KONVERTITEN AUS DEM ISLAM: ENTFÜHRT UND GEFOLTERT

KONVERTITEN AUS DEM ISLAM: ENTFÜHRT UND GEFOLTERT

SUDAN-ÄGYPTEN: EBTEHAJ ALSANOSI ALTEJANI MOSTAFA

Eine christliche Mutter aus dem Sudan hatte letzten November  allen Grund Angst zu haben, als ihr muslimischer Bruder mit einem Foto ihres Ehemannes  zu ihrer Kirche in Kairo ging und die Mitglieder nach seinem Aufenthalt fragte. Muslimische Extremisten aus dem Sudan hatten sie knapp 2 Jahre zuvor in Kairo entführt, gefoltert und ihr damit gedroht, Ehemann und Tochter zu töten, falls sie nicht zum Islam zurückkehrt. Die 42-jährige Ebtehaj Alsanosi Altejani Mostafa war in einem dunklen Raum ohne Fenster an einem Stuhl gefesselt als ihre Entführer ihr dieses Ultimatum im Februar 2017 stellten. „Ich kehre nicht zum Islam zurück – ich hasse den Islam“ sagte sie ihnen, als sie fortfuhren sie zu schlagen.

Sie ist 2005 nach Ägypten geflohen nachdem sie 5mal wegen ihres Glaubens im Sudan inhaftiert worden war. In Kairo traf sie einen sudanesischen Pastor, ebenfalls Konvertit aus dem Islam, der ihr Ehemann wurde; auch er ist vor der Verfolgung im Sudan geflohen. Seit sie im Februar 2017 entführt, gefoltert und vergewaltigt wurde, haben Mostafa und ihre Familie wegen Morddrohungen seitens sudanesischer Extremisten mehrmals die Wohnung gewechselt, und wegen des erlittenen Traumas muss sie bis heute Medikamente nehmen. 

Sie war auf dem Weg zu einem Markt, als 2 sudanesische muslimische Extremisten sie im Februar  2017 entführten. Sie riefen ihren Namen, packten sie, hielten ihr Nase und Mund zu, verdrehten ihre Hände und besprühten sie mit einer chemischen Substanz, sodass sie bewusstlos wurde. Sie brachten sie in einen fensterlosen Raum in einem unbekannten Haus, wo sie sie mit Wasser überschütteten, an den Haaren rissen  und ihre Hände und Füße an einen Stuhl fesselten, während sie die ganze Zeit ihren Namen schrien. Sie verbanden ihre Augen, erinnerten sie an ihre islamische Erziehung im Sudan, und wie sie nach ihren Schuljahren mit ihrer Familie nach Saudi Arabien ging. Sie erinnerten sie daran, dass ihr sudanesischer Vater ein Scheich (islamischer Lehrer) in Saudi Arabien ist. „Du bist eine Schande für deine muslimische Familie, du brachtest Schande über die Familie“, schrien sie während sie sie schlugen. „Du bist eine Ungläubige“. 

Sie verlangten, dass sie sich von ihrem Ehemann scheiden lässt und zu ihrer sudanesischen Familie nach Saudi Arabien zurückkehrt um ihr Leben zu retten. Des Weiteren drohte man ihr, ihren Ehemann und ihre neunjährige Tochter zu töten, sollte sie das ablehnen. Nachdem sie ihnen sagte, dass sie lieber sterben würde als zum Islam zurückzukehren, brachte einer der Kidnapper eine Kopie des Korans und begann entsprechende Gewaltverse zu rezitieren. Zwischen den Versen schrien sie „Allahu Akbar“. Danach banden die Extremisten sie los, zwangen sie, sich auf den Boden zu legen und rissen ihr die Kleider vom Leib. Trotz ihres Flehens vergewaltigten sie sie der Reihe nach. „Das ist Lektion Nummer eins“, sagte einer der Männer zu ihr. 

Nachdem die Peiniger kurz den Raum verlassen hatten, kamen sie wieder und begannen sie zu bespucken, obszön zu beleidigen und als Ehebrecherin zu beschimpften, weil sie die Frau eines Pastors ist. Vier weitere Männer betraten den Raum, 2 Sudanesen und 2 Ägypter. Jetzt waren ihre Augen nicht mehr verbunden. Die 2 Ägypter wurden Abu Mahmoud und Abu Ali genannt. „Dieses Mal sah ich sie ganz deutlich“, berichtete sie. Einer der Neuhinzugekommenen befahl ihr, ihm die Shahada, das islamische Glaubensbekenntnis, nachzusprechen. Als sie dies ablehnte, stieß man sie auf den Stuhl und fesselte neuerlich ihre Arme und Beine;  in der Brust und im Rücken spürte sie große Schmerzen. Sie stellten ein Glas Wasser und ein Stück Brot auf den Boden und versuchten sie zu zwingen, davon zu nehmen, was sie ablehnte. 

Nachdem ihrer Folterer neuerlich den Raum für eine Weile verlassen hatten, kehrten sie zurück und verbanden wiederum ihre Augen und zwangen sie niederzuknien, während einer der Männer sich auf den Stuhl setzte und eine Zigarette zu rauchen begann. 26mal drückte der Mann die brennende Zigarette auf ihren Rücken und befahl ihr, dass sie die  Shahada spricht. Bei jedem Brandmal lachten sie. 

Sie fesselten sie wieder an den Stuhl. Nachdem sie das Ultimatum wiederum zurückwies, wurde sie ins Gesicht geschlagen und mehrmals getreten, während sie ihr weiterhin befahlen, Christus zu verleugnen und ihr Leben zu retten. „Baya (Kurzform von Ebtehaj), sag die Shahada und bekenne, dass Mohammed der Prophet Gottes ist“, befahlen sie ihr. Mostafa kippte um. Sie ließen sie im dunklen Raum liegen, und als wiederkehrten, drehten sie das Licht an und fragten, ob sie etwas sagen möchte. „Du bist müde, hast du deine Meinung geändert? Bist du sicher, dass du bei Jesus bleiben willst?“ fragen sie nacheinander. Wiederum versuchten sie, sie zu zwingen das muslimische Glaubensbekenntnis zu sprechen, und als sie es wiederum ablehnte, fragten sie sie, warum sie 3 Götter anbetet. „Das ist nicht wahr, ich glaube an Gott den Vater, Gott den Sohn und Gott den Heiligen Geist – ein Gott“, erklärte sie ihnen. 

Bevor sie den Raum verließen, sagten sie ihr, dass dies ihre letzte Chance sei, zu ihrer alten Religion zurückzukehren bevor es ihnen erlaubt wäre, sie zu töten. Nach ein paar Minuten kehrten sie mit einem muslimischen Gebetsteppich zurück. „Das ist dein letzter Tag mit uns“, sagte einer von ihnen. Sie stellten einen Eimer Wasser vor sie hin, damit sie sich rituell wasche und das muslimische Glaubensbekenntnis spreche, aber wiederum lehnte sie ab. Sie gaben ihr einen niqab (Gesichtsschleier, der nur die Augen freilässt) zusammen mit Papieren zum Unterschreiben, während einer der Männer Fotos und Videoaufnahmen machte. Nach mehreren Versuchen sie zur Unterschrift zu zwingen, die besagt, dass sie zum Islam zurückgekehrt ist, verletzten sie ihre Hand als sie sie gegen ihren Willen zwangen, eines der Papiere zu unterzeichnen. Sie fühlte einen Schlag auf den Hinterkopf und verlor das Bewusstsein. Als sie wieder zu sich kam, befand sie sich auf der Straße, umgeben von Leuten und Autos, die an ihr vorbeifuhren. 

Vor der Entführung hatte Mostafa einen Anruf von einer ihrer Schwestern erhalten, die ihr sagte, dass ihr Onkel und Bruder planten, ihr etwas anzutun. Ihr Onkel, ein prominenter Scheich im Sudans berüchtigten National Intelligence and Security Services (NISS), hat als Militärattaché  großen Einfluss auch im Außenministerium in Khartum  und kann sich leicht zwischen Sudan und Saudi Arabien bewegen, wo ihr Bruder lebt. 

Mostafa sagte, sie vertraut, dass Gott mit ihrer Entführung einen Plan verfolgt, und als Grund für ihre Enthüllung nennt sie, dass die internationale Gemeinschaft erfährt, welchem Druck sudanesische Konvertiten in Ägypten ausgesetzt sind. „Unser Gott ist mächtig, und ich bin nun am Leben“, sagte sie. 

Sudan nimmt im Weltverfolgungsindex 2019 Rang 6  (2018: Rang 4) ein;  Ägypten Rang 16 (2018: Rang 12). 

 

IRAN: MOHAMEDREZA 

Mohamedreza wuchs als Moslem auf, doch er hatte Zweifel an seiner Religion. Durch einen Freund hörte er von Jesus und entschied sich Christ zu werden. Als Mohamedreza bei einer Kirche anklopfte, um mehr über Jesus zu erfahren, wurde er abgewiesen, denn die Behörden gehen streng gegen Gemeinden vor, die das Evangelium an Muslime  weitergeben. Doch durch seinen Freund kam er in Kontakt mit einer geheimen Hauskirche. Hier konnte Mohamedreza Gemeinschaft mit anderen Christen haben und mehr über den christlichen Glauben lernen. An seinem Arbeitsplatz erzählte er seinen Kollegen von Jesus, auch nachdem ihn ein Arbeitskollege deswegen gewarnt hatte. 

Eines Tages ergriffen ihn einige Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und fesselten ihn mit Handschellen. „Sie haben eine schwarze Stofftüte über meinen Kopf gezogen und mich in ein Auto geworfen.  Ich schrie: ‚Was macht ihr? Was wollt ihr von mir?‘ Aber sie gaben keine Antwort. Dann waren wir unterwegs, ich weiß nicht, ob eine halbe Stunde oder eine Stunde, bis wir im Untersuchungsraum waren. Zwei Tage war ich in diesem Untersuchungsraum und hatte die ganze Zeit diese schwarze Tüte auf meinem Kopf. Ich konnte nichts sehen und habe nichts bekommen, ich hatte Durst und Hunger. Ich musste stehen. Sie drohten meine Frau zu vergewaltigen, sie zu töten, sogar meine Eltern. Sie haben mich beleidigt … sie haben mich geschlagen … und meinen Kopf gegen die Wand gestoßen.“

Mohamedrezas Frau bat einen Bekannten, der selbst für den Sicherheitsdienst arbeitete, um Hilfe. Dieser setzte sich für Mohamedreza ein und konnte seine Freilassung erwirken. Inzwischen konnte Mohamedreza mit seiner Frau aus dem Land fliehen und lebt nun in Deutschland. 

Der Iran nimmt Rang 9 im Weltverfolgungsindex  2019 ein; im Jahr zuvor war es Rang 10. 

SCHARIA  -  TODESSTRAFE BEI  ABFALL VOM  ISLAM 

Al-Azhar:  Apostasie ist todeswürdiger Verrat 

“Die Strafe für einen offen bekennenden Apostaten, der die Gemeinschaft verlässt, ist klar und deutlich in der Scharia festgelegt”, erklärte Ahmed el-Tayyib, Großimam der Al-Azhar (höchste Lehrautorität des sunnitischen Islam) am 16. Juni 2016 im ägyptischen TV: “Der breite Konsens der islamischen Theologie, einschließlich prominenter Gelehrter der 4 Rechtschulen des sunnitischen Islam, betrachtet Apostasie als Verbrechen. Sie stimmen alle darin überein, dass ein Apostat gedrängt werden sollte innerhalb einer  variablen Zeitspanne zu bereuen, andernfalls wird er getötet.“ Die Rechtsvorschriften des schiitischen Islams sind substantiell gleich.  

Al-Qaradawi: Ohne Todesstrafe gäbe es den Islam nicht mehr 

„Wenn sie die Todesstrafe bei Apostasie abgeschafft hätten, gäbe es heute keinen Islam mehr. Der Islam hätte mit dem Tod des Propheten aufgehört zu existieren. Also hat das Festhalten an der Todesstrafe bei Apostasie geholfen, den Islam bis heute zu erhalten.“

Yousef Al-Qaradawi ist einer der renommiertesten und populärsten Islamgelehrten unserer Zeit und der einflussreichste TV-Scheich der islamischen Welt. 

Wien, Mittwoch,  13. Februar 2019

 

PHILIPPINEN: SELBSTMORDANSCHLAG AUF KATHEDRALE IN JOLO

PHILIPPINEN: SELBSTMORDANSCHLAG AUF KATHEDRALE  IN  JOLO

ATTENTATE AUF DIE KATHEDRALE IN JOLO 

Jüngstes Attentat 

  • Am 27. Januar kam es zu einem Terroranschlag mit 2 Explosionen auf die Kathedrale „Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel“ auf der Insel Jolo (Provinz Sulu) im Süden der Philippinen. Bei dem Anschlag starben 23  Personen und  112  wurden verletzt, 54  davon schwer. Es handelt sich um einen Selbstmordanschlag, durchgeführt von einem indonesischen Ehepaar. 
  • Die erste Explosion ereignete sich gegen 8:30 (Ortszeit) direkt in der Kathedrale während der Sonntagsmesse: „Die Bombe ging los, als gerade das Halleluja vor dem Evangelium gesungen wurde.“ Ausgelöst wurde sie von der Frau. Sie trug ein auffälliges Kreuz um ihren Hals, betrat die Kirche und zündete mitten in der 8-Uhr-Messe den Sprengstoffgürtel. Als Frau erregte sie kein Misstrauen bei den Sicherheitsleuten. 
  • Die 2. Explosion wurde vom Ehemann ausgelöst. Sie erfolgte auf dem Parkplatz vor der Kirche, genau in dem Moment, als die anwesenden Sicherheitskräfte nach der ersten Explosion zum Ort des Geschehens rannten. 
  • Unter den Todesopfern befinden sich 16 Kirchenbesucher und 5 Sicherheitskräfte, sowie die beiden Attentäter. Unter den Verletzten sind  90  Zivilisten. 

Frühere Angriffe 

  • Lt.  katholischer Friedensinitiative  Duyog Marawi“ hat es seit dem Jahr 2000 mindestens 10 Attacken auf die Kathedrale gegeben. Die meisten konnten der Terror-Miliz Abu Sayyaf  zugeordnet werden. Lt. PIME-Missionar D’Ambra, der seit 30 Jahren in Zamboanga auf Mindanao wirkt, war den Extremisten seit langem die Präsenz einer katholischen Kirche im Zentrum der Stadt mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung ein Dorn im Auge.  
  • 1997 wurde der katholische Bischof Benjamin de Jesus  direkt vor der Kathedrale niedergeschossen. 

ABU SAYYAF UND  IS

  • Der IS (Islamische Staat) reklamierte die Tat für sich und fügte hinzu, dass das Massaker von „2 Märtyrern“  gegen einen „Kreuzfahrertempel“ durchgeführt wurde. 
  • Die philippinischen Behörden machen die mit dem IS alliierte Terrorgruppe Abu Sayyaf  verantwortlich, die seit den 90er Jahren in der Region aktiv ist. Die Insel Jolo gilt als wichtiger Stützpunkt der radikal-islamischen Gruppe, deren Anführer Isnilon Hapilon bereits am 23. Juli 2014 dem IS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi Loyalität geschworen hat. Abu Sayyaf kämpft für die Errichtung eines islamischen Kalifats in Südostasien. 
  • Die philippinischen Sicherheitskräfte leiteten eine Suche nach Abu Sayyaf Mitgliedern ein, die sie der Unterstützung der Selbstmordattentäter verdächtigen. Darunter  Kamah Pae, ein Mitglied von Ajang Ajang (Untergruppe von Abu Sayyaf) und Hatib Hajan Sawadjaan, Nachfolger des früheren Abu Sayyaf-Führers Isnilon Hapilon, der während der 5-monatigen Rebellenbelagerung von Marawi 2017 getötet wurde. 

Kamah Pae sowie vier weitere Jihadisten haben sich den Behörden ergeben, das gab der Chef der Nationalpolizei, Oscar Albayalde, bekannt. Nach 14 weiteren Verdächtigen wird gesucht.  

Lt. Untersuchungen leistete Kammah Pae dem indonesischen Ehepaar logistische Unterstützung. Er selbst leugnet jede Involvierung, aber Augenzeugen sagten aus, sie hätten gesehen, dass er das Paar eskortierte. Im Haus des Terroristen fanden die Sicherheitsbehörden einen fertigen Sprengstoff sowie Material zur  Sprengstoffherstellung.  

  • Am 2. Februar haben Regierungstruppen 3 mutmaßliche Abu Sayyaf Kämpfer in einem Feuergefecht in Patijul (Sulu)  getötet, bei dem auch  5 Soldaten ums Leben kamen.  

HINTERGRUND

  • Beobachter sehen einen Zusammenhang mit dem Ausgang des Referendums über das Bangsamoro Organic Law (BOL), das am 21.Jänner im Süden von  Mindanao durchgeführt und dessen Ergebnis am 25. Jänner bekannt gegeben wurde.   
  • Nach jahrelangen Friedensgesprächen zwischen der philippinischen Regierung und der Moro Islamic Liberation Front (MILF), wurde im Jahr 2014 die Bildung einer neuen Muslimischen Autonomen Region, der Bangsamoro Autonomous Region in Muslim Mindanao (BARMM) beschlossen. Damit sollte ein Schlussstrich unter jahrzehntelange separatistische Aufstände gezogen werden. Im Juli 2018 unterzeichneten Präsident Rodrigo Duerte den Friedensvertrag mit der MILF. Mit über 12.000 schwerbewaffneten Kämpfern ist die MILF die größte islamische Rebellenorganisation in Südostasien. Sie ist eine Abspaltung der Moro National Liberation Front (MNLF), angeführt von Nur Misuari. Als die MNLF einen Friedensdialog mit der Regierung begann, war die MILF zunächst dagegen. 
  • Das  BOL ersetzt die  ARMM (Autonomous Region of Muslim Mindanao)  durch die BARMM (B steht für „Bangsamoro“ oder „Nation of Moros“), die geographisch größer ist, über ein höheres Budget und mehr Kompetenzen verfügt.   Lt. Friedensvertrag wird die Regierung der BARMM alle Regierungsangelegenheiten kontrollieren, während die philippinische Regierung volle Kontrolle über Polizei und  Militär ausüben wird.  Als Gegenleistung werden die MILF-Rebellen ihre geschätzten 50.000 Waffen an die Regierung abliefern. Das wird als die größte Herausforderung für das Abkommen angesehen. 
  • Während eine breite Mehrheit der Bevölkerung im abstimmungsberechtigen Süden Mindanaos  für die Errichtung der autonomen Region (BARMM) stimmte, lehnte die Bevölkerung der Sulu-Inseln,  deren Hauptinsel  Jolo ist, das BOL ab. 

In dem betreffenden Gebiet befinden sich Rückzugs- und Ausbildungslager muslimischer Terrorgruppen, die von dort aus gegen die philippinische Zentralregierung  und für vollständige Unabhängigkeit sowie Errichtung eines muslimischen Kalifats in Südostasien  kämpfen. Deshalb fürchten sie, der Regierung könne es durch die erweiterten Autonomierechte gelingen, die muslimischen Gebiete im Süden des Inselstaates zu befrieden. 

Religionszugehörigkeit 

Die Philippinen sind aufgrund der spanischen Kolonialzeit das einzige vorwiegend christliche geprägte Land Asiens. Von den rund 106,5 Millionen Einwohnern des Inselstaates sind rund 80% Katholiken, 11% Protestanten und 6 % Muslime. 

Wien, Mittwoch,  6. Februar 2019

 

CHINA: VERFOLGUNG PROTESTANTISCHER HAUSKIRCHEN

CHINA: VERFOLGUNG PROTESTANTISCHER HAUSKIRCHEN

KIRCHENSCHLIESSUNGEN UND MASSENVERHAFTUNGEN 

Zion Church in Peking 

  • Anfang September 2018 wurde die Zion Church gesetzlich verboten und „illegales Werbematerial“ konfisziert.Die Zion Kirche ist eine der größten protestantischen Untergrundgemeinden in der Hauptstadt. Manche ihrer Gottesdienste wurden von bis zu 1500 Menschen besucht.  
  • Lt. Behörden hat die protestantische Kirche die Vorschriften gebrochen, indem sie nicht genehmigte Massenveranstaltungen organisierte. Als Folge davon wurde ihr einige Tage zuvor die Nutzung der Halle untersagt, die ihr als wichtigster Versammlungsort diente.
  • Die Zion Kirche selbst wurde trotz wiederholter Versuche ihrer Leiter formal nie anerkannt. Die Regierung bestand vielmehr darauf, dass sich die Zion Church  der regimehörigen Drei-Selbst-Bewegung anschließt.  
  • Trotzdem genoss sie bis vor kurzem eine gewisse Freiheit. Nachdem die Gemeinde es ablehnte, eine TV Überwachungskamera zu installieren, drehte ihr die Regierung im April 2018 kurzfristig Wasser und Strom ab. Und Anfang September wurde die Nutzung der Halle, die ihr als Versammlungssaal diente, untersagt. „Ich fürchte, es gibt für uns keine Möglichkeit diese Angelegenheit mit den Behörden zu lösen“, sagte Jin Mingrin, Pastor der Zion Kirche. „In diesem Land ist Gott der Einzige, dem wir vertrauen können.“ 

Rongguili Church in Guangzhou (Guangdong) 

  • Am 16. Dezember 2018 wurde die Rongguili Church in der Stadt Guangzhou (Provinz Guangdong, S) geschlossen und versiegelt, nachdem 60 Polizisten und Beamte für religiöse Angelegenheiten eine Razzia durchführten. Die Polizei drang während der Bibelstunde für Kinder in das Kirchengebäude ein, löste die Bibelstunde auf, beschlagnahme Listen und Bücher, notierte die Personalien der Anwesenden und beschlagnahmte deren Mobiltelefone. 
  • Die Rongguili Church wurde in den späten 70er Jahren von Pastor Samuel Lamb gegründet, einem der prominentesten Befürworter der Religionsfreiheit für Christen in der Untergrundbewegung. Zuletzt haben jede Woche etwa 5000 Personen ihre Gottesdienste besucht. 

Early Rain Convenant Church in Chengdu (Sichuan)  

Massenverhaftung 

  • Am 9. und 10. Dezember 2018 wurden etwa 100 Mitglieder und Seminaristen der Early Rain Covenant Church (kurz: Early Rain) in Chengdu (Provinz Sichuan, SW) verhaftet, darunter Pastor Wang Yi und seine Frau Jiang Rong. Am 11. Dezember  wurde dann auch Li Yingquang verhaftet, dem es zunächst gelungen war, sich der Verhaftung zu  entziehen und die Medien zu benachrichtigen. 
  • Die meisten wurden nach ein paar Tagen wieder freigelassen, nicht aber Pastor Wang Yi und seine Frau Jiang Rong. Die Behörden werfen ihnen vor, den Staat unterwandern zu wollen. Ihnen drohen bis zu 5 Jahren Haft. 

Kirchenschließung 

  • Die Kirche, die angeschlossene Schule sowie das Seminar  wurden behördlich geschlossen und Bibeln beschlagnahmt. Am Heiligen Abend brachten die Behörden ein Schild am Hauptquartier der Early Rain im 23. Stock eines Hochhauses an, das besagt, dass die Räumlichkeiten von nun an ein Büro lokaler Behörden sind. 
  • Li Shuangde, ein Lehrer in Chengu, der seit 2011 der Early Rain angehört, sagte, dass der Early Rain keine andere Wahl bliebe, als unterzutauchen: „Wir sind in den Untergrund gegangen.“ Mitglieder halten weiterhin Sonntagsgottesdienste ab, manchmal am Ufer des Flusses in der Nähe des früheren Hauptquartiers. 

Viele weitere Kirchenschließungen 

  • Bob Fu, Gründer von CAA (China  Aid Association) stellte fest,  dass im  Jahre  2018, während der härtesten religiöser Unterdrückung seit Jahrzehnten, viele Kirchen geschlossen wurden. Fu glaubt, dass der Angriff auf die Early Rain Covenant Church eine große Eskalation der religiösen Verfolgung in China darstellt. 
  • Seit Xi Jinping  2012 an die  Macht kam, betreiben die Behörden eine anhaltende Kampagne gegen nichtregistrierte Kirchen. Allein in der Provinz Zenjiang wurden von 2014 bis 2016 über 1500 Kreuze von den Kirchen entfernt und zahlreiche Kirchen geschlossen, wenn nicht gar niedergerissen. 

PROTESTANTISCHE  HAUSKIRCHEN 

Charakter und Zahlen 

  • Bei den protestantischen Hauskirchen handelt es sich um offiziell nicht anerkannte Kirchen. 
  • Zur Mitgliederzahl gibt es recht unterschiedliche Angaben. Offiziellen Angaben ist nicht zu trauen, aber auch die Expertenschätzungen gehen weit auseinander. Die angegebenen Zahlen der Christen insgesamt reichen bis zu 130 Millionen, wovon  mindestens die Hälfte den Untergrundkirchen zugerechnet werden. Das Christentum gilt als die am schnellsten wachsende Religion in China. 
  • Im Vergleich dazu hat die Kommunistische Partei  83 Millionen Mitglieder 

Große Attraktivität von Hauskirchen 

  • Unabhängige Kirchen haben in den letzten Jahren eine große Anhängerschaft insbes. unter den Angestellten gewonnen, die versuchen dem überbordenden Materialismus zu entkommen, der das moderne chinesischen Leben beherrscht. 
  • Während Predigten in offiziellen Kirchen sich engen Vorgaben beugen müssen, boomen unabhängige Kirchen mit ihren feurigen Anklagen gegen Korruption und aufrüttelnden Aufrufen,  das Recht der Armen zu schützen. 
  • Herr Gu, ein Reishändler, begann vor 2 Jahren die Gottesdienste der Early Rain zu besuchen, nachdem er im Internet auf Videos mit Predigten von Pastor Wang gestoßen war. Er fand, dass Pastor Wangs Sorge um die Armen mit seinen eigenen Ansichten übereinstimmen, wonach die Regierung die Arbeiter grausam behandelt, die Menschenrechte verletzt indem sie Häuser zerstört, um für kostspielige Entwicklungsvorhaben Platz zu schaffen. Herr Gu wurde letztes Jahr getauft. „Ich sah, die Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft. Ich sah, dass die Behauptung der Regierung, wonach China ein gerechtes Land sei, dass die Gesetze auf zivilisierte Art und Weise umsetzt, eine einzige Lüge ist.“  

„Gefahr“  für Partei und Regierung 

  • Präsident Xi Jinping fürchtet offenbar, dass unabhängige Gottesdienste eine Gefahr für die Dominanz der Kommunistischen Partei über das tägliche Leben in China darstellen und versucht das Christentum stärker unter Parteikontrolle zu bringen. 
  • Renee Xia (internationale Direktorin von China Human Rights Defenders) zufolge zielen diese Versuche auf „das Herz des christlichen Widerstands im Untergrund“. Die Regierung fokussiert ihre Kampagne auf inoffizielle christliche Kirchen, die Ideen wie soziale Gerechtigkeit verbreiten oder Kritik üben am diktatorischen Zugriff der Partei auf die Gesellschaft. 

EARLY RAIN  UND  PASTOR WANG YI

Untergrundkirche mit offener Mission 

  • Die Early Rain hat etwa 500 Mitglieder, aber ihre wöchentlichen Treffen verteilen sich auf 12 Treffpunkte rund um Chengdu und ziehen wöchentlich mehr als 800 Kirchenbesucher an. 
  • Die Early Rain ist aus Prinzip nicht registriert und einem offenen Dienst verpflichtet, unabhängig von den Umständen. 

Unbeeindruckt von der eskalierenden Verfolgung und den neuen Vorschriften für religiöse Angelegenheiten (seit 1.2.2018 in Kraft) hat Early Rain weiterhin offen gearbeitet. Sie führte nicht registrierte Gottesdienste, Gebetstreffen und Bibelstunden durch und betrieb die nicht registrierte Covenant Reformed School (etwa 40 Grundschüler) und das Covenant Seminary (etwa 100 Studenten). Sie hat auch weiterhin offen auf der Straße evangelisiert und Predigten online gestellt. 

  • Ihre Politik lässt sich am besten in ihrem „Leitfaden für Kirchen“ (Mai 2018) zusammenfassen: „Das höchste Gesetz des Christen ist die Bibel. Jedes Gesetz, das der Bibel widerspricht, werden wir mit gewaltfreien Methoden nicht befolgen.“ 

Ernstes Problem für die KPCh 

Mai 2018: erste Massenverhaftung 

Etwa 200 Early Rain Mitglieder wurden im Mai 2018 bei einer Razzia verhaftet. Während alle innerhalb von 24 Stunden wieder freigelassen wurden, wurde die Kirche gewarnt, dass sie, wenn sie sich weigert, die Vorschriften der KPCh einzuhalten, bis Ende des Jahres geschlossen würde. 

Sommer 2018: Petition 

Alarmiert durch die eskalierende Verfolgung organisierte der Leiter der Early Rain, Pastor Wang Yi, im Juli 2018 eine Petition unter dem Titel „Eine gemeinsame Erklärung der Pastoren – eine Erklärung um des christlichen Glaubens willen“. Am 30. August 2018 wurde die Petition mit 198 Unterschriften online veröffentlicht: ganz oben auf der Liste stand Early Rains Pastor Wang Yi. Bis zum 5. September war die Liste auf 439 Unterschriften angewachsen. 

8.12.2018: Manifest  

Am 8. Dezember veröffentliche Pastor Wang Yi  in den sozialen Medien ein 7.300 Worte umfassendes Manifest: „Meditation über den Glaubenskrieg“, in dem er die KPCh verurteilt, Präsident Xi  Jinping mit Cäsar und Pharao gleichsetzt und die Christen auffordert, zivilen Ungehorsam zu praktizieren. Dies nachdem die Christen oft von der regimehörigen Kirchenleitung gezwungen wurden, auf den Altären das Foto von  Präsident Xi Jinping anzubringen. 

9.12.2018: Razzien und Massenverhaftung 

Am 9. Dezember führte dann die chinesische Polizei Razzien im gesamten Stadtgebiet von Chengdu durch. Gegen 18 Uhr schnappten sie sich den Kameramann der Kirche von der Straße vor der Kirche. In koordinierten Schlägen brachen sie während der Nacht in die Häuser und Arbeitsplätze  von  Early Rain Mitgliedern ein. Um 21 Uhr war die Telefonleitung der Kirche gekappt und die Social-Media-Kanäle der Mitglieder gesperrt. 

Die Polizei drängte die Mitglieder, ein Dokument zu unterschreiben, in welchen sie sich verpflichten, die Early Rain Covenant Church (als „böser Kult“ bezeichnet), nie wieder zu besuchen. Mehr als 100 Mitglieder wurden verhaftet, darunter Pastor Wang Yi und seine Frau Jiang Rong. 

Pastor Wang Yi 

Mutigster religiöser Führer Chinas 

  • Pastor Wang Yi (45) ist nicht nur Leiter und Gründer von Early Rain, sondern auch einer der prominentesten Pastoren Chinas. Er ist ausgebildeter Jurist und ehemaliger Dozent. Er war ein weithin bekannter Blogger und Filmkritiker und galt Anfang des Jahrhunderts in Medienkreisen als einer der prominentesten Intellektuellen. 
  • Im Jahre 2005 wurde er Christ und 2008 gründete er die  Early Rain Covenant Church. Im Ausland wurde er vor allem dadurch bekannt, dass er im Jahre 2006 zusammen mit 2 anderen chinesischen Pastoren vom damaligen Präsidenten George W. Bush im Weißen Haus empfangen wurde. 
  • Pastor Wang Yi gilt auch als der mutigste religiöser Führer Chinas: Jedes Jahr  veranstaltet die Early Rain einen Gottesdienst im Gedenken an die  Opfer des Massakers am Tian’anmen Platz (4. Juni 1989). Letzten Juni wurde deswegen ihr Hauptquartier vorübergehend geschlossen.  Er hat auch die neuen Vorschriften für religiösen Angelegenheiten als Instrument der Unterdrückung der Religionsfreiheit angeprangert. 

Dokument in Vorahnung auf Verhaftung 

  • Nach seiner Verhaftung wurde ein umfangreiches Dokument veröffentlicht, dass er in Vorahnung  auf seine baldige Verhaftung verfasst hatte und das veröffentlich werden sollte, falls er für mehr als 2 Tage inhaftiert wird. 
  • Darin erklärt er, wie sein politischer und ziviler Ungehorsam allein auf dem Wort der Bibel gegründet ist. Er respektiere die Autoritäten, die Gott in China etabliert habe, doch er empöre sich über die Verfolgung von Christen durch das kommunistische Regime. Ausführlich bekennt er sich in diesem Dokument zu seinem Glauben an Jesus Christus, der für alle Menschen die einzige Rettung ist und der durch seinen Tod am Kreuz für alle zum Heil geworden sei. Pastor Wang appelliert mit Nachdruck an alle, die ihn in der Gefangenschaft verhören und bewachen werden, echte Buße für ihre Sünden zu tun und sich nicht am Werk des Bösen zu beteiligen. Er werde seinen Glauben unter keinen Umständen aufgeben. 

BEREDTES SCHWEIGEN DES VATIKAN

USA – Protest 

Offizielle Stellen in den USA verurteilten die Bestrebungen der Regierung, die Verbreitung des Christentums zu behindern. „Die Christen Chinas und andere Glaubensgemeinschaften werden belagert und als Feinde des Staates betrachtet wenn sie es wagen,  Gottesdienste abzuhalten und friedlich ihren Glauben zu leben, sagten Marco Rubio (Senator von Florida) und Chris Smith (Abgeordneter zum Repräsentantenhaus von New Jersey)  in einer gemeinsamen Erklärung zu den jüngsten Verhaftungen. 

Vatikan – Schweigen 

Eine prominente Stimme aber schweigt: Der Vatikan, der im September ein provisorisches Abkommen mit der chinesischen Regierung abschloss, um einen jahrzehntelangen Machtkampf über das Recht, Bischöfe in China zu ernennen, zu beenden.  

Der Vatikan sagte, er habe im Dezember eine Delegation nach China entsandt, um Details des Abkommens auszuhandeln, lehnte es aber ab, die Razzien auf die christlichen Kirchen zu kommentieren. 

Wien, Mittwoch 30.1.2019 

 

CHINA: VERFOLGUNG DER KATHOLISCHEN KIRCHE GEHT WEITER – TROTZ ABKOMMEN

CHINA:  VERFOLGUNG DER  KATHOLISCHEN  KIRCHE   GEHT  WEITER    TROTZ ABKOMMEN 

DIE NEUE „SINISIERTE“ KULTURREVOLUTION 

Bildersturm 

Provinz Xinjiang 

  • „Es ist eine neue Kulturrevolution“, das war der häufigste Online-Kommentar in Reaktion auf ein Foto der Kirche von Yining (Xinjiang, NW), die ihrer Kreuze auf dem Gebäude beraubt worden war,  ebenso der Statuten  auf ihrem Tympanon und der Dekorationen und Bilder auf der Fassade. Aber nicht nur die 2 Kreuze am Kirchengebäude wurden abgerissen, sondern auch die Kreuze innerhalb der Kirche sind verschwunden, einschließlich Kreuzweg und Dekorationen in Kreuzform an den Kirchenbänken. Alles wurde auf Anordnung der Regierung am 27. und 28. Februar 2018 zerstört. Yining, 700 km westlich von Urumqi (Hauptstadt von Xinjiang), hat eine katholische Gemeinde mit ein paar Hundert Gläubigen. 
  • Der Bildersturm hat auch andere Städte in Xinjiang erfasst. Schon vor Weihnachten 2017 wurden alle Kreuze der Kirche in Manas zerstört, und es gab Gerüchte, dass dies auch in der Kirche von Hutubi der Fall war.

Weitere Provinzen 

  • Der Bildersturm und die Unterdrückung der Christen begannen 2014 in der Provinz Zhejiang, bevor sie auf andere Provinzen übergriffen; dabei wurden Tausende Kreuze entfernt und viele Kirchen abgerissen. 
  • Am stärksten betroffen sind die Provinzen Henan und Zhejiang, weil diese Provinzen den höchsten Anteil an Christen (Katholiken und Protestanten) aufweisen. 
  • Mitte April 2018 erreichte der Bildersturm einen neuen Höhepunkt  als ein Bulldozer das Grab des verehrten Untergrundbischofs Peter Li Hongye  in Luoyang (Provinz Henan) zerstörte. 

Bischof Li hatte nach Gefängnis, Arbeitslager und Hausarrest bis zum letzten Atemzug gedient. Er war 2011 mit 91 Jahren während der Feier der Osterliturgie verstorben, nachdem er über dem Taufwasser die Worte der Weihe gesprochen hatte: „… damit alle, die durch die Taufe mit Christus begraben sind in seinem Tod, mit ihm zum Leben auferstehen“. 

Parallelen mit der Kulturrevolution 

  • Der  Bezug zur Kulturrevolution drängt sich auf: In der Zeit von 1966 bis 1976 implementierten die Roten Garden unter Führung Mao Zedongs und der Viererbande die extremste Form des Kommunismus. Um alle Religionen auszurotten, wurden Kirchen, Tempel, Pagoden, Gebetsbücher, Statuen und Bilder zerstört und die Gläubigen verfolgt. 
  • Aber die „Kulturrevolution“ dieser Tage wird mit einem anderen Slogan gerechtfertigt: „Sinisierung“. Das bedeutet – wie Xi Jinping 3 Jahre zuvor erklärte und am Parteikongress im Oktober 2017 bestätigte – „das Anhängen an und Entwickeln von religiösen Theorien mit chinesischen Merkmalen,  weiters  das Prinzip der ‚Unabhängigkeit‘, Anpassung der Religion an die sozialistische Gesellschaft und Widerstand gegen religiöse Infiltrierung aus dem Ausland“. 

Privates Beten – verboten 

  • Aber damit sind die Parallelen mit der Kulturrevolution noch nicht erschöpft. Genau wie damals ist es den Gläubigen sogar verboten privat in ihren Häusern zu beten. Die Polizei droht bei Entdeckung von auch nur 2 Personen,  die in ihren Wohnungen gemeinsam beten, diese zu verhaften und umzuerziehen. 
  • Unter den neuen Vorschriften für religiöse Angelegenheiten (seit 1. Februar 2018 in Kraft)  dürfen Gottesdienste und Gebete nur in Kirchen abgehalten werden und zwar nur zu den von der Regierung festgelegten Zeiten. Jeder andere Ort gilt als „illegal“, wer dies nicht beachtet, kann mit Haft u/o Bußgeld bestraft werden sowie mit Enteignung des Gebäudes, in dem illegale religiöse Aktivitäten abgehalten werden. 
  • Sogar Wohnungen werden nun als „illegale Orte des Gottesdienstes“ erachtet. Religiöse Gespräche sind in allen Privathäusern unter Strafandrohung verboten. Die Gläubigen dürfen nur in der Kirche während des Sonntagsgottesdienstes beten. 

Jugendliche: religiöse Unterweisung und Kirchbesuch verboten 

  • Jugendliche unter 18 Jahren dürfen Kirchen nicht betreten und nicht in Religion unterwiesen werden – auch nicht von den Eltern. Schilder mit der Direktive „Kein Zutritt für  Minderjährige“ müssen am Kircheneingang aufgestellt werden. Bei den erwähnten Kirchen handelt es sich nicht um illegale Gebäude, sondern um offiziell registrierte Kirchen. 
  • In Zenghzhou (Hauptstadt von Henan) wurde die Feier des Ostergottesdienstes durch eine Polizeirazzia unterbrochen und alle Minderjährigen gezwungen, die Kirche zu verlassen. 

Zensur 

Der Katechismus unterliegt der Zensur. Der Online-Verkauf von Bibeln wurde im April verboten. Gemäß den am 10.9.2018 veröffentlichten neuen „Maßnahmen zur Verwaltung religiöser Informationen im Internet“ dürfen religiöse Websites nur mit Lizenz der Regierung betrieben werden; Gebetsmomente oder Predigten dürfen nicht in sozialen Medien oder Internet verbreitet werden. 

Verehrung des „Gottes“ Xi Jinping

  • Freunde aus China haben AsiaNews ein sehr bezeichnendes Foto geschickt. Es zeigt das Innere eines christlichen Hauses. Was ins Auge sticht ist, dass im Zentrum dessen was ein Ahnenaltar sein könnte, ein Bild von Präsident Xi Jinping steht, umrahmt von Grüßen zum Chinesischen Neujahr. Das Foto des lächelnden Vorsitzenden hat das Jesusbild aus dem Zentrum in die Ecke verdrängt. Das ist nicht nur Unterwerfung unter die Partei, sondern Verehrung von Xi Jinping als ob er ein Gott wäre.
  • In der Provinz Jiangxi wurden Katholiken informiert, sie hätten in ihren Wohnungen alle Bilder von Jesus durch das Portrait von Präsident Xi Jinping zu ersetzen oder sie würden keine Sozialhilfe mehr erhalten. Es gibt sogar die Vorschrift, das Foto Xi Jinpins innerhalb der Kirchen anzubringen. Die Sinisierung verpflichtet viele Pfarreien die chinesische Flagge aufzuhängen, Kreuze zu zerstören, zur Partei zu beten – und nicht zu Gott – um in diesem Leben Vorteile zu erlangen.  
  • All das ähnelt sehr der Zeit unter Mao Zedong, in der die Leute zum Großen Führer beteten, damit ihr Kohl auf den Feldern wächst und sie eine gute Ernte hätten. So gesehen ist die Sinisierung nicht nur eine politische Unterwerfung des Glaubens, sondern ein richtiger Krieg gegen die Religion, um die Götter der anderen Religionen zu vertreiben und sie durch den Gott Xi Jinping zu ersetzten. 
  • Dieser Krieg ist besonders heftig gegen protestantische und katholische Christen, deren Zahl jedes Jahre wächst. Lt. Prof. Yang Fenggang, Religionssoziologe, wird China um 2030 etwa 250 Millionen Christen haben und damit der Staat mit der höchsten Anzahl an Christen weltweit sein.  

UNVERMINDERTE VERFOLGUNG TROTZ ABKOMMEN  

Bildersturm 

3.10.2018 – Zhumadian (Henan) 

  • Am 3. Oktober 2018 wurde das erste Kreuz nach dem chinesisch-vatikanischen Abkommen zerstört. Ein Team der United Front unter Leitung ihres Provinz-Vize riss das Kreuz von der Kirche von Zhumadian (Henan) herunter, weil „es zu sichtbar war“; man konnte es sogar vom Hochgeschwindigkeitsbahnhof aus sehen.  Er sagte: „Es muss zerstört werden.“ Die United Front ist jene Behörde, die die religiösen Aktivitäten überwacht. 
  • Die Diözese Zhumadian hat über 60.000 Gläubige, ist gegenwärtig ohne Bischof und wird von P. Cosmas Ji Chengyi administriert. Die Gewalt gegen Henan erklärt sich aus dem Faktum, dass die Provinz einen hohen Anteil an Christen hat. Katholiken und Protestanten machen 10-15% der Bevölkerung aus. Damit hat Henan zusammen mit Zheijiang einen der höchsten Anteile in China.  

12.10.2018 – Luoyang (Henan) 

Am 12.10.2018 um 2.00 Uhr in der Nacht entfernten die Behörden von Luoyang (Henan) mit Hilfe eines Krans das Kreuz von der Spitze der Kirche in der Zili Straße. In einem Video kann man die betrübten Stimmen einiger Gläubigen hören, die die Demolierung beobachteten. 

10.11.2018 – Lingkun (Zhejiang) 

In Lingkun wurde das Kreuz vom Glockenturm der katholischen Kirche heruntergerissen und die Mauer vor dem Gotteshaus niedergerissen. Die Kirche ist Teil der Pfarre Yongqiang in der Diözese Whenzou (Provinz Zhejiang). 

Die Katholische Kirche  in der Diözese Wenzhou hat etwa 130.000 Gläubige und wird von Msgr. Peter Shao Zhumin geleitet, anerkannt vom Hl. Stuhl, aber nicht von der Regierung. Er wurde wiederholt verhaftet, das letzte Mal im vorigen November.

Abriss von Kirchen 

2 Marienkirchen – Ende September 

Der Abriss erfolgte nur wenige Tage nach Abschluss des Abkommens mit dem Vatikan. Beide Kirchen wurden von der offiziellen und der Untergrundkirche genutzt. 

Unsere Liebe Frau von den 7 Schmerzen in Dongergou (Shanxi) wurde abgerissen, weil sie „zu viele Kreuze und Gemälde“ hatte. 

Unsere Liebe Frau von der Glückseligkeit (Unsere Liebe Frau vom Berge) in Anlong (Guizhou) wurde niedergerissen, weil ihr angeblich die notwendige Genehmigung fehlte. 

3 offizielle Kirchen in Shangdong –Juli  bis November 2018 

17.7.2018 – Liangwang 

Mindestens 70 Polizisten und Arbeiter rissen die Kirche in Liangwang am Stadtrand von Jinan (Hauptstadt von Shangdong) nieder. Offenbar aus Gründen der Stadtplanung, denn der neue Stadtplan sieht die Entwicklung eines neuen Stadtviertels mit einer Bahnstation vor.  Die Zerstörung erfolgte ohne Vorwarnung. 

Etwa 40 Leute drangen um etwa 11.30 in die Kirche ein und vertrieben die 3 Kirchenaufseherinnen, nachdem sie ihnen ihre Handys weggenommen und zerstört hatten. Weitere 30 Personen kamen später mit Bulldozern und Spitzhacken, um das Gebäude niederzureißen. 

12.8.2018 – Qianwang 

Diese offiziell registrierte Kirche wurde demoliert, weil sie angeblich ein Stadtprojekt behindert. Um die Mittagszeit drangen rd. 100 Schlägertypen in die Kirche ein und begannen Altar, Statuen und Bänke zu zertrümmern. 

Am nächsten Tag demonstrierten etwa 70 Gemeindemitglieder, darunter 2 Priester und eine Nonne, vor dem Hauptgebäude der Stadtregierung. Unter strömenden Regen trugen sie Banner und Schilder mit Aufschriften wie: „Gebt mir meine Kirche zurück; gebt mir mein Herz zurück“, und: „Wir verurteilen die Zerstörung der Kirche und verlangen von den Behörden eine Begründung“. 

Die Kirche stammt aus dem Jahre 1750. 1958, unter Mao Zedong, wurde sie beschlagnahmt und zweckentfremdet. 1987 wurde sie nach den unter Deng Xiaoping erlassenen Gesetzen der Diözese Jinan zurückgegeben. 

11.11.2018 – Liaocheng 

Mehrere Gebäude aus den 1930er Jahren wurden demoliert, weil ihnen angeblich die notwendigen Dokumente fehlten. Die Gebäude gehörten der katholischen Pfarrei von Chaocheng. Die Demolierung erfolgte ohne Vorankündigung. 

Die Katholiken protestierten beim Regierungsamt, bekamen aber keine Antwort. Die Gläubigen hängten auf die Demolierungs-Geräte Banner, auf denen zu lesen war: „Gerät der illegalen Demolierung. Kommt und nehmt es fest. Niemals nachgeben“. Ein weibliches Kirchenmitglied errichtete ein Kreuz an der Stelle. Sie und mehrere andere Kirchenmitglieder sangen Hymnen. Weitere Banner wurden aufgehängt: „Sichert die legitimen Rechte und Interessen der Kirche. Leistet der Demolierung entschlossenen Widerstand.“ Ein anderes zitierte aus den Seligpreisungen: „Selig sind, die Verfolgung leiden“. 

Demolierung eines Nonnenklosters – Dezember 2018 

  • Am 18./19. Dezember wurde ein Kloster in der Stadt Qiqihar (Provinz Heilongjiang) von den Behörden halbzerstört. Der Bischof der Diözese Msgr. Wei Jingyi sagte, den Nonnen sei es gelungen, die Behörden zu überzeugen, jenen Teil des Gebäudes, der als Kapelle und Wohnung genutzt wurde, zu verschonen. Die anderen Teile wurden zerstört. 
  • Die Demolierung begann um etwa 11 Uhr nachts, als die Polizei in den Konvent eindrang und den Schwestern befahl, das Gebäude innerhalb einer Stunde zu verlassen. In Qiqihar fallen die Temperaturen am Abend unter den Gefrierpunkt. Einige der Polizisten und Arbeiter begannen mit der Zerstörung der Fensterrahmen und Türen. Die Demolierungsarbeiten setzten sich den ganzen nächsten Tag fort. 
  • Lt. Regierung ist das Gebäude illegal und beherbergt eine illegale Gemeinschaft. Die Nonnen gehören wie Bischof Wei Jingyi.   der Untergrundkirche an. 

„Krieg“ gegen Weihnachten 

  • Seit einigen Jahren gibt es Versuche, die Wirkung und  die „spirituelle Verschmutzung“ durch Weihnachten unter der chinesischen Bevölkerung, bes. auf den Universitäten, zu reduzieren. Letzte Weihnachten wurde der Austausch von Weihnachtsgrüßen verboten, ebenso Schaufensterdekorationen in Shoppingcenter, Weihnachtslieder und -verkäufe. 
  • In den letzten Tagen vor Weihnachten nahm der „Krieg gegen Weihnachten“ sogar noch nationalistischere Töne an. 
  • Am Heiligen Abend versammelte im Distrikt Xixian (Anhui) der Direktor einer Grundschule die Schüler und hielt eine Rede, in der er Weihnachten als eine Schade für das chinesische Volk bezeichnete, wegen der Demütigungen,  die es von den westlichen Mächten, allesamt Christen, erlitten  hat. Nach ihm hielt ein Schüler eine Rede, in der er daran erinnerte, dass der Tag nach dem Christtag der Geburtstag Mao Zedongs ist: „Für die Chinesen sollte dies der Tag zum Feiern sein.“ 
  • Am Weihnachtstag organisierten die Lehrer an der Taohuawu Mittelschule in Gushi (Henan) eine spezielle Zeremonie, in der die Schüler schworen, den chinesischen Feiertagen zu folgen. 
  • In einigen Städten der Inneren Mongolei gab es Demonstrationen vor den Geschäften mit Slogans wie „Wir lehnen ‚Stille Nacht‘ und Weihnachten ab. Wir gedenken dem Vorsitzenden Mao Zedong.“ 
  • An anderen Orten wurden Diskussionsveranstaltungen über Weihnachten abgehalten und seine Verbindung mit den Westmächten; die Ablehnung von Weihnachtsfeiern am 25. Dezember und die Erinnerung an Mao-Zedong thematisiert. 
  • All diese Veranstaltungen wurden vom Propagandabüro der  Kommunistischen Partei organisiert,  um den jungen Leuten zu helfen, „ihre Vision von Leben und ihre Werte zu korrigieren.“
  • VERHAFTUNG  UND  UMERZIEHUNG DES KLERUS 

Umerziehung des Klerus 

  • Die United Front hat gemeinsam mit der  Patriotischen Vereinigung in Hubei ein Treffen zur „Umerziehung der Priester“ einberufen. Hubei (genauer Hankow) ist der Ort, an dem 1958 der erste „unabhängige“ Bischof ohne Mandat des Hl. Stuhls geweiht wurde. Die Veranstaltung zeigt die Linie auf, die die Behörden verfolgen wollen:  Unabhängigkeit der Kirche, Behinderung des Abkommens und ideologische Unterwerfung unter die Kommunistische Partei. 
  • Der Text: „Hubei, erste Provinz mit einer unabhängigen Katholischen Kirche. Bei der Ausbildung des Klerus ist folgendes herauszustreichen:  

Erstens, auch wenn China und der Vatikan ein provisorisches Abkommen unterzeichnet haben, hat sich der Versuch des Vatikans sich in die internen Angelegenheiten der chinesischen Katholischen Kirche einzumischen nicht geändert; er stellt das hierarchische System in Frage und verbreitet negative Informationen. Dieses System wird in Zukunft sogar noch ausgefeilter und vielfältiger werden. 

Zweitens, einige Katholiken haben ihren Kopf verloren: sie sind verwirrt darüber, welcher Flagge sie folgen und welche Richtung sie einschlagen sollen … sie haben kein klares Verständnis, die Prinzipen der Unabhängigkeit und Selbstregierung scheinen vergessen zu sein! 

Drittens, nach der Teilung der Diözesen und dem Streit um kirchliches Eigentum sind in einigen Provinzen Argumente und Widersprüche infolge von Interessenskonflikten aufgetaucht.  

Mit diesen Punkt versuchen die United Front und die patriotischen Bischöfe durch die United Front die Rückgabe von Kircheneigentum zu verhindern, das in der Vergangenheit von der Partei konfisziert wurde. Nach chinesischem Gesetz müsste es den legitimen Eigentümern (d.h. den Diözesen) zurückgegeben werden. Aber Mitglieder der United Front und der Patriotischen Vereinigung haben schon lange dieses Eigentum gesetzwidrig im eigenen Namen registriert. 

4 Untergrundpriester in Hebei 

Am 11. Oktober 2018 wurden 4 Priester der Untergrundkirche in Hebei (P. Zhang Guilin, P. Wang Zhong; P. Zhang He und P. Su Guipeng) festgenommen. Sie werden an einem geheimen Ort festgehalten und einer Gehirnwäsche unterzogen, um der KPV, der Katholisch Patriotischen Vereinigung beizutreten. Die KPV ist die der Regierung (Partei) unterstellte, von Rom unabhängige Kirche. 

Untergrundbischof Shao Zhumin von Wenzhou 

  • Am 9. November wurde  Bischof Zhumin (55) erneut verhaftet und unter Druck gesetzt, der KPV beizutreten. Peter Shao Zhumin wurde 2016 zum Bischof ernannt und seither fünfmal verhaftet. Die längste Haftstrafe verhielt er nach einer Pilgerfahrt nach Europa. Damals wurde er wegen „illegaler Ausreise“ zu 11 Monaten Haft verurteilt. 
  • Dazu die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM): „Dieses Vorkommnis ist ein weiteres Zeichen für die Lächerlichkeit der fragwürdigen Entscheidung des Vatikans mit der Pekinger Regierung ein vorläufiges Abkommen über Bischofsernennungen abzuschließen.“ 
  1. 12.Bischöfe und Priester inhaftiert oder vermisst 

12 weitere katholische Bischöfe und Priester bleiben weiterhin in Haft oder werden vermisst. China lehnt es ab, Auskünfte über sie zu geben. Darunter der Bischof von Baoding, James Su Zhimin,  der seit 20 Jahren inhaftiert ist.  Weiters P. Liu Honggeng, der vor 3 Jahren verhaftet wurde. Kürzlich ist sein Gefängnisbuch aufgetaucht; es offenbart seine Bereitschaft für seinen Glauben zu sterben. 

P. Liu Jiandong – Priester der KPV 

Auch wer von der Religion zu begeistert ist, riskiert Bestrafung, wie P. Liu Jinangdong von der offiziellen Herz-Jesu Kirche in Zenghzou (Henan) am 23. September feststellen musste. Der Priester wurde eine Woche lang festgehalten und dann von der KPV aus dem Priesteramt entlassen, weil er zu viele Jugend- und Altengruppen hatte. 

VATIKAN-CHINA ABKOMMEN – WEITERES INSTRUMENT DER UNTERDRÜCKUNG 

  • Das Provisorische Abkommen zw. China und dem Hl. Stuhl, unterzeichnet am 22. September 2018, scheint die Verfolgung und die Gewalt gegen Katholiken  (Mitglieder der offiziellen wie der  Untergrundkirche) nicht gestoppt zu haben. Vielmehr  erweist es sich als ein weiteres Instrument für Peking, die chinesischen Gläubigen zu unterdrücken. Das Abkommen bietet dem chinesischen Regime moralische Rückendeckung und neue Möglichkeiten sich in religiöse Angelegenheiten zu Hause und in Rom einzumischen.
  • Der Sinologe Anthony Clare gesteht, dass er nach 20 Jahren der Beobachtung der Verhältnisse zwischen Rom und Peking jetzt zum ersten Mal die Strategie des Vatikans nicht nachvollziehen könne und ihm nur die Frage bleibe, „Quo vadis?“ 

Wien, Mittwoch 24.1.2019