zu wollen.
Zunächst plante Rosi den ersten Hilfseinsatz der sie im Frühjahr 1995 nach Kalkutta in Indien zu den Schwestern Mutter Teresas (Missionaries of Charity) fürhte. Dort traf sie sogar Mutter Teresa, die sich ganz der Hilfe von Armen widmete. Dies hinterlies erneut einen tiefen Eindruck und festigte den Wunsch helfen zu wollen!
Schon im Herbst 1995 flog Rosi dann zu den Missionaries of Charity in die Hauptstadt Äthiopiens nach Addis Abeba. Dort entwickelte sich vor Ort mit den Schwestern ein erster Gedanke für ein Patenschaftsprojekt.
Seit 1996 versuchen wir (Klaus und Rosi Krekeler) nun durch unsere Arbeit die Not in Äthiopien zu verringern. Hierzu arbeiten wir mit verschiedenen Ordensgemeinschaften und Diözesen in Äthiopien zusammen und versuchen diese mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen.
Um uns regelmäßig über die aktuelle Lage zu erkundigen, fahren wir selbst zweimal im Jahr für jeweils sechs bis acht Wochen nach Äthiopien – so können wir selbst mit anpacken, Fortschritte sehen und alles Nötige organisieren.
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Wir unterstützen viele christliche Gemeinschaften dabei in verschiedenen Teilen Äthiopiens Einrichtungen aufzubauen, in denen todkranke und sterbende Menschen betreut, Waisen oder Behinderte versorgt, hilfsbedürftige und kranke Mütter unterstützt, Kinder und Jugendliche angeleitet, unterrichtet oder ausgebildet werden.
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Hierbei leisten auch die Ordensschwestern und –brüder sowie die einzelnen Priester Hilfe. Dazu besuchen sie auch regelmäßig die Menschen in den Slums der Städte oder in den oft weit verstreut liegenden Hütten auf dem Land. Sie verteilen Kleidung und Nahrungsmittel und sorgen für medizinische Betreuung.
Dabei kommen sie immer wieder in engen Kontakt mit den Ärmsten der Armen und lernen hautnah deren Probleme und Nöte kennen. Sie sehen all das Elend, das durch die bittere Armut des größten Teils der Bevölkerung besteht.
Dies bewegte uns auch dazu, diese armen Familien hilfsbereiten Menschen in den besser gestellten Ländern anzuvertrauen.
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Mit einer Patenschaft mit einem Betrag von nur 20,- Euro im Monat kann einem Kind und seiner Familie bereits eine bessere Zukunft ermöglicht werden.
Zusätzlich haben sich aus der Arbeit viele weitere Projekte entwickelt wie:
  • Aufbau und Unterhaltung von Schulen und Kindergärten
  • Erstellung von Brunnenanlagen und Hütten
  • Ermöglichung medizinischer Behandlungen und Schulspeisungen
  • Kleinkredite für Frauen und Verhinderung der Beschneidung von Mädchen
  • Aufbau von Getreidemühlen usw.

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So könnte man noch vieles mehr anführen, was sich im Laufe der Zeit zum Positiven verändert. Schön wäre es, wenn alle Paten dieses einmal mit eigenen Augen sehen könnten. Darum versuchen wir stets so viele Fotos und Informationen wie möglich mit hierher zurückzubringen, um etwas von der Freude und dem Glück überspringen zu lassen.
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Patenschaften

Um die ärmsten Kinder zu unterstützen, organisieren wir Patenschaften!

Mit nur 20,- Euro im Monat kann einem Kind und seiner Familie bereits eine bessere Zukunft ermöglicht werden.

Inzwischen spenden über unser Projekt ca. 1.500 Paten (Familien und Einzelpersonen, Schulklassen und Gruppen) auch über die Grenzen von Deutschland hinaus für Kinder und deren Familien in Äthiopien. Und es werden noch viele gesucht!!!

Nun werden Sie sich sicherlich fragen, wie das alles geregelt ist.

Viele leitende Bischöfe und Priester sowie die Schwestern und Brüder der verschiedenen Orden in Äthiopien haben vor Ort unter Beachtung einiger Grundsätze die Verantwortung für dieses Projekt übernommen. Sie gehen durch die Slums der Städte oder besuchen die weit verstreuten Hütten, um überall nach den „Ärmsten der Armen“ zu suchen.
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Aus einer von besonderer Armut betroffenen Familie wird –falls möglich- ein Mädchen zwischen ca. 3 und 7 Jahren ausgesucht. Falls kein Kind vorhanden ist, welches in diesen Rahmen passt, kommen für die Auswahl auch jüngere Mädchen und Jungen in Betracht. Das Kind sollte auf alle Fälle durch seine Offenheit, sein Interesse und seinen Fleiß zeigen, dass es für eine Schulausbildung besonders geeignet ist. Dieses ist sehr wichtig, da es einmal der Ernährer der Großfamilie sein soll.
Diese Kinder werden uns von den Verantwortlichen vorgeschlagen, so dass wir diese bei der nächsten Reise besuchen und alle für die Paten relevanten Daten zum jeweiligen Kind und dessen Familie aufnehmen können.
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Nach der Rückkehr nach Deutschland stellen wir die Kinder zum Teil unter die Rubrik Patenkinder ein oder vermitteln sie von unserer Liste, so dass neue Paten gleich ein Bild zu ihrem Patenkind haben und wissen, aus welchem Ort es kommt.

Falls Sie sich für eine Patenschaft entscheiden, benötigen wir Ihre Zusage, evtl. den Namen des ausgesuchten Kindes sowie ihre Anschrift. Nach Zahlung der ersten Rate (Zahlungsweise  20€ pro Monat, 60€ vierteljährlich, 120€ halbjährlich oder 240€ einmal im Jahr) schicken wir Ihnen den Steckbrief Ihres Patenkindes.
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Sie bekommen regelmäßig alle Neuigkeiten von Ihrem Kind und seiner Familie als Patenpost. Diese enthält z.B. auch besondere Post wie Zeugnisse, Bilder und Fotos vom Kind, die wir aus Äthiopien mitbringen (siehe Beispielpatenschaft).

Meist laden wir einmal jährlich zu einem Patentreffen ein, informieren da über alle Neuigkeiten und stehen Ihnen persönlich für Fragen zur Verfügung.

Einen Vertrag o. ä. gibt es nicht, nur die Bitte um frühzeitige Mitteilung, wenn die Hilfe nicht mehr beibehalten werden kann. Das ist wichtig, damit wir diese Informationen weitergeben oder einen neuen Paten für das Kind aussuchen können. Wir versprechen, dass Ihr Austritt mit keinerlei Problemen für Sie verbunden sein wird.

Besteht eine Patenschaft, gilt es als Erstes das Kind einzuschulen. Vom Schulgeld werden u.a. der Lehrer, die Schuluniform, Schulmaterial wie Stifte, Hefte usw. und ein Essen pro Tag bezahlt.

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Es bleibt jedoch später stets etwas Geld übrig, welches dann für die Einschulung der Geschwister, angemessene Kleidung, Ausbesserung der Hütte und den Unterhalt der restlichen Familie genutzt werden darf. Wenn die Familie sehr sparsam ist, bleibt auch stets eine kleine Summe übrig, um diese für eine anschließende Berufsausbildung der Kinder aufzusparen.

Leider kann nicht immer mit einer Anstellung im erlernten Beruf gerechnet werden. Daher gibt dieses Geld den jungen Menschen dann die Gelegenheit, sich ein paar Werkzeuge oder Maschinen anzuschaffen, um sich damit z.B. als Schneiderin, Schlosser oder Schreiner selbstständig zu machen oder sich einen kleinen Marktstand aufzubauen.
Dieses bringt natürlich keine Reichtümer, sorgt aber für das Überleben der Familie.

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Beeindruckend ist stets,

  • dass die Kinder meistens, nachdem sie lange auf eine Chance gehofft und gewartet haben, hoch motiviert sind. Sie gehören dann oft zu den fleißigsten Schülern ihrer Klasse.
  • dass die Hütten bereits nach kleineren Reparaturarbeiten trockener und sauberer sind, da der Monsunregen nicht mehr alles durchnässen kann.
  • dass durch warme Kleidung, ausreichend Ernährung und die Möglichkeit Medikamente zu bekommen, die Menschen nicht mehr so stark von Krankheiten bedroht sind und dadurch bessere Chancen bestehen eine Arbeit durchzustehen.

Karte

Wo liegt Äthiopien in Afrika?
Ethiopia on the globe (Africa centered)

Wo in Äthiopien helfen wir mit unserem Projekt?
Ethiopia Map
Eingezeichnet sind die großen Ortschaften, um die sich im Umkreis oft dutzende kleinerer Siedlungen befinden, in denen wir mit dem Projekt helfen!