EPHESUS – Aktuelles und Rundbriefe

Bild: Hans Frenzel
Bild: Hans Frenzel

 

11. Rundbrief Februar 2014
Liebe Mitglieder, Wohltäter und Freunde der Ephesus Gemeinschaft!

Täglich werden wir mit erschütternden Nachrichten aus der muslimischen Welt konfrontiert, zunehmend auch aus der Türkei, das Land, das uns so sehr am Herzen liegt. Für viele fast vergessen ist das Gebiet um Ephesus, der heilige Boden, auf dem die Muttergottes, Paulus, der Apostel Johannes und Timotheus gelebt haben. Der Völkerapostel Paulus hat in Ephesus längere Zeit gewirkt und seinen Schüler Timotheus als ersten Bischof dort eingesetzt. Der Evangelist Johannes hat die Muttergottes wegen der Christenverfolgung in Jerusalem nach Ephesus gebracht. (Joh 19, 26-27) Nach der Verbannung auf Patmos, wo er die Geheime Offenbarung schrieb, kehrte er wieder nach Ephesus zurück und verfaßte das Johannesevangelium. Sein Grab befindet sich in der Johannesbasilika, in Selcuk / Ephesus.

Die Muttergottes, die nach sicheren Quellen, mehrere Jahre in Ephesus gelebt hat, können wir vertrauensvoll als Mittlerin für unsere persönlichen Fürbitten und Gebete für die Welt anrufen.
Für unseren Spendenaufruf im letzten Rundbrief zum Erwerb eines Hauses in Ephesus sind insgesamt 4000,-€ auf das Vereinskonto eingegangen. Dafür sagen wir ein herzliches Vergelt`s Gott. Bitten wir weiter um den Segen Gottes für dieses Vorhaben.

Die Frucht unseres gemeinsamen Gebetes ist eine kath. Gemeinde seit 2013 in der Stadt Selcuk (Ephesus). Die Gläubigen feiern jeden Sonntagabend mit einem Kapuzinerpater vom Muttergotteshaus die Heilige Messe in türkischer Sprache. Die Eingangstür haben wir fotografiert. (s. oben) „Verein der katholischen Kirche Selcuk 2013“

Unsere Wallfahrt im Okt. 2013 nach Ephesus war für uns alle ein besonderes Erlebnis, durch die geistliche Begleitung der Lazaristen Patres, Mag. Herget CM und Mag. Lainer CM vom Institut St. Justinus. Mag. Josef A. Herget CM kennt die Sprache, Land und Leute der Türkei sehr gut, da er viele Jahre in der Türkei gelebt hat, sodass die Pilgerreise für alle Teilnehmer sehr bereichernd und unvergeßlich in Erinnerung bleibt. Dieses Mal bekamen wir die Erlaubnis in der Bischofskirche St. Polykarp in Izmir mit unseren beiden Patres Heilige Messe zu feiern. Nach einem Brand wurde diese Kirche im Jahr 1690 wieder neu aufgebaut und ist mit sehr schönen Fresken und Gemälden ausgestattet, unter anderem die Szene vom Märtyrertod des Hl. Polykarp.
Neuerdings findet auch am Muttergotteshaus auf dem Nachtigallenberg einmal im Monat eine Lichter-prozession statt. Am Vorabend der „Konzilsmesse“ konnten wir voller Freude an einer zusätzlichen Lichter-prozession mit ca. 200 Gläubigen teilnehmen.

Die nächste Wallfahrt nach Ephesus ist vom 07.-14. Okt. 2014 . Der Höhepunkt ist die „Konzilsmesse“, außerdem werden wir die Heiligen Orte rings um Ephesus besuchen. Wir unterstützen Sie gerne bei der Buchung ihres Fluges. Näheres auf der Homepage www.ephesus-community.com oder Tel. 08679 / 81157 bzw. Email: karl.brigitte.dill@gmx.de

Mitte des Jahres 2013 ist unsere 2. Vorsitzende und Gründungsmitglied Frau Erika Sellmair aus privaten Gründen zurückgetreten und hat Frau Annemarie Andre für die Wahl vorgeschlagen. Sie wurde von allen Wahlberechtigten einstimmig gewählt. Wir danken Frau Erika Sellmair für ihre langjährige Arbeit und hoffen, dass sie uns weiterhin mit Rat und Tat unterstützen wird.

Von unserer geliebten Muttergottes von Ephesus haben wir ein Bild drucken lassen, damit sie uns als Fürsprecherin nahe sei, und uns mit ihrer Liebe segne.
+ Ave Maria!

Wir grüßen Euch alle recht herzlich, Gottes reichen Segen, im Gebet verbunden,

Karl u. Brigitte Dill Annemarie Andre Hans Frenzel
karl.brigitte.dill@gmx.de annemarie.andre@gmx.at mail@hans-frenzel.de

Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seit wachsam, harrt aus. (Eph 6/18)

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10. Rundbrief – März 2013
Liebe Mitglieder, Wohltäter und Freunde der Ephesus Gemeinschaft!

Wie Sie immer wieder in den Nachrichten hören, gibt es viele Unruhen in den muslimischen Ländern. Unser Gebet ist daher so wichtig wie noch nie!

Vielen herzlichen Dank für Euer inständiges Gebet, aber auch für Eure finanzielle Unterstützung – ein herzliches Vergelt´s Gott. Nur durch Euren Rückhalt ist es uns möglich, diese schwierige Aufgabe zu vollbringen.
Mittlerweile hat sich auf unserem Konto ein Guthaben von 24.000,- Euro angesammelt, worüber wir uns sehr freuen!!!

Es bietet sich uns die Möglichkeit, ein Haus in Ephesus zu erwerben, wofür wir aber den zehnfachen Betrag benötigen. Legen wir dieses Projekt in die Hand Gottes und bitten ihn um tatkräftige Spender. Heilige Mutter Gottes und Hl. Johannes, legt Fürsprache für uns ein.
Unsere Vision ist es, in diesem Haus wochenweise in Gruppen den Eucharistischen Herrn anzubeten. Dazu brauchen wir Priester und Beter, die sich zur Verfügung stellen. (Wer bereit ist, unsere Christen in der Türkei im Gebet vor Ort zu unterstützen, möchte sich bitte bei uns melden.)

Unsere Wallfahrt im Oktober 2012 war sehr segensreich. Wir waren mit dem Laienmissionar Mijo Barada (Kroatien), Pater Maximilian vom Kloster Paring und Frau Emina Gastan (Übersetzerin) in Ephesus. An den Hl. Stätten haben wir gebetet und Hl. Messen gefeiert. Auch die heidnischen Kultstätten haben wir besucht (Artemis- und Apollotempel) und für das große Leid (Menschenopfer), das dort geschehen ist, gebetet.

Für uns war es wieder ein großes Erlebnis, dass die Messe zum Gedenken an das Konzil (431 n. Chr. in Ephesus) mit Zelebrant Bischof Ruggero Francesini, nun nach 2 Jahren, wieder auf dem historischen Boden der Marienkirche, stattfand. Zu dieser Feier treffen sich jedes Jahr ca. 200 Gläubige aus verschiedenen Nationen.

In dem kleinen Bergdorf Sirince, einem ehemaligen orthodoxen Dorf, wird die 2. Kirche, die Demetriuskirche, restauriert. Wir bekamen die Erlaubnis für eine kurze Besichtigung und waren erstaunt über die herrlichen Stuckarbeiten und Blütenornamenten an der Decke im Innenraum. Hier lebt die Erinnerung an die frühchristliche Kultur wieder auf.

In diesem Jahr planen wir eine Wallfahrt vom 07. – 14. Okt. 2013 nach Ephesus. Der Höhepunkt ist die „Konzilsmesse“ am 13. Oktober. Wir werden die Hl. Stätten besuchen, z.B. Muttergotteshaus, Johannisbasilika, Ausgrabungen usw.
Näheres ist auf der homepage www.ephesus-community.com oder über Tel. 08679 / 81157 zu erfahren.

Wer Interesse hat, melde sich bitte bis spätestens 31.05.2013 schriftlich bei Karl Dill, Eschlberger Str. 6, 84508 Burgkirchen, für die Hotelreservierung an.
Jeder möge bitte seinen Flug selbst buchen!

Wir grüßen Euch alle recht herzlich,
Gottes reichen Segen, im Gebet verbunden,

Brigitte u. Karl Dill – Erika u. Josef Sellmair

Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft! Jes 40,31

 

9. Rundbrief 2012 – Juli 2012
Liebe Mitglieder und Freunde der Ephesus Gemeinschaft!

Sicherlich wartet ihr schon lange darauf, etwas von uns zu hören. Wir können euch über positive Entwicklungen berichten, die wie winzige grüne Spitzen aus dem ausgedörrten, kargen türkischen Boden sprießen.

An jedem letzten Samstag findet seit diesem Jahr, abends um 21 Uhr, eine Lichter-Prozession zum Haus der Gottesmutter statt, mit anschließender Hl. Messe.

Sonntags haben jetzt mehr Leute die Möglichkeit mit einem Bus zur Hl. Messe nach Meryem Ana Evi zu fahren, was als große Erleichterung für die Touristen und die ortsansässigen Katholiken empfunden wird. Vor allem Iren und Engländer nutzen diese Gelegenheit. Eine große Freude ist es, dass die weitgehend eingefallene Dimetriuskirche am Ortseingang des Nachbardorfes Sirince, jetzt renoviert wird.

Sicherlich ist es auch Eurem Gebet zu verdanken, dass ein Pater in Izmir, von einer kleinen Gruppe der Legio Mariens unterstützt wird, damit er seine Kirche tagsüber offenhalten kann, was wirklich „Öffnung” bedeutet.

Man findet in der Bevölkerung erstaunlich oft Interesse für das Christentum. Gott selbst ist es, der die Menschen ruft.

Bei unserer letzten Wallfahrt im Oktober 2011 waren wir zutiefst erstaunt, als wir von einer türkischen Familie in ihr Haus eingeladen wurden und sich in ihrem Gebetsraum eine Herz-Jesu-Statue und zwei Muttergottesbilder befanden.

Ende letzten Jahres wurde der Seligsprechungsprozess von Sr. Marie de Mandat-Grancey eröffnet. Sie war die Ordensschwester, die veranlasste, das Haus Mariens auf Grund der Visionen von Anna Katharina Emmerick zu suchen. Mit ihrem Erbe hat sie den ganzen Nachtigallenberg mit der Ruine des Muttergotteshauses gekauft. Mehr darüber ist auf unserer Homepage nachzulesen, (www.ephesus-community.com) Gerne könnt ihr Euch auch in das Gästebuch der Homepage eintragen, oder auch das Kontaktformular für Anfragen oder Informationen nutzen.

Ein aufrichtiges Vergelts Gott für Euer Gebet und Eure Spenden, Gott möge es reichlich vergelten!

Verbunden im Gebet, verbleiben wir mit herzlichen Grüssen

Karl und Brigtte Dill — Josef und Erika Sellmair

PS. Wir haben vom Institut St. Justinus einen „SOS-Ruf aus dem Land der frühen Christen” erhalten. Wir möchten ihn gerne an Euch weiterleiten. Wir bitten Euch, um das Gebet und Unterstützung!

LOBET DEN HERRN, ALLE VÖLKER,
PREIST IHN, ALLE NATIONEN!
DENN MÄCHTIG WALTET ÜBER UNS SEINE HULD,
DIE TREUE DES HERRN WÄHRT IN EWIGKEIT.
HALLELUJA! Ps 117

 

INSTITUT ST. JUSTINUS
Werk der Erstverkündigung und der Neuevangelisierung
SOS- RUFE aus dem Land der frühen Christen

Seit der für Anatolien zuständige Diözesanbischof Erzbischof Dr. Luigi Padovese am 3. Juni 2010 in Iskenderun grausam ermordet wurde, ist das kirchliche Leben in dieser Region – Iskenderun, Antakya (Antiochien) bis Adana und darüber hinaus – fast zum Erliegen gekommen. Die Gründe sind vielschichtig: Angefangen von behördlicher Schließungen kirchlicher Einrichtungen, Ängste, die zum Rückzug aus allen möglichen Bereichen der Seelsorge geführt haben, wie etwa die Schließung der Caritas, Rückkehr geistlicher Schwestern nach Italien. Kirchliche Angestellte blieben ohne Aufträge und ohne Gehalt. Noch immer gibt es keinen neuen Bischof.

In der Türkei ist die katholische Kirche vom Staat nicht anerkannt und demnach keine öffentliche Körperschaft. Die katholische Kirche hat keinen Rechtsstatus und kann keine gültigen Verträge abschließen, kein Eigentum erwerben oder verkaufen. Die katholischen Bischöfe gelten vor dem Gesetz nur als Privatpersonen. Auf diese Weise konnten auch von den Behörden die Gelder der Kirche von Iskenderun als privates Eigentum einbezogen werden. Nur die leiblichen Verwandten des ermordeten Bischofs können über einen Rechtsanwalt die „Erbschaft” antreten. Die italienischen Verwandten lehnten aber bislang ab, möchten mit den türkischen Behörden nichts zu tun haben.

Diese Situation trifft besonders die vielen armen Christen, die Alten und Kranken, Familien mit Kindern, die nur ein kleines Einkommen haben, Menschen ohne Krankenversicherung etc.

Erzbischof Padovese kümmerte sich mit seinem Helferstab vorbildlich um diese armen Gemeindemitglieder. Doch seit dem 3. Juni 2010 steht alles still, sind die Armen in noch größerer Not, hilflos und in Angst.

An das Institut St. Justinus wurden folgende dringliche Bitten herangetragen:
Hilfsprojekte für die Diözese Anatolien
Bei Spenden die Projektnummer angeben!

Projekt 1

Schulpatenschaft

Projektbeschreibung:
In der Diözese Anatolien gibt es etwa 120 ganz arme christliche Schulkinder, die bislang von der Caritas betreut wurden, die jedoch seit Juni 2010 ihre Tätigkeit einstellte. Die von der Armut betroffenen Familien wissen nicht, wie sie ihren schulpflichtigen Kindern den Schulbesuch ermöglichen können.

Kosten: Mit nur € 20.- im Monat wäre der Schulbesuch eines Kindes gesichert. (Ein Schuljahr: 9 Monate- € 180.-)

Bitte übernehmen Sie eine Patenschaft!

Projekt 2

Katholische Glaubensbücher

Projektbeschreibung:
Zur Vorbereitung der Erstkommunion und der Firmung werden für die Kinder und Jugendlichen Glaubensbücher gebraucht. Sowohl für die türkisch sprechenden Kinder als auch für die Flüchtlingskinder aus dem Iran sind Manuskripte vorhanden, die kopiert werden müssten. Dabei handelt es sich um je 4 Bücher in Türkisch bzw. in Persisch. Von jedem Buch sollten mindestens 100 Stück gedruckt werden.

Kosten: Der Preis eines Buches beträgt € 3.- Die Gesamtkosten betragen: € 2.400.-

Wenn viele helfen kann das Projekt verwirklicht werden!

Projekt 3

Lebensmittelpakete

Projektbeschreibung:
Etwa 60 christliche Familien leben in der Diözese Anatolien in äußerster Armut. Diese Menschen benötigen dringend eine Unterstützung. Mit einem Lebensmittelpaket von € 25.- kann einer Familie für ein Monat geholfen werden.

Kosten: Die Kosten für ein Lebensmittelpaket beträgt € 25.-.

Bitte helfen Sie mit!

Keiner kann alles – jeder kann etwas

Projekt 4

Verkündigung via Radio und Internet

Projektbeschreibung:
Erzbischof Dr. Luigi Padovese war ein tief gläubiger und gelehrter „Herzbischof”, der sehr mutig als guter Hirte unter schwierigen Bedingungen für die Christen in der Türkei eingetreten ist und sich um alle gesorgt hatte.

In dem großen Gebiet der Diözese Anatolien leben verstreut nur wenige sich öffentlich bekennende Christen, doch eine große Anzahl von „Untergrundchristen”, die kaum einen kirchlichen Kontakt haben. Um alle erreichen zu können, richtete der Erzbischof ein kleines Radiostudio ein und ließ durch ein kleines Team täglich zwei Stunden ein katholisches Programm ausstrahlen. In diesem Team arbeitete seit 2009, neben dem Sekretär des Bischofs John Farhat, ein technischer Fachmann, Inan Tunc, ein evangelikaler Christ, mit. Zu Ostern 2010 wurde er durch Erzbischof Padovese, wenige Wochen vor dessen Ermordung, in die katholische Kirche aufgenommen.

Nach dem Tod des Erzbischofs wurde in Iskenderun von den türkischen Behörden alles still gelegt und geschlossen. Doch das kleine Medienteam hat auf dem Internetsektor wieder neu im Sinne des Erzbischofs begonnen, katholische Beiträge in Persisch und Türkisch zu senden:

Homepage in Türkisch: www.theofilosdinegitim.com
Homepage in Persisch: www.masihisa.com

Kosten: Inan Tunc arbeitet ohne Gehalt bis ein neuer Bischof kommt. Für seine Lebenskosten braucht er monatlich € 300.-

Bitte übernehmen Sie für ihn eine Patenschaft!

Das Institut St. Justinus bekommt keine staatlichen oder kirchlichen Finanzunterstützungen und ist ganz auf die Spenden und die Mitsorge von Freunden angewiesen. Darum versuchen wir notwendige, aber von uns nicht finanzierbare Projekte als „Kleinprojekte” bzw. als „Teilprojekte” unseren Freunden und Wohltätern vorzustellen.

Wichtig! Bei Spenden bitte die Projektnummer angeben!

Informationen:

Institut St. Justinus

A – 8630 Mariazell, Postfach 53

Tel.: 03882 / 34 440 (Mo-Mi 10 bis 13 Uhr)
e-Mail: Justinusmariazell@ready2web.net

Bankverbindung:

Österreich: Volksbank Zweigstelle Mariazell, BLZ 44 780

Konto Nr.: 54103110000 IBAN: AT78 4478 0541 0311 0000 – BIC: VBOEATWWLEO

Deutschland: Liga Bank Regensburg, BLZ 75090300 Konto Nr.: 200 21 49 57

Schweiz: Raiffeisenbank Diepoldsau-Schmitter

Konto Nr.: CH36 8126 2000 0029 2351 9 (P. Josef A. Herget CM)

MARIA – Die erste Missionarin

MARIA – DIE MISSION IM HERZEN

“Maria – die Mission im Herzen”. Gleich zu Beginn sei die Frage gestellt: Was hat Maria denn mit der Mission zu tun? Sie war ja nicht direkt missionarisch aktiv, sie gehörte nicht zu den Missionaren, die durch die Lande gezogen sind. Was hat sie mit der Mission zu tun? Ich hoffe, dass sich das im Lauf der Katechese etwas erhellen und erklären wird.

Lassen Sie mich mit einem Erlebnis beginnen. Im Jahr 1997 bin ich auf dem Flughafen von Buenos Aires in Argentinien angekommen. Da erwartete mich eine größere Gruppe aus einem sehr armen Viertel, aus den Vorstädten von Buenos Aires, aus La Ferrer, wo die Kleinen Schwestern vom Lamm eine Gemeinschaft haben. Für uns etwas ungewohnt hat diese Gruppe Leute, großteils Arme, da also lauthals gesungen mit Gitarre. Und vor allem hatten sie eine Muttergottesstatue mit, der galt offensichtlich die Freude und die Liebe dieser Armen: “La Virgen de Itati”. Itati ist eines der großen Marienheiligtümer von Argentinien. Sie ist mir dann in den drei Tagen meines Aufenthaltes in Buenos Aires noch oft begegnet. Ich habe von den Wallfahrten nach Itati gehört und vor allem habe ich die Freude gesehen, die diese Armen mit ihrer Virgen, ihrer Muttergottes hatten. Drei Jahre später, im Heiligen Jahr 2000, ist es mit vielen Spenden und viel Sparen gelungen, dass diese Gruppe von Armen zum Heiligen Jahr nach Rom reisen konnte. Die Freude war unbeschreiblich: nach Rom im Heiligen Jahr. Wenn man in La Ferrer lebt, dann kann man so etwas gar nicht träumen. Sie haben dann erzählt, in erfrischender Unbeschwertheit, wie sie im Flugzeug mit ihrer Muttergottesstatue überall herumgegangen sind und die Passagiere im Flugzeug missioniert haben mit ihrer kleinen Madonna: die Freude der Armen von La Ferrer. Auch in Rom haben sie überall diese Statue mitgetragen und wollten sie allen zeigen.

Nun kann man sagen: Das ist eben Südamerika, das ist die etwas überschwängliche Liebe der Lateinamerikaner zur Muttergottes. Tatsächlich: In welchem Land in Lateinamerika gibt es nicht ein großes Marienheiligtum? Aparecida in Brasilien, und al1es überragend Guadalupe in Mexiko, Nuestra Senora de Guadalupe.

WAS BEDEUTET MARIA FÜR DIE MISSION?

Die Geschichte Südamerikas, des Glaubens in Südamerika ist nicht vorstellbar ohne die Rolle Mariens. Der Heilige Vater hat Ende Juli dieses Jahres im Mexiko Juan Diego heiliggesprochen, den einfachen Indio, der im Jahr 1531, also wenige Jahre nach der Eroberung Mexikos durch die Spanier, diese so entscheidende Marienerscheinung hatte, vom 9. bis 12. Dezember 1531. Maria hat ihn angesprochen in seiner Sprache, und das Bild, das er bekommen hat auf seinen Poncho, auf seinen Mantel, es ist das bekannte Bild der Muttergottes von Guadalupe. Gerade in dieser Erscheinung von Mexiko, von Guadalupe, sehen wir, wie sehr Maria in jedem Volk und für alle Völker Mutter ist. Es fasziniert mich, zu beobachten, wie Maria in jedem Land, wo sie hinkommt, wirklich im Herzen dieses Landes ist. Ich konnte es in Sri Lanka sehen, Mardu, das Marienheiligtum von Sri Lanka, gerade an der Grenze zwischen den beiden Kriegsparteien, den Tamilen und den Singalesen, und immer wieder mitten im Konfliktfeld dieses hoffentlich nun zu Ende gehenden Bürgerkrieges, Maria ist dort wirklich zu Hause. Die Menschen haben während des Bürgerkrieges von beiden Seiten sich immer wieder in dieses Heiligtum geflüchtet. Man könnte nun alle Länder durchgehen. Es gibt, glaube ich, kein Land, das nicht ein Marienheiligtum oder mehrere hätte. Jedes Mal ist das Erstaunliche, dass Maria mitten in der Kultur, in der Sprache, in den Emotionen, in der Geschichte eines Landes zu Hause ist, und zwar so zu Hause, dass die Menschen sich in ihr wieder finden und bei ihr geborgen finden. Also Maria, Missionarin in allen Ländern – ist das vielleicht ein Hinweis darauf, dass sie uns die Herzensqualität der Mission zeigt, dass sie die Mission im Herzen hat?

Wenn wir zurückschauen in der Kirchengeschichte, zu den ersten Anfängen: Maria ist von Anfang an da, verehrt, gesucht, geliebt. Das älteste Mariengebet, dass uns bekannt ist, das “Sub tuum praesidium”: datieren manche bis ins dritte oder vierte Jahrhundert. Die ältesten Marienbilder, wenn Sie im Katechismus nachschauen, das erste Bild im Katechismus der Katholischen Kirche, vor dem Credoteil, ist das wahrscheinlich älteste Marienbild, das uns überliefert ist, aus einer Katakombe in Rom, Ende des dritten Jahrhunderts datiert, eine Mutter mit einem Kind, eine römische Matrone mit einem Kind auf dem Schoss und darüber der Stern, der Stern von Betlehem (Mt 2,2) oder der Stern des Bileam, der in der Vision den Stern aufgehen sieht über Juda (Num 24,17). Und natürlich die ältesten Marienorte: Ephesus wäre zu nennen, wo eine Tradition sagt, dass Maria das Ende ihres irdischen Lebens verbracht hätte. Das ist alles nicht unbekannt aus der Geschichte.

ES GIBT NATÜRLICH EINEN GANZ MASSIVEN EINWAND

Ist dieser Marienkult von Anfang an nicht doch ein Versuch der Kirche, die heidnischen Bräuche zu “taufen”? Gerade wenn ich Ephesus nenne, da hat man immer wieder Einwände vorgebracht. Sie können das nachlesen in vielen Büchern, die das Christentum kritisieren und speziell die Marienverehrung kritisieren, über die große Göttin von Ephesus, die Artemis von Ephesus, Fruchtbarkeitsgöttin mit ihren zahlreichen Brüsten, die die Fruchtbarkeit symbolisieren. Paulus hat in Ephesus erlebt, welche Bedeutung dieser Kult der Artemis hatte, als die Silberschmiede um ihr Geschäft fürchteten, weil Paulus zu viele Leute bekehrt hat zum Glauben an Christus. Hat man nicht einfach diese heidnische Göttin Artemis mit Maria ersetzt? Ist nicht in Ephesus, in der Stadt des 3. Ökumenischen Konzils 431 Maria als Theotokos, als Gottesgebärerin verkündet und erklärt worden, sozusagen als Gegengewicht gegen die heidnische Göttin? Ist Maria nicht doch die “geheime Göttin” der Christen? Wie oft kann man in kritischen Schriften, die sich gerade mit der Marienverehrung auseinandersetzen, lesen, dass diese Darstellung der Mutter mit dem Kind nichts anderes sei als die Übernahme eben der antiken heidnischen Darstellung der Göttin Isis, in Ägypten, mit dem Osiris auf ihrem Schoss, dem göttlichen Kind? Nun werde ich sicher jetzt nicht in wenigen Worten auf diese kritischen Einwände eingehen können. Aber lassen Sie mich doch drei Bemerkungen dazu machen:

1. Dass es Ähnlichkeiten zwischen solchen ägyptischen Bildern und dem Marienbild gibt, ist nicht zu bestreiten. Aber wie soll man denn eine Mutter mit Kind darstellen? So wie es in Ägypten gemacht worden ist und so wie es im Christentum geschieht: eine Mutter, die ein Kind auf dem Schoss hat. So hat man Maria dargestellt, so sehen wir sie in dieser wahrscheinlich ältesten Mariendarstellung in der römischen Katakombe: eine Mutter mit dem Kind auf dem Schoss.

2. Ephesus, die heidnische, griechische Göttin Artemis ersetzt durch Maria – oder könnte es nicht vielmehr so sein, wie die Kirchenväter uns immer wieder sagen, dass das wie eine Vorahnung war für das, was uns in Maria offenbar geworden ist, nicht als Göttin, sondern als die, bei der alle Menschen Geborgenheit finden? Könnte es nicht so sein, dass die Göttermythen eine Ahnung dessen sind, was uns dann in der Wirklichkeit der Offenbarung begegnet? Maria ist kein Mythos, sie ist die Mutter Jesu, sie ist die Frau aus Nazaret, sie ist konkret, mit Fleisch und Blut, sie ist kein Mythos, sie ist keine Legende. Aber vielleicht waren die Mythen und Legenden eine Ahnung von dem, was so viele Menschen bei Maria finden.

3. Die Anziehungskraft Mariens ist ja noch nicht erklärt, wenn man sagt, das kommt aus den antiken Kulten, den Göttinnen-Kulten. Selbst wenn es so wäre, selbst wenn, wie manche sagen, dieser Marienkult im Grunde Klerikerschwindel und ein heidnisches Kuckucksei im Christentum wäre – wie erklärt man dann, dass Maria eine solche Anziehung hat? Das kann man nicht produzieren. Auch noch so schlaue Kleriker können nicht eine solche Anziehungskraft “erfinden”. Das produziert man nicht. Wenn wir schauen: Wie ist es denn in Lourdes gegangen? Da waren es nicht die Priester, da war es nicht die “Klerisei”, die das erfunden hat. Im Gegenteil. Pfarrer Peyramel, der wuchtige Pfarrer von Lourdes, hat Bernadette ganz schön weggeschickt und war äußerst skeptisch und kritisch gegenüber dem, was dieses vierzehnjährige Mädchen da erzählt hat. Und der Klerus im allgemeinem war äußerst skeptisch. Der Bischof von Tarbes hat das mit größter Vorsicht betrachtet. Wir verstehen das, wenn ein vierzehnjähriges Mädchen kommt und sagt, sie hat eine Frau gesehen, die ihr in einer Grotte erschienen ist. Wir verstehen, dass man da eher vorsichtig ist. Ist nicht gerade Lourdes ein klarer Hinweis, dass das nicht produziert sein kann, dass hier eine Initiative des Himmels vorliegt, eine überraschende, ich möchte fast sagen eine missionarische Initiative des Himmels, an einem Ort, den man sich sicher nicht ausgesucht hätte nach pastoralplanerischen Kriterien.

Wir haben für die alten Marienorte oft nicht eine so genaue historische Dokumentation wie für Lourdes, wo wir äußerst genau Bescheid wissen durch eine sehr genau überlieferte Quellenlage. Es liegt ja nicht so weit zurück. Aber wenn wir noch einmal Mexiko, Guadalupe nehmen: Es ist gut bezeugt und vor allem ist eindeutig, dass die Früchte sehr schnell sichtbar waren. Es hat sich dort etwas Entscheidendes ereignet. Menschen haben in der Nähe Mariens auch Schutz und Schirm gefunden, haben Stärkung im Glauben gefunden. Ob das unsere Maria Pócs-Ikone ist oder welches Marienheiligtum auch immer, die Menschen gehen dorthin, nicht weil man sie dorthin nötigt, nicht weil die Klerisei das erfunden hat, um die Leute am Gängelband zu führen, sondern offensichtlich gibt es da eine stärkere Initiative, die oft auch den Klerus überrascht. An so vielen Orten hat man Schutz und Schirm von Maria erfahren und tut es bis heute.

Ich möchte mich nicht zu Medjugorje vom Standpunkt eines kirchlichen Urteils her äußern. Aber ich kann nur eines feststellen, immer wieder und immer wieder, dass dies ein Platz ist, wo offensichtlich eine intensive Missionsstation des Himmels da ist, wo Zigtausende Menschen Gebet, Beichte, Umkehr, Versöhnung, Heilung, tieferen Glauben finden.

Lassen Sie mich noch eine Initiative nennen, die bei uns in der Erzdiözese beheimatet ist und die mich immer wieder zutiefst beeindruckt. Es ist die Initiative von einer der großen Priestergestalten unserer Diözese, unserer Zeit, Dr. Herbert Madinger. Gott vergelte ihm, was er in so vielen Jahren an Gutem gewirkt hat. Auf ihn geht die etwas überraschende Initiative der Wandermadonnen zurück. 4000 Muttergottes-Statuen wandern durch Österreich, von Haus zu Haus. Es ist ergreifend, erstaunlich, überraschend, bewegend, wenn man hört und liest, was sich da tut durch diese sehr einfache Initiative, über die man in den Medien, glaube ich, nicht hört, aber die vielen, vielen Menschen echte Mission bedeutet. Lassen Sie mich eine Anekdote erzählen, sie ist köstlich, aber auch das gehört zur Missionsmethode Mariens.

In einer kleinen, sehr bescheidenen Wiener Wohnung lebt ein Ehepaar, und die Wandermadonna kommt dorthin. Es findet sich kein Platz für sie, weil alles vollgeräumt ist, daher stellt man sie auf den Kühlschrank. Der Mann hat eine starke Neigung zum Alkoholkonsum. Das ist eine der großen Sorgen. Nach einiger Zeit hören die, die die Wandermadonna betreuen: Der Mann hat ganz aufgehört zu trinken. Auf die Frage, wie das geschehen ist, hat er selber ganz ehrlich gesagt: “Wissen Sie, jedes Mal, wenn ich den Kühlschrank öffnen wollte, um mir ein Bier zu holen, da ist die Wandermadonna draufgestanden und ich habe mich geniert vor ihr.”
Sie ist wirklich die erste Missionarin.

Schauen wir uns das ein wenig an. Ich möchte zurückgreifen auf die letzte Katechese, den Missionsauftrag Jesu selbst und was die Rolle Mariens in diesem Missionsauftrag Jesu ist. Ich hatte die letzte Katechese betitelt: Jesus – Sohn Gottes in heikler Mission. Maria hat von Anfang an in dieser heiklen Mission einen ganz wesentlichen Platz. Was ist die “Mission”, die Sendung, der Auftrag, den Jesus, den der Sohn Gottes mit seiner Sendung in die Welt bekommen hat? Es ist eine Befreiungsaktion, eine Rettungsaktion. – Verzeihung, wenn ich das etwas in Begriffen der Science Fiction letztes Mal formuliert habe, aber es ist sehr ansprechend und sagt sehr deutlich, worum es geht: eine Rettungsaktion. – Johannes, der Apostel, der Lieblingsjünger sagt es in seinem ersten Brief sehr nüchtern und sehr unverblümt:
“Die ganze Welt steht unter der Macht des Bösen” (1 Joh 5,19). “Des Bösen” – das meint er hier im personalen Sinne: “des Widersachers”. Gott hat seinen Sohn in die Welt gesandt, um die Welt und jeden einzelnen aus der Macht des Bösen zu befreien. Wir haben gesehen, diese Mission Jesu ist nicht durch eine Gewalttat zu verwirklichen, sozusagen durch ein großes militärisches Aufgebot, auch nicht der himmlischen Armeen, sondern indem Gott seinen Sohn dorthin sendet, wo gewissermaßen die Machtzentrale des Bösen ist, denn dort soll Jesus den Bösen und das Böse besiegen, dort wo dessen Macht ansetzt.

Diese Macht setzt dort an, wir haben es letztes Mal in der Katechese betrachtet, wie auf der ersten Seite der Bibel gesagt wird, wo die Macht des Bösen herkommt, aus dem Ungehorsam gegen Gott, aus der falschen Verheißung: “Ihr werdet sein wie Gott” (Gen 3,5), die die Schlange den Menschen gibt: “Ihr werdet sein wie Gott.” Diese Verheißung, wir müssen uns kurz bei ihr aufhalten, ist, wie immer die Stimme des Lügners, zum Teil wahr. Das Dramatische an der Lüge ist ja, dass sie immer ein Element der Wahrheit enthält. Aber dadurch, dass es nur ein Element und nicht die ganze Wahrheit ist, ist es eine Verfälschung, eine Täuschung. Die halbe Wahrheit täuscht die ganze Wahrheit vor. Damit führt sie in die Irre. Es ist richtig: “Ihr werdet sein wie Gott.” Aber was die Schlange nicht dazu gesagt hat: Wenn ihr diesen Schritt tut, dann werdet ihr sein wie Gott, aber ohne Gott und gegen Gott. Und ohne Gott und gegen Gott ist das Leben schrecklich, nur Verzweiflung. Durch diesen Irrtum, durch diese Täuschung, durch diese Lüge liegt die Menschheit in der Macht des Bösen. “Ihr werdet sein wie Gott” ist eine verdrehte Wahrheit, denn auf der ersten Seite der Bibel heißt es bereits, dass Gott den Menschen nach seinem Bild geschaffen hat, also sind wir wie Gott als Geschöpfe, nämlich nach seinem Bild und Gleichnis (Gen 1,27). Nicht durch unsere Auflehnung werden wir Gott gleich, sondern Gott hat uns geschenkt, nach seinem Bild zu sein. Diese Würde, das ist christliche Grundbotschaft, haben wir, die brauchen wir uns nicht zu erkämpfen gegen Gott, gegen seinen Willen, sozusagen durch eine Emanzipation der Auflehnung gegen Gott, durch ein Nein gegen seinen Willen. Wir haben diese Würde. Jeder Mensch ist nach dem Bild und Gleichnis Gottes. Das ist überhaupt die Grundlage der Sicht der Menschenwürde, wie sie das Christentum vertritt. Sie kommt jedem Menschen zu, ob er in seinem Leben gut oder schlecht ist. Mag er noch so viel gefehlt haben, jeder von uns bleibt nach Gottes Bild und Gleichnis. Diese Würde hat Gott allen verliehen, die brauchen wir nicht zu erwerben, die kann uns auch nicht der Staat geben, auch nicht eine Partei und auch nicht unsere Leistung. Die haben wir.

Aber zugleich ist es richtig, und hier ist wieder eine Teilwahrheit in dem Wort der Schlange: Wir müssen werden, was wir sind: “Ihr werdet sein wie Gott.” Gott will nämlich, dass wir ihm immer ähnlicher werden, dass sein Bild sich in uns ausprägt, ausgestaltet, dass wir ihm immer ähnlicher werden und damit immer freier, immer menschlicher und glücklicher, aber nicht gegen Gott und ohne Gott, sondern in Freundschaft mit ihm und nicht durch den irren Versuch, die Gottähnlichkeit von Gott rauben zu wollen, sich selber nehmen zu wollen, ohne ihn und an ihm vorbei. Das ist das Drama des Sündenfalls. Das ist die Urkatastrophe, von der die Bibel spricht, dass der Mensch versucht, Gott zu spielen. In der ganzen Menschheitsgeschichte kommt das immer wieder vor, die Versuchung, Gott zu spielen: der Kaiser, der sich als Gott verehren lässt; oder hier in diesem Dom, als Kardinal Innitzer am 7. Oktober 1938 gesagt hat: “Christus ist unser Führer”, da war das Grund genug, das Palais zu verwüsten durch die Hitlerjugend, das verträgt die sich selbst vergottende Macht nicht; oder in der Wissenschaft Gott zu spielen, die Versuchung, zu glauben, dass wissenschaftlicher Fortschritt uns gewissermaßen zu Göttern macht, oder in unseren Beziehungen, in unserem Miteinander, dass wir glauben, wir könnten das Leben in die Hand nehmen und nach unserem eigenen Gutdünken “modeln”. Wie Gott sein zu wollen auf eigene Faust, das ist das, was die Schlange dem Menschen am Anfang als Lüge, als irreführende Lüge suggeriert hat. Leid, Tod und Unfreiheit sind die Folge. Daraus sollte Christus uns befreien.

Nun steht bereits am Anfang der Bibel ein Wort, im Buch Genesis 3,15, man hat diesen Vers als erste Frohbotschaft bezeichnet, als Protoevangelium. Gott spricht da zur Schlange, die den Menschen mit Lüge und List getäuscht hat. Da heißt es:
“Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. Er trifft dich am Kopf, und du triffst ihn an der Ferse.”
Wir müssen ein wenig in diese rätselhafte Stelle hineinschauen.

In diesem rätselhaften Vers ist also die Rede von der Frau und von ihrem Nachkommen, eigenartig in der Einzahl, ihrem Nachkommen. Von diesem Nachkommen heißt es, er werde die Schlange am Kopf treffen, aber die Schlange werde ihn an der Ferse verletzen. Gott kündigt also einen Kampf an. Aber er kündigt an, dass der Kampf gut ausgehen wird, wenn auch mit Verwundungen. Er kündigt an, die Frau und ihr Nachwuchs werden die Schlange besiegen. In diesem Kampf spielt die Frau eine ganz entscheidende Rolle. Sie ist ja die Mutter des Nachkommen, sozusagen die Voraussetzung auch für seinen Sieg. Nun haben die Christen sehr früh schon diesen Vers Gen 3,15 auf Maria und ihr Kind gedeutet. Er ist der Nachkomme, sie ist die Frau. Er zertritt der Schlange den Kopf. Die lateinische Bibel hat da noch eine interessante Variante, die so genannte Vulgata, also die lateinische Übersetzung der hebräischen Bibel. Dort wird nämlich nicht vom männlichen Nachkommen gesagt, dass er den Kopf zertreten wird, sondern sie, die Frau, wird den Kopf der Schlange zertreten. Deshalb sehen wir in zahllosen Mariendarstellungen, vor allem wenn es um die Maria Immaculata geht, sie oft mit dem Fuß auf dem Kopf der Schlange. Das geht auf diesen Vers in der lateinischen Fassung zurück. Im Glaubensbewusstsein der Kirche, das sehr stark geprägt ist durch diese Lesart, zertritt sie der Schlange den Kopf. Auch im Bewusstsein der Gläubigen ist dieses Gespür sehr stark gewachsen, dass Maria den Sieg über den Widersacher des Menschen in ganz besonderer Weise bewirkt.

Nun feiern wir am nächsten Sonntag dieses Besondere an Maria, diese besondere Ausrüstung, die Gott ihr gegeben hat, damit sie Siegerin sein kann, damit sie gewissermaßen ihre Mission erfüllen kann. Wir feiern am 8. Dezember, der dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, das Fest, wie es volkstümlich heißt, der:
“Unbefleckten Empfängnis”, der “ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter Maria”. Was hat das mit der Mission zu tun? Ich hoffe, es wird noch deutlicher werden.

Was heißt überhaupt “unbefleckte Empfängnis”, sehr missverständlich und oft missverstanden. Die Kirche feiert von zwei Menschen das Fest ihrer Empfängnis. Im Allgemeinen feiern wir nur den Geburtstag oder den Namenstag, das Fest der Empfängnis ist eigentlich nicht üblich. Es ist auch selten, dass die Eltern ihren Kindern den Tag der Empfängnis, so sie ihn genau wissen, auch anvertrauen. Es ist etwas sehr Behutsames und Diskretes, über das man ja nicht so leicht spricht. Aber von zwei Menschen feiern wir ausdrücklich das Fest der Empfängnis, nämlich neun Monate vor Weihnachten die Empfängnis Jesu durch Maria, am 25. März, und eben am 8. Dezember, neun Monate vor Maria Geburt am 8. September, das Fest ihrer Empfängnis. “Unbefleckte Empfängnis” das heißt nicht, dass die Empfängnis Mariens, die wie jedes Menschenkind von ihren Eltern Joachim und Anna empfangen worden ist, dadurch befleckt ist, dass sie eine geschlechtliche Empfängnis ist. Das wäre ein völliges Missverständnis, leider ein sehr häufiges Missverständnis. “Unbefleckte Empfängnis” heißt das Fest, im vollen, exakten Wortlaut: “Ohne Erbsünde empfangene Gottesmutter Maria”. Gott hat Maria vom ersten Moment ihrer Existenz an von dem, was wir Erbsünde nennen, dem Schaden, dem Makel, dem Defekt der Erbsünde, freigehalten. Lassen Sie mich das jetzt ein bisschen in der Sprache der letzten Katechese sagen, dass sozusagen in diesem Menschen vom ersten Moment der Empfängnis an kein Angriffspunkt für den Widersacher ist, keine Angriffsfläche, denn die Erbsünde heißt ja, dass in jedem Menschen eine Geneigtheit zum Bösen, eine Anfälligkeit für die Sünde, eine Verführbarkeit zur Sünde besteht. Gott wollte, dass es einen Menschen gibt, der ganz und gar frei ist von jeder Angriffsfläche, von jedem Angriffspunkt des Menschenfeindes. Maria sollte sozusagen mitten in der vom Bösen belagerten und besetzten Menschheit ein Brückenkopf für Gottes Rettungsplan sein. Verzeihung wenn die Sprache wieder etwas militärisch oder martialisch klingt. Aber ich glaube da verstehen wir, warum Maria eine so einzigartige Mission hat. Gott hat sie selber für diese Mission bereitet, in seiner souveränen Freiheit hat er sie erwählt unter allen Menschen sie, als gewissermaßen den “Landepunkt” seines Reiches. In ihr, durch sie sollte Gottes Sohn seine Mission beginnen können.

WAS ERGIBT SICH DARAUS FÜR DIE MISSION?

Zweierlei:
1. An Maria sehen wir, dass Gott absolut souverän, souverän frei ist in seinen Initiativen. Er setzt die entscheidenden Initiativen. So wie er die Welt erschaffen hat, wie wir glauben, im Credo bekennen, so glauben wir, dass er die Initiativen setzt, um uns zu retten. Die Befreiungsaktion ist seine Aktion. Er ist sozusagen der “Spielleiter” der Mission.

2. Aber, und das ist ganz wichtig, Gott überfährt den Menschen nicht. Er hat uns die Freiheit gegeben und er will, dass unsere Freiheit aufs äußerste geachtet und respektiert wird. Wenn er den Menschen nach seinem Bild geschaffen hat, dann heißt das als freies Wesen, das er ansprechen kann, das er achtet und das er fördert.

Wenn wir die Empfängnis Jesu in Maria anschauen, das heißt das Evangelium von der Verkündigung (Lk 1,26-38), da sehen wir ja, Gott ist ganz souverän, er hat sie ausgesucht: “Du bist voll der Gnade” (28-30). “Du wirst empfangen und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird … Sohn des Allerhöchsten genannt werden” (31) – souveräne freie Erwählung Gottes, dass sie die Mutter seines Sohnes wird, aber nicht ohne ihre Zustimmung.

Und nun das Wichtige: Maria will verstehen. Sie fragt, sie will nicht begreifen, aber sie will doch verstehen. Ihre Freiheit erfordert auch, dass sie innerlich mitgehen kann mit dem, was Gott ihr zumutet. Blinder Gehorsam wäre ein Widerspruch zur Freiheit, die Gott dem Menschen zugedacht, gegeben hat. Es ist deshalb kein Mangel an Vertrauen, wenn sie fragt: „Wie soll das geschehen?” (34), wenn sie verstehen will. Auf dieser Grundlage kann sie dann völlig vertrauend vorbehaltlos ja sagen zum Plan Gottes. Auch in die Dunkelheit des Glaubens hinein, ohne genau zu wissen, wie das alles dann im einzelnen sein wird, aber doch so, dass ihre Freiheit voll angesprochen und einbezogen ist. Weil sie die Immaculata, die ohne Erbsünde empfangene ist, ist sie ganz frei und offen und kann ohne den Widerstand der Sünde sich völlig auf Gottes Weg einlassen.

Ich glaube, das ist etwas ganz Entscheidendes für das Verständnis der Mission: Die Initiative liegt bei Gott, aber er will, dass wir mitspielen, er will unsere Freiheit nicht überfahren. Deshalb darf die Mission auch nie die Freiheit des anderen überfahren. Sie darf kein Druck und erst recht nicht ein Zwang sein.

Und noch etwas sehen wir:
Dieses Mitgehen der Freiheit Mariens macht sie unglaublich kreativ. Es ist ein Paradox, aber es ist so und die christliche Erfahrung bestätigt das: Je mehr wir uns auf den Willen Gottes einlassen, desto freier werden wir, nicht abhängiger, nicht unfreier sondern im Gegenteil freier und kreativer. Bei Maria sieht man das ganz besonders deutlich, wie kreativ, wie initiativ sie ist in ihrem Eingehen auf den Willen Gottes.

Ich nenne zwei Beispiele:
1. Der Besuch bei Elisabeth (1-,k 1,39-56). Maria hat empfangen, das Geheimnis ihrer Empfängnis vom Heiligen Geist nimmt in ihr Gestalt an. Sie erfährt leiblich das Wunder, das an ihr geschehen ist, und sie macht sich auf zu Elisabeth, die im sechsten Monat schwanger ist – fast möchte man sagen, die erste Missionsreise. Maria geht zu Elisabeth. Diese Initiative ist, wie immer bei Maria, ganz konkret. Sie will helfen, sie will da sein, sie will bei ihrer Verwandten sein.

2. Die Hochzeit von Kana (Joh 2,1-12), auch da die wache Aufmerksamkeit, ganz konkret auf die peinliche Situation der Gastgeber: “Sie haben keinen Wein mehr”. Diese konkrete Aufmerksamkeit macht sie zur Missionarin, so sehr, dass sie Jesus sogar zuvorkommt. Eigentlich will Jesus sich noch nicht zeigen. “Es ist noch nicht meine Stunde. Frau, was willst du?”. Aber Jesus zieht gewissermaßen die Stunde seines Handelns vor, weil Maria ihm zuvorgekommen ist mit ihrer Initiative.

Sicher ganz entscheidend ist die Kreuzesstunde. Da kann man sagen, dass in diesen Stunden beim Kreuz gewissermaßen die Mission in Maria ganz durchgebrochen, ganz aufgebrochen ist, nämlich in ihrem letzten und völligen Ja zum Opfer ihres Sohnes, zum Opfer Jesu, der sein Leben für alle Menschen gibt. Deshalb stimmt sie zu, für alle Menschen da zu sein. Wenn er sein Leben für alle gibt, dann ist sie für alle da. Im Katechismus der Katholischen Kirche steht der schöne Satz: “Sie ist überall Mutter, wo er Erlöser ist”. Da er der Erlöser aller Menschen ist, ist sie die Mutter aller Menschen.

Kommen wir zum Schluss. Der Heilige Vater nennt Maria oft den Stern der Evangelisierung. Inwiefern ist sie der Stern der Mission? Welchen Weg weist uns dieser Stern für die Mission? Wie sieht Mission aus, wenn man sie sozusagen mit den Augen Mariens ansieht?

– von Kardinal Dr. Christoph Schönborn -

MARIA, die Mutter des HERRN, ist immer bei uns

Maria, die Mutter des Herrn, ist immer bei uns:

Januar – Die Madonna erscheint in Banneux

Am 15. Januar 1933 erschien die Muttergottes erstmals in Banneux, Belgien. Sie trug das gleiche Kleid, das sie auch in Lourdes trug. Die acht Erscheinungen in dem kleinen Dorf Banneux erregten großes Aufsehen. Maria zeigte sich Mariette, einem 12-jährigen Arbeiterkind mit der Botschaft: “Ich komme das Leid zu lindern. Betet viel!”
Zuerst mochte keiner dem Mädchen glauben, ihre Familie wurde zum Gespött. Mariette bat Maria um ein Wunder und erhält die Antwort: “Glaubt an mich – und ich werde an euch glauben. Betet viel.” Nach eingehender Prüfung anerkannte der Bischof von Lüttich erstmals 1942, dann 1949 endgültig die Übernatürlichkeit der Erscheinungen.

Februar – Die Madonna erscheint in Lourdes

Die Seherin Bernadette Soubirous ist mittlerweile heilig gesprochen. Ihr erschien die Muttergottes insgesamt 18 Mal, dabei nannte sie sich “die Unbefleckte Empfängnis”. Immer wieder mahnte sie, für die armen Sünder und die “sehr bewegte” Welt zu beten. Bis heute ruht die Seherin unversehrt in ihrem Kloster, wo sie 1879 starb.
Lourdes wurde zu einem weltberühmten Wallfahrtsort, lausenden Pilgern aus aller Welt wurde dort geholfen. Inzwischen zahlt man mehr als 10 000 Heilungen, aber nur knapp 75 sind bislang kirchlich anerkannt.
– Kirchlich anerkannte Erscheinungen!

März – Die Frau aller Völker bittet um unser Gebet – in Amsterdam

Die Erscheinungen der Muttergottes in Amsterdam, welche inzwischen kirchlich anerkannt sind, nehmen eine besondere Stellung ein. In den Botschaften richtet Maria ihr Wort an alle Menschen, “wer oder was ihr auch seid”. Mit großer Dringlichkeit bittet sie die Menschheit, auf ihre Botschaften zu hören. Sie warnt vor einem großen Kampfgeistiger Natur, der über die Welt losbrechen wird (In diesem geistigen Kampf leben wir jetzt!). Bevor die Menschheit nicht wieder zum Kreuz zurückkehrt, wird kein Friede sein.
Ihre Botschaften zwischen 1945 und 1957 kündigen eine neue Epoche an, eine Zeit des heiligen Geistes. Allen, die sie darum bitten, verspricht sie, Gnade. Frieden und Erlösung zu schenken!
– Kirchlich anerkannt!

April – Die Muttergottes erscheint in Marienfried, Deutschland

Dreimal, jeweils am 25., erscheint die Muttergottes 1946 in Marienfried der 22-jährigen Seherin Bäbl, die am 4. November 1996 starb. Ihr Beichtvater Pfarrer Humpf schrieb eindrucksvoll ihr Sühneleiden nieder und ist Zeuge für die Echtheit der Erscheinungen. Das Datum der Erscheinungen erinnert an die Menschwerdung. Maria verkündet: “Ich bin das Zeichen des lebendigen Geistes. Ich drücke mein Zeichen meinen Kindern auf die Stirn.” Die Muttergottes bezeichnet sich als große Gnadenvermittlerin und bittet um das Rosenkranzgebet und viele Opfer.
– Nicht kirchlich anerkannt.

Mai – Maria erscheint in Fatima

1917 im Mai erscheint die Muttergottes drei Hirtenkindern in Fatima. Insgesamt dürfen sie sechsmal die Jungfrau Maria schauen. Sie schwebt nach einem Blitzstrahl leuchtend in weißem Gewand mit glänzendem Rosenkranz Ober einer niederen Eiche. Immer wieder fordert Maria in ihren Erscheinungen zum Rosenkranzgebet, zu Buße und zur Weihe Russlands und der Welt an ihr Unbeflecktes Herz auf.
Am 13. Oktober 1917 findet ein grandioses Sonnenwunder statt, Fatima wird weltweit bekannt. Inzwischen ist der Erscheinungsort kirchlich anerkannt und zählt zu den großen Wallfahrtsorten. Das Dritte Geheimnis von Fatima enthält unter anderem die Prophezeiung des Papst-Attentates und wurde 2000 erstmals veröffentlicht.
– Kirchlich anerkannte Erscheinungen!

Juni – Maria ruft in Medjugorje zur Umkehr auf

Seit 1981 bis heute erscheint die Gottesmutter sechs Jugendlichen im kroatischen Dorf Medjugorje nahe bei Mostar. Sie überbringt Botschaften für die Gemeinde, für die Jugendlichen und für die ganze Welt. Sie führt jedoch die Jugendlichen auch durch die jenseitige Welt, durch Paradies, Fegefeuer und Hölle. Vor allem ruft sie immer wieder zum Gebet auf und ermahnt die Menschheit zur baldigen Umkehr. Millionen Pilger, tausende Priester und hunderte Bischöfe besuchen immer wieder den Gnaden Ort.
(Nicht vom Ortsbischof, jedoch als “Anbetungsort” vom Papst anerkannt)

Juli – Die Muttergottes erscheint in Paris

Während ihres Noviziates im Jahr 1830 erlebte die mittlerweile heilig gesprochene Schwester Katharina Labouré etwas Außergewöhnliches: dreimal hintereinander erschien ihr die Muttergottes und gab ihr wichtige Anweisungen. Im Auftrag ihres Beichtvaters hat Katharina Labouré genaue Berichte über das Aussehen und die Worte der Jungfrau Maria hinterlassen. Nach ihren Anweisungen wurde die „Wundertätige Medaille der Unbefleckten Empfängnis“ angefertigt, die noch heute Segen spendend weltweit verbreitet wird.
– Kirchlich anerkannte Erscheinungen!

August – Ein Marienbild weint in Syrakus

Am 29. August 1953 begann ein Herz-Mariä-Bild aus Porzellan im Hause des Arbeiters Angelo Jannuso in Syrakus auf Sizilien zu weinen. Sofort war eine schwerkranke Frau Antonietta geheilt.
Immer wieder weinte das Bild, bis zum 1. September des Jahres. Bald darauf ereigneten sich viele wunderbare Heilungen. 1955 befanden die Bischöfe Siziliens nach eingehender Untersuchung, dass an der Tatsache der übernatürlichen Tränen kein Zweifel bestehe. Ihr Unbeflecktes Herz sollte, allen Mächten der Finsternis zum Trotz, endlich triumphieren.
– Kirchlich anerkannte Erscheinungen!

September – Maria weint bitterliche Tränen in La Salette, Frankreich

Am 19. September 1846 erscheint die Jungfrau Maria zwei Kindern. Sie sitzt auf einem Stein in der rauhen Hochgebirgslandschaft und weint bitterlich.
Die 15jährige Melanie und der 11jährige Maximin, sahen an einem Samstag
die wunderschöne Frau in einem hellen Licht, die ihnen weinend entgegenkam, um ihnen eine Botschaft zu Überbringen: “Wenn mein Volk sich nicht unterwerfen will, sehe ich mich gezwungen, den Arm meines Sohnes frei walten zu lassen… Wie lange leide ich schon um euer aller Willen… und ihr macht euch nichts daraus.”
– Diese Erscheinungen wurden bald kirchlich anerkannt.

Oktober – Maria erscheint mehr als 2000 Mal in San Damiano

Rosa Quattrini, Mamma Rosa genannt, wurde am 29. September 1961 von einer himmlischen Besucherin auf wunderbare Weise von ihrer Krankheit geheilt. Pater Pio kündigt ihr darauf ein großes Ereignis an. Bald darauf erscheint ihr im Oktober 1964 zum ersten Mal die Muttergottes. Bis zu ihrem Tode 1981 empfängt sie 2000 Erscheinungen und beinahe ebenso viele Botschaften. Noch immer versammeln sich viele Pilger am Erscheinungsort, um den Rosenkranz zu beten und die Heilige Jungfrau zu verehren, die verheißen hat, bis zum Ende der Welt lebendig und wahrhaftig dort anwesend zu bleiben.
Bitte besucht diesen herausragenden Gnaden Ort, betet dort und trinkt das äußerst heilkräftige Quellwasser! Es hat schon vielen Menschen – auch und gerade in “aussichtslosen Fällen” – geholfen und hilft auch heute noch und wird immer helfen! Nehmt dieses Wasser auch in dort erhältlichen Kanistern mit nachhause! San Damiano liegt in der Nähe von Piacenza.

November – Die Jungfrau erscheint in Heede, Deutschland

Vier Mädchen von 12 bis 14 Jahren durften am 1. November 1937 die Muttergottes zum ersten Mal schauen. Eines der Mädchen erhielt später die Stigmata. Sie beschrieben die Gottesmutter mit einer goldenen Krone auf dem Haupt, das Jesuskind im Arm. In über hundert weiteren Erscheinungen, die bis zum 2.11.1940 andauerten, nannte sich die Jungfrau Maria immer wieder “Königin des Weltalls” und “die Königin der Armen Seelen”. Maria rief wiederholt zum Gebet auf und warnte vor der Strafe Gottes, falls die Welt sich nicht bekehre.

Dezember – Maria setzt ein Zeichen in Guadalupe / Mexiko

Bereits 1541 erschien Maria dem Indio Juan Diego, und als Zeichen für die Echtheit ihrer Erscheinung entstand auf seinem Überwurf ihr wunderbares Bild. Sie nannte sich “die immerwährende Jungfrau Maria, die Mutter des wahren Gottes, welche die Schlange zertritt”. Die übernatürliche Entstehung des Bildes ist heute wissenschaftlich bestätigt. Durch dieses Ereignis bekehrten sich innerhalb von nur 7 Jahren neun Millionen Indios. Mit rund 20 Millionen Pilgern jährlich ist Guadalupe der größte Wallfahrtsort der Welt. – Kirchlich anerkannt!