Familie Ahnert in Tansania

Das ganze Leben ein Gottesdienst?

Oktober 22, 2017

Ich schrecke aus dem Mittagsschlaf hoch. War das Donner? Seit wir hier sind warten wir ja auf Regen, überall ist es staubig und trocken. Und nun sind die Dächer ja fertig. Ja das hört sich an wie Donner, aber es ist … die Affenfamilie die über unser Wellblechdach rast. :))  Am Ende des Hauses hüpfen sie dann wieder auf einen Baum. Vorbei mit der Sonntagsruhe. Eine volle Woche liegt wieder hinter uns. Denn am Montag kamen sieben Jungs die mit ihrer Primarschule fertig sind. Dazu zwei Studentinnen, die sie auf die Sekundarschule vorbereiten sollen und ein junger Mann der für alle kocht. Die wichtigsten Dinge sind vorbereitet als wir sie am Busbahnhof abholen. Schon bei der Begrüßung wird es spannend. Denn genau in dem Augenblick als wir uns alle die Hände schütteln, öffnet ein Strassenhändler die hintere Tür unseres Autos und holt etwas heraus und rennt davon. Das Begrüßungsritual ist aprupt beendet, denn die eine Studentin hat es bemerkt und einer der Jungs sprintet schon hinterher. Die anderen sind auch nicht zu stoppen. Bevor wir uns umsehen und sehen was denn fehlt sind die Jungs dem Dieb auf den Fersen. Das ist hier in Tansania nicht ganz ungefährlich, denn immer wieder werden Leute von einem aufgebrachten Mob gelüncht. Diesmal geht es gut aus, Gott sei Dank! Die Jungs stellen den Dieb und bringen die Beute zurück: Ein leeres Brillenetui von Doris.
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Die provisorische Küche auf dem Safina-Gelände

Nach diesem spannenden Einstieg fahren wir die ganze Gruppe zum Safina Gelände etwa 15km über eine holprige Erdstrasse ausserhalb der Stadt. Nun können sie sich ersteinmal ausruhen, denn der Tag hat schon sehr früh begonnen um rechtzeitig den Bus zu erwischen.

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alle sind satt geworden

Am nächsten Tag machen wir Großeinkauf mit dem Koch, denn die Jungs haben einen guten Appetit. In der Zwischenzeit ist auch der neue Tisch fertig geworden. Er dient im Rohbau des Klassenzimmers als Esstisch und Schulbank. Vor dem Mittagessen freut es mich sehr, dass nun dieses Gebäude, auch wenn es noch gar nicht fertig ist, schon benutzt wird. Zu diesem feierlichen Moment möchte ich mit den Jungs ein Lied singen. “Nein, beten tun wir schon vor dem Essen, aber Lieder singen wir nur im Gottesdienst” höre ich als Antwort auf meinen Vorschlag. Doch ich lasse nicht locker: Das ganze Leben ist doch ein Gottesdienst oder? Dann kann man auch vor dem Essen singen. Eine Lehrerin hilft uns und stimmt ein Lied an, die Jungs stimmen ein. Wie schön.
Am Freitag sind beide Lehrerinnen leider schon krank. Doris fährt mit ihnen ins Krankenhaus, damit sie behandelt werden können. Unser Agrarexperte und ich übernehmen den Unterricht an diesem Morgen. Wir starten mit einer Morgenandacht zu Röm 12,1. Die Jungs machen gut mit und Jannis (der ja noch Ferien hat) bringt ihnen noch ein englisches Lied bei und spielt mit der Geige dazu.
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Abendstimmung von unserer Terasse

Weil ihr Gottes reiche Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf, liebe Brüder und Schwestern, euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Seid ein lebendiges Opfer, das Gott dargebracht wird und ihm gefällt. Ihm auf diese Weise zu dienen ist der wahre Gottesdienst und die angemessene Antwort auf seine Liebe.”

Wanderung zum Sender 

Oktober 21, 2017

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Jetzt beginnt für Martin und seinen Kollegen die eigentliche Arbeit. Sie müssen herausfinden was für ein Problem vorliegt und es mit dem mitgebrachten Werkzeug so gut wie möglich lösen.. Nachdem schließlich das Radioprogamm wieder läuft, klettert Martin (mit Gurt) auch noch auf den 40m hohen Sendemast und richtet die Richtantenne wieder richtig aus.

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“Wie schön klingen die Schritte dessen auf den Bergen, der eine gute Botschaft, von Freude und Friede und Rettung bringt,der zu Zion sagt: Dein Gott ist König!”
Danach geht es wieder auf den Heimweg. Zurück sind wir schneller, aber nach dem ganzen Tag tun uns schon die Füße weh .

Sonntag, Oktober 08, 2017

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Es ist Sonntag, wir dürfen ausruhen. Wie gut und wie wichtig ist dieser Tag. Nach sechs Tagen Hitze, Staub und Baustelle ist heute Ruhetag. Wir sind erschöpft von den letzten Wochen und es ist sehr heiß. Der Regen kündigt sich schon an mit dunklen Wolken. Doch wir hoffen auch noch das Schulgebäude soweit fertig zu bekommen, dass wir den Regen nicht fürchten müssen. Das Dach des ersten Wohngebäude ist seit gestern zugedeckt. Im Schulgebäude wird noch der Gibel fertig gemauert und schon innen verputzt.

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Ganz in unserer Nähe haben wir heute ein großes Jugendzentrum der Baptisten angesehen. Hier können ganz große Gruppen zu Freizeiten kommen und es gibt einen riesigen Fußballplatz und andere Möglichkeiten die Freizeit zu gestalten. Schön, dass es solche Angebote hier gibt.

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Bei uns zuhause gibt es auch noch viel zu tun. Vieles steht noch auf dem Einkaufszettel, damit der Haushalt rund laufen kann. Doch heute wird nicht eingekauft und auch nur das wichtigste gearbeitet: es ist Sonntag

Wir starten in die neue Woche mit unserem gewohnten Nachtgebet aus der Dornbuschgemeinschaft.
Nicht das weiht den Sonntag, dass du an ihm nichts arbeitest, sondern das weiht ihn, dass du an ihm Gott ganz besonders für dich und in dir arbeiten lässt.
Hermann von Bezzel -
https://safina-ahnert.blogspot.de/2017/09/wenn-der-herr-nicht-das-haus-baut.html

Angekommen

 September 30. 2017

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 Wir sind angekommen. Eine ereignisreiche Woche liegt hinter uns. Vor einer Woche sind wir los geflogen und gut in Dar es Salaam gelandet. Dort durften wir noch das Safina Büro und ein Haus im Süden der Stadt besuchen wo ehemalige Strassenkinder in einer großen Familie wohnen. Dann ging es nach Morogoro weiter. Auf der Baustelle dort ist inzwischen das erste Gebäude fertiggestellt. Zwei weitere Gebäude sind im Bau. In zwei Wochen werden schon Jungs kommen um die Zeit nach ihrem Primarschulabschluss zu nutzen und eine Vorbereitung für die Sekundarschule zu bekommen und auch etwas bei der Feldarbeit zu helfen.

Nachdem wir nur drei Nächte in einem Gästehaus eines Waisenhauses übernachtet haben konnten wir gestern schon ein Haus mieten und einziehen. Es liegt etwas über der Stadt am Ende der Teerstraße mit einem schönen Blick über die Stadt. Die Kinder haben auch schon zwei Tage Schule hinter sich. Dank der Hilfe der Leiterin von Safina und einem andern Deutschen in Morogoro haben wir auch schon das Nötigste im Haus stehen. Der Garten ist etwas verwildert und heute Abend hat sich sogar noch ein Affe blicken lassen. Wahrscheinlich macht er uns die Bananenernte streitig. Das das alles so glatt und schnell ging, dafür sind wir Gott von Herzen dankbar!

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Wo der Himmel über uns geöffnet ist, da wird die Fremde zur Heimat.
- Friedrich von Bodelschwingh -

Wenn der Herr nicht das Haus baut…

September 14, 2017

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Während wir in Bad Honnef uns auf unseren Einsatz vorbereitet haben ist auf dem Safina Gelände in Morogoro fleissig gebaut worden. Wahrscheinlich können schon bald die ersten Räume benutzt werden. Es ist schön wie es da vorwärts geht. In zwei Wochen dürfen wir, so Gott will, die Baustelle endlich einmal selber sehen. Nun kommt der spannendste Teil unserer Vorbereitung mit dem

Aussendungs-Gottesdienst am Sonntag um 9:45 in der Thomaskirche in Aulendorf und unserem Abflug am Sonntag darauf.

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Herzlichen Dank Euch allen die ihr kommen konntet um diesen Gottesdienst mit uns zu feiern. Es war sehr schön Euch alle nochmal zu sehen!

»Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter,
Darum bittet den Herrn, dass er noch mehr Arbeiter aussendet, die seine Ernte einbringen.«
Mt, 9,37

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Das Thema Bau wird uns noch eine Weile beschäftigen. Bei der Planung für dieses Zentrum ist den Safina Mitarbeitern der Psalm 127 wichtig geworden. Dort steht: “Wenn der HERR nicht das Haus baut, dann ist alle Mühe der Bauleute umsonst.” Das haben wir auch während unserer Vorbereitungszeit gemerkt. Wir können uns große Mühe geben, wir versuchen unser Bestes zu geben, doch ohne Gottes Segen kann nichts daraus werden. Es tut gut zu spüren, dass der HERR am bauen ist und wir helfen dürfen junge Menschen ins (Berufs-)Leben zu begleiten.
Lasst auch ihr euch als lebendige Steine zu einem geistlichen Haus aufbauen. Dann könnt ihr Gott als seine Priester dienen und ihm Opfer darbringen, die der Heilige Geist in eurem Leben gewirkt hat.”
1.Petrus 2
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Koffer packen für Tansania Familie Ahnert aus Zollenreute bereitet sich auf ihren Einsatz als Entwicklungshelfer vor

Koffer packen für Tansania
Familie Ahnert aus Zollenreute bereitet sich auf ihren Einsatz als Entwicklungshelfer vor

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Familie Ahnert wandert auf Zeit nach Tansania aus. 

Aulendorf/Bad Honnef sz Die Koffer sind gepackt und von den Freunden haben sie sich bereits verabschiedet: Für Familie Ahnert aus Zollenreute geht es mit Riesenschritten auf Afrika zu. Denn Doris und Thomas Ahnert gehen als Entwicklungshelfer nach Tansania. Sie werden dort ein Jugendhilfeprojekt aufbauen. Zurzeit bereiten sie sich zusammen mit den beiden Kindern, die mitgehen, in Bad Honnef (Nordrhein-Westfalen) an der Akademie der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit auf ihren Einsatz vor.

Es sei ein bisschen „wie Schule“, berichtet Thomas Ahnert von den Kursen in Bad Honnef, die die Familie mit anderen Entwicklungshelfern zusammen besucht. Auf dem Stundenplan stünden in den kommenden sechs Wochen etwa Entwicklungspolitik, Länderkunde und viel Sprachtraining. Dabei haben die Ahnerts bereits Vorkenntnisse, denn sie waren in den 1990er-Jahren bereits einmal in Entwicklungshilfeprojekten in Tansania aktiv und haben sich dort auch kennengelernt.

Sicherheitstraining absolviert

Bereits mitgemacht haben Ahnerts in Bad Honnef auch ein Sicherheitstraining. Dabei hätten sie etwa geübt, wie sie sich im Fall eines Überfalls, Diebstahls oder bei Straßensperren verhalten könnten. „Es ist gut zu wissen, welche Handlungsmöglichkeiten es in solchen Situationen gibt“, sagt Thomas Ahnert, „aber natürlich hofft man, dass man nie braucht, was man hier lernt.“

Viel Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, bleibt im Moment aber ohnehin nicht. „Unser Zeitplan ist gerade sehr voll bis zu unserem Abflug im September“, berichten Ahnerts. Unter der Woche ist von morgens bis abends Kursprogramm angesagt. Nebenbei gibt es noch Formalitäten zu klären und zu organisieren. Das Verfahren um die Arbeitsgenehmigung, an der auch die Visa-Frage hängt, zieht sich beispielsweise noch hin. Zudem tauschen Ahnerts sich mit anderen Entwicklungshelfern aus, suchen Informationen zusammen und knüpfen Kontakte. So seien sie beispielsweise auf ein Institut in Deutschland gestoßen, das ein ähnliches Projekt wie das ihre auf die Beine gestellt haben. Erfahrungen, die ihnen helfen könnten, so hoffen sie.

Ausbildung für Straßenkinder

Ahnerts gehen über die Organisation Christliche Fachkräfte International (CFI), einem staatlich anerkannten Entwicklungsdienst nach Tansania. CFI entsendet weltweit Fachkräfte, die einheimische evangelische Kirchen und christliche Organisationen in ihrem Dienst vor Ort unterstützen. In der tansanischen Stadt Morogoro werden der Ingenieur und die Erzieherin mit der einheimischen Organisation Safina Street Network ein Wohn- und Ausbildungszentrums für ehemalige Straßenjungen aufbauen. Ihr Einsatz ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Dabei startet das Projekt nicht nur konzeptionell quasi bei null. Immerhin: das Gelände steht bereits fest und auch einen ersten Rohbau gibt es mittlerweile.

Bis Doris und Thomas Ahnert mit zwei ihrer vier Kinder Ende September ins Flugzeug nach Tansania steigen, wird sich auch die Frage geklärt haben, in welches Haus sie in Morogoro ziehen werden. Ihr altes Zuhause in Zollenreute haben sie bereits verlassen und sich mit einem Fest von Freunden und Nachbarn verabschiedet. „Es ist wichtig, dass man sich, wenn man geht, ordentlich verabschieden kann“, sagt Thomas Ahnert. Zwischen all dem Abschiedstrubel und Vorbereitungsstress mischt sich aber auch ein anderes Gefühl, wie Doris Ahnert berichtet: „Bei mir ist schon auch Vorfreude da!“

Spätzlehobel darf mit

Die Frage, was sie mitnehmen werden, ist dabei bereits beantwortet. „Unserer Koffer sind bis auf zwei schon gepackt“, berichtet sie. „Meine Tochter hätte am liebsten alles Spielzeug mitgenommen“, erzählt sie und ist froh, dass diese Entscheidungen getroffen sind. Neben der aufs Notwendige begrenzten Kleidung und Erstausrüstung, haben es letztlich auch gute Buntstifte, ein Spätzlehobel sowie zwei Geigen und eine Querflöte ins Gepäck geschafft – und während sie ansonsten vor allem auf E-Books setzen, habe jeder seine Bibel eingepackt. Unverzichtbar sei auch ein Laptop samt Ersatz – „für die Arbeit, aber auch, um Kontakt nach Deutschland zu halten.“ In die noch leeren Koffer wandern noch Medikamente des Tropeninstituts und Dinge, die die Familie zurzeit noch benötigt.

Familie Ahnert kommt noch einmal nach Aulendorf zurück, bevor sie nach Tansania fliegt, und zwar zu ihrem Aussendungsgottesdienst am Sonntag, 17. September, um 9.45 Uhr in der Thomaskirche in Aulendorf.

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Safina Street Network

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Rundbrief – Familie Ahnert – Sommer 2017

Wir vertrauen uns Gottes Schutz an und der Botschaft von seiner Gnade. Sie allein hat die Macht, uns im Glauben wachsen zu lassen und uns das Erbe zu geben, das Gott denen zugesagt hat, die zu ihm gehören. nach Apg. 20

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Die Aussendung

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siehe auch unter 1.29.1