RUANDA – Radikaler Säkularismus – Staatlich verordnete Kirchenschliessungen

RUANDA    RADIKALER  SÄKULARISMUS

STAATLICH VERORDNETE  KIRCHENSCHLIESSUNGEN 

8000 Kirchen in 5 Monaten geschlossen 

  • Auf staatliche Anordnung hin wurden in nur 5 Monaten (1. März bis 1. August 2018) über 8000 Kirchen geschlossen. Dies gab die regierungsfreundliche Kigali Today Press bekannt. Begonnen hat es im März mit der Schließung von rd. 700 Kirchen in der Provinz Kigali mit der Begründung, sie genügten nicht den gesetzlichen Sicherheits- und Gesundheitsvorgaben.  Bald wurde die Kampagne auf das ganze Land ausgedehnt und zusätzliche Vorschriften erlassen, die Kirchen erfüllen müssen, um ihren Betrieb weiter aufrechterhalten zu können. 
  • Alle christlichen Gemeinschaften sind davon betroffen. 
  • Katholische wie protestantische Christen (90% der Bevölkerung) klagen die Regierung an, mit dem neuen Gesetz die Schließung von Kirchen und Moscheen zu rechtfertigen und sehen darin einen Versuch, die in der Verfassung garantierte Religionsfreiheit zugunsten eines radikalen Säkularismus einzuschränken. 

Staatliche Vorschriften 

  • Ein Anfang 2018 erlassenes Gesetz verlangt, dass Kirchen „Mindeststandards hinsichtlich Sicherheit, Hygiene, Infrastruktur und Legalität genügen müssen“. Kirchen wie Moscheen wurden aufgefordert, ihre Aktivitäten einzustellen bis sie die vorgeschriebenen Adaptionen vorgenommen haben. 

„Der Gottesdienst sollte in einer organisierten Art erfolgen und Mindeststandards genügen. Die Ausübung der Freiheit des Gottesdienstes sollte nicht die Rechte anderer Leute beeinträchtigen“, sagte Regierungsvertreter Justus Kangwagye.

Professor Anastase Shyaka,  höchster Beamter des Rwanda Government Board (RGB), zuständig für Überwachung öffentlicher und privater Organisationen: „Einige Kirchen halten ihren Gottesdienst in schäbigen und unsauberen Gebäuden ab – zum Schaden für Gesundheit und Sicherheit der Menschen; auch Fälle von Lärmbelästigung wurden gemeldet,  während einige ohne erforderliche Erlaubnis operierten.“ 

  • Bald kamen neue Anforderungen hinzu, zu deren Erfüllung meist eine Frist von nur 15 Tagen eingeräumt wurde. 
  • Beispiele für zu erfüllende Normen: 

Toiletten müssen eine bestimmte Distanz vom Kircheneingang aufweisen. 

Eine Kirche wurde aufgefordert eine bestimmte Art von Segeltuch-Plafond zu installieren, obwohl das Material eine beträchtliche Brandgefahr darstellt.  

Eine andere, sie müsse ihr Dach ändern und eine Ziegelmauer bauen. Das ist schwer schwierig, weil sie bereits gezwungen war, einen Kredit aufzunehmen um die ursprünglichen Anforderungen zu erfüllen. 

Zugangsstraßen zur Kirche und Kirchplatz müssen gepflastert sein. 

Innenwände und Plafonds in der Kirche müssen verputzt und gestrichen sein. Blanke Ziegel sind nicht länger mehr erlaubt. 

Alle Kirchen müssen Blitzableiter haben. 

Alle Pastoren müssen über einen theologischen Grad einer  Institution verfügen, die auch Wissenschaft und Technologie lehrt; was bedeutet, dass nur wenige der vielen (oft hoch angesehenen) theologischen Institutionen oder Bibelschulen als genügend angesehen werden. 

Schikanen und Willkür, verschärfte Gangart 

Schikanen und Willkür 

  • In einem Dorf wurde die Kirche während einer Hochzeit geschlossen. 
  • Einer anderen Gemeinde wurde untersagt, Gottesdienste und andere Treffen in einer Schulhalle abzuhalten, nachdem die Kirche in diesem Ort geschlossen wurde. Die Kirche hatte eine Holztür statt einer Metalltür und Fensterrahmen, und der Gemeinde wurde mitgeteilt, das Dach müsste „ein bisschen“ gehoben werden. 
  • Mitglieder einer anderen Gemeinde müssen 20 km gehen, um eine Kirche in einer Nachbargemeinde besuchen zu können, nachdem ihre Kirche geschlossen wurde. 
  • In einem Distrikt haben die Behörden alle Treffen einer geschlossenen Kirche verboten, und die Gläubigen dürfen sich nicht einmal in Hausgruppen treffen. 

Verschärfung der Gangart 

Es scheint, dass die lokalen Behörden in den verschiedenen Distrikten ursprünglich einige Freiheiten hatten hinsichtlich des Grades mit dem sie die neuen Anforderungen durchsetzen konnten.  Nun aber scheint es, dass jene, die nachlässiger waren, gerügt wurden und nun strenger geworden sind. 

Die neuen Bestimmungen werden durchgesetzt, obwohl sie offiziell noch nicht einmal beschlossen sind.  In den meisten Fällen ist es für die Kirchen fast unmöglich, die erforderlichen Adaptierungen innerhalb einer eingeräumten Frist von zu meist nur 15 Tagen (!) vorzunehmen. Dazu kommen die damit verbundenen finanziellen Belastungen. 

Unter den Kirchenführern herrscht Angst. Kurz nachdem man begann die neuen Anordnungen durchzusetzen, wurden  6 Pastoren verhaftet unter der Anschuldigung des Komplotts gegen die Anordnung der Regierung. Obwohl die Pastoren seither wieder freigelassen wurden,  erklärte ein  höherer Kirchenführer, dass die Verhaftung als ernste Warnung gegenüber anderen diente, keinen Widerstand zu leisten. 

Verdacht 

Dies alles nährt den Verdacht, der wahre Zweck dieser Vorschriften sei es, die Zahl der Kirchen massiv zu reduzieren und stelle Teil eines Plans der Regierung dar, ihren aggressiven säkularen Standpunkt durchzusetzen.

Aggressiver antichristlicher Säkularismus 

  • All diese Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund eines expliziten antichristlichen Säkularismus des Staates. 
  • Die Verfassung aus dem Jahr 2003 garantiert im Artikel 37  Religionsfreiheit; 2015 wurde die Verfassung abgeändert und alle Bezüge zum christlichen Glauben aus der Verfassungspräambel eliminiert. 
  • Es gab einen markanten Anstieg im Säkularismus in der Regierung: 

Gebetstreffen in Regierungsinstitutionen, die früher sehr üblich waren, sind verboten. Bei Genozid-Gedenkfeiern dürfen weder Priester noch Pastoren (die bislang eine prominente Rolle bei solchen Veranstaltungen spielten) sprechen oder predigen, es sei denn die Veranstaltung wurde von der Kirche organisiert. 

An 2 Sonntagen im Monat werden die Hauptstraßen gesperrt. sodass viele Menschen ihre Kirchen nicht erreichen können; der Kirchenbesuch ist zurückgegangen.

Viele Treffen der RPF  (Ruandische Patriotischen Front, Regierungspartei) und andere Aktivitäten,  die verpflichtend sein können, werden an Sonntagen angesetzt. 

  • Auf dem Papier gelten für Muslime die gleichen Bestimmungen. In der Praxis ist dies jedoch nicht der Fall. Muslimische Kleriker kündigten an gegen das Verbot, den Gebetsruf über Lautsprecher zu verkünden, Einspruch zu erheben. Bis jetzt hält diese Praxis an. Hingegen wurden 6 Pastoren verhaftet, nachdem sie es verabsäumt hatten, die neuen Vorschriften zeitgerecht umzusetzen. 

EINE KIRCHLICHE STIMME  

  • „Kirchen schließen, Kriterien festsetzen, wer Geistlicher werden darf – ist das wirklich die richtige Lösung für das Religionsproblem in Afrika?“, fragt P. Donald Zagore, Theologe der Afrikanischen Missionsgesellschaft. 
  • Er erklärt, dass es eine Lösung gebe, aber dazu sei es notwendig aufmerksam zu verfolgen, welche Auswirkungen eine derartige Entscheidung auf das Grundwesen der religiösen Dynamiken haben könnte. „Die Religion funktioniert anders als jegliche Partei oder politische Vereinigung. Ordnung in die Unordnung bringen zu wollen ist eins; etwas anderes ist es, bewusst oder unbewusst den prophetischen Charakter der Religion zu kappen, der sich jeder Logik und jedem akademischen Imperativ entzieht. Akademische und intellektuelle Bildung ist zweifellos notwendig, aber in der Religion ist dies keine Voraussetzung. Einzige Vorbedingung ist der Glaube. Gott ruft zu seinem Dienst Männer und Frauen, die nicht unbedingt intelligent oder graduiert sein müssen, sondern Männer und Frauen, die von ihrem Glauben überzeugt und bereit sind ihn zu leben und zu bezeugen, auch um den Preis ihres eigenen Lebens. Wir sollten uns auch folgende Frage stellen: Wird die Regierung Ruandas – wenn sie erst einmal die Kriterien für die theologische Ausbildung festgesetzt haben wird – aufhören aus der Religion ihr business zu machen? Schlüsselfrage ist: Warum ist der Handel mit den Religionen in Afrika so populär und so lukrativ? Auch wenn die religiösen Betrüger eine Gefahr bleiben, die bekämpft werden muss, so sind doch die Betrogenen das wahre Problem. Warum werden unsere Leute im Namen der Religion missbraucht und beraubt?“
  • „Um etwas Klarheit zu schaffen – bemerkt P. Donald – muss man über 2 grundlegende Dinge nachdenken: Einerseits müssen wir zugeben, dass unser Volk sich hinter diesen „Billig-Pastoren“ versteckt, in der Hoffnung, dass diese ihnen helfen den Übergriffen der Politiker und deren unstillbarem Machthunger ein Ende zu setzen, der die Menschen weiter im Elend schmachten lässt.“

„Andererseits – fährt der Priester fort – gibt es da ein afrikanisches Verständnis von Gott und der Religion, das nicht besonders gesund ist und bereinigt werden sollte. In der oftmals zu emotionalen Dynamik des Spiritualismus wird Gott als die Exklusiv-Quelle für Wunder und Lösungsfindung interpretiert. Diese Auffassung lässt Gott nicht weit entfernt sein vom Vergleich mit einem Scharlatan. Solange der Afrikaner nicht begreift, dass Gott weder ein Zauberer noch ein Marabu ist, und sich nicht im Klaren darüber wird, dass Gott trotz seiner Allmächtigkeit das Leben der Menschen nicht zu verändern vermag, solange sie selbst nicht ihren Beitrag dazu leisten, werden sie weiter vollgestopft mit Ideologien leben und ständig ‘beraubt’ werden. Der Schlüssel zum Heil ist ein afrikanisches religiöses Massen-Bewusstsein mit einer rationalen und hermeneutischen Struktur.“ 

  • Regierungsquellen zufolge wurde die Schließung der Kultstätten verhängt, da es gemessen an der Einwohnerzahl zu viele Kirchen gebe; nicht in Betracht gezogen wurde dabei die große Fragmentierung der Dörfer in Ruanda, die von nur wenigen Personen bewohnt sind. Sehr oft liegen diese Dörfer viele Kilometer von einander entfernt; aufgrund mangelnder Infrastrukturen, die die Wohngebiete verbinden könnten, baut jedes Dorf seine eigene Kirche um zu vermeiden, dass die Bürger 20km oder mehr laufen müssen, wenn sie zur Messe gehen wollen.

HINTERGRUND 

Land und Leute 

  • Ruanda ist mit einer Fläche von nur 26.338 km2 und einer Einwohnerzahl von rd. 13 Mio (Stand 2016) ein winziger, dichtest bevölkerter  Binnenstaat in Ostafrika. Hauptstadt ist Kigali. 
  • 4 Amtssprachen: Kinyarwanda, sie ist die Muttersprache fast aller Ruander; weitere offizielle Amtssprachen sind Französisch (seit der belgischen Kolonialzeit) und Englisch (seit 1994, nach der Rückkehr von Langzeitflüchtlingen aus Uganda und Tansania).  In den Handelszentren wird auch Kisuaheli gesprochen, das 2017 als Teil einer fortwährenden Integration in die Ostafrikanische Gemeinschaft als weitere Amtssprache eingeführt wurde. 
  • Die Unterteilung der Bevölkerung in Hutu, Tutsi und Twa wurde nach dem Genozid abgeschafft. Die Verfassung kennt nur noch Ruander. 
  • Religionen: Etwa 90% der Bevölkerung sind Christen. Kurz  vor dem Völkermord waren 2/3 katholisch, heute sind es 55%. Nach dem Völkermord breiteten sich viele neue Kirchen aus. Protestanten sind durch zahlreiche verschiedene Kirchen vertreten, darunter Anglikaner, Presbyterianer, Adventisten, Methodisten und Baptisten. 

Zum Islam bekennen sich mindestens 5% der Ruander. Andere Quellen, die bis zu 12% Muslime angeben sind möglicherweise überhöht, aber auf einen verstärkten Zulauf zum Islam seit dem Bürgerkrieg zurückzuführen. 

Politik und Wirtschaft 

  • Ruanda ist eine Republik mit Präsidialsystem als Regierungsform. Amtierendes Staatsoberhaupt ist seit April 2000 Präsident Paul Kagame von der RPF. 2017 wurde er mit 98‘% für eine 3. Amtsperiode wiedergewählt. 
  • Lt.  Demokratieindex 2016 belegt Ruanda unter 167 Ländern  Platz 138 und gehört zu den autoritär regierten Staaten. Die Gerichte erfüllen nicht internationale Standards für faire Gerichtsverfahren. Das Regime steht international in der Kritik wegen Einschränkung von Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Vereinigungsfreiheit, Unterdrückung der Opposition und Manipulation von Wahlen sowie der Destabilisierung des Ostkongo. 
  • Aufgrund der wirtschaftlichen Erfolge des Landes wird Ruanda als erfolgreiche „Entwicklungsautokratie“ gesehen. Mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 8% im Zeitraum 2001 bis 2015  gehört Ruanda zu den Ländern Afrikas mit dem höchsten Wirtschaftswachstum. 
  • Kennzeichen für die ruandische Gesellschaft ist die ungewöhnlich hohe Teilhabe der Frauen an der wirtschaftlichen und politischen Macht. Im Gender Development Index 2015 der UN nahm Ruanda den Spitzenplatz unter allen Entwicklungsländern ein und erzielte sogar bessere Werte als bspw. Deutschland oder Frankreich. Mit 63,8% (2015) weiblichen Abgeordneten weist das Parlament den höchsten Frauenanteil weltweit auf.

Geschichte 

Vorkoloniale Königreiche

14.-17. Jh.: es bilden sich verschiedene Königreiche, die nebeneinander bestehen. Ruanda blieb von Sklavenjagden und Sklavenhandel verschont. 

Kolonialismus

  • 1885: Auf der Berliner Konferenz wird beschlossen, dass Ruanda fortan eine deutsche Kolonie ist; die Herrschaft der Deutschen ist eine  indirekte. 
  • 1916: Im Laufe des ersten Weltkrieges marschieren belgische und britische Truppen in Ruanda ein und beenden die deutsche Kolonialherrschaft. 
  • 1923: Ruanda ist fortan eine belgische Kolonie. 
  • 1946: Das katholische Christentum wird Staatsreligion. 
  • 1957: Veröffentlichung des Hutu-Manifestes, in dem sich 9 Intellektuelle gegen die Unterdrückung der Hutu durch die Tutsi wehren. 
  • 1959: Die Hutu starten eine „soziale Revolution“, die zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Hutu und Tutsi führt. Auch in den folgenden 8 Jahren kommt es regelmäßig zu Massakern von Hutu an Tutsi, über 300.000 Tutsi fliehen in die Nachbarländer. Die belgische Verwalter, die in der Vergangenheit die Tutsi bevorzugt behandelt haben, stellen sich auf die Seite der Hutu.  

Republik Ruanda 

  • 1962: Ruanda wird am 1. Juli unabhängig. Grégoire Kayibanda, ein Hutu, wird Präsident. 
  • 1972: Im Nachbarland Burundi kommt es zu Massakern von Tutsi an Hutu, worauf in Ruanda die Tutsi aus der Regierung geworfen werden. 
  • 1973: An Schulen, Universitäten und in der staatlichen Verwaltung kommt es zu Säuberungsaktionen. Zahlreiche Tutsi werden entlassen oder von der Schule verwiesen. Noch mehr verlassen das Land. 
  • 1973: Am 5. Juli kommt es zum Staatsstreich: Major Juvénal Habyarimana, ein Hutu,  wird Präsident. 
  • 1975: Gründung der Einheitspartei MRND (Mouvement Républicain National pour la Démocratie et le Développement),  einer Hutu Partei, in der jeder Ruander von Geburt Mitglied sein muss. 
  • 1988: Gründung der RPF (Ruandische Patriotische Front), einer Tutsi-Bewegung in Uganda, welche die Rückkehr der Tutsi nach Ruanda propagiert. 
  • 1990: Die RPF greift am 1. Oktober von Uganda aus Ruanda an. Der Bürgerkrieg beginnt. 

Genozid 1994

  • Am 6. April 1994 wurde das Flugzeug des damaligen Staatspräsidenten Juvénal Habyarimana (Hutu) beim Landeanflug auf die Hauptstadt Kigali abgeschossen. Vom 7. April bis Juli 1994 kam es daraufhin zum Völkermord an den Tutsi, verbunden mit der Liquidation dissidenter Hutu. Der Völkermord kostete 800.000 bis 1.000.000 Menschen das Leben. In annähernd 100 Tagen töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75 % der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit.
  • Die Täter kamen aus den Reihen der ruandischen Armee, der Präsidentengarde, der Nationalpolizei und der Verwaltung. Zudem spielten die Milizen der Impuzamugambi sowie vor allem der Interahamwe eine besonders aktive Rolle. Auch weite Teile der Hutu-Zivilbevölkerung beteiligten sich am Völkermord. 
  • Die RPF (Ruandische Patriotische Front) nahm daraufhin die Kampfhandlungen gegen das Völkermord organisierende Regime wieder auf. Am 4. Juli nimmt Paul Kagames RPF die Hauptstadt Kigali ein. Am 18. Juli ist der Krieg beendet. Die RPF erlangt den vollständigen militärischen Sieg. 
  • Am 19. Juli 1994 wird eine neue Regierung gebildet. Pasteur Bizimungu (RPF, Hutu) wird Staatspräsident, Generalmajor Paul Kagame (RPF, Tutsi) Vizepräsident. 
  • In der Folge fliehen 2 Mio Hutu, darunter viele Täter; die meisten kommen in Flüchtlingslagern im Ostkongo unter, von wo aus die Hutu-Milizen immer wieder Angriffe auf die Tutsi starteten. Daraufhin löst das Regime in Ruanda die Flüchtlingslager rücksichtslos auf, viele Zivilisten werden umgebracht. 

Wien, Mittwoch 26. September 2018 

 

RUANDA : 8000 Kirchen in den letzten 7 Monaten geschlossen

http://www.kath.net/news/64665

04 August 2018

8000 Kirchen in den letzten 7 Monaten geschlossen