Medjugorje – Heilung am 3. August 2012

Pascale Gryson-Selmci

Mein größter Wunsch ist es, Gott und seiner Gnade treu zu sein
Wien (kath.net/OasedesFriedens)

Am 3. August 2012 wurde die Belgierin Pascale Gryson-Selmci während der Abendliturgie in Medjugorje spontan von einer schweren neurologischen Erkrankung geheilt. Nach sieben Jahren konnte Pascale zum ersten Mal von ihrem Rollstuhl aufstehen. Einige Tage danach, am Sonntag, dem 5. August, gab sie ein bewegendes Zeugnis von ihrer spontanen Heilung.

Pascale, Sie litten sieben Jahre lang an einer unheilbaren neurologischen Erkrankung und haben hier in Medjugorje eine außerordentliche Erfahrung der Heilung gemacht. Haben Sie um Ihre Heilung gebetet?

Pascale: Vor langer Zeit habe ich um meine Heilung gebetet. Es sind schon über 14 Jahre, dass ich krank bin. Mein ganzes Leben war ich gläubig und engagiert im Dienste des Herrn. Als die ersten Symptome der Krankheit auftraten, habe ich um Heilung gebetet und gebettelt. Andere in meiner Familie haben sich meinem Gebet angeschlossen. Die Antwort, die ich erwartet hatte, blieb allerdings aus. Es gab aber andere Antworten, und irgendwann kam ich zu der Erkenntnis, dass der liebe Gott etwas anderes vorhatte.

Die ersten Antworten, die ich bekam, waren Gnaden, um die Krankheit zu ertragen, Gnade von Kraft und eine tiefe Freude in meinem Herzen. Ich kann sagen, dass der innerste Ort meiner Seele in den Augenblicken größter Not von der Freude des Herrn erfüllt geblieben ist. Ich glaube fest, dass Gottes Hand immer auf mir geruht ist. An seiner Liebe für mich habe ich nie gezweifelt.

Vor wenigen Monaten haben mein Ehemann David und ich einen inneren Drang gefühlt, nach Medjugorje zu fahren, ohne zu wissen, was Maria für uns bereit halten würde. Da war eine absolut unwiderstehbare Anziehungskraft. Dieser Drang überraschte mich, und vor allem die Tatsache, dass wir beide diesen Wunsch in gleicher Weise fühlten. Bei unseren Kindern war das anders; sie lehnten sich wegen meiner Krankheit gegen Gott auf. Immer wieder fragten sie mich, warum Gott manchen Menschen Heilung schenkt, mir aber nicht. Meine Tochter sagte mir: “Mama, warum betest du nicht auch für deine eigene Heilung?” Nach so vielen Jahren hatte ich jedoch begonnen, meine Krankheit als Geschenk Gottes zu erfahren.

Gerne würde ich davon berichten, was die Krankheit mir gebracht hat. Ich denke nicht, dass ich heute der Mensch wäre, der ich bin, ohne dieses Leiden. Ich war eine sehr selbstsichere Person; der Herr hat mir menschliche Talente geschenkt, sodass ich eine brillante und stolze Künstlerin wurde; ich habe Wortkunst studiert und meine Schulkarriere war schnell und außergewöhnlich gut verlaufen. Jeder bewunderte mich.

In einem Satz zusammengefasst: Ich denke, die Krankheit hat mein Herz geöffnet und meinen Blick erhellt. Es geht immerhin um eine Krankheit, die die ganze Person betrifft. Ich habe wirklich alles verloren und bin physisch, geistig und psychisch bis zum Tiefsten gegangen, aber ich habe in meinem Herzen auch erfahren und verstehen können, was andere Menschen mitmachen. Die Krankheit hat mein Herz und meinen Blick geöffnet. Ich glaube, dass ich blind war und jetzt sehe, was andere Menschen bewegt. Ich habe sie lieb, ich möchte ihnen helfen und bei ihnen sein.
Auch habe ich den Reichtum und die Schönheit der Beziehung zu den Mitmenschen entdecken können. Unsere Beziehung als Paar wurde vertieft weit über jede meiner Erwartungen hinaus. Mit einem Wort: Ich habe die Liebe entdeckt, die Liebe des Dreieinigen Gottes, der Gospa (der Gottesmutter), aber auch die der Menschen meiner nächsten Umgebung, all der Menschen, die mir mit soviel Zärtlichkeit begegnet sind.

Kurz vor dem Aufbruch zu unserer Pilgerreise beschlossen wir, unsere zwei Kinder mitzunehmen. Meine Tochter hat mir dann – wie soll ich es sagen – den eindringlichen Auftrag gegeben, für meine Heilung zu beten, nicht, weil ich sie verlangte, sondern weil sie das wollte.
Im Bus nach Medjugorje bekam sie von jemandem einen Zettel mit den Worten, dass sie, wenn sie genug Glauben hätte, Kranke heilen könne, indem sie ihnen die Hände auflegt. Ich habe sie und meinen Sohn ermutigt, um Gnaden für ihre Mama zu bitten, und das haben sie getan und dabei ihre Glaubenszweifel und ihren inneren Widerstand überwunden.

Für meinen Mann und mich war die Reise ein unglaubliches Abenteuer. Wir mussten mit zwei flachen Rollstühlen abreisen, da ich nicht in Sitzhaltung bleiben konnte und einen Stuhl brauchte, der ganz flach zurückgelegt werden konnte. So hatten wir für die Reise einen gemietet. Unser Bus war dafür nicht geeignet; aber viele helfende Hände haben sich wieder und wieder angeboten, den ganzen Tag über, um mich zu tragen, um mich aus dem Bus zu heben und wieder hineinzusetzen.

Diese Solidarität werde ich nie vergessen. Sie ist für mich das größte Zeichen, dass es Gott gibt. Für all die Menschen, die mir geholfen haben, obwohl ich nicht einmal sprechen konnte, für den Empfang, den die Organisatoren mir bereitet haben, für jeden Menschen, der auch nur eine Kleinigkeit für mich gemacht hat, habe ich die Gospa um ihren besonderen mütterlichen Segen gebeten, und dass sie ihnen all das Gute, das sie getan haben, hundertfach zurückschenkt.

Es war mein größtes Verlangen, bei Mirjana die Erscheinung der Gospa am 2. August miterleben zu können. Unser Begleiter war bereit, meinen Mann und mich dorthin zu bringen. Erneut durfte ich eine Gnade erleben, die ich nicht vergessen kann: Mehrere Menschen haben das Unmögliche möglich gemacht und mich in meinem Rollstuhl quer durch die Menschenmenge an den Ort getragen, an dem die Gottesmutter erscheinen sollte.

Dann die Stunden des Gebets in Erwartung der Erscheinung, Stunden, die mir wie ein Augenblick vorkamen, ein Augenblick der Ewigkeit … Im Moment der Erscheinung fühlte ich all meine Erwartungen an unsere Medjugorjereise bereits erfüllt!

Eine Frau sprach meinen Mann und mich an und wiederholte für uns die Botschaft der Gottesmutter an die Kranken. Sie erinnerte uns daran, dass die Gospa den Kranken Gnaden von Licht, Kraft und Heilung erfleht und uns bittet, unsere Leiden anzunehmen und Gott zu schenken.

Ich hatte die Gewissheit, innere Heilung empfangen zu haben, innerliche Freude und einen Frieden, und glaubte daran, dass der Herr uns alle, schneller oder langsamer, heilen würde, weil er es gut mit uns meint, und dass keiner von uns an dem Tag, an dem er in den Himmel kommt, im Rollstuhl sein oder im Krankenbett liegen würde, und ich dankte Gott für die Heilung, die er mir zuteil werden lassen würde, irgendwann, nach seinem Ratschluss.

Am Freitag, dem 3. August, ging mein Mann morgens auf den Kreuzberg. Es war sehr heiß und es war mein größter Traum, ihn begleiten zu können. Leider gab es aber keinen Träger und körperlich ging es mir an diesem Morgen nicht gut. So war es besser für mich, im Bett zu bleiben.

Diesen Tag werde ich als einen der schmerzlichsten während meiner Erkrankung in Erinnerung behalten. Trotz meines Beatmungsgerätes, das mein ständiger Begleiter war, fiel mir das Atmen schwer. Ich war damit einverstanden, dass mein Mann den Kreuzweg mitging – niemals hätte ich gewollt, dass er seinen Plan aufgibt wegen mir –, aber ich konnte weder essen noch trinken und auch keine Medikamente nehmen. Festgenagelt auf meinem Bett hatte ich nicht einmal Kraft zum Beten. Ich war einfach da, in einem „face-to-face“ (Aug in Auge, Anm. d. Red.) mit dem Herrn.

Mein Mann war ganz glücklich, als er zurückkam, tief berührt von dem, was er auf dem Kreuzweg erlebt hatte. Er war von Mitgefühl zu mir erfüllt, und ohne ihm etwas sagen zu müssen, verstand er, dass auch ich den Kreuzweg erlebt hatte, in meinem Bett.

Auf dem Weg auf den Kreuzberg waren Betrachtungen von P. Slavko und Episoden aus seinem Leben vorgelesen worden. Mein Gatte hatte diesen außergewöhnlichen Priester durch einen Film im Autobus nach Medjugorje kennengelernt.

Ich erwartete, dass mein Mann nach so einer Bergwanderung erst einmal ausruhen wollte, aber zu meiner größten Überraschung hatte er nur den einen Plan, mich so schnell als möglich zum Grab dieses Priesters zu bringen. So ließ ich mich am frühen Nachmittag bei sengender Hitze hinbringen. Erneut erlebten wir einen unbeschreiblichen Augenblick des Gebetes und wurden von einer sanften inneren Kraft, von Frieden und dem Gefühl von Gemeinschaft berührt. Spontan sprachen mein Mann und ich das gleiche Gebet: “Herr, wenn es dein Wille ist zu heilen, dann nicht halb, nicht ein kleines Bisschen, sondern ganz, nicht für uns selbst, denn wir wurden von deiner Liebe schon erfüllt – aber für unsere Kinder”. Wir beteten intensiv für sie, dass Gott sie beschütze und sie leite.

Wir beschlossen, an der Abendliturgie teilzunehmen. Ich fühlte mich sehr schwach, und da ich das mehrere Kilogramm schwere Atemgerät nicht auf meinen Knien halten konnte, ließ ich es ausnahmsweise in meinem Quartier.

Wir kamen zu spät, erst während des Evangeliums. Schon unterwegs trugen wir unsere Ohrstöpsel, um doch noch etwas von der Liturgie mitzubekommen.

Seit unserer Ankunft in Medjugorje betete ich immer wieder zum Heiligen Geist, dass er mein ganzes Wesen in Besitz nehme. Jetzt bat ich ihn erneut mit einer Freude, die ich kaum in Worte fassen kann, ganz ihm zu gehören, mit Körper, Seele und Geist.

Es kam der Augenblick der Kommunion, den ich intensiv erwartet hatte. Mein Gatte brachte mich zu einer Reihe von Gläubigen, die sich hinter der Kirche gebildet hatte. Ein Priester überquerte den Weg mit dem Leib Christi, ging an allen Wartenden vorbei und kam direkt auf meinen Mann und mich zu. Dann gingen wir zur Seite, um anderen Platz zu machen.

In diesem Moment vernahm ich einen intensiven Duft. Es war wie jener Rosenduft, den ich schon früher einmal, in der Nähe von Ikonen, wahrgenommen hatte. Ich blickte mich um, woher dieser Duft kam. Aber um uns war niemand.

Mein innerer Blick richtete sich auf Gott und im Geist sah ich mich in einem weißen Kleid vor ihm tanzen. Mit einem Lächeln sagte ich: ”Du weißt, dass ich das nicht kann, aber mit meiner Seele werde ich vor dir tanzen! Ich lobe dich und tanze vor dir.” In diesem Moment fühlte ich, wie eine Kraft meine Beine durchströmte. Innerlich sagte ich: ”Vater, Sohn, Heiliger Geist, wenn du an mir dieses Wunder wahr werden lässt, bitte ich als ein Zeichen der Gnade, auch meinen Mann teilhaben zu lassen.“

Ich wandte mich an ihn und sagte: “Riechst du diesen Duft?” Ganz selbstverständlich antwortete er: “Nein, meine Nase ist zu.“ Er hatte meine Stimme seit einem Jahr nicht mehr gehört und antwortete mir ganz selbstverständlich! Um ihn in die Realität zu bringen, rief ich: ”Hallo, ich rede, hörst du mich?!”
Darauf hob ich meine Beine aus dem Rollstuhl und stellte mich aufrecht hin. Es schien mir, als ob die Menschen um uns begriffen, dass gerade etwas Besonderes geschah. Jemand sagte mir, dass ich sehr jung aussehe. Ich fühlte mich wie auf dem Berg Tabor, dem Berg der Verwandlung.

In den nächsten Tagen besserte sich mein Zustand weiter, fast stündlich. Ich hatte kein Bedürfnis mehr, mich auszuruhen, und die Schmerzen, die meine Krankheit begleitet hatten, wichen einem Muskelkater, der durch die neuen körperlichen Belastungen hervorgerufen wurde, die mir sieben Jahre lang unmöglich gewesen waren.

Wie haben Ihre Kinder die Heilung aufgenommen?
Ich denke, dass meine Kinder sehr, sehr glücklich sind. Wir müssen bedenken, dass sie mich fast nur krank gesehen haben und dass sie sich an diese Veränderung erst gewöhnen müssen.

An welcher Krankheit litten Sie?
Der Name der Krankheit ist Leukenzephalopathie. Es ist eine seltene und unheilbare Krankheit, deren Symptome jener der Multiplen Sklerose ähneln.

Haben Sie besondere Pläne?
Das ist eine schwierige Frage. Wenn Gott eine Gnade schenkt, geht damit eine Verantwortung einher. Mein größter Wunsch ist es – und diesen teile ich mit meinem Gatten –, Gott und seiner Gnade treu zu sein, und ihn, soweit es uns möglich ist, nicht zu enttäuschen.

Konkret wünsche ich mir, meiner Verantwortung als Mutter und Ehefrau gerecht zu werden. Mein tiefer Wunsch ist es, ein Gebetsleben zu leben, jetzt und heute. Gerne würde ich Menschen helfen, die um Hilfe bitten, wie immer diese Hilfe auch aussieht. Vor allem möchte ich Zeugin der Liebe Gottes in unserem Leben sein. Auch wenn es jetzt möglich sein sollte, verschiedenen Aktivitäten nachzugehen, will ich solche Entscheidungen vorher sorgfältig abwägen und um den Rat eines geistlichen Begleiters bitten, damit alles unter dem Segen Gottes, in seinem Licht, geschieht.

(c) by Oase des Friedens, Wien, 11/2012

Sie wird am 24.09.13 beim Friedensgebet im Wiener Stephansdom von ihrer Heilung Zeugnis geben.

Die Erfüllung der Erscheinungen in Medjugorje – Autor Wayne Weible – Übersetzer ins Deutsche -Wolfgang Trautmann -

Endgültige Ernte

WayneWeible

 

Wayne Weible
Autor des internationalen Bestsellers: „Medjugorje – Die Botschaft“

Am 24. Juni 1981 berichteten sechs Kinder aus dem Bergdorf Medjugorje in Zentraljugoslawien, dass ihnen die Muttergottes auf einem Berg erschienen sei.
Angeblich ist sie seither täglich wiedergekommen.

Die Übersetzung ins Deutsche soll der Muttergottes gewidmet sein, die ein jedes ihrer Kinder über alles liebt,
und meiner Frau Beate, die viel Geduld und Verständnis für diese Arbeit im Dienste unserer lieben Mutter Maria aufgebracht hat.
Ferner möchte ich mich recht herzlich bedanken bei meinem Freund Erich Losert, Konrektor an der Volksschule in Hockenheim in Deutschland
und bei Frau Dr. Renate Moser aus Wien in Österreich für ihre großzügige und kompetente Hilfe beim Korrigieren des Buches.

- Wolfgang Trautmann -

 

Ein Wort des Übersetzers – Wolfgang Trautmann

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Es war mir schon lange ein Anliegen, die wunderbaren Bücher von Wayne Weible auch dem deutschsprachigen Leser zur Verfügung zu stellen. Als meine Frau Beate mir das erste Buch, ‚Medjugorje – The Message’, 1992 zu Weihnachten schenkte, konnte ich es nicht weglegen, bis ich es zweimal gelesen hatte. Zwar hatte ich schon vorher über Medjugorje gehört, aber die wahre Bedeutung ist mir erst durch dieses Buch klar geworden.

Da die deutsche Übersetzung des Buches ‚Medjugorje – Die Botschaft’, die seit Juni 2001 bei der ‚Gebetesaktion – Maria Königin des Friedens – Medjugorje’ in Wien erhältlich ist, sehr guten Anklang gefunden hat, habe ich mich entschlossen, auch das neueste Buch von Wayne Weible, ‚Endgültige Ernte – Die Erfüllung der Erscheinungen in Medjugorje’, das die Ereignisse in Medjugorje auf den letzten Stand bis Anfang 2002 bringt, zu übersetzen.

Dieses Buch ist nicht nur eine geschichtliche Abhandlung der dortigen Geschehnisse mit besonderer Hervorhebung der Botschaften der Muttergottes, sondern es bietet auch einen Einblick in die Zusammenhänge der Medjugorjeerscheinungen mit anderen bedeutenden Marienerscheinungen in der Welt; ganz besonders beleuchtet es den Zusammenhang mit den berühmten Erscheinungen in Fatima. Ferner gibt es einen Einblick in den prophetischen Charakter der Medjugorjeerscheinungen im Zusammenhang mit den inneren Eingebungen des italienischen Priesters Don Stefano Gobbi, der die weltweite marianische Priesterbewegung in die Wege geleitet hat.
Ich bin zwar in Deutschland geboren und zur Schule gegangen, doch lebe ich seit 1966 in Kanada. Obwohl ich auf der englisch-sprachigen McMaster Universität in Hamilton in Ontario Elektrotechnik studiert und seit 1970 für eine kanadische Computerfirma in Toronto, Ontario gearbeitet habe, blieb mir die deutsche Sprache doch noch soweit erhalten, dass ich es wagen konnte, dieses Buch zu übersetzen. Unter der besonderen Führung des Heiligen Geistes fiel es mir nicht allzu schwer, dieses Werk im Dienste unserer lieben Mutter Maria zur Vollendung zu führen.

Seit meiner frühen Jugend habe ich schon immer die Führung unserer lieben Mutter verspürt. Auch war der damalige Pfarrer der St. Georgskirche in Hockenheim ein großer Marienverehrer, der mich schon früh unter den Schutz der Muttergottes gestellt hatte. Er ließ auch unter der Pfarrkirche eine Fatimakapelle einrichten, wo die Marienverehrung zur Blüte kam. Dieser Einfluss sollte für mein ganzes Leben von Bedeutung bleiben.

Wenn ich manchmal gar nicht mehr weiter weiß, dann ist unsere liebe Mutter Maria stets da, um mich an ihre Hand zu nehmen und mir einen neuen Weg zu zeigen.
Zu Beginn meines Lebens in Kanada zog sie mich auch gleich wieder an ihr mütterliches Herz, indem sie mich durch die Kolpingsfamilie in Hamilton, Ontario zu jährlichen Exerzitien im Augustinerkloster zu Mary Lake bei King City, Ontario einlud. Dort brachte sie mich ihrem Sohn Jesus durch die starke Führung der Augustinerpatres nahe, die die Exerzitien im Sinne der Botschaften von Medjugorje, lange bevor die Erscheinungen dort begannen, führten. Wir wurden durch unsere Exerzitienmeister stets zur Anbetung Jesu im allerheiligsten Sakrament des Altares, zur Feier des heiligen Messopfers, sowie zum Sakrament der Buße hingeführt. Das Beten des Rosenkranzes und der Kreuzwegstationen war die Norm bei diesen Exerzitien.

Es war auch dort im Frühjahr 1982 gewesen, als ich zum ersten Mal von Medjugorje hörte. Ein Exerzitienteilnehmer aus Hamilton, Ontario hatte ein Tonband mitgebracht, das von den Erlebnissen des kanadischen Pfarrers Bedard in Medjugorje ganz zu Beginn der Erscheinungen handelte. Ich verteilte damals bereits mehrere Kopien dieses Bandes und war generell an dem Phänomen Medjugorje interessiert, doch die wahre Bedeutung der Botschaften war mir erst zu Weihnachten 1992, also über zehn Jahre später, durch das erste Buch von Wayne Weible bewusst geworden..

Da damals gerade der Krieg in Bosnien-Herzegowina tobte, war es mir zu dieser Zeit nicht möglich nach Medjugorje zu reisen. Im April 1994, als der Krieg am Ausklingen war, nahm ich an meiner ersten Pilgerreise mit einer kleinen kanadischen Gruppe aus Ontario und Quebec teil. Obwohl die Anreise über 26 Stunden in Anspruch nahm, waren wir doch alle hellauf begeistert, als wir den Berg Krizevac und die Türme der St. Jakobskirche in Medjugorje zum ersten Mal sahen. Wir hatten genau die gleichen Gefühle der Freude, die Wayne Weible in seinem Buch so wunderbar beschreibt.

Da der Krieg immer noch an einigen Stellen aufflammte, waren zu dieser Zeit nur sehr wenig Pilger in Medjugorje. Auch sah das kleine Dorf aus, als wäre es stark vom Krieg mitgenommen worden, obwohl nicht eine einzige Bombe dort explodiert war. Man sah viele halbfertige Häuser, die vor dem Krieg angefangen worden waren, um der großen Anzahl der Pilger Unterkunft zu bieten. Während des Krieges waren dann alle Männer zum Kriegsdienst eingezogen worden, und die Frauen flohen zum großen Teil mit ihren Kindern aus dieser gefährdeten Gegend. Somit war alle Bautätigkeit zu einem plötzlichen Stillstand gekommen, und das prägte das Bild von Medjugorje im Frühjahr 1994. Die geistliche Atmosphäre hätte jedoch nicht besser sein können, denn die Muttergottes war nicht geflohen, sondern sie war dem Auftrag ihres Sohnes treu geblieben und erschien weiterhin täglich den vier Sehern: Vicka, Marija, Ivan und Jakov. Ivanka und Mirjana hatten zu dieser Zeit bereits ihre zehn Geheimnisse erhalten und hatten nur noch einmal im Jahr eine Erscheinung.

Nach dieser ersten Pilgerreise im April 1994 rief mich die Muttergottes noch sieben Mal nach Medjugorje: Zweimal durfte ich mit deutschsprachigen Gruppen von Wien mit dem Bus dorthin fahren; vier Reisen machte ich von Deutschland aus, wo ich geschäftlich zu tun hatte, und meine letzte Pilgerreise in diese Oase des Friedens machte ich wieder mit einer kleinen kanadischen Gruppe aus Ontario im Oktober 2001.

Ich danke unserer lieben Mutter Maria für all ihre Liebe und Fürsorge für mich und alle ihre Kinder und möchte mit dem Heiligen Vater sprechen: „Totus Tuus, Maria!“

- Wolfgang Trautmann -

 

Feststellung

Die Botschaften, die durch die Erscheinungen der Muttergottes in Medjugorje gegeben wurden, sind von mehreren qualifizierten Stellen erhalten und bestätigt worden; die wichtigsten Quellen dieser Botschaften sind aber meine persönlichen Kontakte und Interviews mit den Sehern, Priestern, sowie anderen Leuten, die eng damit verbunden sind. Alle Botschaften werden von den Priestern der St. Jakobs Kirchengemeinde einer strengen theologischen Prüfung unterworfen, um sicher zu stellen, dass sie in vollem Einklang mit der Heiligen Schrift und der Lehre der katholischen Kirche sind. Sobald eine Botschaft, ein Ereignis oder eine Handlung, die mit den Erscheinungen zusammenhängt, nicht mit dieser bewährten Formel im Einklang wäre, würde die Kirche dieses Phänomen sofort verurteilen. Nach über 20 Jahren täglicher Erscheinungen hat eine solche Verurteilung bisher noch nicht stattgefunden.

Die Wortstellung und Grammatik der einzelnen Botschaften sind den Schwankungen der Übersetzungen in die verschiedenen Sprachen aus dem Kroatischen unterworfen. In diesem Buch wird kein Versuch unternommen, die Übersetzung der Botschaften grammatikalisch zu verbessern oder irgendwelche Teile davon abzuändern. Der Originalcharakter soll somit erhalten bleiben. Beinahe alle Botschaften werden voll wiedergegeben, wie sie von der Muttergottes gegeben wurden. Sie werden im Text durch Kursivschrift hervorgehoben.

Ich bestätige hiermit, dass die endgültige Entscheidung über die Echtheit der Erscheinungen in Medjugorje allein durch die Untersuchungen der katholischen Kirche erstellt wird, und ich unterwerfe mich ganz diesem Urteil. Basiert auf eingehenden Untersuchungen theologischer, wissenschaftlicher und medizinischer Experten, sowie auf die beständigen guten Früchte, nehme ich persönlich die Erscheinungen als echt an, bis ein endgültiges Urteil gefällt ist. Diese Untersuchungen werden in diesem Buch eingehend behandelt.

Dieses Buch ist Menschen aller Glaubensrichtungen gewidmet, die die Botschaften Gottes hören und versuchen, sie auch zu leben.

Wayne Weible
Wolfgang Trautmann

 

Einleitung

Am 26. Juni 2000 wies Papst Paul II den Vatikan an, den Rest des Geheimnisses, das die Muttergottes der Seherin Luzia 1917 in Fatima gegeben hatte, zu veröffentlichen. Die Anhänger von Fatima hatten für Jahrzehnte darum gekämpft, dieses Geheimnis, das bisher als das Dritte Geheimnis von Fatima bekannt war, zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung des Restes des Geheimnisses – eigentlich die ganze Fatimabotschaft – ist meiner Meinung nach eng mit den Ereignissen von Medjugorje verbunden. Dieses Buch versucht, die Zusammenhänge näher zu beleuchten und eingehende Kommentare darüber zu machen. Auch enthält dieses Buch die letzten Ereignisse und die aktuellsten Botschaften der Erscheinungen in Medjugorje bis Anfang 2002.

Diejenigen, die zum ersten Mal von den Erscheinungen der heiligen Jungfrau Maria in Medjugorje lesen, finden hier das aktuellste Buch über das, was ich als das wichtigste Ereignis unserer Zeit betrachte.

Wayne Weible

 

Vorwort

Das wichtigste Ereignis unserer Zeit

Ein erkennbares übernatürliches religiöses Phänomen ist mittlerweile zur Wirklichkeit von Millionen Menschen geworden. Für diejenigen von uns, die an dieses Phänomen glauben, ist es zum wichtigsten Ereignis unserer Zeit geworden.

Die Muttergottes, so wird berichtet, erscheint jetzt schon seit über 20 Jahren sechs Jugendlichen täglich in dem abgelegenen Dorf Medjugorje in Bosnien-Herzegowina. Diese noch nie da gewesene Anzahl von Erscheinungen begann im Juni 1981. Und sie finden weiterhin täglich statt. Der angebliche Grund ist, die Menschen der ganzen Welt zu Gott zurückzuführen. Die Muttergottes hat zu Beginn enthüllt, dass dies ihre letzten Erscheinungen auf der Erde sind, was die Wichtigkeit und Dringlichkeit dieser Erscheinungen nur noch mehr steigert. Sie fügte auch hinzu: „Es wird dann nicht mehr notwendig sein…“

In der Geschichte der römisch-katholischen Kirche ist die Muttergottes viele Male erschienen. Die bekanntesten Erscheinungsorte sind Guadelupe in Mexiko (1531), La Salette (1846) und Lourdes (1858) in Frankreich und Fatima in Portugal (1917). Aber noch nie ist sie für so lange so vielen auserwählten Sehern erschienen; und noch nie hatten die Erscheinungen eine solch umwälzende globale Auswirkung gehabt wie gerade hier in Medjugorje. Der Grund dafür kommt durch die Botschaften der Muttergottes klar zum Ausdruck. Sie ruft dringendst dazu auf, dass die Welt zu Gott zurückkehren müsse, um wahren Frieden und echtes Glück zu erlangen.
Diese besondere marianische Periode begann mit einer einzelnen Erscheinung in LaSalette, wurde dann in Fatima dramatisch gesteigert und wird nun mit erhöhter Dringlichkeit und verlängerter Zeitspanne in Medjugorje fortgesetzt. Es ist die Beständigkeit dieses Aufrufes über eine so lange Zeit, die in einem den Glauben erweckt, dass es sich hier wirklich um einen wichtigen Teil der himmlischen Seelenernte handelt. Es ist meine persönliche Überzeugung, dass es sich hier um den Abschluss der marianischen Erscheinungen handelt.

In Medjugorje warnt die Muttergottes vor den Konsequenzen der ständig anwachsenden Gottlosigkeit in der ganzen Welt. Und doch tut sie das mit einer großen mütterlichen Liebe und stellte sich in ihren ersten Erscheinungen als Königin des Friedens vor. Sie bittet um Versöhnung aller Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, Nationen und Religionen. Dies könne aber nur durch Glauben, Gebet und Fasten erreicht werden. Sie hebt immer wieder hervor, dass sie nur eine von Gott gesandte Botschafterin sei, und dass es die Entscheidung eines jeden Einzelnen sei, das Angebot, bei der Ernte der Seelen dabei zu sein, anzunehmen oder abzulehnen.
Im Sommer 1981 stellte das Dorf Medjugorje sowie der ganze jugoslawische Bundesstaat ganz klar einen Mikrokosmos der Welt dar, die entweder bereits in Krieg verwickelt oder aber nahe daran war, einen Krieg anzufangen. Der Grund dafür war, wie es sooft der Fall bei heutigen Kriegen ist, eine ethnische und religiöse Verfolgung. Seit Jahrhunderten hatten die drei ethnischen Gruppen – Kroaten, Serben und Moslems – dieses slawischen osteuropäischen Staates ihren gegenseitigen Hass zum Ausdruck gebracht. Die Geschichte dieser Gegend ist schon seit sehr langer Zeit durch Friedlosigkeit gekennzeichnet. Alle Generationen litten unter einem scheinbar endlosen Zyklus von Invasionen, Widerständen und Befreiungsversuchen. Zwischen Eroberungen durch die Außenwelt, bekriegten sie sich immer wieder untereinander. Hasserfüllte Gräueltaten wurden nach dem Zweiten Weltkrieg noch dadurch geschürt, dass ihnen eine jugoslawische Föderation aufgezwungen worden war, die sich als eine atheistische, marxistische Diktatur festgesetzt hatte.

Trotz der Wunder der Muttergotteserscheinungen folgte die Bevölkerung zunächst nicht dem Aufruf zur Versöhnung. Kroaten und Serben wollten nicht miteinander leben, und keine der beiden Volksgruppen konnte die islamischen Slawen ausstehen, die sich durch vierhundert Jahre türkischer Herrschaft herausgebildet hatten. Und trotzdem erschien die Muttergottes weiterhin den sechs Jugendlichen, obwohl dort 1991 ein dreijähriger blutiger Krieg ausbrach, der sehr viel zerstörte.
Es ist unglaublich, aber die Pilger kamen selbst während der schlimmsten Kämpfe dieses Krieges. Sie kamen nicht nur aus religiösen Gründen, sondern auch, um dringendst notwendige Hilfsmittel für die unglücklichen Kriegsopfer zu bringen. Es waren Menschen, die früher schon als Pilger nach Medjugorje gekommen waren, und die jetzt, ohne Rücksicht auf ihre eigene Sicherheit, wiederkamen. Diese Folgeleistungen auf die Botschaften von Medjugorje von ganz einfachen Menschen dient starker Beweisgrund dafür, dass der gute Samen der geistlichen Bekehrung auf fruchtbaren Boden gefallen war und jetzt hundertfältige Früchte brachte.
Die Muttergottes erscheint katholischen Jugendlichen in Medjugorje, und ihre Botschaften fordern oft zum Empfang der Sakrament der katholischen Kirche auf. Sie hob jedoch von allem Anfang an hervor, dass ihre Botschaften für Menschen aller Glaubensrichtungen seien. Dies wird durch die große Anzahl Andersgläubiger bestätigt, die durch die Botschaften der Erscheinungen geistliche Bekehrung gefunden haben; und das gilt auch für den Autor dieses Buches.

Dieses Buch will nicht nur die Geschichte der Erscheinungen erzählen, oder einen Beweis für die übernatürliche Natur dieser Erscheinungen erbringen, sondern es will auch anhand der unglaublichen Botschaften, die den Sehern gegeben werden, die geistliche Geschichte und die Auswirkungen dieses Ereignisses darstellen. Eingestreut in diese Botschaften sind tatsächliche Begebenheiten, Geschichten und persönliche Kommentare, die sich durch meine 15-jährigen Nachforschungen herausgebildet haben. Ich hoffe, dadurch ein besseres Zeugnis für dieses Phänomen zu geben, als man es durch viele Tatsachenberichte und theologische und wissenschaftliche Debatten erzielen könnte.
Ohne dass das Buch beängstigend oder apokalyptisch wirken soll, weist es doch auf die direkten Einwirkungen dieser Erscheinungen in der Welt hin. Es versucht auch, den Zusammenhang mit den Erscheinungen der Muttergottes in LaSalette und Fatima, sowie mit den inneren Eingebungen Don Gobbis, der die marianische Priesterbewegung in die Wege geleitet hat, zu beleuchten. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Muttergottes gerade zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte, wie noch nie zuvor, auf die Welt gesandt wird, weil sie das fortsetzen soll, was sie in LaSalette begonnen, in Fatima verstärkt und durch die marianische Priesterbewegung bekräftigt hat. Der Zusammenhang dieser Ereignisse verleiht der Tatsache große Glaubwürdigkeit, dass die endgültige Ernte der Seelen eine Ernte der Liebe und Barmherzigkeit Gottes und nicht der Verdammnis und Verzweiflung ist. Die Muttergottes teilt uns mit, dass am Ende der Erscheinungen von Medjugorje die Welt einer geistlichen Reinigung unterzogen werden wird, die den Anfang einer noch nie da gewesenen Friedensepoche durch eine vollkommene Rückkehr zu Gott in die Wege leiten wird. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass es sich hierbei um das Ende der irdischen Welt handelt.

Dieses Buch will die guten Früchte, die die Erscheinungen von Medjugorje in Menschen aller Glaubensrichtungen, aber auch in Menschen ohne Glauben, hervorrufen, dem Leser näher bringen. Das geschieht in der Hoffnung, dass diejenigen, die über die Muttergotteserscheinungen von Medjugorje zum ersten Mal lesen, sowie diejenigen, denen diese schon bekannt sind, geistig erneuert und gestärkt werden.

Es ist mein Wunsch, dass dieses Buch in allen Lesern den Wunsch erweckt, zu den Seelen der endgültigen Ernte zu gehören.

Wayne Weible

Arthur Boyle aus Hinghama bei Boston erzählt von seiner Heilung in Medjugorje

„Ich wurde geheilt, als ich auf den Kreuzberg ging“
Arthur Boyle, der Vater eines der bekanntesten Eishockey Spielern der USA, hatte Nierenkrebs und Metastasen in den Lungen – die Ärzte gaben ihm nur noch eine geringe Überlebenschance – Dann besuchte er den Marienwallfahrtsort Medjugorje.

Mehr als 600 Heilungen wurden bisher im Büro der Pfarre Medjugorje registriert, die zum Teil medizinisch untersucht wurden. Eine sehr spektakuläre Heilung erfuhr der 51jährige Amerikaner Arthur Boyle aus Hinghama bei Boston, dem die Ärzte nur noch eine geringe Überlebenschance gaben, als er im September 2000 das erste Mal nach Medjugorje kam.

Arthur Boyle ist Vater von 13 Kindern, von denen sechs noch zur Schule gehen und sieben bereits ein abgeschlossenes Studium haben. Sein Sohn Brian zählt zu den bekanntesten Eishockey Spielern der USA. Im Jahr 1999 erhielt Arthur die Diagnose Nierenkrebs und wurde daraufhin operiert. Als jedoch acht Monate nach der Operation Metastasen in der Lunge festgestellt wurden, gaben ihm die Ärzte nur noch eine geringe Überlebenschance. Sie empfahlen eine weitere Operation, bei der ein Teil der Lunge entfernt werden sollte. In dieser Zeit fragte ihn ein Freund, ob er schon von Medjugorje gehört hätte. Da erinnerte er sich an ein Buch über den Wallfahrtsort, das ihm seine Tochter als Medizinstudentin zehn Jahre davor gebracht und das seine Frau damals mit Begeisterung gelesen hatte. Eine Woche danach befand er sich bereits mit zwei Freunden auf dem Flug nach Medjugorje.

Arthur Boyle und seine Heilungsgeschichte:
Nach unserer Ankunft in Medjugorje besuchten wir trotz der Müdigkeit noch die Abendmesse. Es gab in der Kirche eine große Menschenmenge, die vor der Abendmesse den Rosenkranz betete. Zwischen den Geheimnissen wurde das Ave Maria gesungen. Ich wurde sehr berührt, als ich sah, wie die Menschen aus vollem Herzen sangen. Das hat mir eine innere Kraft gegeben.

Am Morgen gingen meine Freunde und ich zur hl. Beichte.

Ich spürte danach, wie meine Depressionen und inneren Verletzungen mich gleichsam verließen. Ich fühlte mich wie neu geboren. Vor einem Juweliergeschäft begegneten wir danach der Seherin Vicka. Meine Freunde erzählten ihr von meiner Krankheit und Vicka betete spontan über mir. Das war für mich eine sehr starke und eindrucksvolle Erfahrung.

Einen Tag danach fuhr ich zu Pater Jozo Zovko nach Siroki Brijeg. Auch er betete über mir. Dann entschlossen wir uns, auf den Kreuzberg zu gehen. Es war ein Regentag. Beim Aufstieg auf den Berg fühlte ich mich sehr müde. Ich hatte starke Schmerzen und das Gefühl, dass es mir nach und nach schlechter ging. Mein Brustkorb schmerzte wie nie zuvor. Als wir die Spitze des Kreuzberges erreichten, waren wir dort allein. Aus ganzem Herzen beteten wir um Verzeihung unserer Sünden und auch um meine Heilung. Wir beteten und weinten.

Nach dem Gebet hatte ich das Gefühl, dass etwas Ungewöhnliches mit mir geschehen war. Ich rief meine Gattin an, um ihr das mitzuteilen. Dabei sagte sie mir, dass ich einen Operationstermin vier Tage nach meiner Rückkehr aus Medjugorje hätte. Ich bat meine Frau, die Ärzte anzurufen und sie zu bitten, mich vor der Operation nochmals zu untersuchen. Kurz danach rief mich die Assistentin des Operateurs an und sagte zu mir: “Herr Boyle, wir wissen, dass Sie in Medjugorje sind und das ist schön. Aber Sie haben Krebs und der wird dort nicht verschwinden. Sie müssen operiert werden!”

Nach diesem Anruf bat ich meine Frau, einen anderen Arzt zu kontaktieren. Später erfuhren wir, dass dieser neue Arzt seine eigenen Eltern ermutigt hatte, nach Medjugorje zu fahren, und dass sich in seiner Praxis ein großes Bild der Muttergottes von Medjugorje befand.

Die Botschaft ist Verzeihung und Beichte
Noch etwas ist in Medjugorje geschehen, was für mich sehr wichtig war. Einige Pilger, mit denen ich in Medjugorje zusammen gesessen bin, sagten mir, dass ich vor allem allen Menschen verzeihen müsse, was sie mir angetan haben. Da ich bereits zwei Mal gebeichtet hatte, wusste ich nicht mehr, was ich noch zu verzeihen hätte. Durch diesen Rat der Pilger erinnerte ich mich aber plötzlich an meine Eltern, denen ich noch zu verzeihen hatte. Sie befanden sich nämlich gerade nach 43 Ehejahren in der Scheidungsphase. Das hatte mich sehr schockiert. So rief ich meine Frau an und bat sie, sie solle meinen Vater, meine Mutter und meine Geschwister zu uns nach Hause einladen, sodass sie bei meiner Rückkehr aus Medjugorje anwesend wären. Meinen Vater rief ich an und sagte ihm, dass ich ihm verzeihe, dass er sich von meiner Mutter getrennt hatte. Denn ich hatte durch Medjugorje und die Muttergottes folgendes erfahren: Wenn du nicht beichtest und nicht verzeihst, kann der Heilige Geist nicht kommen und dir nicht verzeihen. Das habe ich dort gelernt. Wenn du aber das machst, dann bist du offen, dass der Heilige Geist kommen und dich gesund machen kann. Als ich das getan habe, hat Gott mich geheilt.

Als ich nach Hause kam, sagte ich allen: Gott hat mich geheilt. Ich bin geheilt im Herzen. Ich habe eine geistige Heilung erlebt. In der Beichte in Medjugorje habe ich alles, was faul und ungesund in mir war, aus mir hinaus geworfen. Und ich erzählte meinen Angehörigen alles, was ich in Medjugorje erlebt hatte, und so verstanden sie auch meine Freude. Das alles wurde letztendlich durch meine neuen Befunde bestätigt.

Ich fuhr zu diesem neuen Arzt, den meine Frau bereits kontaktiert hatte, mit meinen alten und neuen Befunden. Er schaute sie kurz an und bat mich, noch einige Minuten zu warten. Dann rief er mich in sein Zimmer und sagte mir, dass der Krebs nicht mehr da war. Daraufhin rief ich all jene Ärzte, die bei der Operation anwesend hätten sein sollen, an und informierte sie über meinen Zustand. Interessanterweise akzeptierten sie das alle.

Und am 14. September 2000, dem Tag der Kreuzerhöhung, ging ich statt zu jener Operation, bei der mir die ganze rechte Lunge entfernt hätte werden sollen, mit meinen Freunden Golf spielen.

Die schwere Krankheit war nicht mehr da
Den Augenblick der Heilung beschreibt Arthur mit den Worten:
Ich wurde geheilt, als ich auf den Kreuzberg ging. Die starken Schmerzen, die ich während des Hinaufgehens spürte, verschwanden nach und nach. Und als ich oben unter dem Kreuz stand, rief ich meine Frau an und erzählte ihr das. Ihr Glück war unbeschreibbar.

Gleich nach der Heilung besuchte Arthur gemeinsam mit seiner Frau und sieben seiner Kinder den Wallfahrtsort Medjugorje. Seither kam er fünf weitere Mal nach Medjugorje, einmal auch mit einer Pilgergruppe von rund 40 Personen aus verschiedenen Lebensbereichen, darunter auch Eishockey – Kollegen, mit denen er als begeisterter Hockeyspieler seit langem verbunden ist. Und alle haben in Medjugorje etwas Bestimmtes gesucht.

Nach seiner Heilung war Arthur in vielen amerikanischen Fernsehsendungen zu Gast und gab zahlreiche Interviews. Als am 24.September 2000 die Zeitschrift “Boston Globe” einen Bericht über seine Heilung veröffentlichte, las das auch der Seher Ivan Dragicevic, der die Hälfte des Jahres in den USA verbringt. Er lud daraufhin Arthur und seine Familie zu sich ein.

Arthur reist derzeit immer wieder durch die USA und gibt Zeugnis von seiner Heilung: “Ich habe der Muttergottes versprochen, mein Zeugnis abzulegen, wo immer mich die Leute einladen werden. Auf Grund der Botschaften von Medjugorje haben wir auch eine Gebetsgruppe gegründet, die sich an jedem Donnerstag trifft. Am Anfang waren wir sechs, jetzt sind wir bereits 50, die regelmäßig kommen. Für mich ist es jetzt undenkbar, ohne das tägliche Gebet, das Lesen der Bibel und das Fasten zu leben.”

 

Endgültige Ernte 

Wayne Weible
Autor des internationalen Bestsellers: „Medjugorje – Die Botschaft“

Am 24. Juni 1981 berichteten sechs Kinder aus dem Bergdorf Medjugorje in Zentraljugoslawien, dass ihnen die Muttergottes auf einem Berg erschienen sei. Angeblich ist sie seither täglich wiedergekommen.

Die Übersetzung ins Deutsche soll der Muttergottes gewidmet sein, die ein jedes ihrer Kinder über alles liebt, und meiner Frau Beate, die viel Geduld und Verständnis für diese Arbeit im Dienste unserer lieben Mutter Maria aufgebracht hat.

Ferner möchte ich mich recht herzlich bedanken bei meinem Freund Erich Losert, Konrektor an der Volksschule in Hockenheim in Deutschland

und bei Frau Dr. Renate Moser aus Wien in Österreich für ihre großzügige und kompetente Hilfe beim Korrigieren des Buches.

– Wolfgang Trautmann – Ein Wort des Übersetzers

Es war mir schon lange ein Anliegen, die wunderbaren Bücher von Wayne Weible auch dem deutschsprachigen Leser zur Verfügung zu stellen. Als meine Frau Beate mir das erste Buch, ‚Medjugorje – The Message’, 1992 zu Weihnachten schenkte, konnte ich es nicht weglegen, bis ich es zweimal gelesen hatte. Zwar hatte ich schon vorher über Medjugorje gehört, aber die wahre Bedeutung ist mir erst durch dieses Buch klar geworden.

Da die deutsche Übersetzung des Buches ‚Medjugorje – Die Botschaft’, die seit Juni 2001 bei der ‚Gebetesaktion – Maria Königin des Friedens – Medjugorje’ in Wien erhältlich ist, sehr guten Anklang gefunden hat, habe ich mich entschlossen, auch das neueste Buch von Wayne Weible, ‚Endgültige Ernte – Die Erfüllung der Erscheinungen in Medjugorje’, das die Ereignisse in Medjugorje auf den letzten Stand bis Anfang 2002 bringt, zu übersetzen.

Dieses Buch ist nicht nur eine geschichtliche Abhandlung der dortigen Geschehnisse mit besonderer Hervorhebung der Botschaften der Muttergottes, sondern es bietet auch einen Einblick in die Zusammenhänge der Medjugorjeerscheinungen mit anderen bedeutenden Marienerscheinungen in der Welt; ganz besonders beleuchtet es den Zusammenhang mit den berühmten Erscheinungen in Fatima. Ferner gibt es einen Einblick in den prophetischen Charakter der Medjugorjeerscheinungen im Zusammenhang mit den inneren Eingebungen des italienischen Priesters Don Stefano Gobbi, der die weltweite marianische Priesterbewegung in die Wege geleitet hat.

Ich bin zwar in Deutschland geboren und zur Schule gegangen, doch lebe ich seit 1966 in Kanada. Obwohl ich auf der englisch-sprachigen McMaster Universität in Hamilton in Ontario Elektrotechnik studiert und seit 1970 für eine kanadische Computerfirma in Toronto, Ontario gearbeitet habe, blieb mir die deutsche Sprache doch noch soweit erhalten, dass ich es wagen konnte, dieses Buch zu übersetzen. Unter der besonderen Führung des Heiligen Geistes fiel es mir nicht allzu schwer, dieses Werk im Dienste unserer lieben Mutter Maria zur Vollendung zu führen.

Seit meiner frühen Jugend habe ich schon immer die Führung unserer lieben Mutter verspürt. Auch war der damalige Pfarrer der St. Georgskirche in Hockenheim ein großer Marienverehrer, der mich schon früh unter den Schutz der Muttergottes gestellt hatte. Er ließ auch unter der Pfarrkirche eine Fatimakapelle einrichten, wo die Marienverehrung zur Blüte kam. Dieser Einfluss sollte für mein ganzes Leben von Bedeutung bleiben.

Wenn ich manchmal gar nicht mehr weiter weiß, dann ist unsere liebe Mutter Maria stets da, um mich an ihre Hand zu nehmen und mir einen neuen Weg zu zeigen.
Zu Beginn meines Lebens in Kanada zog sie mich auch gleich wieder an ihr mütterliches Herz, indem sie mich durch die Kolpingsfamilie in Hamilton, Ontario zu jährlichen Exerzitien im Augustinerkloster zu Mary Lake bei King City, Ontario einlud. Dort brachte sie mich ihrem Sohn Jesus durch die starke Führung der Augustinerpatres nahe, die die Exerzitien im Sinne der Botschaften von Medjugorje, lange bevor die Erscheinungen dort begannen, führten. Wir wurden durch unsere Exerzitienmeister stets zur Anbetung Jesu im allerheiligsten Sakrament des Altares, zur Feier des heiligen Messopfers, sowie zum Sakrament der Buße hingeführt. Das Beten des Rosenkranzes und der Kreuzwegstationen war die Norm bei diesen Exerzitien.

Es war auch dort im Frühjahr 1982 gewesen, als ich zum ersten Mal von Medjugorje hörte. Ein Exerzitienteilnehmer aus Hamilton, Ontario hatte ein Tonband mitgebracht, das von den Erlebnissen des kanadischen Pfarrers Bedard in Medjugorje ganz zu Beginn der Erscheinungen handelte. Ich verteilte damals bereits mehrere Kopien dieses Bandes und war generell an dem Phänomen Medjugorje interessiert, doch die wahre Bedeutung der Botschaften war mir erst zu Weihnachten 1992, also über zehn Jahre später, durch das erste Buch von Wayne Weible bewusst geworden..

Da damals gerade der Krieg in Bosnien-Herzegowina tobte, war es mir zu dieser Zeit nicht möglich nach Medjugorje zu reisen. Im April 1994, als der Krieg am Ausklingen war, nahm ich an meiner ersten Pilgerreise mit einer kleinen kanadischen Gruppe aus Ontario und Quebec teil. Obwohl die Anreise über 26 Stunden in Anspruch nahm, waren wir doch alle hellauf begeistert, als wir den Berg Krizevac und die Türme der St. Jakobskirche in Medjugorje zum ersten Mal sahen. Wir hatten genau die gleichen Gefühle der Freude, die Wayne Weible in seinem Buch so wunderbar beschreibt.

Da der Krieg immer noch an einigen Stellen aufflammte, waren zu dieser Zeit nur sehr wenig Pilger in Medjugorje. Auch sah das kleine Dorf aus, als wäre es stark vom Krieg mitgenommen worden, obwohl nicht eine einzige Bombe dort explodiert war. Man sah viele halbfertige Häuser, die vor dem Krieg angefangen worden waren, um der großen Anzahl der Pilger Unterkunft zu bieten. Während des Krieges waren dann alle Männer zum Kriegsdienst eingezogen worden, und die Frauen flohen zum großen Teil mit ihren Kindern aus dieser gefährdeten Gegend. Somit war alle Bautätigkeit zu einem plötzlichen Stillstand gekommen, und das prägte das Bild von Medjugorje im Frühjahr 1994. Die geistliche Atmosphäre hätte jedoch nicht besser sein können, denn die Muttergottes war nicht geflohen, sondern sie war dem Auftrag ihres Sohnes treu geblieben und erschien weiterhin täglich den vier Sehern: Vicka, Marija, Ivan und Jakov. Ivanka und Mirjana hatten zu dieser Zeit bereits ihre zehn Geheimnisse erhalten und hatten nur noch einmal im Jahr eine Erscheinung.

Nach dieser ersten Pilgerreise im April 1994 rief mich die Muttergottes noch sieben Mal nach Medjugorje: Zweimal durfte ich mit deutschsprachigen Gruppen von Wien mit dem Bus dorthin fahren; vier Reisen machte ich von Deutschland aus, wo ich geschäftlich zu tun hatte, und meine letzte Pilgerreise in diese Oase des Friedens machte ich wieder mit einer kleinen kanadischen Gruppe aus Ontario im Oktober 2001.

Ich danke unserer lieben Mutter Maria für all ihre Liebe und Fürsorge für mich und alle ihre Kinder und möchte mit dem Heiligen Vater sprechen: „Totus Tuus, Maria!“

– Wolfgang Trautmann –

Feststellung 

Die Botschaften, die durch die Erscheinungen der Muttergottes in Medjugorje gegeben wurden, sind von mehreren qualifizierten Stellen erhalten und bestätigt worden; die wichtigsten Quellen dieser Botschaften sind aber meine persönlichen Kontakte und Interviews mit den Sehern, Priestern, sowie anderen Leuten, die eng damit verbunden sind. Alle Botschaften werden von den Priestern der St. Jakobs Kirchengemeinde einer strengen theologischen Prüfung unterworfen, um sicher zu stellen, dass sie in vollem Einklang mit der Heiligen Schrift und der Lehre der katholischen Kirche sind. Sobald eine Botschaft, ein Ereignis oder eine Handlung, die mit den Erscheinungen zusammenhängt, nicht mit dieser bewährten Formel im Einklang wäre, würde die Kirche dieses Phänomen sofort verurteilen. Nach über 20 Jahren täglicher Erscheinungen hat eine solche Verurteilung bisher noch nicht stattgefunden.

Die Wortstellung und Grammatik der einzelnen Botschaften sind den Schwankungen der Übersetzungen in die verschiedenen Sprachen aus dem Kroatischen unterworfen. In diesem Buch wird kein Versuch unternommen, die Übersetzung der Botschaften grammatikalisch zu verbessern oder irgendwelche Teile davon abzuändern. Der Originalcharakter soll somit erhalten bleiben. Beinahe alle Botschaften werden voll wiedergegeben, wie sie von der Muttergottes gegeben wurden. Sie werden im Text durch Kursivschrift hervorgehoben.

Ich bestätige hiermit, dass die endgültige Entscheidung über die Echtheit der Erscheinungen in Medjugorje allein durch die Untersuchungen der katholischen Kirche erstellt wird, und ich unterwerfe mich ganz diesem Urteil. Basiert auf eingehenden Untersuchungen theologischer, wissenschaftlicher und medizinischer Experten, sowie auf die beständigen guten Früchte, nehme ich persönlich die Erscheinungen als echt an, bis ein endgültiges Urteil gefällt ist. Diese Untersuchungen werden in diesem Buch eingehend behandelt.

Dieses Buch ist Menschen aller Glaubensrichtungen gewidmet, die die Botschaften Gottes hören und versuchen, sie auch zu leben.

Wayne Weible

Wolfgang Trautmann

Einleitung 

Am 26. Juni 2000 wies Papst Paul II den Vatikan an, den Rest des Geheimnisses, das die Muttergottes der Seherin Luzia 1917 in Fatima gegeben hatte, zu veröffentlichen. Die Anhänger von Fatima hatten für Jahrzehnte darum gekämpft, dieses Geheimnis, das bisher als das Dritte Geheimnis von Fatima bekannt war, zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung des Restes des Geheimnisses – eigentlich die ganze Fatimabotschaft – ist meiner Meinung nach eng mit den Ereignissen von Medjugorje verbunden. Dieses Buch versucht, die Zusammenhänge näher zu beleuchten und eingehende Kommentare darüber zu machen. Auch enthält dieses Buch die letzten Ereignisse und die aktuellsten Botschaften der Erscheinungen in Medjugorje bis Anfang 2002.

Diejenigen, die zum ersten Mal von den Erscheinungen der heiligen Jungfrau Maria in Medjugorje lesen, finden hier das aktuellste Buch über das, was ich als das wichtigste Ereignis unserer Zeit betrachte.

Wayne Weible
 
Vorwort
Das wichtigste Ereignis unserer Zeit 

Ein erkennbares übernatürliches religiöses Phänomen ist mittlerweile zur Wirklichkeit von Millionen Menschen geworden. Für diejenigen von uns, die an dieses Phänomen glauben, ist es zum wichtigsten Ereignis unserer Zeit geworden.

Die Muttergottes, so wird berichtet, erscheint jetzt schon seit über 20 Jahren sechs Jugendlichen täglich in dem abgelegenen Dorf Medjugorje in Bosnien-Herzegowina. Diese noch nie da gewesene Anzahl von Erscheinungen begann im Juni 1981. Und sie finden weiterhin täglich statt. Der angebliche Grund ist, die Menschen der ganzen Welt zu Gott zurückzuführen. Die Muttergottes hat zu Beginn enthüllt, dass dies ihre letzten Erscheinungen auf der Erde sind, was die Wichtigkeit und Dringlichkeit dieser Erscheinungen nur noch mehr steigert. Sie fügte auch hinzu: „Es wird dann nicht mehr notwendig sein…“

In der Geschichte der römisch-katholischen Kirche ist die Muttergottes viele Male erschienen. Die bekanntesten Erscheinungsorte sind Guadelupe in Mexiko (1531), La Salette (1846) und Lourdes (1858) in Frankreich und Fatima in Portugal (1917). Aber noch nie ist sie für so lange so vielen auserwählten Sehern erschienen; und noch nie hatten die Erscheinungen eine solch umwälzende globale Auswirkung gehabt wie gerade hier in Medjugorje. Der Grund dafür kommt durch die Botschaften der Muttergottes klar zum Ausdruck. Sie ruft dringendst dazu auf, dass die Welt zu Gott zurückkehren müsse, um wahren Frieden und echtes Glück zu erlangen.
Diese besondere marianische Periode begann mit einer einzelnen Erscheinung in LaSalette, wurde dann in Fatima dramatisch gesteigert und wird nun mit erhöhter Dringlichkeit und verlängerter Zeitspanne in Medjugorje fortgesetzt. Es ist die Beständigkeit dieses Aufrufes über eine so lange Zeit, die in einem den Glauben erweckt, dass es sich hier wirklich um einen wichtigen Teil der himmlischen Seelenernte handelt. Es ist meine persönliche Überzeugung, dass es sich hier um den Abschluss der marianischen Erscheinungen handelt.

In Medjugorje warnt die Muttergottes vor den Konsequenzen der ständig anwachsenden Gottlosigkeit in der ganzen Welt. Und doch tut sie das mit einer großen mütterlichen Liebe und stellte sich in ihren ersten Erscheinungen als Königin des Friedens vor. Sie bittet um Versöhnung aller Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, Nationen und Religionen. Dies könne aber nur durch Glauben, Gebet und Fasten erreicht werden. Sie hebt immer wieder hervor, dass sie nur eine von Gott gesandte Botschafterin sei, und dass es die Entscheidung eines jeden Einzelnen sei, das Angebot, bei der Ernte der Seelen dabei zu sein, anzunehmen oder abzulehnen.

Im Sommer 1981 stellte das Dorf Medjugorje sowie der ganze jugoslawische Bundesstaat ganz klar einen Mikrokosmos der Welt dar, die entweder bereits in Krieg verwickelt oder aber nahe daran war, einen Krieg anzufangen. Der Grund dafür war, wie es sooft der Fall bei heutigen Kriegen ist, eine ethnische und religiöse Verfolgung. Seit Jahrhunderten hatten die drei ethnischen Gruppen – Kroaten, Serben und Moslems – dieses slawischen osteuropäischen Staates ihren gegenseitigen Hass zum Ausdruck gebracht. Die Geschichte dieser Gegend ist schon seit sehr langer Zeit durch Friedlosigkeit gekennzeichnet. Alle Generationen litten unter einem scheinbar endlosen Zyklus von Invasionen, Widerständen und Befreiungsversuchen. Zwischen Eroberungen durch die Außenwelt, bekriegten sie sich immer wieder untereinander.

Hasserfüllte Gräueltaten wurden nach dem Zweiten Weltkrieg noch dadurch geschürt, dass ihnen eine jugoslawische Föderation aufgezwungen worden war, die sich als eine atheistische, marxistische Diktatur festgesetzt hatte.

Trotz der Wunder der Muttergotteserscheinungen folgte die Bevölkerung zunächst nicht dem Aufruf zur Versöhnung. Kroaten und Serben wollten nicht miteinander leben, und keine der beiden Volksgruppen konnte die islamischen Slawen ausstehen, die sich durch vierhundert Jahre türkischer Herrschaft herausgebildet hatten. Und trotzdem erschien die Muttergottes weiterhin den sechs Jugendlichen, obwohl dort 1991 ein dreijähriger blutiger Krieg ausbrach, der sehr viel zerstörte.

Es ist unglaublich, aber die Pilger kamen selbst während der schlimmsten Kämpfe dieses Krieges. Sie kamen nicht nur aus religiösen Gründen, sondern auch, um dringendst notwendige Hilfsmittel für die unglücklichen Kriegsopfer zu bringen. Es waren Menschen, die früher schon als Pilger nach Medjugorje gekommen waren, und die jetzt, ohne Rücksicht auf ihre eigene Sicherheit, wiederkamen. Diese Folgeleistungen auf die Botschaften von Medjugorje von ganz einfachen Menschen dient starker Beweisgrund dafür, dass der gute Samen der geistlichen Bekehrung auf fruchtbaren Boden gefallen war und jetzt hundertfältige Früchte brachte.

Die Muttergottes erscheint katholischen Jugendlichen in Medjugorje, und ihre Botschaften fordern oft zum Empfang der Sakrament der katholischen Kirche auf. Sie hob jedoch von allem Anfang an hervor, dass ihre Botschaften für Menschen aller Glaubensrichtungen seien. Dies wird durch die große Anzahl Andersgläubiger bestätigt, die durch die Botschaften der Erscheinungen geistliche Bekehrung gefunden haben; und das gilt auch für den Autor dieses Buches.

Dieses Buch will nicht nur die Geschichte der Erscheinungen erzählen, oder einen Beweis für die übernatürliche Natur dieser Erscheinungen erbringen, sondern es will auch anhand der unglaublichen Botschaften, die den Sehern gegeben werden, die geistliche Geschichte und die Auswirkungen dieses Ereignisses darstellen. Eingestreut in diese Botschaften sind tatsächliche Begebenheiten, Geschichten und persönliche Kommentare, die sich durch meine 15-jährigen Nachforschungen herausgebildet haben. Ich hoffe, dadurch ein besseres Zeugnis für dieses Phänomen zu geben, als man es durch viele Tatsachenberichte und theologische und wissenschaftliche Debatten erzielen könnte.

Ohne dass das Buch beängstigend oder apokalyptisch wirken soll, weist es doch auf die direkten Einwirkungen dieser Erscheinungen in der Welt hin. Es versucht auch, den Zusammenhang mit den Erscheinungen der Muttergottes in LaSalette und Fatima, sowie mit den inneren Eingebungen Don Gobbis, der die marianische Priesterbewegung in die Wege geleitet hat, zu beleuchten. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Muttergottes gerade zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte, wie noch nie zuvor, auf die Welt gesandt wird, weil sie das fortsetzen soll, was sie in LaSalette begonnen, in Fatima verstärkt und durch die marianische Priesterbewegung bekräftigt hat. Der Zusammenhang dieser Ereignisse verleiht der Tatsache große Glaubwürdigkeit, dass die endgültige Ernte der Seelen eine Ernte der Liebe und Barmherzigkeit Gottes und nicht der Verdammnis und Verzweiflung ist. Die Muttergottes teilt uns mit, dass am Ende der Erscheinungen von Medjugorje die Welt einer geistlichen Reinigung unterzogen werden wird, die den Anfang einer noch nie da gewesenen Friedensepoche durch eine vollkommene Rückkehr zu Gott in die Wege leiten wird. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass es sich hierbei um das Ende der irdischen Welt handelt.

Dieses Buch will die guten Früchte, die die Erscheinungen von Medjugorje in Menschen aller Glaubensrichtungen, aber auch in Menschen ohne Glauben, hervorrufen, dem Leser näher bringen. Das geschieht in der Hoffnung, dass diejenigen, die über die Muttergotteserscheinungen von Medjugorje zum ersten Mal lesen, sowie diejenigen, denen diese schon bekannt sind, geistig erneuert und gestärkt werden.

Es ist mein Wunsch, dass dieses Buch in allen Lesern den Wunsch erweckt, zu den Seelen der endgültigen Ernte zu gehören.

Wayne Weible