Anna Henle aus Aichstetten – Mystikerin

Anna Henle aus Aichstetten – Mystikerin

geboren am 18. November 1871
gestorben am Aschermittwoch 21. Februar 1950 in Aichstetten

AnnaHenle

Als Tochter einer Bäckersfamilie wurde Anna Henle am 18. November 1871 in Aichstetten bei Memmingen im Allgäu geboren.

Schon als Schulmädchen von kaum 13 Jahren erhielt sie am Tage ihrer Erstkommunion eine eindrucksvolle innere Schau mit drei Engeln, jeder mit einem Symbol. Der eine hatte einen Blumenkranz, der andere eine Dornenkrone und der dritte eine Harfe. „Wähle!“ wurde sie aufgefordert, und sie wählte die Dornenkrone. Von da ab wurde das frohe und gesunde Mädchen gelähmt, war ans Bett gefesselt und hatte große Schmerzen zu erleiden. Zahlreiche Visionen und andere mystische Erlebnisse bereicherten ihr Leben.

Am 4. Oktober erschien der seit ihrem 16. Lebensjahr stigmatisierten Anna Henle Maria als Unsere Liebe Frau von Salette und sagte: „Bete, bete, bete! Leide, leide, leide! Höre nicht auf zu beten! Das Geheimnis liegt schwer über der Welt. Die Sonne des Lichtes wird hervorgehen aus den Wolken des Kampfes und aufleuchten zum Angesicht Gottes..!

Sie sah in ihrer Vision auch die dreitägige Finsternis:
„Drei Tage Nacht werden noch kommen. Wenn dann die Irrlehren und Sekten verschwinden, wenn sie mit der Geißel der Strafrute geläutert werden und verstummen, dann wird es herrlich und Frieden werden. Die Strafe trifft die ganze Welt“.

Die drei Tage der Finsternis sind zu vergleichen mit den drei Stunden Jesu am Kreuze – und sie kommen schnell. Es wird plötzlich Nacht werden und die Erde wird zittern und beben wie noch nie. Eine große „Umwälzung“ der Erde in den drei dunklen Tagen wird geschehen. Die Erde wird nachher nicht mehr so sein wie heute. Durch eine Verkantung (Umwälzung) der Erdachse werden sich die Klimazonen verschieben. Afrika wird europäisches Klima bekommen, Europa afrikanisches. Das wird allgemein gedeutet als Zeichen der Gerechtigkeit Gottes. Die übriggebliebenen Europäer werden dann die Hitze Afrikas zu ertragen haben.“(Offb 6, 12-17; 8, 12-13; 9, 2)

Mit 33 Jahren nahm der Herr Anna Henle die Wundmale zurück. Innerlich empfand sie noch immer die gleichen Schmerzen wie früher. Man glaubte, dass sie jetzt sterben werde, doch ihr Leben wurde immer wieder verlängert um weiter zu sühnen. Sie opferte ihr ganzes 66jähriges Leiden auf für die Einheit der Christen.

Am Aschermittwoch, dem 21. Februar 1950, verstarb Anna Henle.