INDONESIEN – Angriff auf 3 Kirchen in Surabaya

INDONESIEN – ANGRIFF AUF 3 KIRCHEN IN SURABAYA

Der Vorfall 

  • Am 13. Mai kam es während der Sonntagsgottesdienste innerhalb weniger Minuten zu Selbstmordanschlägen auf 3 Kirchen in Surabaya, der zweitgrößten Stadt Indonesiens (Ostjava).  Die Attentäter waren alle Mitglieder einer einzigen 6-köpfigen Familie:  Vater, Mutter und ihre 4 Kinder. Die Zahl der Toten inklusive der 6 Attentäter beträgt 18, jene der Verletzten über 40. In allen 3 Fällen verhinderten kirchliche Sicherheitsdienste, dass die Attentäter in die Kirche selbst eindringen konnten und damit viele weitere Opfer. 

Attentate auf weitere Kirchen wurden nach Angaben der Polizei verhindert, darunter auf die Kathedrale vom Hl. Herzen Jesu in Surabaya; der Attentäter wurde verhaftet. 

Noch am gleichen Tag reklamierte der IS die Attentate via seiner Agentur Amaq News für sich.  

  • Es sind dies die tödlichsten Anschläge seit 2005: Im Mai 2005 wurden bei 2 Anschlägen in der mehrheitlich von Christen bewohnten Stadt Tentena (Zentral-Sulawesi)  22 Menschen getötet und über 40 verletzt. Die meisten der Opfer waren Christen.  Die erste Bombe explodierte auf einem belebten Markt, die zweite 15 Minuten später. Am 1. Oktober forderte eine Serie von Selbstmordanschlägen auf Bali 20 Tote; verantwortlich dafür war die Terrororganisation Jemaah Islamiyah (JI). 
  • Der Anschlag auf die 3 Kirchen ist der tödlichste IS-Anschlag in Indonesien; der erste IS-Anschlag erfolgte 2016 in Jakarta und forderte das Leben von 4 Zivilisten. Und es ist dies der erste von einer Frau erfolgreich durchgeführte Anschlag in Indonesien sowie  der erste überhaupt, an dem eine ganze Familie einschließlich Kinder beteiligt war. 

Der Hergang der Kirchenattentate 

Angriff auf katholische Kirche 

  • Der erste Angriff erfolgte am Beginn der Frühmesse um 7.30 in der katholischen Kirche Hl. Maria Unbefleckte Empfängnis an der Jalan Ngagal. Durchgeführt wurde er von den beiden Söhnen Yusuf (18) und Alif (16), die auf einem Motorrad daherkamen. Noch bevor sie den Kircheneingang erreichten, wurden sie vom Sicherheitsdienst gestoppt, sodass die Explosion vor der Kirche erfolgte. Insgesamt starben 6 Messbesucher sowie die 2 Attentäter; mehrere Personen wurden verletzt. Unter den Toten sind auch der freiwillige Sicherheitsdienst Aloysius Bayu Rendra Wardhana, 2 kleine Kinder und eine Geschäftsfrau aus Westjava.
  • Aloysius Bayu Rendra Wardhana war Mitglied des freiwilligen kirchlichen Sicherheitsdienstes. Er stellte sich den beiden Attentäter in den Weg, hinderte sie am Betreten der Kirche und rettete damit die rund 500 Messbesucher. Unfähig näher zu kommen, zündeten die Selbstmordattentäter ihre Bomben, die sie im Rucksack hatten, töteten sich selbst und 6 Christen. Bayu war jung verheiratet und hinterlässt eine Frau und ein 3 Monate altes Baby. 
  • Unter den Toten sind auch 2 Kinder, die beiden  Brüder Nathanael Ethan Hudojo (8) und Vicentius Evan Hudojo (11); ihre Mutter Wenny Angelica wurden schwer verletzt. Sie stiegen gerade aus dem Auto aus, das vom Vater gefahren wurde, als die Terroristen die Bombe vor der Kirche zündeten. Evan starb sofort, Nathanael erlag Stunden später seinen Verletzungen im Krankenhaus; ihm sollte ein Bein amputiert werden. Der Mutter wurde nur erlaubt, sich von ihren Kindern zu verabschieden, danach musste sie wieder ins Spital zurück. Angeschlossen an Schläuchen und auf einer Tragbahre nahm sie am Gottesdienst teil. Sie besprengte ihre 2 toten Kinder mit Duftwasser und legte ihnen ihre Lieblingsspielsachen in den Sarg. Es war Muttertag. 
  • Ein weiteres Opfer ist Lim, eine Frau aus Tangerang (Banten, Westjava), die sich zu Geschäftszwecken in Surabaya aufhielt; und obwohl ihr Hotel näher bei der Kathedrale lag, entschied sie sich zum Besuch der Sonntagsmesse in der  Marienkirche. „Das war vielleicht der Plan Gottes“, sagte ihr Sohn Kurianto, der mit seiner Familie angereist war, um die sterblichen Überreste seiner Mutter nach Tangerang zu bringen. „Sie hat sich entschieden in die Kirche in Ngagel zu gehen, laut Berichten eine der ältesten Surabayas. Wir verzeihen der Verantwortlichen. Meine Mutter ist nun im Hause des Herrn“, sagte Kurnianto. 
  • P. Alexius Kurdo Irianto, Pfarrer  der Kirche: „Trotz unserer tiefen Trauer vergeben wir den Verantwortlichen des Verbrechens und beten für die Schuldigen und die Organisatoren dieser horrenden Akte: der Herr möge ihren Geist erleuchten.“

Angriff auf protestantische Kirche 

Der 2. Angriff galt der protestantischen Kirche Christian Church of Indonesia  an der Jalan Diponegoro. Ausgeführt wurde er von der Mutter Puji Kuswati (43)  und den Töchtern Fadilia (12) und Rizkhita (9). Sie trugen Selbstmordwesten und bahnten sich den Weg zur Kirche; ein Wachdienst stoppte sie, worauf sie ihre Westen vor dem Gebäude zündeten. Bei diesem Attentat kamen nur die 3 Selbstmordattentäterinnen selbst ums Leben; der Sicherheitsmann wurde verletzt. 

Angriff auf  Pfingstkirche 

  • Der Vater Dita Oepriatro (48) hatte Frau und Töchter vor der protestantischen Kirche abgesetzt und fuhr dann seinen mit Sprengstoff beladenen Toyota Minivan weiter in die Jalan Arjuna zur Surabaya Centre Pentecostal Church, wo es um 7.35 lokaler Zeit zur Explosion vor der Kirche kam. Dabei wurden 7 Personen, darunter der Attentäter, getötet. Dieser Anschlag verursachte den größten Schaden: die Explosion war so stark, dass der Plafonds des Kirchengebäudes einstürzte. 
  • Die Kirchengemeinde trauert um die Kirchenverwalterin Martha Djumani, die sich erst am Vortag verlobt hatte, sowie um Daniel Agung (17), der seinem Vater beim Einparken der Autos der Gottesdienstbesucher half. Er und der Sicherheitsbeamte Giricatur (52) verloren ihr Leben, als sie versuchten den Minivan des Attentäters anzuhalten, als dieser auf das Kirchengelände fuhr. 
  • Der Pastor Rev. Yonathan Budiantoro sagte, der Frühgottesdienst sei bei den Gläubigen am beliebtesten; der Anschlag erfolgte gegen Ende des Gottesdienstes. Gefragt, was geschehen wäre, wenn es der Attentäter in die Kirche geschafft hätte, sagte er:  „Ich kann es mir gar nicht vorstellen. Es hätte sehr viel mehr Opfer gegeben. Ich kann mir die Todeszahl gar nicht vorstellen, wenn der Sprengstoff in Kirche explodiert wäre.“  

Solidaritätsaktionen 

  • Noch am Sonntagabend wurden Solidaritätskundgebungen und Mahnwachen in mehreren Städten Indonesiens abgehalten:  Surabaya, Yogyakarta, Jakarta und Manado (Nord-Sulawesi). An diesen nahmen Angehörige aller Religionsgemeinschaften teil.  „Die Bewohner von Surabaya werden die Terrorgruppen bekämpfen … das ist der Charakter der Stadt, ohne Mut bist zu kein Bewohner Surabayas, sagte Faridz Afif, Obmann der lokalen Zweiges der Ansor Jugendbewegung, die mit Nahdlatul Ulama (NU), der größten Moslemorganisation Indonesiens verbunden ist. 
  • Alissa Wahid, Gründer von Gusdurian Network Indonesia, richtete eine Spendenhomepage ein, um Geld für die Opfer und ihre Familien zu sammeln. „Ich lade alle von uns ein, Sympathie und Unterstützung für die Familien der Opfer zu zeigen. Unsere Hilfe kann das Leid nicht beenden, aber sie ist ein Zeichen der Einheit und des Mitgefühls unter den Menschen.“ 

TERRORWELLE  

  • Am Sonntagabend (13.5.) ereignete sich eine weitere  Bombenexplosion in Sidoarjo (Ostjava), bei der 3 verdächtige Terroristen ums Leben kamen. Die Explosion erfolgte um 9.15 abends in einer Wohnung im 5. Stock einer Billig-Wohnsiedlung beim Zusammenbau einer selbstgemachten Bombe durch A.W. Er, seine Frau P.S. und ihr ältester Sohn R.A.R. wurden dabei getötet. Die anderen 3 Kinder wurden verletzt und in das Polizeispital in Surabaya gebracht. 

Am Sonntag (13.5) tötete die Polizei 4 JAD-Mitglieder in Cianjur (Westjava) und verhaftete 2 weitere. 

  • Am Montag (14. Mai)  um 8.50 in der Früh wurde ein Selbstmordanschlag auf das Polizeihauptquartier in der Jalan Sikatan in Surabaya  verübt. Die Attentäter waren Mitgliedern einer 5-köpfigen Familie. Die Attentäter versuchten mit ihren 2 Motorrädern in die Station zu fahren, aber die Bombe explodierte als der Wachposten sie am Tor stoppte. Nach der Explosion sah man wie ein Mädchen (8), eingezwängt zwischen den toten Eltern, aufzustehen versuchte. Ein beherzter Polizeioffizier namens Roni Faisal  rannte hin und rettete das Kind aus dem Inferno. Das Kind ist nun in der Intensivstation im Port Health Centre Hospital (PHC). 4 Erwachsene, darunter eine Frau, die die Bombe trug, starben bei dem Anschlag. 
  • Die Anschläge wurden von 3 verschiedenen Familien durchgeführt, die aber miteinander verbunden waren und auf Anweisung des IS agierten. Sie waren alle Mitglieder des JAD. Dito Oeprirato, der den Anschlag auf die Pfingstkirche durchführte, war der Führer der JAD-Zelle in Surabaya.  
  • Am 15. Mai kam es zu einer Schießerei zwischen der Polizei und einer Gruppe von Terroristen in Surabaya. Einer wurde dabei getötet. Am gleichen Tag wurden in Nordsumatra während einer Polizeioperation 2 verdächtige Terroristen getötet und weitere verhaftet. 
  • Am 16. Mai wehrte die Polizei von Riau (Zentral-Sumatra) einen Terrorangriff auf ihr Hauptquartier in Pekanbaru ab.  Die Beamten töteten 4 Attentäter und verhafteten den fünften. Eine Gruppe von 5 Terroristen brach um 9 Uhr früh an Bord eines Minivans in das Polizeigelände ein und überwand die Sicherheitsbarrieren. Maskiert und mit Macheten bewaffnet töteten sie einen Polizisten und verletzten einen weiteren. Ihre Kollegen eröffneten das Feuer auf die Terroristen und erschoss 4 von ihnen. Der Fahrer versuchte zu entkommen, wurde aber später verhaftet und ist nun im Gefängnis. 

HINTERGRUND 

Terrororganisationen: JAD und JAT 

  • In Indonesien gibt es 2 verschiedene vom IS inspirierten Terrorgruppen:  JAD und JAT. Beide haben über den ganzen Archipel verstreut Terrorzellen. 
  • Die JAT (Jamaah Ansharut Tauhid) ist aus der Jemaah Islamiyah (JI) hervorgegangen, die 2002 für den Bombenanschlag auf  Bali verantwortlich war. Abu Bakar Bashir war Mitbegründer der JI und gilt als Oberhaupt der JAT. Mitglieder von JAT verübten 2011 Selbstmordanschläge auf eine Kirche in Zentraljava (Solo) sowie auf eine Moschee in Westjava. 
  • JAD wurde 2015 durch Fusion  verschiedener Fraktionen unter Führung des einflussreichen indonesischen  Geistlichen und verurteilten Terroristen Aman Abdurrahman gegründet.  Abdurrahman sitzt eine 9-jährige Haftstrafe ab, u.a. wegen verschiedener Anschuldigungen des Terrors einschließlich des Angriffs 2016 in Jakarta. Von seiner Zelle aus dirigiert er seine Anhänger, führt Rekrutierungen durch und betreibt IS-Propaganda. JAD zielt auf die Errichtung eines Kalifats in Indonesien ab und sieht sich berechtigt, dafür Gewalt anzuwenden. Die Gruppe ruft zu Angriffen auf die Polizei auf, die sie als „ungläubig“ betrachtet. Der Nationalen Anti-Terroragentur zufolge ist  JAD gegenwärtig die gefährlichste Terrororganisation in Indonesien. 
  • JAD-Anführer Aman Abdurrahman wird gegenwärtig im Haftzentrum des Hauptquartiers der National  Police Mobile Brigade (Mako Brimob) in  Kelapa Dua (Region Depok, Westjava)  festgehalten. 

Am 9. Mai  brachen dort  Unruhen unter den verhafteten Terroristen aus. Es wird vermutet, dass die Rebellion eine Vergeltung ist für die Inhaftierung des nationalen JAD-Führers Aman Abdurrahman und  des JAD-Führers des Ostjava-Zweiges Zainal Anshory. Bei diesem Aufstand starben 6 Personen, darunter 5 Mitglieder der Antiterroreinheit Densus 88 und 1  Häftling. Diese Elitetruppe wurde 2003 nach dem Bali-Attentat eingerichtet; sie gilt, was das Verhindern von Angriffen anlangt,  als die beste Anti-Terrortruppe der Welt. 

Radikalisierung der Gesellschaft 

Studien 

  • Ein paar Wochen vor dem Angriff hat die Regierung eine Studie veröffentlicht, laut der sich knapp 25% der Universitätsstudenten für ein Kalifat aussprachen. Eine weitere Studie ergab, dass 8 % zum gewaltsamen Jihad bereit sind. 
  • Eine Umfrage von Saiful Mjuani Research and Consulting ergab, dass 9,2% der Bevölkerung (etwa 20 Mio)  der Meinung sind, dass die „Idee des islamischen Staates die beste für Indonesien wäre“. 
  • Studie der Wahid Foundation:  Nur 11% der Befragten sprachen sich vehement gegen die Idee eines Islamischen Staates aus. Etwa 59% gaben an, Akte der Intoleranz gegen Nichtmuslime verübt zu haben. Rund 11.5 Millionen sind „geistig“ bereit eine radikale und  fundamentale Veränderung der indonesischen Gesellschaft herbeizuführen. 
  • Gleichzeitig ergab ein Bericht aus 2016 zum Terrorismus in Indonesien, dass im Vergleich zu seinen 200 Millionen Einwohnern die  Zahl der Rekrutierungen des IS aus dem Land eine der niedrigsten in der Region war. Etwa 1.100 Indonesier sind zur Unterstützung des IS nach Syrien gereist. Mehr als 500 sind noch in Syrien und über 100  wurden getötet. Der Rest ist nach Indonesien zurückgekehrt, wobei einige dieser Rückkehrer  noch immer aktiv mit der Gruppe verbunden  sind. 

Gleichgewicht droht zu kippen 

Franz Magnis-Suseno SJ:  Der islamische Extremismus wurde auch von den großen muslimischen Organisationen Muhammadiyah und Nahdlatul Ulama (NU) unterschätzt. In letzter Zeit haben sich auch junge Mitglieder der NU und vor allem der Muhammadiyah begeistert dem Extremistenführer Habib Rizieq Shihab  (FPI-Gründer) angeschlossen. Es ist also möglich, dass wir eine Verschiebung des Gleichgewichts im indonesischen Islam erleben. Die Radikalen erklären sich zu Repräsentanten des gesamten indonesischen Islam, pochen auf die islamische Identität und nehmen eine zentrale Rolle auf der politischen Bühne ein. 

Der deutsche Jesuit lebt seit 57 Jahren in Indonesien und unterrichtet an der Philosophischen Hochschule Jakarta sowie an der Universität Indonesia.

Blasphemie-Anklagen 

  • Das Gesetz ist seit 1965 in Kraft und soll „Missbrauch und die Diffamierung der Religionen“ verhindern. Während der 32-jährigen Präsidentschaft Suhartos kam das Blasphemie-Gesetz nur 10-mal zur Anwendung. Seit seinem Sturz 1998 jedoch ist mit der zunehmenden Politisierung des Islams die Zahl kontinuierlich gestiegen und faktisch jeder Angeklagte wurde auch verurteilt. 
  • Der bekannteste Fall ist der des christlichen Ex-Gouverneurs von Jakarta, der, um seine so gut wie sichere Wiederwahl zu verhindern, wegen Blasphemie angeklagt und verurteilt wurde. In jüngster Zeit traf der Bannstrahl Sukmawati Sukarnoputri, dritte Tochter des Staatsgründers Sukarno. Während einer TV-Modeschau las sie laut ein Gedicht vor, das besagt, dass  der islamische Schleier nicht so schön ist wie der traditionelle Haarknoten und der islamische Gebetsruf nicht so melodiös wie eine traditionelle indonesische Ballade.

Wien, Mittwoch 23. Mai 2018 

 

30 Tage Gebet für die Islamische Welt

30 TAGE GEBET FÜR  DIE ISLAMISCHE WELT 

(2. Teil) 

Ramadan: 27. Mai – 25. Juni 2017

12. Tag 7. Juni 

„ICH MÖCHTE HEIRATEN“ 

Xiaoma ist 19, lebt im Norden Chinas und gehört zu den muslimischen Hui. Seine Familie verkauft in einem kleinen Laden typische, weiße Kuchen. Männer sollten bei den Hui etwa in Xiaomas Alter heiraten, Mädchen spätestens mit 16. Ansonsten werden sie verachtet. Aber Xiaoma weiß nicht, wie er den Brautpreis bezahlen soll. Sein Vater hat schon mit der Familie einer potentiellen Braut gesprochen. Sie fordert 50.000 Yuan. Dafür müssten sie 62.500 Kuchen verkaufen… Dazu werden von Xiaoma noch teure Schmuckstücke aus Gold und ein Auto erwartet. Früher war es nur ein Motorrad… Mit der dreitägigen Hochzeitsfeier und Essen und Trinken für viele Gäste sind das über 100.000 Yuan. Ob Xiaoma je heiraten wird? Trotzdem kündigt er bald darauf seine Hochzeit an. Bei einem Besuch frage ich ihn, wie er es nun doch geschafft hat. Er erzählt mir, dass sein Vater sich Geld von Familie und Freunden geliehen und sogar seinen Laden verkauft hat. Xiaoma selbst hat das Auto mit einem Kredit gekauft. So können sie den Brautpreis bezahlen. Nach der Hochzeit werden sie in den Süden ziehen, um dort ein Geschäft zu eröffnen und nach und nach die Schulden zurückzuzahlen. Dann würde er gerne Geld sparen, ein Haus für sich und seine Familie kaufen und später seine Eltern zu sich nehmen.

Kurz nach der Hochzeit zieht Xiaoma mit seiner Frau in den Süden – und verkauft als erstes das Auto…

WIR BETEN

  • Dass der Druck auf junge Männer und Frauen abnimmt, sich verschulden zu müssen, um heiraten zu können, und sie ihren Wert in Gott finden.
  • Dass Jesus den Hui als der begegnet, der sie als seine Braut teuer erkauft hat.
  • Dass Gott unter ihnen Ehen und Familien nach seinen Maßstäben schenkt.

13. Tag 8. Juni 

FAMILIEN IN KIRGISTAN 

Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde Kirgistan 1991 unabhängig. Es ist das demokratischste Land in Zentralasien. 75 % der etwa 6 Millionen Einwohner sind sunnitische Muslime. Zu sowjetischer Zeit wurde der Islam nur oberflächlich praktiziert, hat aber seit 1991 ständig an Bedeutung gewonnen.

Die schwierige wirtschaftliche Situation zwingt viele Menschen, im Ausland und oft unter schwierigen Bedingungen Geld zu verdienen. So starben z. B. im August 2016 in einem Moskauer Lager bei einem Brand 16 junge kirgisische Frauen wegen unsachgemäßer Arbeitsbedingungen. Kinder sind vielfach bei Großeltern oder anderen Verwandten untergebracht, oft auch in Kinderheimen. So wachsen viele Kinder mit dem Gefühl auf, verlassen und nicht geliebt zu sein.

Mütter von Söhnen kontrollieren in kirgisischen Familien alles und behandeln Schwiegertöchter oft wie Sklavinnen. Wenn diese nach der Hochzeit nicht innerhalb von zwei Jahren schwanger werden, heiratet der Mann häufig unter dem Druck seiner Mutter eine andere Frau. Viele kirgisische Ehefrauen sind so verzweifelt, dass sie den Suizid als einzigen Ausweg sehen.

In den 1990er Jahren entstanden die ersten kirgisischen christlichen Hauskreise und Gemeinden. Aber es ist schwer für die Gläubigen, ihren Glauben innerhalb der engen Familienstrukturen zu bekennen. Häufig werden sie von Verwandten und Freunden angefeindet oder ausgeschlossen.

WIR BETEN

  • Für die Wirtschaft in Kirgistan, damit Familien vor Ort ihren Lebensunterhalt verdienen und zusammenbleiben können.
  • Dass Mütter ihre Söhne zu liebevollen Ehemännern erziehen und Schwiegertöchter mit Würde behandeln.
  • Dass christliche Familien lernen, in ihren Beziehungen Liebe auszudrücken und so ihre eigene Kultur beeinflussen.

14. Tag 9. Juni 

EINE SYRISCHE FLÜCHTLINGSFAMILIE WARTET 

Eine kurdische Familie in einem griechischen Flüchtlingslager steht für viele andere Familien dort: Vater Aza war Taxifahrer. Mutter Gilya sorgte für Mohammed (12), Hadidja (8) und den kleinen Ibrahim (3). Als im Krieg eine Granate ihr Haus in Aleppo zerstörte, machten sie sich auf den Weg zu einem sichereren Ort in Europa, am liebsten Deutschland. Zu Fuß überquerten sie die türkische Grenze und erreichten bei Izmir das Mittelmeer. Dort zahlte Aza für die Überfahrt mit einem Schlauchboot 5.000 Euro an Schleuser. Sie kamen sicher in Griechenland an, blieben dann aber kurz nach Schließung der Grenzen im Flüchtlingslager von Idomeni hängen. Drei Monate später wurden sie in ein Militärcamp gebracht, um dort registriert und eventuell als Flüchtlinge anerkannt zu werden. Im Lager leben sie im Zelt, essen sehr einfach und können nur warten. Helfer haben mit einer Schule für die Kinder begonnen. Mohammed war zwei Jahre zur Schule gegangen, bevor der Krieg ausbrach, Hadidja gar nicht und Ibrahim wurde erst im Krieg geboren. Mohammed hat von den Helfern etwas Englisch gelernt und übersetzt manchmal für seine Familie. Die Ersparnisse der Familie sind fast aufgebraucht. Aza leidet darunter, dass er seine Familie nicht besser versorgen kann. Gilya hält das Familienleben aufrecht. Trotz aller Armut freuen sie sich über Gäste und bewirten sie gern – während sie warten, dass ihr Leben wieder beginnt.

WIR BETEN

  • Dass Christen sich weiter für die Flüchtlinge in solchen Camps einsetzen und ihnen dienen.
  • Dass Flüchtlinge in dieser Situation von Jesus Christus erfahren.
  • Dass Flüchtlingskinder Schulbildung und ein Stück Kindheit erleben dürfen.

15.Tag 10. Juni 

BEHINDERTE MENSCHEN IN STAMMESFAMILIEN 

Auf der arabischen Halbinsel dreht sich das Familienleben wie zu biblischen Zeiten um den Stamm. Identität, Wachstum und wirtschaftliche Macht des eigenen Stammes sind sehr wichtig und machen stolz. Seit der Entdeckung des Erdöls vor etwa 50 Jahren sind die Golfstaaten wirtschaftlich plötzlich auf Augenhöhe mit den reichsten Ländern der Welt. Aber auch mit guter Bildung und medizinischer Versorgung hat sich an der Einstellung zu Familie und Stamm wenig geändert. Um die Reinheit der Stammesfamilien zu gewährleisten, werden oft enge Verwandte wie Cousins und Cousinen geheiratet. Das hat mit der Zeit zu vielen Totgeburten und Kindern mit Behinderungen geführt. Traditionell werden diese Kinder zu Hause versteckt, weil man sie als Gericht Gottes empfindet. Fast in jeder Familie gibt es behinderte Menschen, aber man schämt sich ihrer. Deshalb tauchen sie in der Öffentlichkeit praktisch nicht auf, es gibt keine genauen Statistiken und Familien zögern, Hilfsangebote anzunehmen. Einige Golfstaaten haben Projekte ins Leben gerufen, um betroffene Familien durch Teams mit entsprechend ausgebildeten einheimischen Frauen zu unterstützen. Kinder zwischen 3 und 18 Jahren werden auf die unterschiedlichste Weise gefördert, um ein Höchstmaß an Ausbildung und Lebensqualität für sie zu ermöglichen.

WIR BETEN

  • Dass die neue Generation junger Familien die alten sozialen Muster durchbricht, um Behinderungen entgegenzuwirken und effektive Hilfe zu ermöglichen.
  • Um mehr Angebote von Hilfe und Unterstützung für Familien mit behinderten Kindern.
  • Dass die Kinder und ihre Eltern von der Liebe und Annahme Gottes durch Jesus Christus erfahren.

16. Tag 11. Juni 

MALAYSIA: BAKARS GESCHICHTE

Bakar hatte alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Leben in Malaysia: eine liebevolle, stabile Familie, keine finanziellen Sorgen. Als einziger Sohn war er sehr privilegiert. Aber Bakar litt unter dem Druck, seine Familie stolz machen zu müssen, nahm Drogen und wurde abhängig. Schließlich lebte er auf der Straße, ernährte sich aus den Mülltonnen und jagte dem nächsten Trip nach. Er dachte kaum an seine Familie, die Beziehung zu ihr war praktisch zerbrochen. Die Gesellschaft lehnte ihn ab. Einsamkeit und Verzweiflung waren seine ständigen Begleiter. Eines Tages brach er auf seinen von Einstichen geschwächten Beinen an einem Müllcontainer zusammen. Eine Gruppe junger Christen fand ihn und brachte ihn zur Behandlung in ein Krankenhaus. Nach einer Nacht dort wies der Arzt die Schwestern an, dieses «Stück Abfall» loszuwerden. Seine neuen Freunde holten ihn ab und nahmen ihn mit nach Hause. Durch ihre Fürsorge und Liebe konnte er sich erholen, während sie ständig für ihn beteten. Berührt von ihrer Liebe fragte Bakar sie nach dem Grund dafür. «Was immer euer Leben prägt, möchte ich auch!» Der Himmel jubelte, als er sich entschied, Isa al-Masih, dem Messias Jesus, zu folgen. Nun ist er schon lange glücklich verheiratet, hat Kinder, liebt seine Enkel, hat sich mit seiner Familie versöhnt und wurde zum besten Freund seines Vaters.

WIR BETEN

  • Dass in diesem offiziell islamischen Land, in dem 60 % der Bevölkerung praktizierende Muslime sind, religiöse Minderheiten weiterhin frei ihren jeweiligen Glauben ausüben können.
  • Für alle, die sich angesichts eines wachsenden Drogenproblems um die Rehabilitation von Süchtigen kümmern.
  • Dass Christen ihren Glauben im Alltag mutig bezeugen.

17. Tag 12. Juni

MUSLIMISCHE STUDENTEN IN DEUTSCHLAND 

Jedes Jahr kommen mehr Studenten aus der ganzen Welt für ein Uni-Studium nach Deutschland (2015: 320.000). Ein großer Teil davon sind Muslime. Auch manche Asylsuchende hoffen, ihre Bildungsbiografie an einer Hochschule fortzusetzen. In diesen Studenten liegt enormes Potenzial und die Zeit wird zeigen, was sie in Deutschland, ihren Heimatländern, in der Welt und in Gottes Reich bewirken werden. Oft stammen sie aus der intellektuellen Elite oder einflussreichen Familien in ihren Heimatländern. Sie könnten dort einst zu den Schlüsselfiguren in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zählen und mit ihren Entscheidungen die Zukunft ihrer Nation prägen. Was wäre, wenn sie während ihres Auslandstudiums Jesus kennenlernen würden? Weit weg von zuhause entsteht oft eine besondere Offenheit für neue Ideen, Perspektiven und auch für das Evangelium. So können viele muslimische Studenten hier zum ersten Mal Christen treffen, in der Bibel lesen oder in eine Gemeinde gehen. In Deutschland haben wir das unglaubliche Privileg, das Evangelium auf dem Campus offen kommunizieren zu können. Das geschieht konkret in Freundschaften, bei wöchentlichen internationalen Treffen an der Universität, Sprachkursen und Freizeiten. Es ist ein steiniges Feld, die Hindernisse sind vielfältig, aber wir sehen, dass Gott im Leben von Muslimen wirkt und Wunder geschehen.

WIR BETEN

  • Dass muslimische Studenten während ihrer Zeit in Deutschland Jesus Christus kennenlernen.
  • Dass sie im Glauben standfest werden und in ihrer Heimat Licht und Salz sein können.
  • Für deutsche Studenten, dass sie sich für muslimische Kommilitonen öffnen und ihnen die Gute Nachricht weitergeben.

18. Tag 13. Juni 

DIE MINANGKABAU IN WEST-SUMATRA

Oh Allah, bitte lass dieses Kind ein Mädchen sein!« Nachdem Dedi und Puri schon vier Jungen hatten, beteten sie inbrünstig, dass ihr fünftes Kind ein Mädchen sein würde. Obwohl die Minangkabau in

West-Sumatra zu einer stark muslimisch geprägten Volksgruppe gehören, wollen sie lieber Töchter als Söhne. Der Islam in West- Sumatra ist geprägt durch eine Gesellschaft, in der das Erbe auf die älteste Tochter übergeht. Die Söhne wachsen auf und ziehen weg, um ihr Glück zu machen. Die Töchter bleiben bei den Eltern und wenn sie heiraten, zieht ihr Ehemann zu ihnen. Blutsverwandte sind oft wichtiger als der Ehemann, der eher als ein Gast in der Familie gesehen wird.

Während in den großen Städten die Familienbande an Bedeutung verlieren, muss trotzdem jedes Clanmitglied bei wichtigen Entscheidungen wie z. B. Landverkauf seine Zustimmung geben. Diese festen Beziehungen in den Familien sind ein großes Potenzial für das Evangelium, gleichzeitig aber auch das größte Hindernis. Die Angst anders zu sein und verachtet zu werden, hält viele Leute davon ab, ihren eigenen Glauben zu hinterfragen. Wenn Minangkabau zum Glauben an Christus kommen, werden sie in der Regel schnell von ihren Familien abgelehnt. Wenn der Mann zum Glauben kommt, kann sich die Frau von ihm scheiden lassen. Wenn eine Frau zum Glauben kommt, kann sie ihr Erbe verlieren. Unter den acht Millionen Minangkabau gibt es weniger als 1000 an Christus gläubige Menschen. Viele von ihnen

sind Frauen, die christliche Männer geheiratet haben und deshalb zum christlichen Glauben übergetreten sind.

WIR BETEN

  • Dass einflussreiche Frauen unter den Minangkabau zu Jesus finden.
  • Dass sich viele Minankabau durch das Ringen um eine Zukunftsperspektive für den christlichen Glauben öffnen.
  • Dass ganze Familien zum Glauben kommen und neues Leben in Jesus Christus erfahren.

 

30 TAGE GEBET FÜR  DIE ISLAMISCHE WELT

Ramadan: 27. Mai – 25. Juni 2017

1. Tag 27. Mai  2017 

FASTEN GEMEINSAM ALS FAMILIE 

Eine Muslimin erzählt: «An meinem ersten Fastentag war ich 7 Jahre und fand es aufregend, wie ein Erwachsener behandelt zu werden. Ramadan war damals während der Schulferien; somit konnte ich tagsüber schlafen. Mutter weckte mich um 3 Uhr für das Frühstück vor Sonnenaufgang. Es gab Joghurt und ein würziges Omelett mit Chappatis (Fladenbrot). Dazu tranken wir viel Chai (Schwarztee mit Milch). Beim Sonnenaufgang beteten wir zusammen das erste Gebet des Tages. Nur meine Mutter und ich. So tief verbunden mit ihr wie an diesem Tag habe ich mich nie zuvor gefühlt, und auch nie mehr seither. Das Fasten hatte begonnen! Wir gingen erneut schlafen. Den weiteren Tag verbrachten wir mit Spielen. Auch half ich meiner Mutter, das Iftar zu kochen, die erste Mahlzeit nach dem Fasten bei Sonnenuntergang. Ich freute mich auf die Tage, an denen wir als Familie auf dem Boden um eine Decke sitzen würden, vor uns alle meine Lieblingsspeisen, die ausschließlich während dieser Zeit zubereitet werden. Dies war das einzige Mal, dass alle zehn Familienmitglieder gemeinsam aßen und ich empfand es als Fest. Am Freitag lud mein Vater jeweils für das Iftar einige seiner Freunde ein. Dann mussten wir Frauen in einem andern Zimmer warten, bis die Männer fertig gegessen hatten. Erst dann durften wir essen– und dies nach einem langen Fastentag. Während des Ramadan war es in unserem Haus viel ruhiger. Oft waren wir zu müde und zu hungrig zum Reden, so beteten wir, lasen im Koran, schliefen und schauten fern. Die Müdigkeit bewirkte auch Spannungen untereinander. Doch versuchte jeder auf seine Art, Gott zu gefallen, seine Pflicht zu erfüllen und seinen Segen zu erlangen – viel inbrünstiger als sonst.»

WIR BETEN

  • Dass in den Gebetszeiten im Ramadan Jesus einzelnen Familienmitgliedern begegnet.
  • Für ganze Familien, dass sie Jesus, der Quelle des Lebens, begegnen, wenn sie zum Essen und Beten zusammenkommen.
  • Um Frieden unter den Menschen, die sich nach Gottes Segen ausstrecken.

2.  Tag 28. Mai 

FAMILIE IM JEMEN – WO DIE TRADITION HERRSCHT 

Der Jemen ist das ärmste arabische Land. Mit seiner ausgeprägten Stammeskultur und einer langen islamischen Geschichte ist das Familienleben sehr konservativ geprägt. Das zeigt sich ganz deutlich in den Hochzeitsbräuchen. Die meisten Ehen werden arrangiert, Braut und Bräutigam wissen vor der Hochzeit nur wenig voneinander. In ländlichen Gebieten werden Mädchen oft sehr jung verheiratet. Männer dürfen bis zu vier Frauen haben. Die Rollen von Mann und Frau in Familie und Gesellschaft sind strikt getrennt. Sogar bei Hochzeiten feiern Männer und Frauen an verschiedenen Orten.

Auch wenn diese Kultur sogar für Männer Last und Druck bedeutet, schränkt sie die Frauen noch mehr ein. Viele von ihnen haben ein sehr schweres Leben. Meist tragen sie ein schwarzes Gewand und einen Gesichtsschleier, der nur die Augen freilässt. Viele Mädchen gehen nicht zur Schule und können weder lesen noch schreiben. Ihre Bestimmung ist, zu heiraten, Kinder zu bekommen und sich um den Haushalt zu kümmern. In den trockenen Bergregionen müssen sie das gesamte Trinkwasser aus den Tälern heraufschleppen.

Der Jemen ist vom Evangelium fast völlig unberührt. Es gibt nur eine winzige Gemeinde im Untergrund, und es ist extrem schwierig, Jesus in diesem konservativen Umfeld zu bezeugen.

WIR BETEN

  • Dass der mörderische Bürgerkrieg im Jemen beendet wird und den leidenden Menschen geholfen werden kann.
  • Dass in der jemenitischen Kultur ein Verständnis für den Wert der Frauen wächst und sie Schutz und Geborgenheit erleben.
  • Um Ermutigung und Schutz für die wenigen Gläubigen – und dass sie Vorbilder und Hinweis auf Jesus für ihre Familien und ihr Umfeld sein können.

3. Tag 29. Mai 

EIN SOLO AUF SCHWEIZERDEUTSCH 

Wie gut lief doch sein Schmuckgeschäft! Auch ein Haus und ein Auto besaß Ali (Pseudonym). Sein größtes Glück: Er durfte die Frau seiner Liebe heiraten. Doch deren Familie wollte von seinem Wohlstand auch profitieren und forderte immer mehr Geld. Als Ali nicht mehr zahlen konnte, wurde er mit der Entführung der Kinder bedroht. Die Lage spitzte sich derart zu, dass Ali mit seiner Frau und den vier Kindern Afghanistan verlassen musste. Nach einer unendlich beschwerlichen Reise von 12 Monaten bat Ali in der Schweiz um Asyl.

Viele Gemeinden haben Angebote für Flüchtlinge, von denen die meisten Muslime sind. Kurse für Deutsch oder Schweizer Kultur, Nähkurse für Frauen, Aufgabenhilfe für Kinder etc. sind sehr beliebt. Ein Netzwerk von Organisationen unterstützt Gemeinden und Einzelpersonen mit Schulungen, Broschüren und verschiedenen Hilfsmitteln.

Es ist ermutigend zu sehen, dass gerade christliche Familien Ängste abbauen, indem sie Flüchtlinge zu sich nach Hause einladen und Freundschaft mit ihnen knüpfen. Praktische Nächstenliebe und Hilfe bei amtlichen Angelegenheiten stärken das Vertrauen und erleichtern die Integration in den Schweizer Alltag. Die Teilhabe an unseren Festen ist besonders für Familien eine willkommene Abwechslung in ihrem oft einsamen Dasein.

Über die Aufgabenhilfe erfuhren die Kinder von Ali von einer lokalen Jungschar. Heute sind sie dort eifrige Teilnehmer. Bei einem Musical sang Samir sogar ein Solo auf Schweizerdeutsch! Die Eltern sind sehr offen und erscheinen im Zusammenhang mit den Kindern öfters in jener Kirche. Das gibt ihnen eine Gelegenheit, Deutsch zu üben; gleichzeitig hören sie von Jesus.

WIR BETEN

  • Dass Muslime christliche Familien kennenlernen, die ihnen die Familie Gottes (Gemeinde) zeigen.
  • Dass Gott die lähmende Angst der Christen in Liebe zum Nächsten verwandelt, so lange die Türen zu den Herzen der Flüchtlinge offen sind.
  • Dass Ali und seine Familie und viele andere muslimische Flüchtlinge Jesus als ihren Retter kennenlernen

4. Tag 30. Mai 

VON SCHAM UND EHRE GEPRÄGTE KULTUREN 

Eine junge Frau berichtet: «Als Kind in einer muslimischen Gemeinschaft lernte ich schon früh, mich so zu benehmen, dass die Frauen in unserem Dorf nicht über mich klatschten. Einmal bekam ich mit, wie sie über eine Bekannte sprachen. Diese hatte zur Universität gehen dürfen, ließ sich dann aber ihre Haare schneiden und heiratete ohne das Wissen ihrer Eltern. Die Frauen waren so entrüstet über dieses Verhalten, dass ich dachte, sie hätte einen Nicht-Muslim geheiratet. Tatsächlich war ihr Mann aber arabischer Muslim mit Abschluss in Jura. Ich war verwirrt durch diesen Tratsch und die Scham, welche aus Sicht der Frauen dadurch über jene Familie gekommen war.»

Durch das Konzept von «Scham» und «Ehre» wird im muslimischen Umfeld das Verhalten von Kindern und Erwachsenen kontrolliert. Die Leiter der Stammes- oder religiösen Gemeinschaft bestimmen dessen Anwendung und setzen so die Menschen unter Druck, sich «nach der Norm» zu verhalten. «Scham» und «Ehre» sind auch in westlichen Ländern durch «Ehrenmorde» und ähnliche Vergehen zu bekannten Begriffen geworden.

Im Westen wird das Zusammenleben in vielen Bereichen durch staatliche Gesetze geregelt. Diese bieten den Menschen einen Lebensrahmen. Wird er verletzt, laden sie Schuld auf sich. Dies soll die Gemeinschaft schützen – und prägt unsere «Schuldkultur».

Jesu Botschaft ist, dass Gott uns alle in seine Gegenwart holen will – egal ob aus einer Scham- oder einer Schuldkultur. Das ist die Gute Nachricht für alle!

WIR BETEN

  • Dass Gott uns Einblick in die Konzepte von «Scham» und «Ehre» schenkt und zeigt, wie wir darüber mit muslimischen Freunden reden können (z. B. über 1. Petr. 2,6).
  • Dass Menschen deutlich wird, dass Gott unsere Schuld und damit auch die Scham am Kreuz getragen hat (vgl. 1. Sam. 2,8).
  • Für die Opfer von Verbrechen, die auf dem Konzept von Ehre basieren und für diejenigen, die sich dafür einsetzen, dass dies aufhört.

5. Tag 31. Mai 

DIE KOMOREN – MATRILINEARITÄT – SEGEN ODER FLUCH

Matrilinearität, lateinisch «in der Linie der Mutter», bezeichnet die Weitergabe und Vererbung von Besitz über die weibliche Linie von Müttern zu Töchtern. Hier auf den Komoren-Inseln gehören die Häuser den Frauen. Wenn eine Tochter heiratet, wird das Haus neu aufgeteilt oder es wird im Hof eine weitere Palmhütte gebaut. Viele ärmere Familien haben 10 Kinder und mehr. Die Ehemänner ziehen zu ihren Frauen in einen neuen Clan, mit dessen Gewohnheiten sie überhaupt nicht vertraut sind. Sie fühlen sich am neuen Ort nicht wohl und verbringen ihre Zeit nicht mit der Familie, sondern mit anderen Männern beim Kartenspielen oder auf dem Feld.

Rashma erzählt: «Mein leiblicher Vater verließ uns, als ich noch ein kleines Kind war. Deshalb heiratete meine Mutter zum zweiten Mal. Mein Stiefvater kam 2-3 Mal pro Woche zum Essen oder Schlafen. Sonst war er entweder bei seiner Ursprungsfamilie oder bei seiner zweiten Ehefrau. Ich hatte das Glück, dass mein Stiefvater mich gleich behandelte wie meine Halbschwestern. Von meiner Mutter lernte ich verschiedene alltägliche Sachen im Haushalt; sie führte mich auch in kulturelle Bräuche ein und zeigte mir, wie ich mich vor bösen Geistern schützen kann. Dennoch lebe ich in Angst vor Flüchen, die gegen unsere Familie ausgesprochen werden könnten. Ich sehne mich nach einem verantwortungsvollen Ehemann, der meinen Kindern ein guter Vater sein wird – und nach Gottes Schutz und Segen über uns.»

WIR BETEN

  • Um Ehen wie Gott sie vorgesehen hat, trotz kulturell entgegengesetzter Lebensformen.
  • Dass Jesus dunkle Bindungen und Flüche durchbricht und die Komorer segnet.
  • Dass ganze Familien zu Jesus finden.

6. Tag 1. Juni

LIBANON – DIE GEMEINDE ALS FAMILIE FÜR FLÜCHTLINGE AUS SYRIEN UND DEM IRAK

Der Krieg in Syrien hat eine massive Flüchtlingswelle in die umliegenden Länder ausgelöst. Bereits 2014, als im Irak Konflikte aufflackerten, gab es Hunderttausende Flüchtlinge. Viele von ihnen flohen in den Libanon. Libanesische Kirchen haben es sich zur Aufgabe gemacht, für diese Vertriebenen zu sorgen. Die Kirche hat dadurch selbst einen Wandel erlebt. Eine Gemeinde im Libanon mit 200 Mitgliedern hat in den letzten Jahren 300 Syrer und 300 Iraker aufgenommen. Ganze Familien und Einzelne, die ihre Angehörigen vollständig oder teilweise verloren haben, fanden in dieser Kirche ein neues Zuhause.

Die Hilfe ist vielfältig: Gutscheine für Essen oder Medikamente ermöglichen das Überleben. Beratung und Kleingruppen stehen für das Aufarbeiten von Traumata zur Verfügung. Kirchliche Angebote gibt es für jene, die geistlich weiterkommen möchten oder Jesus bereits nachfolgen. Letztes Jahr lag der Schwerpunkt dieser Gemeinde auf «Familie». Überlebenskampf und der Verlust von Heim und Arbeit haben für viele Flüchtlinge die Familiendynamik drastisch verändert. Ehekurse brachten diese Problematik zutage und erwiesen sich als sehr hilfreich. Die Bedeutung der Familie für den Einzelnen, für Kirche und Gesellschaft, wurde auch in Gottesdiensten und Hauskreisen betont und vertieft. Das Ziel sind gesunde Familien, in denen Menschen sich entfalten können. Viele Flüchtlinge haben in den lokalen Gemeinden «geistliche Geschwister» gefunden. Das hilft ihnen, sich zurecht zu finden und vorwärts zu schauen.

WIR BETEN

  • Für die unzähligen Flüchtlinge, ihre physische, seelische und geistliche Not.
  • Für die Gemeinden, die sich der Vertriebenen annehmen.
  • Dass Leiter und Mitarbeitende sich von Gott erneuern und inspirieren lassen und nicht ausbrennen.

7. Tag 2. Juni 

SORGEN MUSLIMISCHER ELTERN 

Razia ist Mitarbeiterin in einem Zentrum für asiatische Frauen in Großbritannien. Sie erzählt von den Sorgen vieler muslimischer Eltern, weil sie sich im Umgang mit Computern nicht so gut auskennen wie ihre Kinder. Sie wüssten häufig nicht, was ihre Kinder online tun, wen sie dort treffen und welche Informationen sie im Netz teilen. Diese Bedenken kennen wir auch von christlichen Eltern.

Eine Sorge vieler muslimischer Familien (insbesondere in Ländern, wo Muslime in der Minderheit sind), ist die Frage, wie sie ihren Kindern eine positive Sicht des Islam vermitteln können. Durch terroristische Taten werden Stereotypen kreiert, die alle Muslime mit Gewalt gleichsetzen. Seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs sind über 3000 Personen aus westlichen Ländern angereist, um in Syrien und im Irak für verschiedene radikal-islamische Gruppierungen zu kämpfen. Die Mehrheit von ihnen ging im Geheimen und ließ ihre Eltern in Kummer und Sorge zurück. Diese Eltern schämen sich und sind Feindseligkeiten von Freunden und Nachbarn ausgesetzt. Zudem quälen sie sich mit unbeantworteten Fragen, weil sie viele Dinge über ihr eigenes Kind nicht wussten. Was sie sich mehr als alles andere wünschen, ist zu verstehen, was mit ihrem Kind passiert ist und warum es diesen Weg gewählt hat. Die meisten muslimischen Eltern hoffen, dass ihre Kinder gute Muslime werden, im Beruf Erfolg haben und selber eine Familie gründen. Diejenigen, die in einem nichtmuslimischen Land leben, wünschen sich auch, dass ihre Kinder ihren muslimischen Glauben in einer säkularen Gesellschaft bewahren können.

WIR BETEN

  • Für muslimische Familien, die wir kennen: um starke Beziehungen und gute Gespräche untereinander.
  • Um Trost und Frieden für Eltern, die mit dem Kummer umgehen müssen, ein Kind an den Extremismus verloren zu haben.
  • Dass Christen und Gemeinden muslimische Familien in dem beschriebenen Spannungsfeld liebevoll begleiten können.

8. Tag 3. Juni

MUSLIME: EINE MINDERHEIT IN INDIEN

Sahil war überglücklich, als er ein Buch erhielt, das von Gottes Liebe und Vergebung handelte. Kurz darauf traf er Abdul, einen Nachfolger von Isa (Jesus), der ihm mehr davon erzählte. Das veränderte Sahils Leben für immer. Freudig reagierte er auf das Wort Gottes und öffnete sich für die Gute Nachricht. Er erzählte seiner Familie von dem, was er gelernt hatte und erwartete, dass sie so begeistert reagieren würden wie er. Doch stattdessen wurde er aus seiner Familie ausgeschlossen! Für die nächsten Jahre wohnte er bei einem Freund und erzählte anderen Muslimen, was er über Isa gelernt hatte.14 Jahre später erzählt Sahil anderen muslimischen Indern noch immer von Isa und erlebt, dass viele so offen sind wie er es damals war. Jedoch gibt es nur wenige Menschen, die bereit sind, sich in die muslimische Gemeinschaft in Indien zu investieren. Viele Hindus, Christen und andere religiöse Gruppierungen misstrauen den Muslimen in Indien, obwohl diese die zweitgrößte religiöse Gruppierung im Land darstellen. Sahil zerbricht es fast das Herz, dass viele christliche Gemeinschaften in Indien nicht mit Muslimen zusammenarbeiten wollen. «Für Muslime in Indien ist der Islam ihre Religion, und ‘Muslim’ zu sein, bestimmt ihre Identität als Gemeinschaft», sagt Sahil. Das ist eine Herausforderung für diejenigen, die Isa nachfolgen wollen. Und trotzdem entscheiden sich viele für diesen Weg.

WIR BETEN

  • Dass sich mehr indische Christen darum bemühen, Muslime in ihrem Land kennenzulernen.
  • Um Frieden zwischen den verschiedenen Glaubensgruppierungen in Indien, das rechtlich ein säkulares Land ist, aber immer stärker hinduistisch geprägt wird.
  • Dass das Leben als Minderheit muslimische Familien in Indien offen macht, über den Glauben an Jesus nachzudenken.
  1. Tag 4. Juni

AFGHANEN IN NORDAMERIKA

Seit den 1970er-Jahren verlassen Afghanen ihre Heimat auf der Suche nach Sicherheit, Stabilität und neuen Möglichkeiten für ihre Familien. Auslöser war damals der Krieg mit der Sowjetunion. Eine Region in Nordamerika beheimatet heute mehr als 60.000 afghanische Immigranten. Die Bedürfnisse dieser Gemeinschaft sind enorm: Zugang zu Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten, Erlernen der Sprache, Umgang mit chronischen Krankheiten, Hilfe bei häuslicher Gewalt gegenüber Frauen. der Umgang mit Kriegstraumata.

Die ersten Einwanderer waren gut ausgebildete, säkulare Muslime, oftmals Leitungspersonen in ihrer Fachrichtung. Ihre Kinder wuchsen in Nordamerika auf, viele studierten an einer Universität und passten sich an die westliche Kultur an. Eine zweite Einwanderungswelle kam nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und bestand mehrheitlich aus Witwen und Kindern, deren Männer bzw. Väter im Krieg der USA gegen die Taliban umgekommen waren. Die dritte Welle von Afghanen sind Übersetzer, die in den letzten Jahren das US-Militär unterstützt haben und nun aus Angst vor Vergeltung von Seiten der Taliban Asyl beantragen.

Alle diese Familien haben das gemeinsame Bedürfnis nach einer vertrauten Gemeinschaft, die sie am ehesten in Moscheen oder auf afghanischen Märkten finden. Sie streben Akzeptanz und Integration innerhalb der breiten Gesellschaft an. Aufgrund der jahrzehntelangen Kriege ist mangelndes Vertrauen ein großes Problem in der afghanischen Gemeinschaft. Ironischerweise führt gerade dies zu Kontakten mit den westlichen Nachbarn.

WIR BETEN

  • Um Heilung der traumatisierten afghanischen Kriegsopfer.
  • Dass örtliche Gemeinden der afghanischen Gemeinschaft mit Gastfreundschaft begegnen.
  • Um Veränderung in Ehen und Unterstützung für diejenigen, die Freiheit suchen von Gewalt.

10.Tag  5. Juni 

DIE ANDALUSIER VON ZAGHOUAN / TUNESIEN

Zaghouan liegt im Gebirge, 70 km von der tunesischen Hauptstadt Tunis entfernt. Die meisten der 40.000 Einwohner stammen von den andalusischen Muslimen ab, die im 17. Jh. aus Spanien fliehen mussten. Taxichauffeure, Ladenbesitzer und Mütter mit ihren Kindern erzählen gerne und mit Stolz ihre Geschichte. Auf der Flucht versteckten ihre Vorfahren zum Schutz vor Wegelagerern die kostbarsten Habseligkeiten in kleinen runden, weißen Süßigkeiten. Heute ist Zaghouan bekannt für sein Feingebäck kaak warka, eine Mandelspezialität.

Zaghouan ist für Tunesier eine Sehenswürdigkeit. Die prächtigen römischen Ruinen in Zaghouan sind eine berühmte Sehenswürdigkeit. Aber nach den Terroranschlägen auf Ausländer 2015 ist der Touristenstrom im ganzen Land abgebrochen. Und schon seit der Revolution 2011 haben viele Tunesier kaum Zukunftsperspektiven und sind ihrer Regierung gegenüber misstrauisch.

Unter der Herrschaft von Kaiser Hadrian wurde eine Wasserleitung von Zaghouan nach Karthago gebaut, quer durch das Wüstengebiet. Der Wassertempel erhebt sich noch immer majestätisch auf dem Hügel, wo einst die Quelle war, die nun versiegt ist. Dies erinnert uns daran, welche geistliche Bedeutung Jesus als Wasser des Lebens in diesem trockenen Land haben könnte.

WIR BETEN

  • Dass «Ströme lebendigen Wassers» nach und von Zaghouan fließen (Joh. 4).
  • Dass die Menschen in Zaghouan neue Möglichkeiten finden, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
  • Um Gottes Eingreifen in die politische Situation, Frieden für das Land und um Weisheit für die Regierenden.

11.Tag 6. Juni 

UND DER TERRORISMUS?

«Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Selbstdisziplin» (2. Timotheus 1,7).

Angst ist der Geist unserer Zeit: Angst vor der Zukunft, Angst vor Terrorismus, Angst vor dem Islam. Viele Muslime betonen die Friedfertigkeit des Islam – und dass Terroristen ihn für ihre Zwecke missbrauchen. Aber die Wahrnehmung des Islam als friedliche Religion ist durch die Gewalt extremer Islamisten zutiefst erschüttert.

Es sind letztlich die Werke Satans, wenn wir von islamistischem Terror hören. Gewalt, Mord, Ungerechtigkeit und der Tod unschuldiger Menschen machen uns zornig. Paulus sagt, wenn wir zornig sind, sollen wir dabei nicht Schuld auf uns laden (Eph. 4,26). Treibt mein Zorn mich zum Handeln? Und bin ich bereit, die lebensverändernde Botschaft von Jesus weiterzugeben? Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 empfand ein junger Christ in den USA Zorn, Trauer und Angst. Trotzdem nahm er allen Mut zusammen und sprach einen muslimischen Kollegen an. Sie wurden Freunde, und er konnte Jesus Christus bezeugen. Genau dazu beruft Jesus seine Nachfolger. Die Bibel fordert uns auf, uns nicht zu fürchten. Gott hat uns seinen Geist der Kraft gegeben, um die Furcht zu überwinden; den Geist der Liebe, um diese unseren muslimischen Nachbarn zu zeigen. Jesus ist die Hoffnung für unseren Planeten – er  kann auch die Herzen von Terroristen verändern. Das Evangelium schafft Frieden!

WIR BETEN

  • Dass der Heilige Geist uns zeigt, wo wir im Blick auf Muslime vom Geist der Angst bestimmt werden.
  • Dass Gottes Geist uns befähigt, Muslime zu lieben.
  • Dass Jesus sich den Terroristen und ihren Helfern offenbart und sie verändert.