PATER JAMES MANJACKAL MSFS – SEINE BIOGRAFIE – SEIN PERSÖNLICHES ZEUGNIS

BIOGRAFIE von Pater James Manjackal MSFS

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Die Eltern

Pater James wurde geboren am 18. April 1946 im Dorf Cheruvally in Kerala in Indien. Er wurde getauft, gefirmt und empfing die Erste Hl. Kommunion und seine Priesterweihe in der Marienkirche seiner Pfarrei in Cheruvally.

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James mit seinem Bruder und seiner Mama

Er war der dritte Junge von sechs Kindern. Sein Vater starb, als er siebeneinhalb Jahre alt war.

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Pater James Vater

Seit seiner Geburt betete seine Mutter zur Mutter Gottes, James möge Priester werden.

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Pater James Mutter

Nach dem Tod seines Vaters ging er zusammen mit seiner Mutter, seinen Brüdern und Schwestern täglich um fünf Uhr morgens zur Gregorianischen Messe (30 Hl. Messen für den Verstorbenen). Einmal fragte James seine Mutter, warum so viele Messen für Papa gefeiert würden. Die Mutter antwortete: „Nur wenn Messen gefeiert werden, wird Papa im Himmel sein.“

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Pater James und seine Geschwister

James liebte seinen Vater sehr, und er wünschte sich, dass sein Vater unbedingt in den Himmel komme. So entschied er sich, Priester zu werden mit der Absicht, viele Messen zu feiern und so Papa in den Himmel zu bringen.

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Pater James im Gymnasium 

Das ist die Geschichte seiner Berufung zum Priestertum.

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Pater James mit Studenten

James absolvierte die Grund- und Mittelschule in seinem Heimatdorf Cheruvally, anschließend die Hochschule in Karikatur.  –  Mit großem Eifer strebte er danach Missionar zu werden und las das Missions-magazin. Auch war er Mitglied im „Missionsbund“ – eine Gemeinschaft von Schülern in Kerala, die mehr über die Missionare wissen möchten, für sie beten und sich über ihre eigene Berufung klar werden wollen. Wissbegierig hörte er den Missionaren zu, die zum Missionsbund oder in die Pfarrkirche zu Vorträgen kamen. Ganz besonders fühlte er sich angezogen von Pater Zacharias, einem Missionar des Hl. Franz von Sales aus seiner Gemeinde. Dieser pflegte das heldenhafte Leben der Missionare bei der Bekehrung der Hindus in der Mission in Visakhapatnam zu schildern.

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Sein erstes Ordenskleid

So entschloss sich James während seiner Hochschulzeit sich den „Missionaren des Hl. Franz von Sales MSFS“ anzuschließen.

 

PRIESTERWEIHE und PRIMIZ

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Pater James an seiner Priesterweihe

Im Juni 1963 trat James im Alter von 17 Jahren in das „Mount Mary Seminar“ der „Missionare des Hl. Franz von Sales“ in Arumanoor ein; später wechselte er nach Etumanoor und erhielt dort im April 1965 seine Sutane. Er trat in das Noviziat „Salesianum“ ein und legte sein erstes Versprechen ab. Im April 1971 folgte sein ewiges Gelübde.

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Das Philosophiestudium absolvierte James am „Papal Atheneum“ in Pune, gefolgt vom einjährigen Praktikum am „Fatima Giri-Seminar“ in Nilamur, Kerala, und dem Theologiestudium am „Päpstlichen St. Peter-Seminar“ in Bangalore in den Jahren 1969 bis 1973.

Am 8. Dezember 1972, dem Fest der „Unbefleckten Empfängnis“, wurde James zum Diakon geweiht.  Die Priesterweihe empfing er dann in seiner Heimatgemeinde in Cheruvally am 23. April 1973 vom Erzbischof Joseph Powathile.

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Gebet an der selbstgebauten Lourdesgrotte

Ein Jahr lang arbeitete Pater James in den Missionen von Bobbili und Philipnagar in der Diözese von Visakhapatnam.

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Pater James und seine Mutter

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Zu Hause in Mermier Bhavan in Bangalore                       

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Pater James zusammen mit seiner Mutter

Im April 1974 wurde er zum Dozenten und Förderer von Berufungen am SFS- Seminar in Etumanoor bestellt.

 Krankheit und wunderbare Heilung

Im Dezember desselben Jahres nahm Pater James an charismatischen Exerzitien in Pune teil ohne jede Ahnung von charismatischen Exerzitien, und so wohnte er ihnen bei mit Vorurteilen und Furcht. Er konnte kein Verständnis aufbringen für das Charisma des Zungengebetes und das Gebet für Kranke durch Handauflegung.

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Als er aus Pune zurückkam, wurde er krank und in’s Krankenhaus gebracht, wo er vier lange Monate ohne Möglichkeit einer Diagnose bleiben musste. Dann kam er in das Krankenhaus in Kottayam, aber seine Krankheit konnte nicht herausgefunden werden. Nach weiteren vier Monaten diagnostizierten die Ärzte, er leide an Nierentuberkulose mit Entzündungen und Nierensteinen.

Am 8. Dezember, dem Fest „Mariä Empfängnis“, betete ein vom Heiligen Geist erfüllter junger Mann über ihm und er erhielt vollständige Heilung von seinen physischen Leiden.

Doch nicht nur dies; nach dem Gebet war James ein neuer Mensch geworden, befreit von Furcht und Minderwertigkeitskomplexen, und er war erfüllt mit der Kraft des Heiligen Geistes. Ganz klar sagte ihm dieser Heilige Geist hinauszugehen und das Reich Gottes zu verkünden.

Dies zu akzeptieren fiel ihm schwer, da er mit seiner anerkannten und sicheren Position als Dozent ganz zufrieden war. Aber er überließ die Entscheidung dem Herrn und gehorchte dem Heiligen Geist hinauszugehen und zu predigen, obwohl er bis dahin keine Erfahrung im Predigen hatte.

Nach der Erfahrung des Heiligen Geistes verbrachte Pater James vierzig Tage in Gebet und Fasten im Capuchin Kloster in Palai. Mit dem Segen seiner guten Ordensoberen führte er im Februar 1976 seine ersten charismatischen Exerzitien für Jugendliche durch. Es war im selben Jahr, als sein Provinzial Pater Zacharias ihn fragte, ob er zum Studium an die Universität in Eichstätt/Deutschland gehen wolle. Aber nach viel Gebet und mit dem Rat seines spirituellen Vaters entschied er sich nicht nach Deutschland zu gehen, sondern seiner Berufung treu zu bleiben und Gottes Wort zu predigen.

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Der Ruf zu predigen

Von damals bis heute hat Pater James bei über 1.400 Exerzitien – Veranstaltungen gepredigt, so bei etwa 100 Großveranstaltungen, bei vielen Eintagesexerzitien und Heilungsprogrammen in Indien sowie mehr als 90 Ländern auf allen Kontinenten, zu allen Ständen wie Priestern, Ordensleuten, Laien, Nichtchristen usw..

Bis 1989 wohnte er im SFS-Seminar in einem kleinen Zimmer, wo er schon als Dozent war.

1984 nahm Pater James an den ersten weltweiten charismatischen Exerzitien für Priester im Vatikan teil, organisiert von Papst Johannes Paul II. und Tom Forest, dem internationalen Führer der katholischen charismatischen Erneuerung.

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Pater James beim Heiligen Vater Papst Johannes Paul II.

Am 23. April 1985 hatte Pater James eine Privataudienz bei Papst Johannes Paul II. Im gleichen Jahr besuchte er auch einen Kurs für Spiritualität im „Angelicum“ der Hl. Thomas-Universität in Rom. Genau genommen war Pater James von seinem Provinzial dorthin geschickt worden, um einen Doktorgrad auf dem Gebiet der Spiritualität zu erwerben, aber der Geist, der ihn zur Evangelisation drängte erlaubte ihm nicht, sich in Rom zur Ruhe zu setzen. Sogar während er den Kurs besuchte, leitete er verschiedene Exerzitien in Venedig, Padua, Assisi, Rom usw., bis der Direktor des „Päpstlichen Werkes der Glaubensverbreitung“, Kardinal Swami, zu ihm sagte: „Mein lieber Pater James, das hier ist nicht das Richtige für Dich; es ist besser, Du gehst und predigst.“ So kehrte er nach dem einjährigen Kurs zurück um weiter in Indien zu predigen.

Charis Bhavan

Pater James hatte den Traum von einem Exerzitienzentrum, wohin Tausende kommen könnten um den lebendigen Herrn zu erfahren; und dieser erfüllte sich, als er „Charis Bhavan“ in Athirampuzha gründen konnte und es im November 1989 vom Ordensobersten eröffnet wurde. Während seiner Zeit in „Charis Bhavan“ gründete er eine Gruppe junger Frauen für die Glaubensverkündigung, jetzt bekannt als „Charis Marien Maids“, eine fromme Gemeinschaft in der Diözese Vijayapuram. Er rief das Magazin „Charis Jyothi“ in der Sprache Malayalam ins Leben, das monatlich von „Charis Bhavan“ herausgegeben wird. Er gründete mit „Christa Familia“ die Gesellschaft der Förderer und Wohltäter von „Charis Bhavan“, um dieses mit Gebet und Geld zu unterstützen.

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Einweihung des Exerzitienhaus in Charis Bhava im Jahr 1989

Auch bildete er eine große Laiengruppe für die Glaubensverkündigung durch die Evangelisationsschule, ein dreißigtägiges Programm in Charis Bhavan mit Kursen für Bibel, Katechismus und Verkündigung des Glaubens.

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Daraus wurde das „Charis-Team“ gebildet, das Prediger, Betreuer, Sänger, ehrenamtliche Mitarbeiter usw. umfasst. Aus Liebe zu den die Armen entwarf er verschiedene Projekte arme Kinder auszubilden, armen jungen Menschen die Heirat zu ermöglichen, Geld zur Verfügung zu stellen für die Behandlung Kranker, Waisen zu unterstützen und Häuser für die Armen zu bauen. Pater James ist Mitbegründer und Mitarbeiter von „Christeen“ und „Jesus youth“ in der Katholischen Charismatischen Erneuerung Indiens. Er blieb bis 1995 als Gründer und Direktor beim Exerzitienzentrum „Charis Bhavan“.

 Nächte in Dunkelheit

Auf dem Weg zu einer großen Tagung im Norden Keralas wurde Pater James von unbekannten Tätern verfolgt und entführt. In der Gefangenschaft hat man ihn brutal zusammengeschlagen, die Arme und Beine gebrochen. Er wurde so schlimm zugerichtet, dass heute noch Narben sichtbar sind, welche sehr schmerzen.

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Die Entführung von Pater James Manjackal

Es war die erste Entführung eines katholischen Priesters in Kerala, und es war eine Sensationsnachricht für die Zeitungen, für Radio und Fernsehen.
Die Entführung ließ Pater James schwach an Leib und Seele zurück, trotzdem fuhr er ohne Pause fort mit dem Predigen. Alle seine Vorgesetzten pflegten die Bemerkung zu machen: „Wenn Du Pater James fragst: ’Was möchtest Du’, wird seine Antwort sein: ’Ich möchte predigen. “Nichts konnte ihn davon abhalten. Gottes Wort zu verkünden. Einige seiner Vorgesetzten verstanden ihn nicht und hatten Zweifel bezüglich der Charismen von Pater James, und sie konnten nicht begreifen, warum er so enthusiastisch predigte trotz seiner geschwollenen und blutenden Hände und Füße.

So entschieden sie, ihm zwangsweise ein „Sabbatjahr“ aufzuerlegen und verboten ihm die Ausübung jeglichen geistlichen Amtes. So blieb er von Dezember 1995 bis Ende 1996 in der Gemeinschaft der Missionare im „Spirituality Institute“ in Bangalore.

Pater James sagt, dies waren die „dunklen Tage“ in seinem Leben, als er sich von allen abgelehnt fühlte und sogar daran dachte, das Priesteramt niederzulegen und sein katholisches Leben hinter sich zu lassen, weg zu gehen um unabhängig zu predigen oder sogar mit irgendwelchen christlichen Sekten.

Es war das Jahr in dem er die meiste Zeit in innerer Einkehr und Gebet verbrachte verbunden mit geistigen Qualen und physischen Schmerzen. Er sagt, in all seinen Gebeten ermahnte ihn der Heilige Geist, sich nicht von seinem Priesteramt und dem Leben im katholischen Glauben loszusagen, sondern gehorsam zu sein. Dies sind seine Worte: „Jesus sagte mir: Stirb mit mir, damit du mit mir zu Tisch sitzen wirst“. „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, kann es keine Frucht bringen“. „Ich bin bei dir in all deinen Leiden, ich bin es, der dich ruft, ein Katholik und Priester zu sein. Ich werde dich niemals verlassen“. Der Herr tröstete und stärkte ihn, vielleicht, um ihm eine größere Aufgabe überall auf der Welt anzuvertrauen, sogar die Glaubensverkündigung unter den Moslems.

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       Zu den verschiedenen Nationen

Im Februar 1996 wurde Pater James zum Mitglied der Gemeinschaft von „Mermier Bhavan“ ernannt, wieder mit der Erlaubnis und dem Segen der Oberen zum Predigen bei Exerzitien. Und im April desselben Jahres wurde er von den Ordensoberen der Süd-West-Provinz der „Missionare des Hl. Franz von Sales“ freigestellt für die weltweite Evangelisation.

“25 jähriges PRIESTER-JUBILÄUM” von Pater James Manjackal

Bald nachdem er die Erlaubnis zu predigen erhalten hatte, wurde er vom Bischof von Abudabi eingeladen, für die Katholiken der Vereinigten Arabischen Emirate und von Oman Exerzitien abzuhalten. Auf seinem Weg zu den Exerzitien im Golf gab ihm der Herr den Auftrag zur sehr gefährlichen Arbeit der Verkündigung des Wortes Gottes unter den Moslems. Jedes Jahr geht er für drei bis vier Monate in verschiedenen zeitlichen Abständen in die Golfstaaten um unter Lebensgefahr den Moslems das Evangelium zu verkünden.

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Er hat Gebetsgruppen und Anhänger in allen Ländern am Golf einschließlich Saudi Arabien, das schwierigste islamische Land, das weder eine Kirche noch diplomatische Beziehungen zum Vatikan hat. Sechs mal war er in verschieden Gefängnissen der Golfländer, einmal wurde er in Saudi Arabien mit dem Stock ausgepeitscht, mehrmals bekam er in den Gefängnissen nichts zu essen und zu trinken, einmal wurde er aus dem Sudan deportiert.

Jetzt hat Pater James seinen zeitweiligen Wohnsitz in München, von wo aus er seinen weltweiten Dienst der Verkündigung des Wortes Gottes auf der ganzen Welt versieht.

Im April 2009 wurde Pater James 63 Jahre alt, 36 Jahre im Priesteramt und 33 Jahre im Dienst der Verkündigung.

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Mit den Spenden und Zuwendungen derer, die seine Predigten besuchen, hilft er Waisen und armen Menschen in Indien und in den Golfstaaten. Ebenso unterstützt er die Missionare bei Bau von Kirchen, Waisenhäusern, Häusern für die Armen usw. Er hat eine große Anzahl von Menschen in ganz Europa, die mit ihm gehen und bei der Evangelisation helfen, für ihn beten und ihn mit Spenden unterstützen.

Es ist erstaunlich, wie viele Leute zu seinen Exerzitien kommen, obwohl Pater James neben seiner Muttersprache nur Englisch spricht und alle seine Vorträge übersetzt werden.

Pater James hat drei Bücher in der Sprache Malayalam und sieben Bücher in Englisch geschrieben, dazu 27 Charismatische Gebete. Die Bücher wurden alle in die Sprachen Deutsch, Französisch, Spanisch, Kroatisch, Slowenisch, Portugiesisch, Russisch usw. übersetzt. Er hat die Liedtexte vieler christlicher Lieder in seiner Muttersprache Malayalam und in Englisch verfasst.

Durch Pater James haben viele Tausende Jesus kennen gelernt und durch seine Predigten und seinen Dienst der Heilung die Liebe Gottes erfahren, Befreiung von der Sünde, dem Bösen, von Fesseln, von Fluch, Schwarzer Magie, Hexerei, von verschiedensten Problemen, Enttäuschung, schlechten Angewohnheiten usw.
Auf seiner Homepage – www.j.manjackal.net kann man viele persönliche Zeugnisse lesen.

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    FRANCE  SPELIC

Der Seher (Smaverski – so hat Mutter Maria ihn genannt wurde am 24. September 1927 in Smaver in Suha krajina in einer armen Familie geboren. Er hatte eine schwere Kindheit und Jugend. Noch nicht fünfzehn, ging er im Mai 1942 zu den Partisanen, die er für Helden hielt. Von den Partisanen wurde er zu einem Atheisten und Kommunisten umerzogen. Er hat zwar niemand umgebracht, war aber “ein treuer Mitarbeiter von Mördern” (wie er in seiner Biographie “Ich werde zum Vater heimkehren” festhält). All das aber tat er in der festen Überzeugung, dass es um eine gute Sache geht. Im Herbst 1945 wurde er nach einem kurzen Kurs Polizist.

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Franz Spelic wurde am 21. November 1993 in Bohinjska Bistrica von Erzbischof Sustar zum Priester geweiht. Spelic trägt seit 1987 auch schmerzhafte Stigmen, wie der heilige Franz von Assisi und der heilige Kapuziner Pater Pio. Auf den Wunsch Mutter Marias rufen ihn alle, die France Spelic annehmen, “Vater”, denn er wurde für viele wie ein Vater, nicht nur Bruder.

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PATER ZLATKO SUDAC aus Kroatien

Berichten zufolge soll auf der Stirn eines Pfarrers in Zagreb ein Kreuzzeichen aus Blut erschienen sein, während er bei einer Messe in Zagreb eine Predigt hielt. Nach Aussagen von Gemeindemitgliedern der Kirche “Unserer Heiligen Mutter” der Freiheit sei das wundmalartige Phänomen bei Pater Zlatko Sudac entstanden, als er über Drogenmissbrauch bei Jugendlichen sprach.

Das Kreuzstigmata bei Pater Sucac zeigten sich erstmals im Mai 1999, eine Woche nach der Seligsprechung des italienischen Mönchs Padre Pio, der ebenfalls die Wundmale gehabt hat. Damals verkündete der Vatikan, die Entstehung des Kreuzzeichens sei “medizinisch nicht erklärbar”. Vor zwei Jahren zeigten sich bei Pater Sudac am Festtag des Heiligen Franz von Assisi auch Stigmata an Handgelenken, Füßen und Rippen.

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Pater Zlatko Sudac

Geboren am 24. Januar 1971 in Rijeka, SFR Jugoslawien)
Pfarrer Sudac ist ein römisch-katholischer Priester und Charismatiker.

Zlatko Sudac verbrachte seine Kindheit in der Ortschaft Vrbnik, die sich auf der kroatischen Insel Krk befindet. Nach seiner Schulausbildung war Zlatko Sudac eine Zeitlang als Techniker im Maschinenbau in seinem Heimatort beruflich tätig gewesen. Neben seinem ausgeübten Beruf widmete er sich nebenbei dem Theologiestudium an der Katholischen Fakultät von Rijeka.

Zlatko Sudac entschloss sich, römisch-katholischer Priester zu werden und wurde im Jahre 1997 zum Diakon geweiht.

Das Theologiestudium setze Zlatko Sudac an der Fakultät für Katholische Theologie in Zagreb fort, wo er dort im Jahre 1998 diplomierte. Im selben Jahr erfolgte seine Priesterweihe. Als Kaplan war Zlatko Sudac in der Ortschaft Novalja, die sich auf der Insel Pag befindet, pastoral tätig.

Da bekam Slatko Sudac erstmals im Jahre 1999 eine Stigmatisation an der Stirn[ im Zeichen eines Kreuzes. Eine weitere Stigmatisation geschah am Körper am Vorabend des 4. Oktober 2000, am Gedenktag des Hl. Franz von Assisi, während eines Klosteraufenthalts in Italien. Die Stigmata wurden an der päpstlichen Gemelli-Klinik in Rom untersucht.

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Nach seiner Rückkehr aus Italien wurde Slatko Sudac auf der Insel Mali Lošinj Seelsorger im bischöflichen pastoralen Zentrum „Betanija“ des Bistum Krk. Dort hält er Glaubensseminare für die geistige Erneuerung ab, die von tausenden Menschen besucht wurden. (mittlerweile wurde das Zentrum Betanija geschlossen).
Auch außerhalb Kroatiens fanden Glaubensseminare europaweit mit Zlatko Sudac und in den USA Beachtung.

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Der Seher Renato Baron

Kurze Nachricht aus Schio / San Martino / Italien.
Der Seher Renato Baron liegt seit 1 Monat schwer krank im Krankenhaus von Padua. Er wurde an der Wirbelsäule operiert. Er hat arge Schmerzen. Er opfert es alles aus Liebe für Gott Vater auf – auch seine Frau Rita ist schwer krank; Krebs. Man solle für die beiden beten.
Renato hatte auch im Spital Visionen von Himmel, Fegefeuer und zum ersten Mal schaute er die Hölle. Er werde uns von dem Entsetzlichsten berichten.

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Renato Baron ist am 2. September 2004 verstorben. Seine Biografie kann man in “Botschaften Schio” (1985) nachlesen.

 

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Wer ist Pater James Manjackal MSFS? – Sein persönliches Zeugnis

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Pater James Manjackal M.S.F.S. wurde am 18. April 1946 in Cheruvally, Kerala, in Süd-Indien als eines von sechs Kindern geboren. Sein Vater starb, als er gerade sieben Jahre alt war. Die tiefgläubige, nun sehr arme Mutter musste die Kinder allein groß ziehen. Dank des Stipendiums einer deutschen Frau aus Mainz konnte Pater James die Höhere Schule besuchen und studieren.

Pater James wurde 1973 in der Kongregation der Missionare des Hl. Franz von Sales (M.S.F.S.) in der südwestlichen Provinz Indiens zum Priester geweiht. Zunächst arbeitete er für ein Jahr in der Mission und wurde dann zum Professor für Theologie ernannt am Priesterseminar Ettumaneor in Kerala. Nach seiner Begegnung mit dem HERRN gab er vor über 25 Jahren seine Professur auf.

Von seinem Orden wurde Pater James für die weltweite Evangelisation freigestellt. In über 90 Ländern auf allen Kontinenten predigt der Ordensmann Buße und Umkehr, leitet Exerzitien und führt Seminare, Tagungen und auch Heilungsgottesdienste durch und missioniert unter den Moslems der Golfstaaten.

Im Jahr 1989 gründete Pater James “Charis Bhavan”, ein bekanntes Exerzitienzentrum in Kerala, wo er sechs Jahre lang als Direktor und Oberer blieb. Jede Woche kommen dort tausende von Gläubigen zusammen.

Pater James unterstützt maßgeblich die weltweiten Missionsprojekte seines Ordens, die Waisenhäuser, Heime, Colleges sowie die Philosophie- und Theologieseminare. In dieser Bildungsstätte studieren vor ihrer Priesterweihe zur Zeit …. Seminaristen.

Pater James ist Autor mehrer Bücher, die in alle wichtigen europäischen Sprachen übersetzt wurden.

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Pater James Manjackal MSFS in Israel

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Heilige Messe im Cenaculum                                                        St. Thomas Berg                                                  

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Zuhause habe ich in meiner Kindheit gehört, wie meine Mutter zu Beginn der abendlichen Gebetszeit der Familie, die ein bis anderthalb Stunden dauerte, zum Heiligen Geist betete. 

Später, im Priesterseminar,  war ein Gebet oder eine Hymne zum Heiligen Geist zu Beginn des Unterrichts und bei wichtigen Ereignissen üblich. Das ist alles, was ich früher vom Heiligen Geist wusste.

Es gab nicht einmal eine Lehre oder einen Lehrsatz über den Heiligen Geist in meinem Theologiekurs. Natürlich wusste ich vom Katechismus her, dass der Heilige Geist die dritte Person der Dreifaltigkeit ist, und dass er in unserem Leben Gnade spendet. Aber ich hatte nie eine Erfahrung mit dem Heiligen Geist gemacht bis zu dem Zeitpunkt als ein junger Mann für mich kraftvoll betete. Nach meiner Priesterweihe am 23. April 1973 arbeitete ich ungefähr ein Jahr lang in der Mission in Visakhapatnam und wurde dann am S.F.S. Priesterseminar Ettumanoor in Kerala zum Professor ernannt. Während meiner Studienzeit im Seminar war es mein ernster Wunsch, einmal Professor an einer Universität oder an einem Priesterseminar zu werden, und eine bequeme und ehrenhafte Position im priesterlichen Leben zu erlangen. Ich konnte mir nie vorstellen, wie ein Vagabund von einem Ort zum anderen zu ziehen, und mich mit verschiedenen Situationen, Menschen, Kulturen und fremdartigen Speisen abzufinden. In meinem Innern suchte ich materiellen Komfort und die Sicherheit eines glücklichen Leben.

1975 habe ich zufällig in einer amerikanischen Zeitschrift, der “New Covenant”, “Der Neue Bund”, einige Artikel über Heilungen und die Gabe der Zungenrede gelesen. Ich konnte nicht glauben, dass in dieser Zeit Menschen durch Glauben und Gebet geheilt würden. Ich spottete über die Gabe der Zungenrede, indem ich sagte, das müsste das hysterische Trauergeschrei von Frauen sein! Mein Verstand war voller Stolz über meine Kenntnisse der Philosophie und der Psychologie.

Dann hörte ich von charismatischen Exerzitien in Poona in Nord-Indien. Zusammen mit einem alten Priester meines Ordens besuchte ich die Exerzitien, die von Pater James DeSonza gehalten wurden. Er war ein überzeugender Prediger und ein guter Sänger. Mir gefielen seine Predigten und sein Gesang. Ich bin nicht zum Gebet um Heilung gegangen, denn ich war nicht krank. Ich legte eine gute Beichte ab und folgte allen Anweisungen des Predigers wie das Hochheben der Arme und das Klatschen mit den Händen. Als er über die Gabe der Zungenrede und die anderen Charismen redete, dachte ich, diese wären nicht für mich bestimmt, sondern würden sicher für eine geistige Elite sein.

Am Tag, an dem man um die Taufe des Heiligen Geistes betete, habe ich mich gut vorbereitet und ich saß auf einem Stuhl zwischen den anderen Teilnehmern. Ich habe während der Auflegung der Hände nichts Besonderes erlebt. Während er für mich betete, sagte mir der Prediger: “James, eines Tages wirst du ein charismatischer Prediger sein”. Als ich das hörte, lachte ich laut und sagte: “Niemals, niemals”. Ich konnte nicht nur die seltsame Art der Charismatiker nicht annehmen. Ich war auch immer ängstlich, wenn ich vor Menschen stand.

Während meiner Schulzeit und später bei der Ausbildung im Seminar war ich unfähig gewesen, eine Rede zu halten. Sogar nach meiner Priesterweihe war ich ein absoluter Versager auf der Kanzel. Ich weiß noch gut, was mir bei meiner ersten Predigt passiert ist…

Nach meiner Priesterweihe hatte ich nur mit Widerwillen eingewilligt, am nächsten Tagt an einem Sonntag, die Messe zu zelebrieren und zu predigen. Zu Hause hatte ich mir ein paar Notizen über das Evangelium des Tages gemacht und sie neben meine neue Bibel gelegt. Ich hatte keine Schwierigkeiten, die Messe zu lesen, denn ich schaute in das Messbuch und las die Gebete, und ansonsten hielt ich die Augen geschlossen, denn ich hatte Angst, die Menschen anzuschauen. Nachdem ich das Evangelium gelesen hatte, richtete ich beide Augen auf die Haupttür der Kirche und fing an, nach den Zetteln mit den Notizen zu suchen, die ich neben die Bibel gelegt hatte. Ich wurde so nervös und ängstlich, dass ich vergaß, ob ich sie links oder rechts hingelegt hatte. Ich hatte Angst meine Augen von der Tür zu nehmen und in die Bibel zu schauen, weil ich fürchtete, dass ich dabei die Menschen sehen könnte und vor lauter Lampenfieber sogar in Ohnmacht fallen könnte. Ich zitterte und schwitzte schon. Mehrmals versuchte ich, zu den Zuhörern zu sprechen, indem ich “Meine Lieben, meine Lieben…” sagte. Ich brachte keinen einzigen Satz heraus. Nachdem schon ein paar Minuten vergangen waren, flüsterte der Pfarrer angesichts meiner peinlichen Lage, durch das Fenster: “Du hast jetzt genug gepredigt, du kannst jetzt die Messe weiterlesen”. Wie ein Luftballon, aus dem die Luft entwichen ist, voller Scham und Selbstmitleid, fuhr ich fort, die Messe zu lesen. Ich war sicher, dass die Leute über mich lachen oder mit diesem ängstlichen jungen Neupriester Mitleid haben würden! Nach der Messe, als ich in die Sakristei kam, bemerkte der Priester: “Er ist ein Missionar vom Heiligen Franz von Sales, was will er predigen?” Aus diesem Grund musste ich lachen, als der Prediger nach der Handauflegung mir sagte, ich würde ein charismatischer Prediger sein. Aber das war eine Prophezeiung! Denn in den vergangenen fünfundzwanzig Jahren meines Lebens habe ich überall auf der Welt gepredigt!

Am letzten Tag der Exerzitien gaben fast alle Teilnehmer Zeugnis von Heilung, Erfahrungen der Prophetischen Reden, Visionen, Zungenrede usw., aber ich hatte kein Zeugnis zu verkünden. Viele hatten die Erfahrung gemacht, Jesus kennenzulernen und hatten Ihn mit sich reden hören! Ich war traurig, ich fing an mich selbst anzuklagen, wegen meines Stolzes bei den Exerzitien nicht ganz mitgemacht und mich nicht der Wirkung des Heiligen Geistes anvertraut zu haben. Vielleicht fing ich zu diesem Zeitpunkt an, in der Tiefe meines Herzens, mich nach dem Geist zu sehnen und zu dürsten. Voller Neugierde fragten mich viele meiner Freunde, was ich bei den Exerzitien erhalten hatte, aber ich konnte ihnen keine konkrete Antwort geben.

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 Pater James bei der Heiligen Messe in der Hauskapelle in Kerala – 2007                            (zusammen mit Melanie und Horst)

Es war eine Woche nach den Exerzitien

In Tränen erinnerte ich mich an die Worte Jesu: “Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast” (Lk 10: 21). Nochmals vergoss ich Tränen wegen meines Stolzes, besonders wegen meines intellektuellen Stolzes. Ich glaubte, dass es vermessen (überheblich) von mir war, mit meinem weltlichen Wissen die unermessliche und unendliche Liebe Gottes auszuloten und einzuschränken. Ich erkannte, dass dieser junge Mann, ein neuer Konvertit, von neuem im Geist geboren war, während ich, ein traditioneller Katholik, ein geweihter Priester, mich noch im Fleisch befand. Ich begann zu verstehen, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben, dies hat Gott uns enthüllt durch den Geist, denn der Geist ergründet alles, auch die Tiefen Gottes (1 Kor 2: 9-10). Ich spürte, wie das Lebendige Wasser durch mich hindurch floss und mich befreite. Ich spürte eine Art Kraft durch mich fließen. In meinem Magen und in der Nierengegend im Rücken war ein Gefühl von Wärme. Ich glaubte, dass der Herr mich heilte. Ich erhob Anspruch auf diese Heilung und ich pries Jesus.

Gleichzeitig hatte ich Angst, dass dieser Mann, der mich vollkommen durchschaute, auch noch meine verborgenen Sünden aussprechen könnte, womöglich vor diesen zwei Ordensschwestern. Dann betete er: “Jesus, du hast ihn zum Priestertum berufen, aber er opfert die Messe mit einem unreinen Herz und mit unreinen Händen auf”. Die Worte des Propheten Maleachi kamen mir in den Sinn und fingen an, mich meiner Unheiligkeit im Priestertum zu überführen. “Ihr Priester, die ihr meinen Namen verachtet…Ihr bringt auf meinem Altar ekelige Speisen dar” (Mal 1:6-7). Er betete weiter und sagte: “Dieser Priester ist sehr nachtragend gegenüber vielen, gib ihm die Gnade, anderen zu vergeben und wasche ihn in deinem Kostbaren Blut und gib ihm ein Herz, das weißer ist als Schnee” (Jes 1: 18). Inzwischen fing der Heilige Geist selbst an, mich meiner Sünden zu überführen (Joh 16: 8). Ich wusste nicht, dass der Junge das Zimmer mit den Schwestern verlassen hatte, um für andere zu beten. Vor mir sah ich ein weißes Blatt Papier, auf dem alle meine Sünden klar geschrieben standen, Sünden, die gebeichtet waren, und manchmal aus Angst und Scham bei der Beichte versteckt worden waren.

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Pater James Manjackal MSFS bei den Exerzitien in Gosheim – 2009 

Ganz klar sah ich die Menschen auf mich zukommen, denen ich nicht vergeben hatte und mit denen ich in meinem Herzen nicht versöhnt war. Ich sah mein Herz, bedeckt und verdunkelt mit dem Schleier der schlechten Gewohnheiten und dem Gespinst von Unaufrichtigkeit. Das Wort, das besagt, dass die Kommunion empfangen von einem unreinen Herzen, Verdammnis bringt (1 Kor 11: 27) fing an, mich in eine tiefe Krise meines inneren Gewissens zu stürzen. Ich besaß eine tief verwurzelte schlechte Gewohnheit von meinen Teenagerjahren. Sogar meine Hände waren befleckt mit dem Gestank von Rauch. Unter Tränen sagte ich: “Herr, ich finde keinen Ausweg aus diesen schlechten Gewohnheiten, ich bin hilflos. Ich kann nur weitermachen wenn ich ein heiliger Priester werde”. In Tränen begann ich zum Herrn zu schreien, vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben betete ich unter Tränen. Ich war in völliger Verwirrung, ob ich als Priester aufhören oder weitermachen sollte. Der Geist in mir sagte mir, dass ich, wenn ich weitermachen wollte, ein heiliger Priester, ein anderer Mensch, sein sollte. Ich glaubte, dass die Messen, die ich in der Vergangenheit geopfert hatte, von meinem Vater im Himmel nicht angenommen und dass keine meiner Gebete vom Herrn gehört worden waren. Als ich zum Altar ging, hätte ich vergeben und versöhnt sein sollen (Mt 5: 23-24). Ich hätte anderen vergeben sollen, damit meine Gebete wirksam sind (Mk 11: 25). Ich dachte, ich wäre ein erbärmliches Geschöpf, vollkommen verloren! Ich befand mich in totaler Finsternis, Zweifel und Verwirrung. Ich dachte, ich würde Gott und die Menschen mit meinem Priestertum betrügen. In meiner Hilflosigkeit betete ich: “Herr, rette mich, ich bin ein Sünder”.

Mein Herrgott hat mich in meiner Verzweiflung nicht verlassen. Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich den auferstandenen Herrn in vollem Licht auf mich zukommen. Sein Gesicht leuchtete, sein Gewand glitzerte. Er war von vielen Engeln umgeben. Ich konnte die melodische Musik der Engel hören. Er legte mir seine Hände auf meine Schulter, und ich wurde sehr klein vor Ihm. Er sprach sehr deutlich zu mir: ” James, du bist mein Priester für immer. Schon als ich im Leib meiner Mutter (dem Schoß Mariens) empfangen wurde, warst du zugegen als Priester, der an meinem ewigen Priestertum teilnimmt. Ich vergebe dir all deine Sünden und mache dich vollkommen neu”. Es war eine große Offenbarung für mich, dass ich in seinem Leib war, als er Menschengestalt annahm. Maria wurde meine Mutter lange bevor Jesus sie am Kreuz der Menschheit mit den Worten “Siehe deine Mutter…”. übergeben hatte. Ich habe die Nähe der Mutter Maria wirklich erlebt, ich fühlte mich getröstet und geheilt in ihrem Schoss, obwohl ich sie nie gesehen habe. Ich finde keine Worte, um meine Erlebnisse während dieser Ekstase, die mehr als dreieinhalb Stunden andauerte, zu beschreiben. Der Herr sagte mir, ich solle eine gute Lebensbeichte machen. Auch wies er mich an, mich mit denen zu versöhnen, die mich verletzt hatten. Während der langen Zeit der Ausbildung im Seminar oder im Noviziat hatte ich niemals die Erfahrung gemacht, Jesus im Gebet zu erleben oder diese süße Stimme zu hören, obgleich mein Novizienmeister und meine geistlichen Führer sich bemühten, mir die Betrachtung und das Beten zu lehren. Jetzt wusste ich, dass Gebet und Betrachtung nicht etwas war, das ich erreichen konnte, sondern dass nur als reines Geschenk vom Geist empfangen werden konnte.

Als eine Krankenschwester meinen Namen rief, erwachte ich von meinem gnadenvollen Traum. Ich sah, wie sie vor mir stand, mit den Spritzen und Tabletten in der Hand. Mit viel Freude im Herzen erzählte ich ihr, dass ich ein tiefes Erlebnis der Berührung mit Jesus hatte und dass ich geheilt worden war. Als sie das Zimmer verließ, pries ich Gott mit einer fremden Stimme, ich spürte, dass meine Sprache und meine Worte mir unbekannt waren und dass der Heilige Geist mir eine andere Sprache und andere Worte schenkte, deren Bedeutung mir unverständlich waren. Genau die Gabe, die Gabe der Zungenrede, die ich nicht wollte, hat mein Herr mir geschenkt. Ich habe wirklich versucht, mit all den Heiligen die Breite und Länge, die Höhe und Tiefe der unermesslichen Liebe Gottes, offenbart durch Jesus, seinem Sohn, zu begreifen (EPA 3: 18).

Nach einer Weile kam der Arzt, der meine Krankheit diagnostiziert und die Medikamente verschrieben hatte und schimpfte mit mir, weil ich die Medikamente nicht nahm. Er sagte: “Pater, Sie sind ein Priester, ich glaube, Sie haben etwas Verstand und Wissen, glauben Sie, dass Sie durch das Gebet dieses neu bekehrten Jungen geheilt sind? Wenn Sie ihre Medikamente nicht nehmen, werden Sie einen Rückschlag erleiden.” Ich sagte: “Es tut mir leid, Herr Doktor, “ich werde die Medikamente nehmen, aber ich weiß, ich bin durch das Gebet des Jungen geheilt worden”. Ich nahm die Tabletten und ließ mir die Spritze vom Arzt verabreichen. weil ich wusste, dass Ärzte und Medikamente zum Plan Gottes gehörten und ich versprach die Medikamente weiterhin zu nehmen, bis er mir etwas anderes sagen würde (Sie 38: 1-2).

A11

Pater James Manjackal MSFS in Gosheim

Ich war glücklich und voller Freude. Ich begann, den Zuschauern und Schwestern von meiner Heilung zu erzählen. Ich konnte in dieser Nacht ohne Schlaftablette tief und fest schlafen. Das war die erste physische Heilung, die ich bekam. Denn seit ich das Nierenleiden hatte, konnte ich ohne Beruhigungsmittel nicht schlafen. Ich bin um 4 Uhr aufgestanden, als mich jemand weckte. Sicher war es der Herr (seit jenem Tag verrichte ich mein persönliches Gebet täglich morgens um 4 Uhr). Ich saß auf meinem Stuhl und betete anderthalb Stunden mit demselben Erlebnis wie am Tag zuvor und es war sogar noch viel stärker. Bei diesem Gebet legte mir der Herr seine Weisheit in den Mund und gab mir die Kraft, sein Reich zu predigen und befahl mir, meine Arbeit als Professor am Seminar zu kündigen und hinauszuziehen. um zu verkündigen.

Nach dem Gebet machte ich eine Stunde einen Morgenspaziergang. Bis zum Tag vorher war ich unfähig alleine vom Bett aufzustehen und im Zimmer umherzugehen! Nach einem Bad ging ich zur Kapelle und zelebrierte die Messe vor mehr als hundertfünfzig Menschen. Das Evangelium war von Lukas Kapitel neunzehn, der Geschichte des Zaches. Ohne jegliche Vorbereitung, in vollem Vertrauen auf den Heiligen Geist, war ich fähig, achtzehn Minuten lang zu predigen und dabei den Menschen ins Gesicht zu sehen. Ich fühlte mich vollkommen befreit von der Last und der Bindung der Angst und Minderwertigkeitskomplexes. Ich spürte eine besondere Vertrautheit mit denen, die bei der Messe dabei waren. Ich konnte sie mit Freiheit und Liebe ansehen und ich empfand, dass jeder mein Bruder oder meine Schwester war. Nach der Messe, nachdem der Arzt die Veränderung in meinem Verhalten bemerkt hatte, befahl er eine Wiederholung des Labortests. Dann rief er mich in sein Zimmer und zeigte mir die alten und neuen Ergebnisse der klinischen Untersuchungen und bestätigte. dass meine Niere vollkommen geheilt war und dass ich mit den Medikamenten aufhören und vom Krankenhaus entlassen werden könnte. Ich weiß nicht, die Freude zu beschreiben, die ich in diesem Moment verspürte. Ich sagte: “Preiset den Herrn”, umarmte den Arzt und verließ das Krankenhaus.

Ich verließ als neuer Mann mit neuen Entscheidungen und mit neuer Entschlossenheit das Krankenhaus. Ich entschied mich, mein Leben allein für Jesus zu leben und es ganz der Verkündigung seines Reiches zu widmen. Ich kündigte meine Arbeit als Professor und ging, nachdem ich vierzig Tage mit Fasten und Beten verbracht hatte, hinaus um zu predigen.

A18 (2)

 Pater James Manjackal MSFS bei den Exerzitien 2012 in Schweicklberg 

Seit dem 17. Februar 1976, dem Tag, an dem ich meine ersten charismatischen Exerzitien predigte, die wahrscheinlich die allerersten charismatischen Exerzitien in Malayalam in Kerala waren, habe ich meine Zeit bis jetzt nur mit der Verkündigung seines Wortes verbracht. Meine lieben Vorgesetzten hatten mir damals mehrere Gelegenheiten angeboten, zur Promotion nach Deutschland oder Rom zu gehen, aber ich lehnte ab, denn der Geist sagte mir: “Ich bin genug für dich… Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes” (Lk 9: 62). Während meiner Ausbildung im Seminar hatte ich den starken Wunsch, ins Ausland zu gehen, um Doktorate zu erreichen, denn ich sah, wie meine Kameraden ins Ausland gesandt wurden, um sich weiterzubilden. Gott sei Dank hat der Herr mir meinen Wunsch durch mein andauerndes Predigen des Reiches Gottes im Ausland erfüllt. Wie wahr ist es, dass, wenn wir unsere weltlichen Wünsche um des Herrn Willen aufgeben, er es hundertfach zurückgibt!

Es ist wahr, dass Jesus mich benutzt hat, ein Haus des Gebetes für Ihn in Athirampuzha, Kerala zu bauen, bekannt als Charis Bhavan. Beim Predigen von Exerzitien, Konferenzen und Heilungsgottesdiensten stieß ich auf Widerstände und sogar Verfolgungen. Aber das Wort Gottes tröstete und stärkte mich, denn jeder, der ein heiliges Leben führen will wird verfolgt, (Tim 3: 12). Ich weiß, dass all die Gaben und Kräfte die mir, einem schwachen Wesen in irdischen Gefäßen gegeben wurden, dazu dienen, darin den Schatz Seiner Kraft zu sehen (2 Kor 4: 7). Mit dem Heiligen Paulus will auch ich sagen, dass ich Kraft für alles besitze, durch Ihn, der mir die Kraft gibt (Phil 4: 13). Seine Kraft hat sich offenbart zur Zeit meiner Entführung und Gefangenschaft, in der moslemischen Welt der arabischen Länder, und in Beleidigungen.

Ich beende mein Zeugnis mit den Worten des Heiligen Petrus: “Liebe Brüder, lasst euch durch die Feuersglut, die zu eurer Prüfung über euch gekommen ist, nicht verwirren, als ob euch etwas Ungewöhnliches zustoße. Stattdessen freut euch, dass ihr Anteil an den Leiden Christi habt; denn so könnt auch ihr bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit voll Freude jubeln. Wenn ihr wegen des Namens Christi beschimpft werdet, seid ihr seligzupreisen; denn der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes, ruht auf euch” (1 Petr: 12-14).

IF

Pater James Manjackal und seine Familie – bei der Taufe der kleinen Agnes – Kerala 2015 

IF

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Exerzitien April 2008 + Mai 2009 in Gosheim mit P. James Manjackal