Norwegens Oberster Gerichtshof stärkt die Gewissensfreiheit!

http://www.kath.net/news/65471

13 Oktober 2018

Norwegens Oberster Gerichtshof stärkt die Gewissensfreiheit!
Katholische Ärztin war gefeuert worden, weil sie wegen der möglichen frühabtreibenden
Wirkung keine Spirale einsetze –
Oberster Gerichtshof gibt ihr Recht –
Erzbistum Oslo hatte ihren Rechtsstreit moralisch und finanziell unterstützt
 65471

WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA ‘Meinungsfreiheit’

Das rasante Wachstum der Katholiken in Norwegen

http://www.kath.net/news/64704

08 August 2018

Das rasante Wachstum der Katholiken in Norwegen

Bischof von Oslo, der dem Klosterneuburger Chorherrenstift angehört,
im Kathpress-Interview über seine katholische Migrantenkirche,
Zuwanderung und das Verhältnis zur dominierenden lutherischen Kirche in Norwegen
 64704

WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA ‘Norwegen’

Trotz Morddrohungen: Syrischer Christ evangelisiert in Norwegen

TROTZ MORDDROHUNGEN: SYRISCHER CHRIST EVANGELISIERT IN NORWEGEN

Quelle: www.livenet.ch 25.8.2016

Flucht vor dem Tod

  • Der syrische Evangelist Saeed Ziadah floh vor den Morddrohungen des IS aus seinem Heimatland. Selbst in  Moscheen hat er den Menschen von Jesus Christus erzählt und dabei viele Wunder erlebt: «Wir verteilten Bibeln und den Jesus-Film und diskutierten darüber, wie wichtig es ist, an den Herrn Jesus Christus zu glauben», berichtet der Evangelist gegenüber CBN. «Es war eine wunderbare Arbeit, viele Muslime nahmen den Herrn Jesus als ihren Retter an. Doch dann brach der Krieg in Syrien aus…»
  • Saeed floh mit seiner Frau Rana nach Russland, wo er lange auf religiöses Asyl wartete. Frustriert reisten sie nach monatelanger Wartezeit weiter und landeten schließlich im tiefen Norden Skandinaviens, in der norwegischen Stadt Finnsnes. Sie hofften, hier endlich ein sicheres Zuhause zu finden.

Sicherheit vs. Evangelisation

Doch seinen Ruf als Evangelist gab der Syrer nie auf. Auch von Finnsnes aus erzählte er den Menschen weiterhin von Jesus, nun vor allem über Internet und die Sozialen Medien. Er verglich die Lehre der Bibel mit dem Koran – und er warnte Norweger vor den Gefahren des militanten Islam. «Dadurch wurden einige Muslime wütend», berichet Saeed. Ob sich diese innerhalb oder außerhalb von Norwegen befinden, ist ihm nicht bekannt. Doch auch im nördlichsten Norwegen erreichten ihn Morddrohungen – zunächst über Facebook, später per Telefon. Man sagte ihm, dass in seinem Flüchtlingswohnheim Jihadisten lebten, die ihn ohne weiteres töten könnten, wenn er nicht aufhöre, seine Gedanken und seinen Glauben über das Internet zu verbreiten.

Er schweigt nicht … 

Doch Saeeds Liebe zu Gott und zu seinen Mitmenschen ist grösser als seine Angst. «Ich habe nicht aufgehört, über Facebook zu schreiben, weil ich an die Redefreiheit glaube, aber auch an die Kraft von Gottes Wort. Die westliche Welt muss wissen, was im Koran steht. Die Welt versinkt im Chaos durch die muslimische Lehre. Viele der Muslime kommen nach Europa und in die USA. Werden sie sich in die Gesellschaft integrieren, aber weiterhin an den Koran glauben, der zu Hass und Gewalt aufruft und sich gegen die Rechte der Frau ausspricht?»

… koste es, was es wolle

Schließich bat Saeed jedoch die norwegische Polizei um Hilfe und erhielt ein GPS-Gerät, das der Polizei – sobald Saeed es aktiviert – helfen wird, ihn schnell zu finden. Doch trotz aller Gefahren gehen Saeed und Rana weiterhin auf die Straße und besuchen neu gefundene Freunde, vor allem aus Syrien. Sie geben ihren Glauben weiter und ermutigen andere in ihrem Glauben an Jesus Christus.

Vor wenigen Wochen wurde ihre Aufenthaltserlaubnis in Norwegen bestätigt. Sie werden nun zu einem Familienangehörigen ziehen, der in einer anderen Stadt lebt. Auch dort werden sie sich weiterhin dafür einsetzen, dass andere Menschen – insbesondere andere Flüchtlinge – von Jesus Christus erfahren, egal, welche Konsequenzen das für ihn und seine Frau haben kann.

DEUTSCHLAND.  SYRER KONVERTIERT ZUM 

CHRISTENTUM

Quelle: www.idowa.de 25.10.2016

Moustafa heißt jetzt Johannes 

Im sicheren Hafen aus weltlicher Sicht kam Wallat Moustafa schon vor Monaten an, als es ihm gelang, von Syrien nach Deutschland zu flüchten. Bereits damals hatte der 37-jährige gebürtige Moslem Kontakte zu christlichen Gemeinden in Griechenland, weshalb er in seiner Heimat Syrien zunehmend unter Druck geriet. Am Sonntag (23.10.) hat Johannes – so möchte er nun genannt werden – auch aus geistlicher Sicht den sicheren Hafen, für ihn die katholische Kirche, erreicht.

Taufe in der Stadtpfarrkirche von Viechtach 

Es war sein Wunsch, ganz offiziell in die Christengemeinde aufgenommen zu werden, und  dieser wurde ihm nun mit der Taufe erfüllt. Dabei war der Weg dorthin nicht leicht für den jungen Mann. Auch in den diversen Flüchtlingsunterkünften in Deutschland wurde er gemobbt, weil er im Grunde seines Herzens schon ein Christ war. Der Besuch der Gottesdienste ließ er sich jedoch nicht nehmen, zog im Jänner schließlich im Pfarrhaus ein und bekam stets viel Zuspruch von Viechtacher Bürgern,  die seine Freunde wurden. Eine von ihnen ist Hildegard Weiler, die ihm nun als Patin zur Seite stand. Erst bei der Taufe, anschließend bei der Firmung, die im Anschluss gleich vollzogen wurde.

DEUTSCHLAND: BENEDIKTINERPATER TAUFT IRANISCHEN FLÜCHTLING IN MESCHEDE

Quelle: www.derwesten.de 29.10.2016

Malid heißt jetzt Thomas 

Getauft hat Pater Paulus schon oft, aber jetzt hat der Benediktiner zum ersten Mal einen Erwachsenen zur Taufe begleitet. Für ihn und auch für die Menschen, die an dem Gottesdienst in der Mariä-Himmelfahrt-Kirche teilnahmen, war das ein beeindruckendes Erlebnis. Der 28-jährige Malid kommt aus dem Iran. Seinen Namen haben wir geändert, weil er Angst vor Übergriffen hat. Angst um sich und Angst um seine Frau und seine kleine Tochter, die noch im Iran leben. Malid heißt jetzt Thomas.

“Bekehrungsgeschichte” ruft Zweifel hervor

  • „Malid kam auf mich zu“, berichtet Pater Paulus. Schon im Iran hatte der junge Familienvater heimlich Kontakt zu einer christlichen Gemeinde. Dann bekam der Mann, der in seiner Heimat Kleidung verkauft und als Fußballtrainer Geld verdient hatte, Probleme mit dem Regime. „Er saß im Gefängnis und entschloss sich nach seiner Freilassung zur Flucht. “
  • Pater Paulus ist klar, dass eine solche „Bekehrungsgeschichte“ Zweifel hervorruft. Wieviel an dieser Taufe ist der Politik geschuldet, wie viel ist wirklich Religion, wieviel die Hoffnung auf bessere wirtschaftliche Verhältnisse? „Ich habe sogar gehört, dass es für die Anerkennung als Asylbewerber eher schlecht ist, wenn sich ein Moslem hier taufen lässt“, sagt er. „Das habe ich Malid auch gesagt.“ Doch der junge Mann blieb bei seiner Entscheidung. Genauso wie zwei weitere junge Iraner, die zwischenzeitlich zum Unterricht hinzukamen.
  • Pater Paulus glaubt, dass sich vor allem die Iraner von ihrer Religion entfremden. „Sie folgen ihr nicht mehr, weil sie fundamentalistisch und gewalttätig in den Alltag der Menschen eingreift und ihnen kaum Freiheiten lässt.“ Aber auf Religion ganz zu verzichten, sei für die jungen Iraner keine Option gewesen. „Das hat mich erfreut und erstaunt“, sagt Pater Paulus.

Was macht eigentlich das Christentum aus? 

Auch der Pater musste für die Begleitung der Konvertiten neu überlegen, wie er den katholischen Glauben näherbringt.

Über das Alte Testament musste er bei Malid nicht viele Worte verlieren. „Das kannte er besser als viele Christen. Gerade auch die Begriff Hölle und Sünde. “ Pater Paulus begann sich selbst zu fragen, was macht eigentlich das Christentum aus: Freiheit des Einzelnen, Barmherzigkeit, Liebe zu allen Menschen, ein friedvoller Gott, der jeden bedingungslos annimmt. Dass Glauben im Christentum heute nicht aus Angst heraus geschieht, sondern aus der persönlichen Beziehung zu Gott, habe auch Malid beeindruckt. „Das waren sehr schöne Gespräche“, betont Pater Paulus.

Die Taufe war ihm ein Herzensanliegen.

  • Dem Theologen ist klar, dass der deutsche Staat einen Iraner, der zum christlichen Glauben konvertiert ist, nicht einfach wieder in seine Heimat zurückschicken kann: „Das ist lebensgefährlich.“ Malid, der mittlerweile ins Münsterland verlegt wurde, habe aber nach all den Gesprächen und so, wie er ihn in der Kirche erlebt habe, sein Vertrauen.
  • „Die Taufe war ihm ein Herzensanliegen. Er hat sich ehrlich entschieden. “Eine Einschätzung, die auch die meisten Gottesdienstbesucher teilten. Pater Paulus: „Einige sind hinterher noch zu mir gekommen und haben gesagt, wie beeindruckt sie waren.“ Auch erwachsene Katholiken hätten sich seit Langem mal wieder gefragt, was ihren Glauben eigentlich ausmacht. Pater Paulus ist überzeugt: „Die christliche Religion ist attraktiver, als uns bewusst ist. Wir müssen sie nur leben.

Wien, Mittwoch 2. November 2016