“Die Minderheitssituation ist für viele eine positive Provokation”

https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/die-minderheitssituation-ist-fur-viele-eine-positive-provokation

Bischof Hinder über die Lage der Kirche auf der Arabischen Halbinsel

“Die Minderheitssituation ist für viele eine positive Provokation”

Auch auf der Arabischen Halbinsel gibt es Oasen, in denen die katholische Kirche blüht. Im Interview erzählt Bischof Paul Hinder, Apostolischer Vikar für Südarabien, wie christliches Leben unter Muslimen funktioniert, was die jungen Leute dort bewegt – und wie er die politische Lage im Mittleren Osten einschätzt.

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https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/verachtet-vertrieben-vernichtet

Christenverfolgung in Ägypten, dem Irak und Syrien

Verachtet, vertrieben, vernichtet

Die Christen in den Ländern des Nahen Ostens sind in ihrer Existenz massiv bedroht. Wo einst die Wiege des Christentums stand, leben die Gläubigen heute oft in ständiger Todesgefahr.

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https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/kirchen-kritisieren-deutsche-waffenexporte

GKKE: Glaubwürdigkeit der deutschen Friedenspolitik geschmälert

Kirchen kritisieren deutsche Waffenexporte

Im Krieg im Jemen, wo Millionen vom Hungertod bedroht sind, werden auch deutsche Waffen eingesetzt. Für die Kirchen schmälert das die Glaubwürdigkeit der deutschen Politik. Sie fordern Konsequenzen.

Im Jemen entführter indischer Salesianerpater ist frei

http://www.kath.net/news/60912

12 September 2017

Im Jemen entführter indischer Salesianerpater ist frei
Islamisten hatten P. Thomas Uzhunnalil vor 18 Monaten beim Überfall auf das Haus der “Missionarinnen der Nächstenliebe” in der jemenitischen Hafenstadt in ihre Gewalt gebracht
 60912
 

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Jemen – Indien: Entführter Priester: “Ich wurde vergessen”

JEMEN – INDIEN: ENTFÜHRTER PRIESTER: 

„ICH WURDE VERGESSEN“  

HILFERUF  VON  P. TOM UZHUNNALIL (SDB)

Online Video 

  • Nach Monaten ohne Nachrichten erschien am 26. Dezember 2016 ein online-Video von P. Tom Uzhunnalil, dem indischen Salesianer Pater, der Anfang März im südlichen Jemen von IS-Jihadisten entführt wurde.
  • Im Video, das auf Facebook und YouTube gepostet wurde, berichtet der Priester von seinem Zustand und appelliert an die indische Regierung und die katholische Gemeinschaft, einschließlich Papst Franziskus, und bittet  um Hilfe.

Reaktion der indischen Regierung 

Die Regierung in Delhi ruft die schwierige Lage im Jemen in Erinnerung, wo der blutige Konflikt weiter wütet und eine „zentrale Autorität“, an die man sich wenden könnte, fehlt. „Wir haben mit einigen Nationen in der Region Kontakt – stellt der Sprecher des Außenministeriums Vikas Swarup klar -, bes. mit Saudi Arabien und den örtlichen Behörden. Die Bemühungen werden in diesem Sinne fortgesetzt.“

Die Entführung 

P. Tom Uzhunnalil ist seit 4. März 2016 in den Händen der Jihadisten, als sie ein Heim für Kranke und Alte der Missionarinnen der Nächstenliebe in Aden (Südjemen) stürmten. Bei dem Angriff wurden 4 Mutter-Theresa-Schwestern und 12 weitere Personen, die sich im Gebäude aufhielten, getötet.

Der Hilferuf 

  • In der Botschaft, die am 26.Dezember 2016 veröffentlicht wurde, sagt P. Tom mit schwacher Stimme: „Wenn ich ein europäischer Priester wäre, würden sie die Sache ernster nehmen. Aber ich bin ein Inder. Kann sein, dass ich nicht so viel wert bin. Lieber Papst Franziskus, lieber Heiliger Vater, ich bitte Sie als Vater, sich für mich einzusetzen. Ich bin sehr deprimiert. Meine Gesundheit verschlechtert sich.“ Am Schluss der Botschaft sagt P. Tom, dass er „dringend medizinische Behandlung“ benötige und dass seine Entführer mehrmals versucht hätten, die indische Regierung zu kontaktieren, den Präsidenten und den Premierminister, aber vergeblich und dass nichts für seine Freilassung getan wurde.
  • Der Salesianer mit bleichen, schmalen Gesicht, scheint einen vorbereiteten Text vorzulesen; die Authentizität des Videos kann nicht unabhängig verifiziert werden, und es ist nicht möglich festzustellen, wann es aufgenommen wurde.

STELLUNGNAHME DES APOSTOLISCHEN VIKARS  VON ARABIEN 

Mgr. Hinder zum Video 

  • „Die positive Seite“ des Videos besteht darin, „dass der Priester am Leben zu sein scheint“, sagte Mgr. Paul Hinder, Apostolischer Vikar von Südarabien. Die negative Seite, dass es scheint, er hätte unter Druck und auf Anweisung seiner Kidnapper gesprochen.“
  • „Es ist offensichtlich, dass P. Tom falsch informiert ist, weil es nicht stimmt, dass nichts unternommen wurde“, sagte der Prälat. „Ich kann nicht in Details gehen, aber wir arbeiten auf mehreren Fronten, um seine Freilassung zu erwirken.“

Presseaussendung des Vikariats von Südarabien 

„Die Gesichtszüge der Person in dem Video hat große Ähnlichkeit mit P. Tom Uzhunnalil SDB. Jedoch sind die Quelle des Videos, das Datum seiner Erstellung und die Umstände, unter denen es aufgenommen wurde, unbekannt. Obwohl wir keine Information über P. Toms gegenwärtigen Aufenthalt haben, sprechen starke Indizien dafür, dass er noch lebt. Seit dem Tag der Entführung von P. Tom hat die Kirche von höchster Stelle zahllose Appelle zu seiner Freilassung gemacht,  wie auch konkrete Anstrengungen unternommen durch enge Zusammenarbeit mit internationalen wie lokalen diplomatischen Kanälen.“ Papst Franziskus selbst, bemerkt der Vikar von Arabien, sprach vom indischen Priester und bat um seine und die Freilassung all jener die in der Region, die vom bewaffneten Konflikt betroffen ist, eingesperrt sind.

Gebete für Pater Tom 

  • Während der Weihnachtsfeierlichkeiten erneuerte Mgr. Hinder einen Aufruf zum Gebet für P. Toms Freilassung. Insbesondere während der Messe am 25. Dezember in der katholischen St. Joseph Kirche in Abu Dhabi betete er mit zehntausenden Gläubigen um Gesundheit für den indischen Priester.
  • Die Salesianische Gemeinschaft in der ganzen Welt und die indische Bischofskonferenz beten ebenfalls und drückten dem entführten Opfer ihre Nähe aus.

Verlässliche Informationen und Gebete statt Gerüchte 

  • Die Presseaussendung des Apostolischen Vikariats von Südarabien merkte an, dass verlässliche Informationen und Updates über P. Tom auf der Website des Vikariats wie auf jener der Salesianischen Nachrichtenagentur erhältlich sind.
  • Die Presseaussendung schließt mit dem Aufruf an „die Gläubigen sich nicht in einen Strudel von Beunruhigungen  hineinziehen zu lassen und unbestätigte Nachrichten über soziale Medien zu verbreiten, sondern mit ihren Gebeten für P. Tom fortzufahren, um gemeinsam mit den diplomatischen Bemühungen seine Freilassung zu erwirken“.

Wien, Mittwoch 28. Dezember 2016