Pilgerführer Alfred Heck aus Köln interviewte die Medjugorje-Pilgerleiterin Marina Majcica

Pilgerführer Alfred Heck aus Köln interviewte die Medjugorje Pilgerleiterin Maria Majcica

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Liebe Marina,
Du hast ein gutes und langes Studium der Rechtswissenschaften erfolgreich abgeschlossen. Dennoch stellst Du Dich schon seit vielen Jahren unermüdlich und mit viel Freude für die deutschsprachigen Pilger in den Dienst der Gospa. Siehst Du Dich dabei auch als ein kleines Werkzeug der Gospa, die in ihrer ersten Monatsbotschaft (25.01.87) gesagt hat:

“Ihr könnt nicht begreifen, wie groß eure Rolle im Plan Gottes ist”?

Selbstverständlich sehe ich mich als ein kleines Werkzeug der Gospa und ich möchte es immer sein. Noch zu der Zeit als ich etwa zwanzig Jahre alt war (ich bin 1967 geboren), habe ich täglich gebetet und zu Gott gefleht durch ein Gebet aus meinem Gebetbuch “Königin des Friedens bitte für uns”. In diesem Gebet ging es darum, ihr die Hände zu schenken für das Gebet, für die Nächsten, für den Kampf um die menschlichen Seelen etc… Die Hände sollten einerseits zärtlich sein, aber andererseits auch wieder hart von schwerer Arbeit.

Damals war es mir eigentlich nicht bewusst, für was ich bitte. Heute sehe ich alles mit anderen Augen und vieles beginne ich erst zu verstehen.
Ich denke, der liebe Gott hat in Seiner Liebe zu mir und durch Seine Mutter meine Hände vervielfältigt: So diene ich erst in meiner Familie und dann auch in anderen Bereichen meines Lebens. Ich bereue es nicht, dass ich nicht in meinem Beruf als Juristin tätig bin. Diese Kenntnisse kann man im Beruf als Pilgerleiterin in Medjugorje auch nutzen. Außerdem: Die Gnade, die ich in Medjugorje bekomme, gibt mir die Kraft, weiter zu gehen. Dabei vergesse ich den ganzen Studien-Stress. Pilgerleiter in Medjugorje zu sein, ist das schönste, was mir passieren konnte.

Wenn Du im Cenacolo die “Zeugnisse” der Jungs übersetzt, merkt man, dass Du sehr gut nachempfinden kannst, wie diese Jungs nach und nach “auf die schiefe Bahn” gelangt sind. Helfen Dir – als Frau und Mutter – diese Zeugnisse, um auch beim Umgang mit den eigenen Kindern möglichst alles richtig zu machen?

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Die “Zeugnisse”, die ich seit elf Jahren übersetzen darf, sind oft ähnliche Lebensgeschichten. Dennoch berühren sie mich immer von neuem. Selbstverständlich bringen sie mich oft dazu, nach zu denken. Dann stellt sich mir die Frage, ob ich bei der Erziehung meiner Kinder oder in der Beziehung zu meinem Mann immer das Richtige tue, oder ob ich als Frau und Mutter auf die andere Weise wirken soll. Niemand ist perfekt, ich auch nicht. Aber eins habe ich gelernt: unsere menschlichen Kräfte sind wichtig aber nicht genug. Deshalb sollen wir an erster Stelle dem lieben Gott alles anvertrauen und dann aus eigener Kraft die Zeit und die Liebe an den Ehemann und die Kinder bedingungslos verschenken.

Wenn Du uns beim Besuch des “Mutterdorfes” auch erzählst, welche Werke der vor nunmehr schon 11 Jahren verstorbene Franziskanerpater Slavko ins Leben gerufen hat, ahnt man, welche große Rolle die Franziskaner-Priester und Schwestern in der Herzegowina spielen. Deshalb: Gibt es noch immer viele Jugendliche in Deiner Heimat, die Franziskaner-Priester oder -Schwester werden wollen?

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Der liebe Gott hat nicht aufgehört, in die Herzen einzelner Personen zu sprechen, deshalb kann man sagen, dass es immer noch Priester- und Schwesterberufungen gibt, bei denjenigen die Franziskaner und Franziskanerinnen werden möchten.
Das ist nicht mehr so eine große Anzahl wie es in den Zeiten zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg war. Auch die Zeit in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhundert war eine Zeit vieler Berufungen. Wichtig ist zu sagen, dass wir Franziskanerjugendliche haben. D.h.Jungs und Mädchen die sich jedes Jahr weihen lasen und von neuem entscheiden, zur Franziskaner-Jugend zu gehören. Da besteht weiter eine enge Beziehung zwischen der Jugend und den Franziskanern.

Du selbst erzählst immer, wie sehr Pater Slavko Dir persönlich geholfen hat. Was würdest Du den “neuen” Pilgern, die ihn nicht mehr persönlich kennen gelernt haben sagen, was seine beste und wichtigste Eigenschaft war?

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Seine Sensibilität für die Bedürftigen (Armen, Flüchtlingen und Vertriebenen, Kriegskinder, Obdachlosen, Abhängigen, Studenten, Arbeitslosen) war die wichtigste Eigenschaft von Pater Slavko in der Kriegszeit und auch danach, bis zu seinem Lebensende. Er war einer der größten Franziskaner und Humanisten dieser Zeit.

Sind Deine Kinder und Dein Mann nicht manchmal auch ein wenig traurig, dass Du Dich so viel für die Pilger zur Verfügung stellst und in dieser Zeit nicht für die Familie da sein kannst?

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Ab Jahr 2001, seit ich zum Verein der Pilgerleiter gehöre, hat sich ganz langsam von Jahr zu Jahr meine Tätigkeit in Medjugorje entwickelt. So kann ich sagen, dass ich in
diesem Jahr etwas mehr Arbeit im Vergleich zu den vorherigen Jahren hatte, aber wieder nicht so viel, um für die Familie nicht da zu sein. Meine Familie und ich waren überglücklich, über alle Führungen, die ich für die Pilger machen durfte. Sie waren „wahre Vorsehung Gottes“. Ich konnte uns dadurch Essen kaufen, notwendige Schulsachen und Bücher für die Kinder besorgen und das Wichtigste: Wir konnten mit dem Geld einen Schornstein bauen, wodurch wir es jetzt im Winter schön warm haben werden. Aber es gibt auch schon mal die Situation, wo unsere jüngste Tochter Maria Kristina mich traurig fragt: „Gehst du wieder arbeiten? Obwohl ich meine Kinder immer um mich habe und wir viel Zeit zusammen verbringen, bei Hausaufgaben, Aufräumen, wenn wir spazieren und dabei beten, oder wenn wir zur Kirche gehen: Die Kinder hätten am liebsten ihre Eltern ständig bei sich. Aber die Kinder werden groß, haben selbst viele Aufgaben in der Schule und Schulaktivitäten, die die Eltern finanzieren müssen. Deshalb ist es wichtig, aber heutzutage
oft nicht selbstverständlich, eine Arbeit zu haben und für die Familie sorgen zu können, denn die Arbeitslosigkeit ist bei uns hoch.

Welchen Rat möchtest Du den deutschsprachigen Pilgern zum Schluss geben: Was sollte der Mittelpunkt unseres Medjugorje-Aufenthaltes sein und was ist nicht so wichtig hier für uns?

Die liebe Muttergottes kommt seit 30 Jahren täglich zu uns. Sie spricht zu uns über einen Weg, der zu Ihrem Sohn unserem Gott Jesus Christus führt. Dabei gibt sie uns unterschiedliches Mittel, auf diesem Weg zu gehen und zu bleiben.

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Deshalb: Der wichtigste Mittelpunkt des Medjugorje-Aufenthaltes ist die Heilige Messe, als Zentrum unseres Lebens. Sowohl die Hl. Messe für die einzelnen Sprachgruppen, wie z. B für die deutschsprachigen Pilger morgens um 9 Uhr, aber auch abends die internationale Messe „für die ganze Welt“ sollten wir als Pilger nicht verpassen. Die Gemeinschaften und Institutionen, die von der Kirche anerkannt sind wie z.B. die Gemeinschaft des barmherzigen Vater (für Abhängige), die Institution Mutterdorf (Waisenhaus), das Zentrum Key (Schwester Krispina; Haus für die Frauen), das Cenacolo (italienische Gemeinschaft für die Abhängigen) etc. sind auch wichtig, weil man dort direkt in Berührung kommt mit den Früchten von Medjugorje. Oft stehen in Medjugorje auch die „Seher“ den Pilgern zur Verfügung. Diese nehmen sich die Zeit, auf diese Weise die Botschaften der Gospa zu verbreiten. Die Pilger denken dann zuweilen irrtümlich, es sei deren Pflicht, und die Seher müssten immer in Medjugorje sein und immer für die Pilger ansprechbar.

Wenn sich die Gelegenheit ergibt, einen Seher zu Gesicht zu bekommen, um noch mal daran erinnert zu werden, was Gott und die Gospa von uns erwarten, sollen wir das als ein besonderes Geschenk betrachten und daraus das Beste für uns ziehen. Eines dürfen wir jedoch nie tun: den Sehern hinterher laufen!

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Mein Rat für Medjugorje wäre: einfach zu sein, und im Gebet das Herz dem liebem Gott und der Muttergottes gegenüber ganz öffnen und zur Hl. Beichte zu gehen. Vielen lieben Dank!

Danke, liebe Marina, für dieses Gespräch und für Deine liebevolle Betreuung unserer Pilgergruppen in Medjugorje…..

Bilder aus dem Archiv Melanie

Medjugorje und seine Geschichte

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MEDUGORJE – KURZE CHRONOLOGISCHE ÜBERSICHT
Medugorje, ein kleines, im Gebirge von Bosnien-Herzegowina verlorenes  Dorf, befindet sich im Gebiet der Westherzegowina, wo die kroatische katholische Bevölkerung ansässig ist. Dieser Ort, der früher selbst im eigenen Land fast unbekannt war, wurde in neuerer Zeit zu einem der bekanntesten und meistbesuchten Orte der Welt. Menschen aus allen Völkern und Ständen waren hier und kommen  weiter hierher. Was ist denn in Medjugorje geschehen, dass sich die ganze Welt plötzlich für diesen Ort interessiert? Warum ist er so interessant geworden?

Was geschehen ist und was noch heute geschieht, sind die Erscheinungen der heiligen Jungfrau Maria. Seit dem 24. Juni 1981 erscheint sie jeden Tag – bis heute! Seit dieser Zeit sagen sechs Jugendliche unter Eid, ihnen sei die heilige Jungfrau Maria, die „Gospa”, erschienen bzw. sie erscheine ihnen heute noch.

 

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WIE SAHEN DIE ERSTEN TAGE AUS?

DER ERSTE TAG
Am ersten Tag, dem 24. Juni 1981, gegen 18 Uhr,  sahen die Jugendlichen Ivanka Ivankovic, Mirjana Dragicevic, Vicka Ivankovic, Ivan Dragicevic, Ivan Ivankovic und Milka Pavlovic am Ort genannt  Podbrdo, eine wunderschöne junge Frau mit einem Kind auf dem Arm. Sie sagte nichts, sondern gab ein Zeichen, ihr näher zu kommen. Die Kinder aber, überrascht und erschrocken, wagten es nicht, obwohl sie dachten, dass es die Gospa sei.

 

DER ZWEITE TAG
Am zweiten Tag, dem 25. Juni 1981, begaben sich die Jugendlichen nach Absprache um dieselbe Zeit wieder zu dem Ort, wo ihnen am vorigen Tag die Gospa erschienen war, in der Hoffnung sie wieder zu sehen. Auf einmal blitzte ein Licht auf, und im Licht war die Gospa, diesmal ohne Kind am Arm. Sie war unbeschreiblich schön, froh und lachte ihnen zu. Auch diesmal gab sie ihnen mit den Händen das Zeichen, zu ihr zu kommen. Die Jugendlichen nahmen dieses Mal ihren Mut zusammen und kamen zu ihr. Sie fielen gleich auf die Knie und begannen das Vaterunser, Ave Maria und Ehre sei dem Vater zu beten. Und die Gospa betete zusammen mit ihnen. Nach dem Gebet begann sie mit ihnen zu sprechen. Ivanka fragte sie nach ihrer Mutter, die  zwei Monate zuvor gestorben war. Mirjana verlangte von der Gospa ein Zeichen, damit die Leute von ihrer Ehrlichkeit überzeugt würden und sie nicht für verrückt hielten, wie manche schon behaupten. Auf die Frage der Jugendlichen, ob sie auch morgen erscheinen werde, nickte sie mit  dem Kopf. Am Schluss entließ die Gospa die Jugendlichen mit den Worten: „Mit Gott, meine Engel”  (Der Abschiedsgruß „Mit Gott!” (Zbo-gom!) ist hier häufig gebraucht) Diese ganze Szene war, nach dem Zeugnis der Jugendlichen, unbeschreiblich.

An dem Tag waren die Jugendlichen Ivan Ivankovic und Milka Paviovic nicht dabei und sahen die Gottesmutter nicht, auch später nicht mehr, obwohl sie sich dann den anderen Sehern zugesellt hatten, mit dem Wunsch die Gospa wieder zu sehen. Die Gospa gönnte  dieses Glück Marija Paviovic und Jakov Colo. Seit damals sind es die sechs Jugendlichen, denen die Gospa regelmäßig erscheint.

 

DER DRITTE TAG
Am 26. Juni 1981 warteten die Jugendlichen gespannt auf die Zeit der Erscheinung. Sie begaben sich wieder zum gleichen Ort, um sich mit der Gospa zu treffen. Sie waren voll Freude. Diese Freude aber war gemischt mit Angst vor der Ungewissheit, was alles daraus werde. Trotz allem fühlten die Jugendlichen, dass eine innere Kraft sie zur Gospa zog. Während sie noch auf dem Weg waren, leuchtete ein Licht dreimal auf. Das war für sie und für andere, die sie begleiteten, das Zeichen, wo sich die Gospa befand. Dieses Mal erschien sie nicht am dem Ort der bisherigen Erscheinungen, sondern etwas ferner, etwa fünfzig Meter höher am Berg.  Für einen Augenblick verschwand die Gospa. Als sie aber zu beten begannen, erschien sie wieder. Auch diesmal war sie wunderbar, heiter und froh. – Bevor sie sich auf den Berg begaben, nahmen die Seher, beraten von den älteren Frauen, Weihwasser mit, um die Erscheinung zu besprengen und  sich so vor Satan zu versichern. Vicka besprengte die Erscheinung mit geweihtem Wasser und Salz und sagte: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und  des Heiligen Geistes. Wenn du die Gospa bist, bleib da. Wenn  du sie nicht bist, geh weg!” Die Gospa aber lächelte nur. Dann fragte Mirjana die Erscheinung nach ihrem Namen. Die Antwort war: „Ich bin die heilige Jungfrau Maria.”

Am gleichen Tag, während die Seher  vom Berg zurück gingen, erschien die Gospa noch einmal, aber nur der Seherin Marija und sagte: „Frieden, Frieden, Frieden und nur Frieden!” Hinter ihr war ein Kreuz. Dabei wiederholte sie weinend zweimal: „Der Frieden muss die Oberhand zwischen den Menschen und Gott, aber auch unter den Menschen gewinnen!”

 

DER VIERTE  TAG
Am 27. Juni 1981 erschien die Gospa dreimal. Die Seher befragten sie allerlei, und sie beantwortete die Fragen. Für die Priester sagte sie: „Sie sollen fest glauben und den Glauben des  Volkes unterstützen”. Wieder baten Mirjana und Jakov, sie solle ein Zeichen geben, weil es sich herumspreche, sie seien Betrüger und von Rauschgift abhängig. Sie antwortete ihnen: „Meine Kinder, in der Welt gab es immer Unrecht, so auch hier. Ihr sollt darauf keine Rücksicht nehmen!” Vor dem Abschied, auf die Frage, ob sie wiederkommen werde, nickte sie mit dem Kopf. Beim Abstieg vom Berg erschien sie noch einmal und nahm Abschied von den Sehern mit den Worten: „Mit Gott, meine Engel! Geht in Frieden!”

 

DER FÜNFTE TAG
Am 28. Juni 1981 begann sich schon früh eine große Menschenmenge zu  versammeln. Man schätzte sie auf fünfzehntausend. Am gleichen  Tag fragte der Pfarrer Pater Jozo Zovko  die jungen Seher aus über alles, was sie in diesen Tagen erlebt hatten.

Um  die gewohnte Zeit erschien die Gospa wieder. Die Jugendlichen beteten mit ihr,  danach stellten sie ihr einige Fragen. Vicka fragte z. B. „Meine Gospa, was wünschst du von uns und unseren Priestern?” Sie antwortete: „Das Volk möge beten und fest glauben!” Bezüglich der Frage über die Priester sagte sie, sie mögen fest glauben und den anderen dabei  helfen. An diesem Tag erschien die Gospa mehrmals. Bei einer  Gelegenheit fragten die Seher die Gospa, warum sie nicht in der Kirche vor allen erscheinen würde, wo alle sie sehen könnten. Sie antwortete: „Selig, die nicht sehen und doch glauben!”

Obwohl eine drückende Hitze war und die Seher mit verschiedensten Fragen von der Menschenmenge bestürmt waren, fühlten sie sich wie im Paradies.

 

DER SECHSTE TAG
Am  29. Juni 1981 wurden die Seher nach Mostar zur psychiatrischen Untersuchung gebracht. Die Untersuchung zeigte, dass die Seher vollkommen gesund waren. Die Oberärztin sagte unter anderem: „Nicht diese Kinder sind verrückt, sondern jener, der sie hierher gebracht hat.”

Am diesem Tag gab es mehr Menschen am Berg der Erscheinung als alle anderen Tage bisher. Sobald die Jugendlichen kamen und zu  beten begannen, erschien ihnen die Gospa. Bei dieser Gelegenheit rief sie alle Leute zum Glauben auf: „Das Volk möge fest glauben und sich vor nichts fürchten!”

Auch eine Ärztin begleitete die Jugendlichen an diesem Tag. Während der Erscheinung betrachtete sie die Jugendlichen und äußerte den Wunsch, die Gospa zu berühren. Und als sie, nach Anleitung der Seher,  mit eigener Hand die Schulter der Gospa berührte, durchlief sie ein Schauer. Obwohl sie keine Gläubige war, gab sie später an, dass es da „etwas Merkwürdiges” gebe.

DER SIEBTE TAG
Am 30. Juni 1981 boten zwei Frauen den Sehern eine Spazierfahrt an. Dabei hatten sie die Absicht, die Seher in der Zeit der Erscheinung weit vom Berg der Erscheinung weg zu bringen. Die Seher aber, wie nach einer inneren Anregung, verlangten  um diese Zeit aus dem Auto aus zusteigen. Sobald sie ausgestiegen waren und  zu beten begonnen hatten, kam die Gospa vom Berg der Erscheinung, der einige Kilometer entfernt war, ihnen entgegen und betete mit ihnen sieben „Vater unser…”
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Bald nach dieser Zeit traten Schwierigkeiten auf. Den Sehern und später auch den anderen Menschen  verhinderte man den Zutritt zum Erscheinungsberg. Die Gottesmutter erscheint ihnen aber an verschiedenen anderen Orten, in ihren Häusern, auf dem Feld… Die Seher haben jetzt schon  Mut gefasst. Sie sprechen mit der Gospa offener und hören gern auf ihren Rat, ihre Mahnung und ihre Botschaft. So dauert es bis zum 15. Januar 1982. Inzwischen bemüht sich der Pfarrer, die Pilger in die Kirche zu holen, mit ihnen den Rosenkranz zu beten und die Eucharistie zu feiern. Die Seher kommen auch in die Kirche und beten den Rosenkranz  vor. Auch da erscheint ihnen die Gospa einige Male.

Ab dem 15. Januar 1982 haben die Jugendlichen die Erscheinung in einem Nebenraum der Pfarrkirche, rechts vom Altar. Dies ermöglicht ihnen der Pfarrer wegen der neu entstandenen Schwierigkeiten und  Gefahren. Zuvor hat es auch die Gospa den Sehern zugestanden. Im April 1985 verlassen die Seher auf Verlangen des Diözesanbischofs diesen Raum. Die Erscheinungen ereignen sich von nun an in einem Raum des Pfarrhauses. Am  1. September 1987 erlässt Bischof Zanic für die Seher das Verbot, zur Zeit der Erscheinungen im Pfarrhaus zu sein. Die Seher nehmen von jetzt an auf der Empore der Pfarrkirche am abendlichen Gottesdienst teil. Dort erleben sie auch die  Begegnung mit der Gottesmutter.

Die Gospa erschien nicht immer am gleichen Ort, weder der Gruppe noch den Einzelnen. Ihre Erscheinungen dauerten nicht gleich lang. Manchmal nur zwei Minuten, manchmal aber eine  Stunde lang. Genauso erschien die Gospa nicht immer, wenn die Seher beteten und auf sie warteten, sondern z. B. später, unerwartet und unangekündigt.

Manchmal erschien sie ihnen, bevor sie überhaupt an eine Erscheinung gedacht haben. Manchmal erschien sie den einen, während die anderen keine Erscheinung hatten. Falls sie nicht im Voraus versprochen hatte, um eine bestimmte Zeit zu erscheinen, konnte niemand wissen, ob sie erscheinen  werde und wann.

Jetzt erscheint die Gospa nur vier von den sechs Sehern. Seit dem 25. Dezember 1982 hat Mirjana keine regelmäßige Erscheinungen der Gottesmutter mehr.  An diesen Tag vertraute ihr die Gospa das zehnte Geheimnis an und versprach, ihr an ihrem Geburtstag und in besonders wichtigen Lebenssituationen zu erscheinen. Die Seherin Ivanka hatte die letzte regelmäßige  Erscheinung am 7. Mai 1985. Wie Mirjana erhielt sie auch das zehnte Geheimnis von der Gospa  mitgeteilt und das Versprechen, die Gospa an ihrem Geburtstag, am 25. Juni, sehen zu  können.

In der Zwischenzeit bekam Medugorje zwei neue Seherinnen, die auf eine andere, innere Weise die Gospa sehen.  Das sind Jelena Vasilj (1972) und Marijana Vasilj (1972). Jelena hat diese Erlebnisse  seit dem 15. Dezember 1982 und Marijana seit dem 1. April 1983.  Zu  dieser Zeit bildet sich eine Gebetsgruppe, die sich zum gemeinsamen Gebet trifft. Diese Gruppe wird von der Gospa durch die beiden Seherinnen geleitet.

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BEDEUTUNG DER PRIESTER ALS VERMITTLER

Die  Jungfrau sagte der Seherin Mirjana, sie solle der Welt erzählen, dass viele Menschen ihren Glauben auf das Verhalten der Geistlichen stützen (sie erwähnt besonders die Schweiz, Österreich und Deutschland). Wenn der Pfarrer sich nicht so beträgt, wie es der Höhe seiner Berufung entspricht, dann sagen sie, dass Gott nicht existiere, dass der Glaube  nicht existiere. Sie sprach zu Mirjana:

“Man geht zur Kirche, um zu beten und das Wort Gottes zu hören, das der Priester verkündet”.

In einem Interview sprach Pater Petar  Ljubicic kürzlich über seine Beziehung zu den  Geheimnissen:

“Sie sind der von Mirjana ausgewählte Priester, der einige Geheimnisse drei Tage von ihrer Erfüllung enthüllen soll. Können Sie uns sagen, was Sie tun werden?”

“Es ist sehr schwierig, davon zu reden, denn für mich setzt dies eine schwere und  schwierige Verantwortung voraus. Als Mirjana mir sagte, dass sie mich ausgewählt hatte, hatten andere dies mir gegenüber bereits kommentiert. Am Anfang nahm ich es als einen Scherz auf, aber nach einigen Monaten sagte sie mir ernst: “Du bist der Ausgewählte”.

“Und wie reagierten Sie darauf?”

“Gar nicht, ich sagte gar nichts. Ich bin nichts, aber wenn es so sein soll, sage ich dann Dank. Sein Wille soll geschehen, nicht der meine.”

“Aber hat Sie das nicht erschreckt?”

“Nein, das hat mich nicht erschreckt, wie mich auch dieser wahrhaftig brutale und verrückte und wahrhaft satanische  Krieg nicht erschreckt hat.”

“Pater Petar, was müssen Sie tun, wenn der Augenblick gekommen ist?”

“Zehn Tage davor werde ich wissen, was geschehen wird, dann  folgen sieben Tage des Gebets und Fastens, und drei Tage vorher werde ich sagen, was, wie und wo geschehen wird.”

“Weiß man den Inhalt dieser Geheimnisse?”

“Es scheint, dass  das erste Geheimnis sich auf Medjugorje bezieht, das heißt dass das Ereignis hier stattfinden wird. Aber die ersten beiden Geheimnisse sind Warnungen, wir können nicht sagen, dass es Geheimnisse sind. Es sind Warnungen an uns alle. All jene, die hierher kommen nach diesen Geschehnissen, werden die unbedingte Überzeugung haben, dass die Heiligste Jungfrau hier gegenwärtig gewesen ist und dass die Jugendlichen die Wahrheit gesagt haben. Dies wird offenkundig sein. Alles zeigt an, dass etwas geschehen wird, dass es aber nicht angenehm sein wird. Das dritte Geheimnis besteht in einem Zeichen auf dem Hügel der Erscheinungen und wird Grund zu großer Freude für  alle diejenigen, die hierher nach Medjugorje gekommen sind, und für alle, die glauben werden.”

“Vor zwei oder drei Jahren sagten Sie, dass Bosnien-Herzegowina frei sein wird. Ist dies in irgendeiner Weise ein Geheimnis?”

“Vor zehn Jahren wusste ich schon,  dass dieser Krieg kommen würde. Mirjana sagte mir eines Tages in Tihaljina: “Die Mutter Gottes hat mir gesagt, dass Kroatien und Slowenien wieder frei sein werden  (wobei sie sich auf Bosnien-Herzegovina bezog), dass es aber vorher einen Krieg geben werde. Ich verlangte von ihr keine weitere Erklärung.  Aber auf dem Weg zurück nach Medjugorje sagte ich ihr: “Aber weißt du, was ein Krieg bedeutet, Blut und all das andere?” “Ja, ja, ich weiß es! Dies ist es, was ich weiß, und mehr kann ich nicht sagen”.

“Ich erinnere mich genau daran, dass sie uns im August 1991 in einer Botschaft sagte, dass wir neun Tage lang beten und fasten sollten. Jeder von uns sollte ein Gelübde zu fasten und zu beten ablegen. Aber wenige nahmen es ernst (und der Krieg nahm seinen Anfang, Anmerkung der Redaktion). Jetzt verstehen wir alle Botschaften und alle Erscheinungen. Es war eine Prüfung, aber Gott liebt uns. Er lenkt die Geschichte der Menschheit wie die Geschichte jedes Individuums im Einzelnen… Ich sage immer, dass dieser Krieg keine Strafe für uns ist, sondern mehr ein Aufruf zu unserer Bekehrung, damit wir endlich an Gott glauben können.”

 

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PARAPHYSIK

RÄTSELHAFTE ENERGIEN  BEI MARIENMESSE

 

 Eine unerklärliche, sehr hohe Ionisierung der Luft, die nur als Energie spirituellen Ursprungs gedeutet werden   kann, ist   am jugoslawischen Marienwallfahrtsort  in Medjugorje gemessen worden.

 Während in der Umgebung ein Normalwert von 15 Millirad pro Stunde festgestellt wurde, zeigten die Messgeräte im Inneren der Kirche zur selben Zeit 8000 Millirad an. („Rad” ist eine Maßeinheit für die Strahlungsmenge, die einem Körper zugeführt wird).

 Im Laufe einer heiligen Messe stieg der Wert auf 20 000 Millirad an. In dem Raum, in dem die Muttergottes erschienen sein soll, erreichte der Wert sogar 100 000 Millirad. Woher diese Energie kommt, ist Wissenschaftlern unerklärlich, Bei einer „Ionisation” werden Atome oder Moleküle positiv oder negativ elektrisch geladen, in dem sie Elektronen abgehen oder aufnehmen.

 Doch keines der herkömmlichen Energien, die dazu erforderlich wären – wie zum Beispiel hohe Temperatur oder elektromagnetische Strahlungen – konnten in Medjugorje nachgewiesen werden