HEROLDSBACH – Erscheinungen

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Erscheinungszeit

http://www.heroldsbach-pilgerverein.de/htm/erscheinungszeit.html

Heroldsbacher Marienerscheinungen

Am 9. Oktober 1949, etwa um 1430 Uhr begaben sich 4 Mädchen, die

10 jährige Maria Heilmann und ihre drei 11 Jahre alten Freundinnen Erika Müller, Margarete Gügel und Kunigunde Schleicher in den bei Heroldsbach liegenden Wald um Herbstlaub zu sammeln. In einer Pause erzählten die Kinder von den Toten, von ihren verstorbenen Großeltern und Verwandten und auch von der Muttergottes. Wegen des Rosenkranzsonntags begannen sie zu beten.

Auf dem Nachhauseweg zeigte Erika Müller auf das Wäldchen, wo sie zwischen zwei Birken die Buchstabe „J S H“ zu sehen glaubte. Gleich darauf war Maria Heilmann überzeugt, eine weiß gekleidete Frau zwischen den Baumwipfeln gesehen zu haben und diese Frau wurde von dem Mädchen als Muttergottes gedeutet. Zu Hause reagierten die Familien der Kinder auf die Berichte zunächst sehr abweisend – ja sie drohten ihnen sogar.

 Nun waren die „angeblichen Erscheinungen“ im Dorf das Thema geworden. Der Heroldsbacher Förster Philipp Frank  begleitete die Mädchen zu dem Erscheinungsort. Die Erscheinungsstelle identifizierte der Förster mit Hilfe eines Fernglases als kleine Lichtung. Die Mädchen beharrten jedoch auf ihrer dortigen Muttergottes-Vision.

Am 10. Oktober wurde der Gemeindepfarrer Johann Gailer darüber informiert. Er war zunächst bis zum Abschluss einer kirchlichen Untersuchung sehr skeptisch und zurückhaltend gegenüber solchen Offenbarungen.

Bereis am 12. Oktober 1949 verglich er Heroldsbach mit den anerkannten Wallfahrtsorten Lourdes und Fatima.

Bereits am 16. Oktober 1949 begleiteten Pfarrer Gailer und Prälat Kümmelmann die Kinder zum Erscheinungsort.

Schnell verbreitete sich die Nachricht der Erscheinungen und binnen weniger Tage kamen Zehntausende Pilger nach Heroldsbach

Ab dem 18. Oktober 1949 wurden die Kinder vom Dogmatiker Johann Baptist Walz begleitet. Er protokollierte die Ereignisse von Oktober 1949 bis zum Verbot seiner Aufzeichnungen vor Ort im Juli 1951 und erstellte 1958 drei Manuskript-Bände („Walz-Protokolle“), die er auch dem Papst zukommen ließ. 

Eine Prüfungskommission des Erzbistums Bamberg befragte am 17. Oktober die Kinder nach Beendigung der Erscheinungen.  Sie waren sehr ergriffen und berührt.

Am 27. Oktober 1949 – „Mariä Himmelfahrt“ – lässt Weihbischof Landgraf die Kinder fragen: „Bist du die Assumpta?“ Die Antwort war:

„Nein ich bin es nicht, ich bin die Gottesmutter, die Himmelsmutter.“

Am 30. Oktober 1949 als vorläufiges Ergebnis der erzbischöflichen Kommission ein erster öffentlicher Aufruf an alle Gläubigen,

sich von Heroldsbach fernzuhalten und den dortigen Ereignissen gegenüber mit Zurückhaltung zu begegnen.

Die letzte Erscheinung fand am 31. Oktober 1949 während der Rosenkranz-Andacht auf dem Hügel vor dem Wald statt. Es kamen schätzungsweise 40.000 Menschen. Pfarrer Gailer plante trotz vieler Mahnungen aus dem Erzbistum Bamberg, am Ort eine Kapelle zu bauen.

Nach dem 31. Oktober berichteten die Kinder bis zum 7. Dezember 1949 über keine weiteren Erscheinungen mehr. Es versammelten sich allerdings täglich weiterhin hunderte von Gläubigen zur Rosenkranzandacht. Ohne entsprechende Genehmigung der Bamberger Erzdiözese begann man bereits am 4. Dezember 1949 mit dem Bau einer Kapelle.

Marienerscheinungen gaben vier Mädchen an, ihnen sei eine „weiße Schwester“ (die Jungfrau Maria) erschienen. Die Erscheinungen sollen bis zum Herbst 1952 angedauert haben.

„Sonnenwunder“ und Krippenvision im Dezember 1949

Am 8. Dezember 1949 kamen anlässlich des Festes der „Unbefleckten Empfängnis Mariens“ ca. 10 000 Pilger nach Heroldsbach. Die Kinder waren  in Begleitung von Walz und vielen Geistlichen. Sie standen während des Festgottesdienstes auf einem Brückenwagen. Nach 14 Uhr sahen sie erneut die „himmlische Gestalt“. Rosa Bradl und die anderen Mädchen fragten die Erscheinung ob sie die „Gottesmutter von Heroldsbach“ sei und verehrt werden soll. Sie hat dies bejaht.

Danach haben Tausende Pilger von einem „Sonnenwunder“ berichtet .

Der Chronist Walz berichtet von zwei Phasen des Sonnenwunders zwischen 15 und 16 Uhr. Die Sonne zeigte auffällig starke Strahlen und hat sich minutenlang in bunten Farben gedreht.

Der Ortspfarrer Johann Gailer und weitere Geistliche bestätigten das Sonnenphänomen und die Weihnachtsvisionen. Aus der Sicht des Erzbistums führte dies zu einer sehr deutlichen Ablehnung der Heroldsbacher Erscheinungen.

Erzbischof Joseph Otto Kolb entschied sich nach Beratung mit seinem Weihbischof Artur Michael Landgraf zu einer Ablehnung der Visionen, obwohl er am Abend des 8. Dezember von der Kanzel aus ein positives Votum in Aussicht gestellt hatte.

Am 24. Dezember 1949 wurde wieder von einer Erscheinung berichtet. Die Kinder sprachen von einer Krippenvision, der Heiligen Familie und von Szenen aus der Kindheitsgeschichte Jesu. Diese Berichte lehnte das Bistum erneut ab.

Gebetsstätte – Geschehnisse 1950

Zum Epiphaniefest am 6. Januar 1950 kamen ca. 12.000 Pilger nach Heroldsbach, um dort zwei Andachten zu feiern. Während der Nachmittagsandacht berichteten die Kinder erneut von einer Erscheinung.

„Wenn auch die Priester verbieten, dass Leute kommen, so sollen sie nicht darauf merken und sollen herkommen“.

Nach Unterredung mit Erzbischof Kolb wurde von den Kanzeln der Diözese verkündet, dass es keinen Anlass gäbe, an übernatürlichen Ursprung der Visionen zu glauben…

In Zusammenhang damit ergingen an alle Katholiken fünf Weisungen:

1Geistliche sollten in ihren öffentlichen Äußerungen Stellungnahmen zu den Heroldsbacher Vorgängen unterlassen.

2Ohne ausdrückliche oberhirtliche Genehmigung sollten sich weder Geistliche noch andere Personen in den Gang der Untersuchungen einbringen, Vernehmungen durchführen, Fragen an die Kinder oder durch sie an die Erscheinung richten.

3Die Organisierung von Prozessionen und Wallfahrten nach Heroldsbach wurde ausdrücklich untersagt.

4Das Sammeln von Geld zur Errichtung einer Kirche oder einer anderweitigen Gedenkstätte am Erscheinungsort war zu unterlassen.

5Publikationen, die neue Erscheinungen und Offenbarungen, Weissagen, Wunderberichte zum Inhalt hatten, waren ohne kirchliche Druck verboten.

Ungeachtet dieser kirchlichen Anordnungen gingen die Prozessionen und Rosenkranz-Andachten auf dem Hügel. Die bischöflichen Anordnungen lösten einen Sturm öffentlicher Erregung und Auseinandersetzungen aus.

Am 2. Februar 1950, dem Festtag „Maria Lichtmess“ soll es ein Lichtwunder vor etwa 70.000 Menschen gegeben haben:

Gelbe Lichtkugeln sowie Sonnenrotation, goldener Lichtglanz ein Meter über dem Boden auf dem ganzen Gelände. Die „Mutter Gottes“ habe den Seherinnen mit „den Russen“ gedroht und nur das Gebet könne das Unheil abwenden.

Am 6. Februar 1950 durften die Kinder angeblich der Gottesmutter die Hand reichen und ihr Kleid berühren. Die Muttergottes habe zu Einigkeit, Buße und Beten für „Ungläubige“ und für Russland aufgerufen. Laut Walz berichteten die Kinder eine Woche später von einem wunderschönen „Blick in den Himmel“ mit Sichtung Gottvaters, des Heilands und des Heiligen Geistes als Taube.

Die Kinder erzählten außerdem im Februar von einer mystischen Kommunion;  ähnlich wie sie sich bei der von der Kirche anerkannten Marienerscheinung von Fátima ereignet haben soll.

Am 6. März 1950 wurde Pfarrer Gailer verboten, den „Erscheinungsberg“ zu betreten. Er saß oft fast den ganzen Tag im Beichtstuhl und erlebte viele Bekehrungen. Pfarrer Gailer meinte dazu: „Wenn mich das Beichtgeheimnis nicht bände, würde Heroldsbach längst anerkannt sein, so viele Wunder der Bekehrung habe ich im Beichtstuhl erlebt.“ Der Schweizer Priester Josef Leutenegger, der ihm aushalf, sagte: „Das war mein schönster Beichtstuhl seit 25 Jahren.“ Stundenlang teilten die Priester die Heilige Kommunion aus.

Am 9. März 1950 legten die Kinder einen großen Stein an der angeblichen Erscheinungsstelle nieder. Später habe die Mutter Gottes geäußert, dass an dieser Stelle noch viele Gnaden fließen werden.

An diesem Tag begann das Knierutschen (Buße für Sünder). Es wird berichtet, dass die Kinder offene blutende Wunden an den Knien hatten, die einen Tag später verheilt gewesen seien.

Am 19. April 1950 durften etwa 250 Kommunionkinder angeblich die Mutter Gottes und das Jesuskind berühren und ihnen die Hand reichen. 30 von ihnen bezeugten anschließend, die Hand, den Kleidersaum und die Krone gespürt zu haben.

Zwischen dem 7. und 12. Mai durften die Kinder – so ein Bericht  – den „Himmelsgarten“ betreten. Dieses „himmlische Reich“ enthielt viele Elemente des Alltags der Mädchen und ihnen bekannter Märchen. 

Am 9. Juni 1950 (9. Tag des 9. Erscheinungsmonats, Fest „Maria Gratia“ – „Mutter der Gnade“ – in Rom), habe die Mutter Gottes den Namen für Heroldsbach genannt: „Königin der Rosen oder Rosenkönigin“.

Am 25. Juni 1950 (Beginn des Koreakriegs) habe das hl. Herz Jesu gesagt: „Ich bin das Herz der Rettung.“ Die Mutter Gottes habe geweint, weil die Menschen nicht auf ihre Bitten hörten.

Am 6. Oktober 1950 trafen Weihbischof Landgraf und Domkapitular Rathgeber in Heroldsbach ein, die Pfarrer Gailer ein Dekret des Heiligen Offizium in Rom überbrachten. Das Dekret wiederholte die Weisungen der Erzbistums Bamberger, dass eine übernatürliche Herkunft der Erscheinungen nicht gesichert sei. Es hätten alle Aktivitäten zu unterbleiben, die eine Echtheit der Heroldsbacher Muttergotteserscheinungen voraussetzten.

Damit hatte auch die oberste römische Glaubensbehörde in Rom die Wallfahrten ausdrücklich untersagt.

Nachdem Domkapitular Georg Mann die Erscheinungsstätte verlassen hatte, berichteten die Mädchen erneut von einer Erscheinung der himmlischen Frau. Kurz darauf berichteten die Mädchen, die Jungfrau Maria würde nun in der Heroldsbacher Kirche erscheinen.

Das veranlasste das Erzbischöfliche Ordinat zur Weisung, dass zukünftig Gottesdienste ohne die Kinder stattzufinden haben. Trotz der eindeutigen Stellungnahmen aus Bamberg und Rom gingen jedoch die Pilgerfahrten auf den so genannten Erscheinungshügel weiter.

Vom 31. Oktober zum 1. November 1950 kam es angeblich zu einer Massenvision, bei der 200 Menschen eine Marienerscheinung erlebt haben sollen. Dreißig solcher Berichte wurden von Anhängern veröffentlicht.

Erscheinungen 1951

Die angeblichen Erscheinungen von 1951 wurden wie so beschrieben:

Am 13. März 1951 sagte der Heilige Philipp Neri: „Die Heiligen erscheinen, damit ihr sie nachahmt. Lebt jederzeit in der Gnade Gottes, damit euch Gott jederzeit von der Welt abrufen kann.“

Am 25. März 1951 sagte der auferstandene Heiland mit leuchtenden Wunden, aus welchen Gnadenströme göttlichen Lichts flossen: „Ich segne alle, die ein schweres Leid haben…Durch meinen Segen will ich eure Herzen rein machen…Die an mich und meine Mutter glauben, will ich unter meinen Schutz nehmen.“

Am 16. April 1951 sprach ein Schweizer Priester zum Jesuskind hin in Latein, Französisch und Italienisch und baute dabei Segensbitten ein, woraufhin das Jesuskind jedes Mal segnete und dies bei den (fremdsprachenunkundigen) Kindern zum Ausdruck kam.

Am 12. Mai 1951 erschienen dann über 500 Heilige.

Oft zeigten sich die sieben Haupt-Heiligen von Heroldsbach: der eucharistische hl. Papst Pius X., die hl. kleine Theresia mit dem hl. Bruder Klaus als Gesandte der Demut, der hl. Aloisius und die hl. Maria Goretti als Gesandte der Keuschheit sowie der hl. Antonius von Padua und die hl. Kreszenzia von Kaufbeuren als Helfer gegen dämonische Bedrängnis.

Am 4. August 1951 wurde der beim Volk sehr beliebte gebürtige Oberpfälzer Pfarrer Gailer nach 38 Jahren Dienst in Heroldsbach ins knapp 50 km entfernte Kleinziegenfeld versetzt, um einen kranken Pfarrer zu unterstützen. In seiner Heroldsbacher Amtszeit gab es 40 Priesterberufungen in der Pfarrei.

Nachfolger wurde Ernst Schmitt, ein junger ehemaliger Leutnant, der das durch den Krieg in Rom unterbrochene Studium dort fortsetzte und frisch geweiht in Heroldsbach für Ruhe und Ordnung sorgen sollte…

Am 15. August 1951 verbot Rom in einem zweiten Dekret den „Heroldsbach-Kult“. Es wurde ausgewähltes Berichtsmaterial dorthin versandt, was laut dem suspendierten Geistlichen Rat Heer nur etwa 3-5 % des Materials ausmachte. Die Unterlagen zur Prüfung bestanden nur aus einem eigenen Bericht der Kommission.

Die Seherkinder, ihre Eltern und viele Anhänger wurden im August 1951 exkommuniziert, da sie nicht unterzeichnen wollten, dass sie keine Erscheinungen der Mutter Gottes hatten.

Der Wunsch der Kinder ihr weiteres Leben in einem Kloster ganz Gott zu weihen, konnte sich nicht realisieren. Bis Dezember 1951 blieben fast alle Seherkinder auf kirchenamtliche Anordnung dem Berg fern. Sie hatten anderorts Visionen.

Erscheinungen 1952

Die angeblichen Erscheinungen im Jahr 1952 werden wie folgt beschrieben: Am 31. Oktober 1952, dem Abschiedstag der Rosenkönigin, seien viele Engel und Heilige anwesend. Bei starkem, übernatürlichem Weihrauchduft verabschiedete sich die Mutter Gottes mit dem Jesuskind, viele Kinder durften ihnen die Hand reichen. Die Mutter Gottes und das Jesuskind erklärten den Seherkindern: „Wir sind nicht gekommen um Wunder zu wirken, sondern um hier zu Gebet, Opfer und Buße aufzurufen. Vertraut weiter auf unsere Hilfe; wir werden Euch in der größten Not beistehen. Der Sieg wird unser sein.“ Die Mutter Gottes: „Liebe Kinder, ich bin immer hier, auch wenn ihr mich nicht mehr seht.“

Am 4. Januar 1953 wurde der Pilgerverein Heroldsbach e. V. gegründet. Wenige Monate später wurde versucht, den Erscheinungshügel zu räumen. Viele religiöse Gegenstände und Einrichtungen wurden entfernt und beschlagnahmt.

Nach Behauptungen von Walz soll Weihbischof Artur Michael Landgraf nach Aussage einer Pilgerin aus Auerbach in der Oberpfalz in seiner Sterbestunde am 8. September 1958 (Festtag Mariä Geburt) zum Entsetzen der Anwesenden geschrien haben: „Heroldsbach ist echt! Ich habe gefehlt!“ (Quelle: Zeitzeugnis)

1959 verstarb Pfarrer Gailer. Er wurde in Heroldsbach beerdigt. Die Forchheimer Zeitung Fränkischer Tag schrieb: „Die Heimkehr des toten Pfarrers Johannes Gailer glich einem Triumphzug …“

1963 starb der Geistliche Rat Johannes Maria Heer. Er wurde in seinem Heimatdorf Geutenreuth in der Fränkischen Schweiz beigesetzt. Der suspendierte Heer durfte über 10 Jahre nicht die heilige Messe zelebrieren. Viele bezeichneten ihn als Märtyrer für Heroldsbach.

Walz verstarb am 13. Mai 1966.

Mehreren deutschen Pilgern gegenüber behauptete Pater Pio in San Giovanni Rotondo die Echtheit von Heroldsbach. Als sich im Jahr 1967 eine deutsche Pilgergruppe seinem Beichtstuhl näherte, rief er: „Was wollt ihr Deutschen noch! Die Madonna ist zu Euch herabgestiegen! Heroldsbach ist ein Ort der Gnade!“

In den 1970er Jahren wurde das Gebet auf dem Berg von der Kirchenbehörde geduldet, da rechtlich jeder Mensch an jedem Ort beten darf. Die Verweigerung der heiligen Kommunion an die Pilger wurde aufgehoben. Der Pilgerverein baute ein Pilgerheim und begann 1985 mit dem Bau der Marienkirche.

1997 erfolgte die Aufhebung der letzten Exkommunikationen in Zusammenhang mit Heroldsbach. Mit der Erzbischöflichen Kommission wurde die Stiftung Gebetsstätte Heroldsbach errichtet und der Stiftungsrat durch den Erzbischof von Bamberg eingesetzt.

Am 1. Mai 1998 hatte Erzbischof Karl Braun die Gebetsstätte Heroldsbach offiziell eingerichtet, nachdem der damalige Präfekt der römischen Kongregation für die Glaubenslehre, Joseph Kardinal Ratzinger, in einem Schreiben an den Bamberger Erzbischof mitgeteilt hatte, dass die Glaubenskongregation dessen Vorgehen bezüglich Heroldsbach voll und ganz mittrage. 

Die Gebetsstätte weihte Weihbischof Werner Radspieler, Ortspfarrer von Heroldsbach von 1969 bis 1972. Radspieler betonte die Versöhnung in seiner Predigt. Mit der Seelsorgetätigkeit wurden die Brüder vom gemeinsamen Leben/Augustiner-Chorherren unter Leitung von Pater Dietrich von Stockhausen CRVC beauftragt.

Am 15. August 1998 wurde das erste Pontifikalamt in der Gebetsstätte durch Erzbischof Karl Braun zelebriert.

2003 erklärte der neue Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick bei seiner Predigt „auf dem Berg“, dass die Gebetsstätte Heroldsbach ein Zentrum der Neuevangelisierung werden soll für die Erzdiözese Bamberg, Deutschland und darüber hinaus. (Quelle: u. a. Tonbandaufzeichnung des Pilgervereins)

Seit dem 6. Februar 2009 gibt es eine Eucharistische Anbetung „rund um die Uhr“ in der Gebetsstätte.

Von Oktober 2008 bis Oktober 2009 sammelte der Pilgerverein 17.000 Unterschriften mit der Bitte um Wiederaufnahme der Prüfung der Vorgänge in Heroldsbach von 1949 bis 1952.