Der 29. September steht im Zeichen der drei Erzengel

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Der 29. September steht im Zeichen der drei Erzengel

Das Erzengel-Fest: Der Tag der unsichtbaren Boten

Der 29. September steht als Erzengel-Fest im Zeichen von Gabriel, Michael und Rafael.
Aber was hebt einen Erzengel von “gewöhnlichen” Engeln ab?
Und macht das Erzengel-Fest unter den kirchlichen Festen so einmalig?

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Besondere Engel: Die Erzengel
Michael, Gabriel und Rafael, die Namen der Erzengel, sind allgemein bekannt.
Welche Rolle spielen sie in der Bibel und der Tradition, sodass sie die Bedeutung erlangen konnten,
die sie heute haben?

Die Vision von Papst Leo XIII. – “ICH KANN DEINE KIRCHE ZERSTÖREN!”

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Die Vision von Papst Leo XIII. – “ICH KANN DEINE KIRCHE ZERSTÖREN!”   

Genau 33 Jahre auf den Tag genau, vor dem Sonnenwunder in Fatima, das heißt, am 13. Oktober 1884, hatte Papst Leo XIII. eine bemerkenswerte Vision, während er eine Messe zelebrierte. Er stand für ca. 10 Minuten wie in Trance, da, sein Gesicht wurde fahl und grau. Danach ging er in sein Arbeitszimmer und verfasste ein Gebet zum Hl. Erzengel Michael.

Gebet zum hl. Erzengel Michael – von Papst Leo XIII.

“O glorreichster Fürst der himmlischen Heerscharen, hl. Erzengel Michael, beschütze uns in dem Kampfe und furchtbaren Streite, welchen wir gegen die Oberherrschaften und Mächte, wider die Beherrscher der Welt in dieser Finsternis, gegen die bösen Geister zu bestehen haben. Komme zu Hilfe den Menschen, welche Gott unsterblich erschuf, nach seinem Bilde und Gleichnis gestaltete und um teuren Preis aus der Tyrannei des Teufels erlöset hat. Schlage heute mit dem Heere der hl. Engel die Schlachten des Herrn, wie du ehedem gegen Luzifer, das Haupt der Stolzen, und gegen die abtrünnigen Engel gekämpfet hast, welche ohnmächtig waren, dir Widerstand zu leisten, und für die es keine Stätte mehr im Himmel gab. Ja, dieses Ungeheuer, diese alte Schlange, welche Teufel und Satan genannt wird, welcher die ganze Welt verführt, ward mit seinen Engeln in den Abgrund gestürzt.

Doch siehe, dieser alte Feind und Menschenmörder hat sich übermütig wieder erhoben. Er hat sich in einen Engel des Lichtes verwandelt und schweift mit der ganzen Schar der bösen Geister umher, um des ganzen Erdkreises sich zu bemächtigen und den Namen Gottes und seines Gesalbten daraus zu vertilgen; um zu rauben, zu morden, in das ewige Verderben zu stürzen die Seelen, welche zur Krone der ewigen Herrlichkeit bestimmt sind. Dieser böswillige Drache ergiesst wie ein ganz schmutziger Strom über die Menschen, deren Verstand schon wüste und deren Herz verdorben ist, das Gift seiner Bosheit, den Geist der Lüge, der Gottlosigkeit und Lästerung, ja den Pesthauch der Unkeuschheit und aller Laster und Missetaten. Feinde voll Arglist haben die Kirche, die Braut des unbefleckten Lammes, mit Bitterkeit überhäuft und mit Wermut betränkt; ruchlos haben sie die Hände nach ihren heiligsten Besitztümern ausgestreckt. Selbst an der geweihten Stätte, wo der Sitz des hl. Petrus und der Lehrstuhl der Wahrheit als Leuchte der Welt errichtet ward, haben sie den verabscheuungswürdigen Thron ihrer Gottlosigkeit aufgeschlagen mit dem unseligen Plan, den Hirten zu schlagen und die Herde zu zerstreuen.

Auf denn, o unbesiegtester Fürst, eile dem Volke Gottes zu Hilfe gegen das Anstürmen der verworfenen Geister und verleihe uns den Sieg. Dieses Volk verehrt dich ja als Schützer und Patron; in dir als in seinem Verteidiger gegen die boshaften Mächte der Hölle rühmt sich die hl. Kirche; dir hat Gott die Seelen anvertraut, um sie in die ewige Seligkeit zu führen. Ach, bitte doch den Gott des Friedens, auf dass er den Teufel besiegt unter unsere Füße lege, und jener die Menschen nicht länger in seiner Sklaverei festhalten und der Kirche nicht mehr schaden könne. Bringe du vor das Angesicht des Allerhöchsten unsere Gebete, auf dass die Erbarmungen des Herrn uns bald zuvorkommen; bemächtige dich des Drachen, der alten Schlange, welche der Teufel und Satan ist, und stoße ihn gefesselt in den Abgrund zurück, damit er nicht mehr die Völker verführe. Amen.”

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Vertrauend auf deine Hilfe und deinen Schutz – kraft der Autorität der hl. Mutter Kirche – und in sicherem Vertrauen auf den Namen Jesu Christi, unseres Gottes und Herren, schreiten wir zum Kampf, um die Angriffe teuflischen Betrugs abzuwehren.

 

Die Erzengel

 

Der Erzengel Michael

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Der Erzengel Gabriel

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Der Erzengel Raphael

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Der Erzengel Ariel

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Der Erzengel Uriel

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Der Erzengel Chamuel

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weitere Erzengel unter: http://engelundwir.de/forum

~~~~~~ “GOTT gab Dir einen Schutzengel” ~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~ “Mein Schutzengel”~~~~~~~~~~~~~

http://www.youtube.com/watch?v=5boU0QHIS_A
Seelenwege – Wunderschön! Sehr zu empfehlen!

Gebet
O Engel rein, o Schützer mein,
lass mich dir stets befohlen sein,
bei jedem Schritt, bei jedem Tritt
geh du, mein lieber Engel mit.
Wo ich auch geh’, wo ich auch steh’,
sei du, mein Engel, in der Näh';
vor der Gefahr zur Sünd’ bewahr
mich heil’ger Engel immerdar.
Amen.

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Nothelfer bei Nacht

Diese Geschichte ereignete sich zur Zeit der Weltwirtschaftskrise (1930-1933) in Chicago. Sie wurde mir von einem Priester, dem Bruder von Dr. Braun, erzählt.

Zu früher Morgenstunde wurde Dr. Braun durch das aufdringliche Läuten des Telefons aus dem Schlaf gerissen. Schlaftrunken griff er nach dem Hörer. Eine rauhe, angespannte Stimme meldete sich flehentlich: “Sind Sie Dr. Braun?” “Ja, ich bin am Apparat.”

“Bitte kommen Sie so schnell Sie können! Es ist sehr dringend, es geht um Leben und Tod!”

“Ja, ich komme. Wo wohnen Sie?” “Alan Street Nr. 17, bitte kommen Sie sofort.”

Dr. Braun zog sich schnell an, packte seine Sachen zusammen und machte sich auf den Weg zur Alan Street. Wie einsam war es doch, alleine bei Nacht durch die dunklen Straßen zu fahren. Die Gegend, in die er fuhr, war weitab vom Schuss, ein Viertel wo man sich nicht einmal bei Tag auf der Straße besonders sicher fühlen konnte. Dr. Braun fand das Haus ziemlich leicht, ein alleinstehendes Haus. Es war nur eigenartig, dass kein Licht brannte. Er ging zur Tür hin und klopfte. Nach einer Pause klopfte er noch einmal – immer noch keine Antwort. Auf das dritte Klopfen hin fragte jemand schroff:

“Wer ist da?” “Ich bin’s, Dr. Braun. Ich habe einen Notruf bekommen. Ist das die Alan Street Nr. 17?” “Ja, aber es hat Sie niemand gerufen. Machen Sie, dass Sie fortkommen!”

Beim Weggehen suchte er die Straße nach einem Haus ab, wo Licht brannte, um herauszufinden, wo wirklich Hilfe gebraucht wurde. Da aber alles finster war, machte er sich Vorwürfe, weil er dachte, er hätte sich die falsche Strassennummer notiert. Oder vielleicht war es einfach ein übler Scherz. Jedenfalls blieb ihm nichts anderes übrig, als nach Hause zu fahren. Und da kein weiterer Anruf kam, dachte er in den darauffolgenden Tagen nicht mehr an den Vorfall…

Bis auf ein paar Wochen später, als er wieder einen Anruf erhielt – diesmal bei Tag – vom Notdienst des Krankenhauses. Die Krankenschwester erklärte, dass ein gewisser John Turner nach einem schweren Unfall im Sterben lag und dringend nach Dr. Robert Braun verlangte. “Herr Doktor, bitte machen Sie schnell! Der Mann hat nicht mehr lang zu leben. Er will uns aber nicht sagen, warum er Sie unbedingt sprechen möchte.”

Dr. Braun versprach zu kommen, obwohl er ziemlich sicher war, dass er keinen John Turner kannte. Dies wurde von dem Sterbenden auch bestätigt: “Dr. Braun, Sie kennen mich nicht, aber ich muss mit Ihnen sprechen, bevor ich sterbe, und Sie um Verzeihung bitten. Sie erinnern sich sicher an den Telefonanruf vor ein paar Wochen mitten in der Nacht.”

“Ja, aber…”
“Das war ich. Wissen Sie, seit Monaten hatte ich keine Arbeit. Ich verkaufte alle Wertsachen im Haus und konnte meine Familie dennoch nicht ernähren. Ich konnte die flehentlichen, hungrigen Blicke in den Augen meiner Kinder nicht mehr mit ansehen. In meiner Verzweiflung beschloss ich, mitten in der Nacht einen Arzt um Hilfe zu rufen. Mein Plan war, ihn umzubringen, sein Geld zu nehmen und seine Instrumente zu verkaufen.”
Obwohl starr vor Schreck, konnte Dr. Braun nicht umhin, einzuwenden: “Ich bin ja gekommen. Warum haben Sie mich dann nicht umgebracht?”

“Ich dachte, Sie würden alleine kommen, aber als ich diesen großen, kräftigen jungen Mann an Ihrer Seite sah, bekam ich es mit der Angst zu tun, und so wies ich Sie schroff ab. Bitte verzeihen Sie mir.”

“Ja, natürlich”, murmelte Dr. Braun wie benommen. Da lief ihm kalter Schauer über den Rücken; er hatte nicht die leiseste Ahnung, dass das, was er für ein ärgerliches Versehen oder einen üblen Scherz angesehen hatte, in Wirklichkeit eine tödliche Falle war, der er nur mit knapper Not entging. Und noch weniger ahnte er, dass sein Schutzengel (dem er im Nachhinein dieses Eingreifen zuschrieb) sein Leben in jener Nacht gerettet hatte, denn dieser ‘kräftige junge Mann’ war nur seinem potentiellen Mörder erschienen, der ihn jetzt, als er im Sterben lag, um Verzeihung bat.
Wie wunderbar sind GOTTES Wege! Wie oft bewahren unsere Engel uns vor Schaden, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.

Engel

Der Campingwagen und das kleine Kind

Don und seine Frau Doris machten ihren Campingwagen für die Ferien flott. Nachdem Don das Fahrzeug überprüft hatte, ließ er den Motor an und fuhr den Campingwagen rückwärts die Einfahrt hinunter. Da ließ Doris einen gellenden Schrei los. Instinktiv fuhr Don wieder vorwärts, und so kam es, dass seine zweijährige Tochter, die kurz bevor der Campingwagen anfuhr, hinter die Hinterreifen gekrabbelt war, ein zweites Mal vom Wagen überrollt wurde.

Das Kind wurde auf schnellstem Weg ins Krankenhaus gebracht, wo festgestellt wurde, dass es zwar eine Menge Schrammen hatte, aber keinen weiteren Schaden davongetragen hatte, nicht einmal Knochenbrüche.

Die Krankenbesuche und die Brücke nach dem Sturm

Nach den schweren Unwettern war Pater Johannes auf Krankenbesuchen in seiner Bergpfarrei unterwegs. Er fuhr mit seinem guten, treuen VW Käfer von einem Kranken zum anderen. Doch auf dem letzten Stück des Wegs wurde der Käfer auf einmal widerspenstig und begann zu streiken. Anstatt dass er die Kranken besuchte, wurde nun er selbst von einem Ungemach heimgesucht. Das Auto stotterte und würgte und starb immer wieder ab. Pater Johannes stieg jedes Mal aus und machte ein bißchen am Motor herum. Es lief wieder an und fuhr ein paar hundert Meter weiter. Schließlich gab es seinen Geist ganz auf, und kein Herumbasteln und kein gutes Zureden half mehr, dem Käfer irgendwelche weitere Bewegungen zu entlocken.

Angesichts dieser neuen Situation blickte Pater Johannes erst einmal um sich und überlegte, wie er seine Krankenbesuche fortführen könne. Erst in dem Augenblick bemerkte er, dass die Brücke über den Bergbach, etwa hundert Schritte von ihm entfernt, im Sturm von den stürzenden Fluten weggerissen worden war. Da er nicht weiterfahren konnte, setzte er sich ins Auto und wartete ein wenig ab. Da versuchte er auf gut Glück, das Auto wieder zu starten. Der Motor sprang an und summte vergnüglich den ganzen Weg nach Hause. Er brauchte das Auto nie in die Werkstatt zu bringen. Also lag das Problem gar nicht beim Auto, dachte er bei sich. Das hat sein Schutzengel so gemacht, um ihn davor zu bewahren, mit seinem Auto in die Tiefe zu stürzen.

Der unangemeldete Gast im Winter

Familie Carter wohnte auf einer einsamen Farm draußen in der Prärie von Wyoming, wo Nachbarn dünn gesät sind. Deswegen galt es immer noch als heilige Pflicht, Nachbarn und auch Fremden in Not zu helfen. Frau Carter war vorbildlich in der Ausübung dieser Pflicht.

Neuschnee war in der Nacht gefallen. Nun brach der Sonntag in strahlend hellem Licht an. Es herrschte Windstille, doch war es bitterkalt. Die Familie machte sich gerade zur Messe fertig, als ein Fremder an der Tür klopfte. Vor Kälte zitternd, fragte er, ob er sich ein wenig am Feuer wärmen dürfe. Frau Carter bat ihn liebenswürdig herein, führte ihn zum Herd und begann, dem unerwarteten Gast ein herzhaftes Bauernfrühstück zuzubereiten. Die Jungen unterdrückten einen Seufzer, da sie wegen dieser Unterbrechung in eine spätere Messe mußten und so ein Großteil ihrer Zeit, die sie zum Spielen hatten, durch diesen ungebetenen Gast verlorenging. Nachdem der Gast mit dem Frühstück fertig war, bedankte er sich herzlich bei der Familie und machte sich wieder auf den Weg.

Bald darauf konnten sie zur Messe gehen. Ein Schauer überlief sie, als sie auf die schneebedeckte Veranda gingen und zu ihrem größten Erstaunen merkten, dass in dem frischen Schnee keine Fußstapfen zu sehen waren – weder zum Haus hin noch vom Haus weg. Ihr seltsamer Gast war gekommen und gegangen, ohne Fußspuren zu hinterlassen. Voller Dankbarkeit erklärte Frau Carter ihren Kindern, dass sie einen Engel beherbergt hätten, denn unwillkürlich kam ihr die Schriftstelle in den Sinn: “Die Gastfreundschaft vergesst nicht. Durch sie haben ja manche, ohne es zu wissen, Engel beherbergt” (Heb 13,2). Auf diese Weise ließ GOTT sie erkennen, dass ihre Gastfreundschaft Fremden gegenüber Ihm sehr wohlgefällig war.

Ein übler Bursche

Lou und seine junge Frau Edith lebten auf einer kleinen Farm in Michigan; es war das letzte Haus ganz am Ende des Sträßchens. Das Leben draußen auf der Farm war einsam und hart, doch war das jungvermählte Paar glücklich miteinander, denn sie liebten sich und hatten ihr tägliches Brot zum Leben. Eines Morgens im Frühsommer, nachdem Lou zum Heuen hinausgefahren war, kam ein Fremder in den Hof geritten. Er band sein Pferd an den Pfosten, wie es sich gehört, ging aber nicht direkt zum Haus, sondern inspizierte zuerst Stall und Scheune und spähte alles ringsum aus, bevor er seine Schritte zum Haus lenkte. Edith hatte dies alles vom Fenster aus mit wachsender Sorge beobachtet. Als sie das Klopfen an der Haustür vernahm, war sie zu Tode erschrocken. Zuerst wollte sie gar nicht aufmachen, aber da es hätte sein können, dass der Mann die Tür aufbrechen würde, ging sie zur Tür, öffnete sie einen Spalt weit und fragte ziemlich zaghaft: “Was wollen Sie?” Der Fremde, der sie anstarrte, fragte in einer tonlosen Stimme: “Sind Sie allein?”

Edith wollte alles andere, als mit diesem lüsternen Gesellen allein zu sein. In ihrer Angst platzte es aus ihr heraus: “NEIN! Mein Mann ist im Dachgeschoss. Und um ihrer Behauptung Gewicht zu verleihen, drehte sie sich um und rief: “Lou!” Eine Stimme – die ihres Mannes – ertönte gleich darauf: “Was ist, Edith? Ich komme sofort!” Dass die Absichten des Fremden alles andere als ehrbar waren, konnte man an seinem Gesicht ablesen und auch daran erkennen, dass er auf der Stelle kehrt machte, sich auf sein Pferd schwang und davonbrauste. Edith war sprachlos. Sie hatte geglaubt, Lou sei draußen auf dem Feld beim Heumachen. Sie lief ins Dachgeschoss, um zu schauen, was er dort machte, aber es war niemand da!

Als ich diese Geschichte einmal bei einem Einkehrtag erzählte, fragte ich die Anwesenden: “Was glauben Sie, wessen Schutzengel das war? Der von Edith oder der von Lou? Eine junge Frau gab eine großartige Antwort: “Ich glaube fast, das war der Schutzengel des Reiters, der ihn vor einer schlimmen Tat bewahrte!”

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Ein Sturz in die Tiefe des Brunnens

Der kleine John wuchs auf einem Bauernhof in Kerala, Südindien, auf. Hilfsbereit wie er war, ging er eines Tages zum Brunnen im Hof, um für seine Mutter Wasser zu schöpfen. Der Brunnen war von einer niedrigen Mauer eingefasst und hatte eine Art Dach, an dem eine Seilrolle angebracht war, um den Eimer in den Brunnen hinunterzulassen. Mit seinen sieben Jahren mußte er sich weit über die Mauer nach vorne beugen, um Eimer und Seil in die richtige Position zu manövrieren. Dabei verlor John das Gleichgewicht und stürzte kopfüber 25 bis 30 Meter in die Tiefe des Brunnens. Irgendwie kam er mit den Füßen zuerst im seichten Wasser auf, das ihm nicht einmal zu den Knien reichte. Er war kein bißchen verletzt, nur erschrocken.

Die Familie hörte sein Schreien und eilte zum Brunnen, das Schlimmste befürchtend. Der Eimer wurde heruntergelassen, und John, der unverletzt geblieben war, wurde aus dem Brunnen hochgezogen. Seine Mutter, von Freude und Dankbarkeit überwältigt, versicherte ihm: “John, dein Schutzengel hat dir gerade das Leben gerettet!”

Pater Karl im Angesicht des Todes

Ein deutscher Missionar, der sich auf Durchreise in Rom befand, erzählte uns Seminaristen Mitte der 70er Jahre von seinen haarsträubenden Erlebnissen zur Zeit der brutalen Machtergreifung der Kommunisten durch Mao Tse Tung in den 50er Jahren, bei der ca. 50 Millionen Menschen dem ‘Gott’ des atheistischen Kommunismus zum Opfer fielen.

Im Anfangsstadium der Revolution hatten die chinesischen Kommunisten es tunlichst vermieden, Ausländer anzutasten, um nicht die internationale Meinung gegen sich aufzubringen. In dieser unsicheren, spannungsvollen Lage einer friedlichen Koexistenz konnte P. Karl seine Missionsarbeit, die in der Seelsorge der katholischen Gemeinden in einigen zerstreuten Dörfern bestand, weiterführen. Er konnte sich glücklich schätzen, ein Motorrad zu besitzen, mit dem er jeden Sonntag seine Runde mit dem Mesner machte. An solch einem Sonntag, als er gerade seine Messgewänder nach einer Frühmesse zusammenlegte, sprach eine Stimme zu ihm in seiner Muttersprache, “Hab keine Angst, alles wird gut gehen!” Er war erstaunt, seine Muttersprache zu hören und fragte die Gruppe von chinesischen Bauern, die daneben stand, welcher von ihnen so gut deutsch spreche. “Deutsch?” fragten sie, “Pater, Sie wissen doch, dass wir alle einfache Bauern sind und nie die Möglichkeit hatten, eine Fremdsprache zu lernen. Warum fragen Sie?” Offensichtlich hatte niemand von ihnen die Stimme gehört, so dass P. Karl die Sache abtat und sagte, er hätte nur so gefragt, es sei nichts von Bedeutung!

Wie sehr es von Bedeutung war – davon hatte er in dem Augenblick keine Ahnung, denn es war der Tag an dem die friedliche Koexistenz mit seinem Tod ein jähes Ende nehmen sollte. Ein örtliches Polizeiaufgebot der Volksarmee hatte den Befehl erhalten, P. Karl zu liquidieren. Die katholische Kirche stand der kommunistischen Revolution im Wege. Nur sollte die Exekution nicht öffentlich stattfinden, sondern an einem abgeschiedenen Stück des Weges. Nachdem er den Messkoffer gepackt hatte, machten sich P. Karl und sein Mesner zur nächsten Ortschaft im Bergland auf. Die Straße war schlecht und voller Kurven, so dass man nur langsam vorwärts kam. Nach einer Haarnadelkurve erhob sich ein Schwadron von kommunistischen Soldaten und feuerte in einer Entfernung von etwa 30 bis 35 Metern auf ihn ab. Die erste Salve machte dem Motorrad ein Ende, das unter ihnen weggefegt wurde. Sie selbst wurden in den Schmutz geschleudert. Zum Glück konnten sie hinter einem Steinblock Zuflucht finden. Benommen oder einfach schwer von Begriff, dachte P. Karl, das Ganze sei nur ein Riesenirrtum. Sobald sie sehen würden, dass er ein katholischer Priester ist, käme alles wieder in Ordnung. Dreimal erhob er sich, um sie davon zu überzeugen. Dreimal schossen sie auf kürzester Entfernung auf ihn – und trafen ihn nicht! Immerhin gelang es ihnen, ihm klarzumachen, dass sie es ernst meinten und es auf ihn abgesehen hatten. Da erhob sich der Mesner, der bis dahin hinter dem Steinblock gekauert war, und appellierte an ihre Vernunft und Höflichkeit. Dreimal erhob er sich, um zu sprechen; und dreimal ließen sie ihre Gewehre sprechen, doch wiederum ohne Erfolg. Schließlich kamen die kommunistischen Soldaten auf sie zu und nahmen sie gefangen. Der angenehmere Teil des ‘Verhörs’ bestand in der Leibesvisitation, bei der festgestellt wurde, dass weder P. Karl noch sein Mesner bei sieben Salven von einer einzigen Kugel verwundet worden war. Die Schützen waren davon so überwältigt, dass sie die beiden einfach gehen ließen. Natürlich mußten sie zu Fuß weitergehen, denn das Motorrad war von den Kugeln völlig durchlöchert.
Auf dem Rückweg dachte P. Karl an die Worte, die er nach der Messe gehört hatte: “Hab keine Angst, alles wird gut gehen!” und sagte sich: “Nun weiß ich wirklich, dass der Herr Seinen Engel gesandt und mich der Hand der kommunistischen Todesschwadron entrissen hat!” (in Anlehnung an die Worte des hl. Petrus, der sich in einer ähnlichen Situation befand; vgl. Apg 12,11). Als sie so gingen, fragte P. Karl seinen Mesner, warum auch er sich dreimal erhob, nachdem die mörderische Absicht der Kommunisten klar geworden war. “Herr Pater”, antwortete er, “wie könnte ich mich je wieder erhobenen Hauptes im Dorf zeigen, wenn nicht auch ich mich auf ähnliche Weise für unsere Sicherheit eingesetzt hätte, nachdem Sie Ihr Leben dreimal für uns aufs Spiel gesetzt hatten.”

St. Michael, der Retter in der Not
Den folgenden Brief hat ein junger Marinesoldat an seine Mutter geschrieben, als er 1950 nach einer Verwundung auf einem koreanischen Schlachtfeld im Krankenhaus lag. Er gelangte in die Hände eines Militärseelsorgers, P. Walter Muldy, der den Brief vor 5000 Angehörigen der Marine vorlas. P. Muldy hatte mit dem Jungen, mit der Mutter des Jungen und mit dem Oberfeldwebel persönlich gesprochen und verbürgt sich für die Echtheit dieser Geschichte.

Liebe Mama,
niemand anderem würde ich es wagen, diesen Brief zu schreiben, als Dir, denn niemand sonst würde mir glauben. Vielleicht tust auch Du Dich schwer, aber ich muss es mir einfach von der Seele schreiben.

Zuerst wollte ich Dir sagen, dass ich gerade im Krankenhaus bin. Aber bitte mach Dir keine Sorgen! Ich bin zwar verwundet, aber es geht mir soweit gut. Der Arzt sagt, dass ich in einem Monat wieder auf den Beinen bin. Aber das nur nebenbei. Weißt Du noch, als ich letztes Jahr zur Marine ging? Damals sagtest Du mir, ich solle jeden Tag zu St. Michael beten. Das hättest Du mir gar nicht sagen brauchen, denn von klein auf hattest Du mir das immer wieder eingeschärft. Du hast mich sogar nach ihm genannt. Ich habe immer zu St. Michael gebetet. Aber als ich nach Korea kam, habe ich noch fester zu ihm gebetet. Weißt Du noch, welches Gebet Du mich damals gelehrt hast…? “Michael, Michael, bleib bei mir! Führe mich auf beiden Seiten, dass mein Fuß nicht möge gleiten,…” Ich hab’s jeden Tag gebetet,… manchmal beim Marschieren und manchmal bei der Rast, aber immer vor dem Schlafengehen. Sogar einige Kameraden hab ich dazu gebracht, es zu beten.
Eines Tages war ich mit einem Vortrupp an vorderster Front. Wir haben die ganze Gegend nach Kommunisten ausgekundschaftet. Ich schleppte mich in der bitteren Kälte dahin … mein Atem war wie Zigarrenrauch. Ich dachte, ich würde jeden im Stoßtrupp kennen, als auf einmal neben mir ein anderer Marinesoldat auftauchte, den ich nie zuvor gesehen hatte. Er war größer als alle Marinesoldaten, die ich je gesehen hatte. Er muss gut 1,92 m groß gewesen sein und war dementsprechend gebaut. Es gab mir ein Gefühl von Sicherheit, solch einen Hünen an meiner Seite zu wissen. Da waren wir also und stapften mühsam voran. Der Rest des Stoßtrupps schwirrte aus. Um ins Gespräch zu kommen, sagte ich: “Ganz schön kalt, was?” Und dann mußte ich lachen. Jeden Augenblick hätte ich sterben können, und da rede ich übers Wetter!

Mein Begleiter schien zu verstehen. Ich hörte ihn leise lachen. Da schaute ich ihn an: “Ich hab dich noch nie gesehen. Ich dachte, ich würde jeden Mann in der Truppe kennen.”

“Ich bin auch erst ganz zum Schluss dazugekommen”, erwiderte er. “Ich heiße Michael.”

“Tatsächlich?” sagte ich überrascht. “Ich auch!”

“Ich weiß”, sagte er … und dann fuhr er fort: “Michael, Michael, bleib bei mir…” Ich war zu perplex, um gleich etwas sagen zu können. Woher wusste er meinen Namen und das Gebet, das Du mich gelehrt hattest? Da mußte ich schmunzeln: jeder in der Truppe kannte mich! Hatte ich das Gebet nicht jedem beigebracht, der es lernen wollte? Hin und wieder nannten sie mich sogar “St. Michael”! Eine Weile sprach keiner von uns beiden etwas. Dann brach er das Schweigen. “Wir werden da vorne in eine brenzlige Lage kommen.”

Er muss in guter körperlicher Verfassung gewesen sein, denn er atmete so leicht, dass ich seinen Atem nicht sehen konnte. Meiner war wie eine große Wolke! Auf seinem Gesicht war jetzt kein Lächeln mehr. In eine brenzlige Lage sollen wir da vorn kommen – dachte ich bei mir – wo es doch von Kommunisten nur so wimmelt, ist das nichts Neues! Der Schnee begann in großen, dicken Flocken zu fallen. Im Nu war die Landschaft wie ausgelöscht. Und ich marschierte in einem weißen Nebel nasser, klebriger Klumpen. Mein Gefährte war nicht mehr da. “Michael!” rief ich in plötzlicher Bestürzung.

Da spürte ich seine Hand auf meinem Arm, seine Stimme war warm und stark. “Es hört gleich auf zu schneien.”

Seine Voraussage war richtig. In ein paar Minuten hörte der Schnee so schlagartig auf, wie er gekommen war. Die Sonne sah aus wie eine harte, leuchtende Scheibe. Ich schaute mich um nach dem Rest des Trupps. Niemand in Sicht. Wir hatten die andern in dem Schneegestöber verloren. Ich schaute nach vorne, als wir auf eine kleine Anhöhe kamen. Mama, mein Herz stand still! Da waren sieben! Sieben Kommunisten in ihren gepolsterten Hosen und Jacken und komischen Hüten. Nur war jetzt alles gar nicht mehr komisch. Sieben Gewehre waren auf uns gerichtet! “Auf den Boden, Michael!” schrie ich und warf mich auf die gefrorene Erde. Ich hörte, wie die Gewehre gleichzeitig wie auf Kommando abfeuerten. Ich hörte die Kugeln durch die Luft sausen. Da war Michael … er stand immer noch! Mama, diese Kerle hätten ihr Ziel nie verfehlen können … Nicht bei der Entfernung! Ich dachte schon, Michael wäre von den Kugeln völlig zerfetzt. Aber da stand er… und machte keine Anstalten, selbst zu schießen. Er war vor Angst gelähmt … So was passiert manchmal sogar den Tapfersten! Er war wie ein von einer Schlange hypnotisierter Vogel. Zumindest dachte ich mir das damals! Ich sprang auf, um ihn herunterzuziehen, und da wurde ich getroffen. Es brannte wie Feuer in meiner Brust. Ich hatte mir schon oft überlegt, wie es ist, wenn man von einer Kugel getroffen wird … jetzt weiß ich es! Ich erinnere mich, wie starke Arme mich umfingen, die mich ganz sacht auf ein Schneekissen legten. Ich öffnete meine Augen für einen letzten Blick. Ich lag im Sterben! Vielleicht war ich sogar schon tot. Ich weiß noch, wie ich bei mir dachte: “Das ist gar nicht so schlimm.” Vielleicht schaute ich in die Sonne. Vielleicht hatte ich einen Schock. Aber es schien mir, als sähe ich Michael wieder aufrecht stehen … nur leuchtete sein Gesicht diesmal in einem schreckenerregenden Glanz. Er schien sich zu verändern, während ich ihn beobachtete. Er wurde größer, seine Arme breiteten sich weit aus. Vielleicht war es der Schnee, der wieder fiel, aber es umgab ihn ein Lichtglanz wie die Flügel eines Engels! In seiner Hand war ein Schwert,… ein Schwert, das von Millionen von Lichtern blitzte. Nun,… das ist das letzte, an das ich mich erinnern kann, bis die anderen Kameraden mich fanden. Ich weiß nicht, wie viel Zeit vergangen war. Zwischendurch hatte ich immer wieder ein paar schmerz- und fieberfreie Augenblicke. Ich erzählte meinen Kameraden von dem Feind, der direkt vor uns war. “Wo ist Michael?” fragte ich. Sie schauten einander an. “Wo ist wer?” fragte einer.

“Michael … Michael … der große Marinesoldat, mit dem ich marschierte, kurz bevor der Schneesturm kam.” “Junge”, sagte der Oberfeldwebel, “du bist mit gar niemandem marschiert. Ich ließ Dich keinen Moment aus den Augen. Du bist viel zu weit vorausgelaufen! Ich wollte dich gerade zurückrufen, als du im Schneegestöber verschwunden bist.” Er schaute mich neugierig an.
“Wie hast du das bloß geschafft, Junge?” “Was soll ich geschafft haben?” fragte ich trotz meiner Verwundung halb ärgerlich. “Dieser Marinesoldat Michael und ich waren gerade …” “Junge”, sagte der Oberfeldwebel begütigend, “ich hab die Mannschaft selbst ausgesucht, und da ist nicht noch ein Michael in der Truppe! Du bist der einzige Michael!” Er hielt einen Augenblick inne. “Wie hast du das bloß geschafft? Wir hörten Schüsse, aber nicht ein Schuss wurde von deinem Gewehr abgefeuert… und da ist kein bißchen Blei in den sieben getöteten Soldaten auf dem Berg da drüben.” Ich habe nichts gesagt. Was hätte ich sagen sollen? Ich konnte nur völlig fassungslos in die Gegend schauen.

Da sprach der Oberfeldwebel wieder. “Junge”, sagte er sanft… “jeder dieser sieben Kommunisten wurde mit einem Schwertstreich getötet!” Mehr kann ich Dir nicht berichten, Mama. Wie gesagt, vielleicht war es die Sonne in meinen Augen, … vielleicht war es die Kälte oder der Schmerz. Aber genau das ist geschehen!
Liebe Grüße,
Dein Michael