Das Franziskanerkloster KUNA

 

KUNA – Das Franziskanerkloster Kuna

M.KUNA-Koster

Schon im Jahr 1681 wurde die Pfarrkirche in KUNA, das bedeutendste Bauwerk außerhalb der Republik Dubrovnik, erbaut.

Im Jahr 1705 wurde neben der Kirche das Franziskanerkloster zu Ehren der Gottesmutter von Loreto, errichtet.

1708 ließen sich die Franziskaner dort nieder und erweiterten die Kirche zu einer dreischiffigen Anlage. Die Marmoraltäre im Innern der Kirche wurden im 18. u. 19 Jh. geschaffen. Auf dem Hauptaltar befindet sich die Holzskulptur der Gottesmutter von Loreto. Das Gemälde aus dem Jahr 1914 am Seitenaltar zeigt die Taufe Jesu. Das Kloster wird heute von Mönchen und Nonnen bewohnt.

In der Pinakothek stehen zwei Statuen und im Kloster sind viele Werke einheimischer Künstler zu sehen. Der Glockenturm an der Südseite hat drei Stockwerke und ist von Balustraden umgeben, die mit Gewölben und Rosetten geschmückt sind. Er wurde erst 1772 von einheimischen Baumeistern fertig gestellt.

An der Außenmauer der Kirche ist eine Schwarze Madonna, die sog. „Delorita”, eingemauert, die schon älter als der vorhandene Kirchenbau ist. Zwei Legenden ranken sich um diese Darstellung:

■     Die Statue sei für Loreto in Italien bestimmt gewesen und auf einem venezianischen Schiff von Afrika transportiert worden. Piraten hätten das Schiff überfallen und ihre Beute nach Kuna gebracht. Um der Exkommunikation durch den Papst zu entgehen, hätten sie eine Kirche gestiftet und die Madonna etwas versteckt an der Rückfront eingemauert.

■    Die Statue habe ursprünglich in der Kirche ihren Platz gehabt. Die vielen Bittsteller störten jedoch in der Kirche, weshalb man die Madonna in die Kirchenmauer einbaute.

STON

 STON

M.STON - Bild

 STON ist ein süddalmatinisches Hafenstädtchen und liegt im äußersten Nordwesten der Meerenge von Ston. Es  ist 59 km von Dubrovnik entfernt.

Auf dem Berg Starigrad sind die Grundmauern einer römischen Burg erhalten. Im 10. Jahrhundert war Ston im Besitz eines Bischofs.

Das heutige Ston wurde 1333 gegründet. Die Stadt wurde mit einer 980m langen Wehrmauern umgeben, die ein unregelmäßiges Fünfeck bildete. Dieser Befestigungskomplex wurde 1333-1506 von der Republik Dubrovnik errichtet.

Bereits 1389 wurden in Ston eine Schule, 1458 ein Armenhaus (das Gebäude existiert noch) und 1494 ein Waisenhaus errichtet. Die sehenswertesten Profanbauten innerhalb der Mauern sind die im Übergangsstil der Gotik und Renaissance erbaute Kanzlei der Republik Dubrovnik, der Sorkocevic-Palast und der ehemalige Bischofssitz (1573 im Stil der Spätrenaissance erbaut). Der ehemalige, im Renaissancestil errichtete Rektorenpalast wurde im 19. Jh. erweitert.

Das Franziskanerkloster mit Kreuzgang aus der Übergangszeit von der Gotik zur Renaissance und die romanisch-gotische Nikolauskirche sind 1347 entstanden. Hier werden verschiedene Kunstgegenstände aufbewahrt: ein großes bemaltes Kruzifix, ein gotisches Schnitzbild des hl. Nikolaus u.a. An der Stelle der heutigen pseudogotischen St.-Blasius-Kirche (von 1870) stand der beim Erdbeben von 1850 eingestürzte Dom aus dem 14. Jh. Erhalten sind die Schnitzfiguren der Heiligen Blasius, Petrus und Paulus sowie eine Ikone der Muttergottes.

M.STON Franzisk-kloster

Außerhalb der Stadtmauern wurde im 15. Jh. die Verkündigungskirche errichtet, an der Stelle der älteren Pfarrkirche der Madonna von Luzine. Vor der Kirche steht die Glöcknerloge mit zwei großen Glocken. Auf dem Berg Sveti Mihajlo ist die Michaelskirche aus dem 9. Jahrhundert mit frühromanischen Wandmalereien erhalten. Auf dem Gebiet von Ston gibt es weitere alte Kirchen, die jetzt größtenteils durch Erdbeben ruiniert sind.

Das historische Ston mit seinen berühmten Befestigungsmauern und zahlreichen Denkmälern aus Kultur und Geschichte ist eines der schönsten Beispiele einer befestigten Stadt.

In den Gaststätten wird Einheimisches geboten, vor allem Austern, die in der Gegend gezüchtet werden, und andere Meeresfrüchte. Ston is auch für seine Salinen.

 

Pilgerführer Alfred Heck aus Köln interviewte die Medjugorje-Pilgerleiterin Marina Majcica

Pilgerführer Alfred Heck aus Köln interviewte die Medjugorje Pilgerleiterin Maria Majcica

Medjugorje2006222

Liebe Marina,
Du hast ein gutes und langes Studium der Rechtswissenschaften erfolgreich abgeschlossen. Dennoch stellst Du Dich schon seit vielen Jahren unermüdlich und mit viel Freude für die deutschsprachigen Pilger in den Dienst der Gospa. Siehst Du Dich dabei auch als ein kleines Werkzeug der Gospa, die in ihrer ersten Monatsbotschaft (25.01.87) gesagt hat:

“Ihr könnt nicht begreifen, wie groß eure Rolle im Plan Gottes ist”?

Selbstverständlich sehe ich mich als ein kleines Werkzeug der Gospa und ich möchte es immer sein. Noch zu der Zeit als ich etwa zwanzig Jahre alt war (ich bin 1967 geboren), habe ich täglich gebetet und zu Gott gefleht durch ein Gebet aus meinem Gebetbuch “Königin des Friedens bitte für uns”. In diesem Gebet ging es darum, ihr die Hände zu schenken für das Gebet, für die Nächsten, für den Kampf um die menschlichen Seelen etc… Die Hände sollten einerseits zärtlich sein, aber andererseits auch wieder hart von schwerer Arbeit.

Damals war es mir eigentlich nicht bewusst, für was ich bitte. Heute sehe ich alles mit anderen Augen und vieles beginne ich erst zu verstehen.
Ich denke, der liebe Gott hat in Seiner Liebe zu mir und durch Seine Mutter meine Hände vervielfältigt: So diene ich erst in meiner Familie und dann auch in anderen Bereichen meines Lebens. Ich bereue es nicht, dass ich nicht in meinem Beruf als Juristin tätig bin. Diese Kenntnisse kann man im Beruf als Pilgerleiterin in Medjugorje auch nutzen. Außerdem: Die Gnade, die ich in Medjugorje bekomme, gibt mir die Kraft, weiter zu gehen. Dabei vergesse ich den ganzen Studien-Stress. Pilgerleiter in Medjugorje zu sein, ist das schönste, was mir passieren konnte.

Wenn Du im Cenacolo die “Zeugnisse” der Jungs übersetzt, merkt man, dass Du sehr gut nachempfinden kannst, wie diese Jungs nach und nach “auf die schiefe Bahn” gelangt sind. Helfen Dir – als Frau und Mutter – diese Zeugnisse, um auch beim Umgang mit den eigenen Kindern möglichst alles richtig zu machen?

Medjugorje2009-16-0013

Die “Zeugnisse”, die ich seit elf Jahren übersetzen darf, sind oft ähnliche Lebensgeschichten. Dennoch berühren sie mich immer von neuem. Selbstverständlich bringen sie mich oft dazu, nach zu denken. Dann stellt sich mir die Frage, ob ich bei der Erziehung meiner Kinder oder in der Beziehung zu meinem Mann immer das Richtige tue, oder ob ich als Frau und Mutter auf die andere Weise wirken soll. Niemand ist perfekt, ich auch nicht. Aber eins habe ich gelernt: unsere menschlichen Kräfte sind wichtig aber nicht genug. Deshalb sollen wir an erster Stelle dem lieben Gott alles anvertrauen und dann aus eigener Kraft die Zeit und die Liebe an den Ehemann und die Kinder bedingungslos verschenken.

Wenn Du uns beim Besuch des “Mutterdorfes” auch erzählst, welche Werke der vor nunmehr schon 11 Jahren verstorbene Franziskanerpater Slavko ins Leben gerufen hat, ahnt man, welche große Rolle die Franziskaner-Priester und Schwestern in der Herzegowina spielen. Deshalb: Gibt es noch immer viele Jugendliche in Deiner Heimat, die Franziskaner-Priester oder -Schwester werden wollen?

MedjugorjePilgerreise2007064

Der liebe Gott hat nicht aufgehört, in die Herzen einzelner Personen zu sprechen, deshalb kann man sagen, dass es immer noch Priester- und Schwesterberufungen gibt, bei denjenigen die Franziskaner und Franziskanerinnen werden möchten.
Das ist nicht mehr so eine große Anzahl wie es in den Zeiten zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg war. Auch die Zeit in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhundert war eine Zeit vieler Berufungen. Wichtig ist zu sagen, dass wir Franziskanerjugendliche haben. D.h.Jungs und Mädchen die sich jedes Jahr weihen lasen und von neuem entscheiden, zur Franziskaner-Jugend zu gehören. Da besteht weiter eine enge Beziehung zwischen der Jugend und den Franziskanern.

Du selbst erzählst immer, wie sehr Pater Slavko Dir persönlich geholfen hat. Was würdest Du den “neuen” Pilgern, die ihn nicht mehr persönlich kennen gelernt haben sagen, was seine beste und wichtigste Eigenschaft war?

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Seine Sensibilität für die Bedürftigen (Armen, Flüchtlingen und Vertriebenen, Kriegskinder, Obdachlosen, Abhängigen, Studenten, Arbeitslosen) war die wichtigste Eigenschaft von Pater Slavko in der Kriegszeit und auch danach, bis zu seinem Lebensende. Er war einer der größten Franziskaner und Humanisten dieser Zeit.

Sind Deine Kinder und Dein Mann nicht manchmal auch ein wenig traurig, dass Du Dich so viel für die Pilger zur Verfügung stellst und in dieser Zeit nicht für die Familie da sein kannst?

Medjugorje2009-18-0013

Ab Jahr 2001, seit ich zum Verein der Pilgerleiter gehöre, hat sich ganz langsam von Jahr zu Jahr meine Tätigkeit in Medjugorje entwickelt. So kann ich sagen, dass ich in
diesem Jahr etwas mehr Arbeit im Vergleich zu den vorherigen Jahren hatte, aber wieder nicht so viel, um für die Familie nicht da zu sein. Meine Familie und ich waren überglücklich, über alle Führungen, die ich für die Pilger machen durfte. Sie waren „wahre Vorsehung Gottes“. Ich konnte uns dadurch Essen kaufen, notwendige Schulsachen und Bücher für die Kinder besorgen und das Wichtigste: Wir konnten mit dem Geld einen Schornstein bauen, wodurch wir es jetzt im Winter schön warm haben werden. Aber es gibt auch schon mal die Situation, wo unsere jüngste Tochter Maria Kristina mich traurig fragt: „Gehst du wieder arbeiten? Obwohl ich meine Kinder immer um mich habe und wir viel Zeit zusammen verbringen, bei Hausaufgaben, Aufräumen, wenn wir spazieren und dabei beten, oder wenn wir zur Kirche gehen: Die Kinder hätten am liebsten ihre Eltern ständig bei sich. Aber die Kinder werden groß, haben selbst viele Aufgaben in der Schule und Schulaktivitäten, die die Eltern finanzieren müssen. Deshalb ist es wichtig, aber heutzutage
oft nicht selbstverständlich, eine Arbeit zu haben und für die Familie sorgen zu können, denn die Arbeitslosigkeit ist bei uns hoch.

Welchen Rat möchtest Du den deutschsprachigen Pilgern zum Schluss geben: Was sollte der Mittelpunkt unseres Medjugorje-Aufenthaltes sein und was ist nicht so wichtig hier für uns?

Die liebe Muttergottes kommt seit 30 Jahren täglich zu uns. Sie spricht zu uns über einen Weg, der zu Ihrem Sohn unserem Gott Jesus Christus führt. Dabei gibt sie uns unterschiedliches Mittel, auf diesem Weg zu gehen und zu bleiben.

Medjugorje2009-14-0002

Deshalb: Der wichtigste Mittelpunkt des Medjugorje-Aufenthaltes ist die Heilige Messe, als Zentrum unseres Lebens. Sowohl die Hl. Messe für die einzelnen Sprachgruppen, wie z. B für die deutschsprachigen Pilger morgens um 9 Uhr, aber auch abends die internationale Messe „für die ganze Welt“ sollten wir als Pilger nicht verpassen. Die Gemeinschaften und Institutionen, die von der Kirche anerkannt sind wie z.B. die Gemeinschaft des barmherzigen Vater (für Abhängige), die Institution Mutterdorf (Waisenhaus), das Zentrum Key (Schwester Krispina; Haus für die Frauen), das Cenacolo (italienische Gemeinschaft für die Abhängigen) etc. sind auch wichtig, weil man dort direkt in Berührung kommt mit den Früchten von Medjugorje. Oft stehen in Medjugorje auch die „Seher“ den Pilgern zur Verfügung. Diese nehmen sich die Zeit, auf diese Weise die Botschaften der Gospa zu verbreiten. Die Pilger denken dann zuweilen irrtümlich, es sei deren Pflicht, und die Seher müssten immer in Medjugorje sein und immer für die Pilger ansprechbar.

Wenn sich die Gelegenheit ergibt, einen Seher zu Gesicht zu bekommen, um noch mal daran erinnert zu werden, was Gott und die Gospa von uns erwarten, sollen wir das als ein besonderes Geschenk betrachten und daraus das Beste für uns ziehen. Eines dürfen wir jedoch nie tun: den Sehern hinterher laufen!

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Mein Rat für Medjugorje wäre: einfach zu sein, und im Gebet das Herz dem liebem Gott und der Muttergottes gegenüber ganz öffnen und zur Hl. Beichte zu gehen. Vielen lieben Dank!

Danke, liebe Marina, für dieses Gespräch und für Deine liebevolle Betreuung unserer Pilgergruppen in Medjugorje…..

Bilder aus dem Archiv Melanie